News Künstliche Intelligenz im Weltraum: AMD beschreibt KI-Zukunft über der Erde

PCGH-Redaktion

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Der Einsatz von künstlicher Intelligenz könnte sich künftig weit über klassische Rechenzentren hinweg ausdehnen. AMD beschreibt, wie KI-Systeme ganz neue Möglichkeiten im Weltall eröffnen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Künstliche Intelligenz im Weltraum: AMD beschreibt KI-Zukunft über der Erde

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Ist aber auch immer die Frage, 4/2nm Chips im Weltraum sind ja nicht so langzeitstabil. Müsste man vielleicht gut abschirmen? Ansonsten eher 20/14nm viel KI kann man da auch nicht machen. Ist eher eine leichte Unterstützung. Ja die Software läuft überall, aber Moderne Hardware im Satelliten ist eher schwer lange lauffähig. Bis jetzt.

Kann mir auch vorstellen, das die Vibrationen und G-Kräfte beim Start einer Rakete - moderne Hardware schnell beschädigen kann.
 
Die Frage hab ich schon öfters recherchiert. Rechenzentren im Weltall klingt toll, aber bringt das Problem der Kühlung und Strahlung mit sich, was man nicht so einfach lösen kann. Im Moment ist das noch völlig unrealistisch.

Ich mein … selbst die Lunatics von SpaceX sagen das in ihrem Pre-IPO-Filing: "Our initiatives to develop orbital AI computing and industrialisation in orbit, on the Moon, and interplanetary remain at an early stage, involve significant technical complexity and unproven technologies, and may not achieve commercial viability." ^^


Bisher ist das alles nur Hype für die Shareholder und um Investoren anzulocken etc.

Vakuum ist ein nahezu perfekter Isolator, sodass Wärme nicht durch Konvektion abgeführt werden kann. Abwärme muss stattdessen als Infrarotstrahlung abgestrahlt werden – gemäß dem Stefan-Boltzmann-Gesetz. Die Abstrahlung von nur 1 MW bei gleichzeitiger Stabilisierung der Elektronik auf 20 °C erfordert etwa 1.200 m² Kühlerfläche, also vier Tennisplätze.

Und da reden wir noch nicht von Wartung, wenn mal was kaputt geht (Weltraummüll? Asteroiden? Sind ja riesige Kühlerflächen notwendig), den Kosten, wie man es überhaupt da hoch bekommt. Wie baut man es zusammen oder transportiert die Racks direkt fertig, in welchen Größen? etc. etc. Das klingt alles ganz toll und Musk hat es ja gehypt, als ob das easy wäre, aber die Realität ist eine ganz andere. Es gibt zwar erste Tests von Chips von Google und Nvidia, aber das sind Prototypen und frühe Tests aus Ende letzten Jahres und diesem Jahr, und Google plant in 2027 das nächste frühe Testsystem.
 

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Zusammenbau und Wartung würde ich als "gar nicht" zusammenfassen: Jedes Gramm kostet. Außerhalb bemannter Raumstationen, die zwingend die Möglichkeit zum Austausch von Installationen erfordert, hat man meinem Wissen nach noch nirgendwo mit Racks in Space gearbeitet. Alles auf eine Platine verlöten (oder möglichst wenige) steigert zudem die Zuverlässigkeit. Die extra Entwicklung und Anfertigung dagegen ist, selbst wenn man noch einige Bauteile redundant verbaut, billiger als der Transport eines modularen Chassis. Von einem Roboter, Platz in dem dieser sich bewegen kann und Ersatzteillieferungen ganz zu schweigen.

