Außerhalb bemannter Raumstationen, die zwingend die Möglichkeit zum Austausch von Installationen erfordert, hat man meinem Wissen nach noch nirgendwo mit Racks in Space gearbeitet.
Es gibt einen ersten Test-Satelliten, der eine Default-Nvidia-Grafikkarte mit an Bord hat:
https://www.starcloud.com/starcloud-1. Darauf möchte man aufbauen (was aber natürlich noch kein echtes Rack ist).
Vakuum ist ein nahezu perfekter Isolator, sodass Wärme nicht durch Konvektion abgeführt werden kann. Abwärme muss stattdessen als Infrarotstrahlung abgestrahlt werden – gemäß dem Stefan-Boltzmann-Gesetz. Die Abstrahlung von nur 1 MW bei gleichzeitiger Stabilisierung der Elektronik auf 20 °C erfordert etwa 1.200 m² Kühlerfläche, also vier Tennisplätze.
Wo kommt das Zitat her?
Das ist meines Erachtens nach zu stark vereinfacht. So etwas kann man nicht linear angeben, da das Stefan-Boltzmann-Gesetz davon abhängt, wie warm der Radiator ist (sogar zur Potenz 4). Die Elektronik muss aber ja nicht die gleiche Temperatur haben wie der Radiator, wenn die Hitze vernünftig abgeführt wird. Das hängt stark vom genauen System ab.
Es hat einfach keinen Vorteil.
Das stimmt so nicht. Es gibt mehrere Vorteile (die Frage ist, ob die Nachteile nicht überwiegen).
1. Solar ist wesentlich effizienter im All. Man hat also mehr Leistung pro Fläche Solar zur Verfügung.
1.5. Es gibt Orbits (SSO), wo die Eclipse Zeiten (Saisonabhängig) sehr gering sind. Man ist also länger der Sonne ausgesetzt, statt den festen Tag und Nacht Rhythmus auf dem Boden zu haben.
2. Es braucht keine langwierigen Genehmigungsverfahren mit öffentlichen Anhörungen von Anwohnern usw. Das wird gerade in den USA zum Problem, wo sich viele Communitys gegen Ansiedlungen wehren, da man befürchtet, dass Strom sich verteuert usw. Das soll nicht wertend sein, ist einfach ein Fakt.
3. Man verbraucht kein Wasser im Betrieb. Kühlung ist ein ganz anderes Problem.
4. Man benötigt keine dicken Betonbunker oder Sicherheitsdienste, um die Daten vor Fremdzugriff zu schützen.
Das fällt mir gerade spontan ein.
Die Liste von Nachteilen/Problemen, die noch gelöst werden müssten, ist natürlich auch riesengroß. Nur die Aussage "Es gibt keine Vorteile" ist schlicht falsch.