Mit Blick auf DirectX müssen alle Hardwarehersteller in ihren Treibern die gleiche Funktionalität als API bereitstellen, die entweder direkt auf Hardwarefunktionalitäten zurückzuführen ist oder im Treiber mittels einer Emulation bereitgestellt werden muss (Pascal muss bspw. alles programmatisch über die CUDA Cores berechnen, bei Turing dagegen verwendet der RTX-SW-Stack im Treiber für einen Großteil der Raytracing-basierten Aufgaben die hochgradig optimierten RT Cores).
Diese grundlegende Funktionalität im Treiber, die nVidia natürlich schon lange bereitgestellt hat, da es Turing schon seit 3Q18 gibt, müssen AMD und Intel gleichermaßen bereitstellen. Wie sie das Kind nennen, ist dagegen irrelevant (AMD: "InfinityRay", Intel: "OneRay" ?

).
Darüber hinaus kann natürlich zudem jeder Hersteller noch versuchen zusätzliche Funktionalität und mehr Leistung über weitere API-Funktionen und Libs bereitzustellen. Ob das Angebot von einem Entwickler aufgegriffen wird, hängt am Ende schlicht davon ab wie gut und leicht das zu implementieren ist und welchen Mehrwert das bringt.
Unzweifelhaft muss nVidia jedoch auf gar nichts "zurückfallen", denn das liegt vollkommen außerhalb ihres Verantwortungsbereichs. Wenn hier ein Entwickler nVidia-spezifische Funktionalitäten implementiert hat, müssen die zukünftig (mit AMD und Intel im Markt) erneut abwägen, ob es sinnvoll ist diese weiter zu verwenden. Wie schon geschrieben, wenn der Vorteil groß genug ist, werden das einige, die die Ressourcen und das KnowHow dafür haben, auch machen. Man wird sehen, aber die grundlegende Basis-Funktionalität werden alle Hersteller gleichermaßen bereitstellen müssen. nVidia war hier halt nur rund 2 Jahre schneller