Aber all das halt nur kühlbar in Größenordnungen von wenigen kW in der Spitze, solange man mit gängigen Halbleitern arbeitet. Die einzige Möglichkeit, die ich mir vorstellen könnte, wäre die Entwicklung einer komplett neuen Halbleiterchemie auf Basis von Carbiden oder GaN für Computing-Zwecke. Da wurden schon Transistoren bei über 800 °C erreicht, was die installierbare Leistung pro Abstrahlungsfläche grob ver-20-fachen würde. Aber die sind aktuell halt in kHz- sowie mm-Maßstäben unterwegs und selbst wenn man das auf GHz respektive nm skalieren könnte, im Laufe des nächsten halben Jahrhunderts, würden sich immer noch nicht die Möglichkeiten ergeben, die der selbsternannte "Erfinder" von Schnellbautunneln und umrohrten Magnetschwebebahnen seinen Aktionären verkaufen möchte. Was die Frage aufwirft, was AMD damit zu tun hat, außer ggf. ebenfalls Aktienkurse zu pushen? Als ich das letzte Mal nachgeguckt habe, hatten die nicht einmal Fabs und auch keine Halbleitergrundlagenforschung, aber auch die beste Architektur kann nichts an der grundlegenden Physik ändern.
 
Im Grunde baut das alles nur auf dem Hirngespinst auf, dass "Weltraum = kalt", was ja schon nicht stimmt. Es macht quasi absolut null Sinn, wirklich Rechenzentren ins Weltall zu legen. Es hat einfach keinen Vorteil. Wenn man mal eine Mondbasis hat, dann kann man dort das gesammelte Wissen vielleicht anwenden und so, das sehe ich als einzigen Nutzen überhaupt an diesen Gedanken "Server im Weltall", aber Rechenzentren im Orbit ist einfach Schwachsinn.
 
HAL9000, SHODAN usw. kommen mir da in den Sinn, nur dass es in der Realität Tools zur Unterdrückung der Massen durch die oberen 0.0000001% sein werden, anstatt "Rogue AIs". Im All sind sie auch noch leichter gegen potentielle Angriffe Aufständischer zu schützen, denn diese müssten Raketentechnik und das entsprechende Know-How besitzen, um damit etwas im Orbit zu treffen.
Skynet hätte dies wahrscheinlich auch erkannt und seinen zentralen Kern in den Orbit verfrachtet, anstatt auf dem Boden angreifbar zu sein.
 
Im Grunde baut das alles nur auf dem Hirngespinst auf, dass "Weltraum = kalt", was ja schon nicht stimmt. Es macht quasi absolut null Sinn, wirklich Rechenzentren ins Weltall zu legen. Es hat einfach keinen Vorteil. Wenn man mal eine Mondbasis hat, dann kann man dort das gesammelte Wissen vielleicht anwenden und so, das sehe ich als einzigen Nutzen überhaupt an diesen Gedanken "Server im Weltall", aber Rechenzentren im Orbit ist einfach Schwachsinn.
Nicht ganz korrekt.
Es geht darum keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein.
Eine Station/Satellit die immer von der Sonne abgewendet steht und einen Hitzeschild im "Rücken" hat, ist sehr kalt. (s. James Webb NIRCam (Near-Infrared Camera) arbeitet bei 40°K (-233°C) und erreicht diese Temperatur nur durch einen Sonnenschild)
Auf dem Mond gibt es auch "Höhlen" in Kratern, wo nie ein Sonnenstrahl hinfällt.
Dort ist Temperatur fast am absoluten Nullpunkt.
 
Ja, aber dennoch ist Weltraum nicht einfach nur kalt. Technisch ja, aber isoliert halt auch perfekt. Da nutzt dir das auch nichts, wenn da was Heißes ist. Im Vakuum kannst du nur kühlen durch Infrarotstrahlung.
 
Der Grundgedanke ist ja nicht verkehrt, so lange Baugröße und Rechenleistung irgendwie vertretbar Hand in Hand gehen. Ist das jedoch nicht der Fall, wird daraus eben nichts, außer AMD findet einen Weg Photonen gezielt zu beschleunigen, auf nutzbare Weise.
 
Außerhalb bemannter Raumstationen, die zwingend die Möglichkeit zum Austausch von Installationen erfordert, hat man meinem Wissen nach noch nirgendwo mit Racks in Space gearbeitet.
Es gibt einen ersten Test-Satelliten, der eine Default-Nvidia-Grafikkarte mit an Bord hat: https://www.starcloud.com/starcloud-1. Darauf möchte man aufbauen (was aber natürlich noch kein echtes Rack ist).

Vakuum ist ein nahezu perfekter Isolator, sodass Wärme nicht durch Konvektion abgeführt werden kann. Abwärme muss stattdessen als Infrarotstrahlung abgestrahlt werden – gemäß dem Stefan-Boltzmann-Gesetz. Die Abstrahlung von nur 1 MW bei gleichzeitiger Stabilisierung der Elektronik auf 20 °C erfordert etwa 1.200 m² Kühlerfläche, also vier Tennisplätze.
Wo kommt das Zitat her?
Das ist meines Erachtens nach zu stark vereinfacht. So etwas kann man nicht linear angeben, da das Stefan-Boltzmann-Gesetz davon abhängt, wie warm der Radiator ist (sogar zur Potenz 4). Die Elektronik muss aber ja nicht die gleiche Temperatur haben wie der Radiator, wenn die Hitze vernünftig abgeführt wird. Das hängt stark vom genauen System ab.

Es hat einfach keinen Vorteil.
Das stimmt so nicht. Es gibt mehrere Vorteile (die Frage ist, ob die Nachteile nicht überwiegen).
1. Solar ist wesentlich effizienter im All. Man hat also mehr Leistung pro Fläche Solar zur Verfügung.
1.5. Es gibt Orbits (SSO), wo die Eclipse Zeiten (Saisonabhängig) sehr gering sind. Man ist also länger der Sonne ausgesetzt, statt den festen Tag und Nacht Rhythmus auf dem Boden zu haben.
2. Es braucht keine langwierigen Genehmigungsverfahren mit öffentlichen Anhörungen von Anwohnern usw. Das wird gerade in den USA zum Problem, wo sich viele Communitys gegen Ansiedlungen wehren, da man befürchtet, dass Strom sich verteuert usw. Das soll nicht wertend sein, ist einfach ein Fakt.
3. Man verbraucht kein Wasser im Betrieb. Kühlung ist ein ganz anderes Problem.
4. Man benötigt keine dicken Betonbunker oder Sicherheitsdienste, um die Daten vor Fremdzugriff zu schützen.

Das fällt mir gerade spontan ein.

Die Liste von Nachteilen/Problemen, die noch gelöst werden müssten, ist natürlich auch riesengroß. Nur die Aussage "Es gibt keine Vorteile" ist schlicht falsch.
 
Nicht ganz korrekt.
Es geht darum keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein.
Eine Station/Satellit die immer von der Sonne abgewendet steht und einen Hitzeschild im "Rücken" hat, ist sehr kalt. (s. James Webb NIRCam (Near-Infrared Camera) arbeitet bei 40°K (-233°C) und erreicht diese Temperatur nur durch einen Sonnenschild)
Auf dem Mond gibt es auch "Höhlen" in Kratern, wo nie ein Sonnenstrahl hinfällt.
Dort ist Temperatur fast am absoluten Nullpunkt.

"Kalt" und "kühlen" sind unterschiedliche Dinge. Ersteres ist auch ein Stück Styropor, dass du eine Stunde ins Gefrierfach legst, aber für Rechenzentren braucht man letzteres. Bei herkömmlicher Kühlung zählt das Produkt aus Temperaturdifferenz ("wie viel kälter ist die Umgebung verglichen zur Hardware?") und Wärmekapazität. In ersterem sind abgeschattete Teile des Weltalls total geil, aber letztere liegt für Vakuum nun einmal bei exakt 0. Und auch ganz viel mal 0 ist immer noch 0. Mit herkömmlichen Kühlansätze erreicht man da gar nichts und Wärmeabstrahlunng ist sowohl flächenintensiv als auch von hohen Temperaturen abhängig.

"Abgeschattet" beschränkt sich übrigens auch nicht auf sichtbares Licht. So lässt sich Rückseite von Solarmodulen nur eingeschränkt für Kühlung anderer Komponenten nutzen, denn die Solarzellen selbst werden auch aufgeheizt und strahlen diese Wärme wieder ab. Der Bereich dahinter ist im Infrarotbereich also nur eingeschränkt "schattig". Und wenn man da zusätzliche Strahler platziert, kann das zu Temperaturproblemen in den Solarzellen führen.

Es gibt einen ersten Test-Satelliten, der eine Default-Nvidia-Grafikkarte mit an Bord hat: https://www.starcloud.com/starcloud-1. Darauf möchte man aufbauen (was aber natürlich noch kein echtes Rack ist).

H100 wird primär als sehr kompaktes Modul verbaut. Sicher, dass die eine ganze Grafikkarte auf einem Standard-Mainboard hochgeschossen haben? Mit Luftkühler?^^
(Interessanterweise finde ich keine Angaben zur dauerhaft erreichten Rechenleistung.)

Wo kommt das Zitat her?
Das ist meines Erachtens nach zu stark vereinfacht. So etwas kann man nicht linear angeben, da das Stefan-Boltzmann-Gesetz davon abhängt, wie warm der Radiator ist (sogar zur Potenz 4). Die Elektronik muss aber ja nicht die gleiche Temperatur haben wie der Radiator, wenn die Hitze vernünftig abgeführt wird. Das hängt stark vom genauen System ab.


Das stimmt so nicht. Es gibt mehrere Vorteile (die Frage ist, ob die Nachteile nicht überwiegen).
1. Solar ist wesentlich effizienter im All. Man hat also mehr Leistung pro Fläche Solar zur Verfügung.
1.5. Es gibt Orbits (SSO), wo die Eclipse Zeiten (Saisonabhängig) sehr gering sind. Man ist also länger der Sonne ausgesetzt, statt den festen Tag und Nacht Rhythmus auf dem Boden zu haben.
2. Es braucht keine langwierigen Genehmigungsverfahren mit öffentlichen Anhörungen von Anwohnern usw. Das wird gerade in den USA zum Problem, wo sich viele Communitys gegen Ansiedlungen wehren, da man befürchtet, dass Strom sich verteuert usw. Das soll nicht wertend sein, ist einfach ein Fakt.
3. Man verbraucht kein Wasser im Betrieb. Kühlung ist ein ganz anderes Problem.
4. Man benötigt keine dicken Betonbunker oder Sicherheitsdienste, um die Daten vor Fremdzugriff zu schützen.

Das fällt mir gerade spontan ein.

Die Liste von Nachteilen/Problemen, die noch gelöst werden müssten, ist natürlich auch riesengroß. Nur die Aussage "Es gibt keine Vorteile" ist schlicht falsch.

Wie willst du den Radiator signifikant heißer betreiben als die zu kühlende Hardware? Wir sprechen hier nicht von Temperaturanhebungen um ein paar dutzend Kelvin, wie sie mit Wärmepumpen effektiv möglich sind, sondern von mehreren 100 Kelvin Differenz, wenn man eine brauchbare Flächenleistung erreichen möchte. Da verschlingt die Kühlung am Ende mehr Energie als die Hardware – Energie, die noch mehr Kühlfläche erfordert.

Die weiteren Argumente lösen sich ebenfalls schnell in Luft auf: Rechenzentren, die ohne Wasser kühlen, haben auch auf der Erde kein Kühlwasserproblem. Rechenzentren, die aus eigenen Solarzellen (+Speicher) versorgt werden, stoßen auf keinen Widerstand von strom-besorgten Anwohnern. Und die Kombination aus Bauteil- und Installationskosten ist pro verfügbare kWh bei irdischen Solarzellen mit Batteriespeichern auch besser als bei orbitalen Systemen. Tatsächlich resultiert die höhere Flächeneffizienz letzterer meinem Wissen nach nur zu einem Teil aus der höheren Einstrahlung außerhalb der Atmosphäre. Wichtiger ist, dass man zur Einsparung von Gewicht und damit teurer Startkosten schlicht viel hochwertigere Zellen verbaut, während man auf der Erde zu einem Bruchteil des Preises einfach ein paar Module mehr aufstellt.
 
Es gibt einen ersten Test-Satelliten, der eine Default-Nvidia-Grafikkarte mit an Bord hat: https://www.starcloud.com/starcloud-1. Darauf möchte man aufbauen (was aber natürlich noch kein echtes Rack ist).
Ja, genau das System meinte ich und hatte ich bei Recherchen auch drüber gelesen. Die haben auch einen Chip getestet, der direkter Protonenbestrahlung lange standhält etc.

Wo kommt das Zitat her?

Von der KI meines Vertrauens. Kann doch einfach ausgerechnet werden. Ziehe mir die Zahlen ja nich ausm Ärmel. Und das sind schon optimistische Zahlen..

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Naja, was du da als Vorteile nennst, sehe ich eher als Lappalien im Vergleich zu den Problemen. Du musst das Zeug mit ner Rakete in den Orbit bringen. Welche Nutzlast hat ne Rakete? Was kostet das? Wer montiert das da oben? Und was ist, wenn was kaputt geht? Wer schult die Person? Mal eben Hans-Jürgen aus der EDV da hochschicken ist nicht.

Oder willst du die Umlaufbahn da mit tausenden kleinen Satelliten zumüllen? Das ist doch schon schlimm, wie es jetzt ist? Und wenn mal einer ein Problem hat, kann das schnell in ne Kettenreaktion werden, das sind doch alles Risiken, die wahnsinnig sind für keinen wirklichen Nutzen, der direkt und greifbar ist. Da finde ich den Wasserverbrauch zur Kühlung auf der Erde noch ne Kleinigkeit mit dem Aufwand und Verbrauch, der da geleistet werden muss, um den Kram in die Umlaufbahn in großem Maßstab zu hieven. Das ist doch Wahnsinn, wenn man es mal wirklich anfängt durchzudenken.

Frag doch mal die KI deines Vertrauens und lass es dir doch mal realistisch durchspielen. Die wird dir das sicher genau und schön darlegen.

Und am Ende, um was genau zu bewirken mit dem Zeug in der Umlaufbahn? Bisschen bessere Solareffizienz und kein Theater mit Behörden? ^^ Das wird auch noch reguliert werden in der Umlaufbahn irgendwann, ist doch absehbar.

Meiner Meinung nach sind das alles "Stunts" und Spielereien, um Erfahrungen zu sammeln, um dann in größerem Maßstab aufm Mond in den unterirdischen Lavatuben daraus Nutzen zu ziehen oder so.

So wenig das uns auch gefallen mag, auf der Erde ist das alles noch am sinnvollsten.
 
Unendliche Weiten wird es bald heißen, die KI stößt in Galaxien vor, wo nie ein Mensch zuvor gewesen war.
"Where no man has gone before"
🛰️
 
H100 wird primär als sehr kompaktes Modul verbaut. Sicher, dass die eine ganze Grafikkarte auf einem Standard-Mainboard hochgeschossen haben? Mit Luftkühler?^^
(Interessanterweise finde ich keine Angaben zur dauerhaft erreichten Rechenleistung.)
Nein, das geht ja auch nicht :D
Weit mehr als ein Prototyp (und Marketingwerkzeug) wird das nicht sein.

Von der KI meines Vertrauens. Kann doch einfach ausgerechnet werden. Ziehe mir die Zahlen ja nich ausm Ärmel. Und das sind schon optimistische Zahlen..
Warum sollte man das Ganze bei 20°C betreiben wollen?

Unabhängig von der Diskussion hier kann ich dieses Video sehr empfehlen:
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Und wenn mal einer ein Problem hat, kann das schnell in ne Kettenreaktion werden, das sind doch alles Risiken, die wahnsinnig sind für keinen wirklichen Nutzen, der direkt und greifbar ist.
Das stimmt. Könnte es schwer machen, unseren Planeten überhaupt nochmal zu verlassen. Nennt sich Kessler-Syndrom. :)
 
Nice, dass Scott da auch nen video hat, wusste ich nicht. :)
Warum sollte man das Ganze bei 20°C betreiben wollen?
Er rechnet doch auch mit den 20°C. Timestamp

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Er erklärt das wirklich super.

Am Ende bleibt die Frage: Why? Warum sollte man das überhaupt alles machen?

Zusammenfassung: Weltraum-Rechenzentren sind für den Alltagsbetrieb unpraktikabel aufgrund unvermeidlicher Kommunikationsverzögerungen und der Zwänge der Orbitalmechanik, extremer Start- und Herstellungskosten – die den orbitalen Einsatz weit über terrestrische Äquivalente hinaustreiben – sowie deutlich schwierigerer Kühlung im Vakuum, das sich eher wie eine Thermoskanne als ein Gefrierschrank verhält und nur Wärmeabfuhr durch Strahlung zulässt. Der einzige halbwegs plausible Anwendungsfall für die nahe Zukunft ist massives KI-Training, bei dem Batch-Workloads über Wochen oder Monate laufen und keine Echtzeit-Reaktionsfähigkeit erforderlich ist. Terrestrische Stromnetze sind zum entscheidenden Engpass geworden, wobei Anschluss-Wartezeiten mittlerweile über fünf Jahre hinausreichen und fast 2.300 Gigawatt an Erzeugungs- und Speicherkapazität derzeit allein in US-Warteschlangen blockiert sind. Selbst für KI-Training bleiben orbitale Anlagen weitaus teurer: Optimistische Ingenieurmodelle bewerten ein 1-Gigawatt-Weltraum-Rechenzentrum auf etwa das Dreifache der Kosten seines terrestrischen Gegenstücks, während skeptische Einschätzungen von 50- bis über 100-fachen Kosten ausgehen und einige Branchenschätzungen sogar 100- bis 400-fache Kosten erreichen. Folglich fungiert das Konzept als spekulativer, langfristiger Behelf für potenziellen Rechenleistungsbedarf im Terawatt-Maßstab – exemplifiziert durch das bei der SEC eingereichte Ziel von SpaceX von 100 Terawatt orbitaler Kapazität – und nicht als realisierbare kurzfristige Alternative zu terrestrischer Infrastruktur.
 
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Nice, dass Scott da auch nen video hat, wusste ich nicht. :)

Er rechnet doch auch mit den 20°C. Timestamp

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Das ist aber nur ein Beispiel für Raumtemperatur, oder? Ich bin davon ausgegangen, dass man bei den Datacenter-Satelliten auch höhere Temperaturen nutzen kann.
 
Die absolute Obergrenze dürfte so bei 90 °C liegen, real würde ich eher 60-70 °C ansetzen: Die Chips selbst können 100 °C ab, 110 °C wenn man die Leistung einschränkt. Aber man braucht einen Gradienten, um die Wärme zu verteilen und armdicke Wasserrohre sind keine Option für Satelliten. Unterm Strich also eine Spanne von 293 K über 340 K bis 380 K. Selbst in vierter Potenz macht das nur einen Unterschied von Faktor 2 in der pro Fläche abstrahlbaren Energie. Der 20-°C-Überschlag bewegt sich also noch in der richtigen Größenordnung und der Unterschied fällt, im Vergleich zu vielen anderen Annahmen die auf diesem Diskussionslevel nötig sind, eher klein aus. Am Ende geht es um ein Missmatch von mehreren Zehnerpotenzen zwischen Kühlungsbedarf und Kühlungsmöglichkeit. Da müsste man, wie von mir beschrieben, Temperaturen von vielen 100 °C erreichen, um die bestehende Lücke relevant zu verkleinern.
 
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Naja wenigstens mal eine sinnvolle Aufgaben von KI im Weltraum die tatsächlich ein Problem löst. Aufwand hält sich ja in Grenzen wenn man nicht gerade GW weise Rechenzentren betreiben will
 
"Kalt" und "kühlen" sind unterschiedliche Dinge. Ersteres ist auch ein Stück Styropor, dass du eine Stunde ins Gefrierfach legst, aber für Rechenzentren braucht man letzteres. Bei herkömmlicher Kühlung zählt das Produkt aus Temperaturdifferenz ("wie viel kälter ist die Umgebung verglichen zur Hardware?") und Wärmekapazität. In ersterem sind abgeschattete Teile des Weltalls total geil, aber letztere liegt für Vakuum nun einmal bei exakt 0. Und auch ganz viel mal 0 ist immer noch 0. Mit herkömmlichen Kühlansätze erreicht man da gar nichts und Wärmeabstrahlunng ist sowohl flächenintensiv als auch von hohen Temperaturen abhängig.

"Abgeschattet" beschränkt sich übrigens auch nicht auf sichtbares Licht. So lässt sich Rückseite von Solarmodulen nur eingeschränkt für Kühlung anderer Komponenten nutzen, denn die Solarzellen selbst werden auch aufgeheizt und strahlen diese Wärme wieder ab. Der Bereich dahinter ist im Infrarotbereich also nur eingeschränkt "schattig". Und wenn man da zusätzliche Strahler platziert, kann das zu Temperaturproblemen in den Solarzellen führen.



H100 wird primär als sehr kompaktes Modul verbaut. Sicher, dass die eine ganze Grafikkarte auf einem Standard-Mainboard hochgeschossen haben? Mit Luftkühler?^^
(Interessanterweise finde ich keine Angaben zur dauerhaft erreichten Rechenleistung.)



Wie willst du den Radiator signifikant heißer betreiben als die zu kühlende Hardware? Wir sprechen hier nicht von Temperaturanhebungen um ein paar dutzend Kelvin, wie sie mit Wärmepumpen effektiv möglich sind, sondern von mehreren 100 Kelvin Differenz, wenn man eine brauchbare Flächenleistung erreichen möchte. Da verschlingt die Kühlung am Ende mehr Energie als die Hardware – Energie, die noch mehr Kühlfläche erfordert.

Die weiteren Argumente lösen sich ebenfalls schnell in Luft auf: Rechenzentren, die ohne Wasser kühlen, haben auch auf der Erde kein Kühlwasserproblem. Rechenzentren, die aus eigenen Solarzellen (+Speicher) versorgt werden, stoßen auf keinen Widerstand von strom-besorgten Anwohnern. Und die Kombination aus Bauteil- und Installationskosten ist pro verfügbare kWh bei irdischen Solarzellen mit Batteriespeichern auch besser als bei orbitalen Systemen. Tatsächlich resultiert die höhere Flächeneffizienz letzterer meinem Wissen nach nur zu einem Teil aus der höheren Einstrahlung außerhalb der Atmosphäre. Wichtiger ist, dass man zur Einsparung von Gewicht und damit teurer Startkosten schlicht viel hochwertigere Zellen verbaut, während man auf der Erde zu einem Bruchteil des Preises einfach ein paar Module mehr aufstellt.
Ja, aber einen "Kühlkörper", der an einem Behälter mit einem Flüssigstickstoff hängt und einfach durch den kalten Weltraum hinter einem Sonnenschild gekühlt wird ist schon wesentlich einfacher als den Stickstoff ständig auf Erde mit großen (Energie-) Aufwand runter kühlen zu müssen.
Zumal der Strom für die Server mit Solar ständig zur Verfügung steht sofern man sich in einer geostationären Umlaufbahn, oder sich an einem Lagrange-Punkt befindet.
 
Wie gesagt: "Weltraum" kühlt quasi nicht. In Erdnähe würde der Stickstoff meinem Wissen nicht einmal ganz ohne Satelliten-eigene Wärmequelle flüssig bleiben und das zu ändern braucht mehr Energie als innerhalb einer Atmosphäre.

Geostationär hat alle übrigens alle 24 h eine kurze Verschattung. Für Dauer-Solarstrom nimmt man eine der vielen sonnensynchronen Umlaufbahnen, die nicht durch den Erdschatten läuft; den Sonne-Erd L1 zu erreichen wäre viel zu teuer und der Platz dort ist begrenzt. Aber auch den Transport in einen SS-LEO ist nicht billig, irdische Solarzellen dagegen schon. Wenn ich richtig überschlagen habe, aktuell um Faktor 6 für ein komplettes Solarkraftwerk inklusive Bau, Betrieb und Gewinnspanne gegenüber den reinen Startpreis aktueller Starlink-Satelliten (ohne Satellit selbst, ohne Bodenstation, ohne Entwicklung) pro kWh, welche dieser in ihrer Lebenszeit produzieren könnten.
 
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