News Sammelklage gegen Valve: Steam-Geschäftsmodell vor Gericht mit Streitwert von 750 Mio. Euro

PCGH_Jacky

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In Großbritannien könnte Valve eine der größten Sammelklagen im Games-Sektor drohen. Im Kern geht es um die Vertriebs- und Preisstruktur von Steam sowie um mögliche Wettbewerbsverstöße.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Sammelklage gegen Valve: Steam-Geschäftsmodell vor Gericht mit Streitwert von 750 Mio. Euro

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Interessante klage. Ich verstehe nicht ganz, wie sie die Marge beklagen können.
Wird als nächstes Nvidia verklagt weil sie mehr marge als AMD haben?
 
Oder habe ich da was verpasst und hier missverstanden?
jain... Valve argumentiert wohl auch so. Tatsache is aber, dass man als Publisher nur bedingt alternativen hat. Man kann also nur auf Steam verzichten, wenn man einen krassen wirtschaftlichen nachteil in Kauf nimmt und genau an der Stelle setzt die Klage wohl an.


Ich verstehe nicht ganz, wie sie die Marge beklagen können.
Klar sind hohe Margen nich verboten, aber in dem Fall geht es halt darum, dass Valve mit Steam quasi den Markt beherrscht und dennoch der Preis deutlich über dem wettbewerbsniveau liegt. Da stellt man sich dann die Frage: Wie rechtfertig Valve das Ganze? Kosten? Investitionen? Leistung? Was deinen Nvidia-Vergleich angeht: Nvidia ist nicht allein marktbeherrschend. Bedeutet, wenn ich keinen Bock auf Nvidia hab, dann wechsel ich halt zu AMD.

Während Valve dem Vorwurf nach den Wettbewerb killt, sorgt Nvidia halt theoretisch dafür, dass AMD auch anziehen kann oder einfach mehr verkauft, weil günstiger.
 
Im Kern werden zwei Praktiken beanstandet. Zum einen geht es um sogenannte Plattform-Paritätsverpflichtungen. Diese Klauseln könnten Publisher daran gehindert haben, ihre Spiele auf anderen Plattformen günstiger oder zu abweichenden Konditionen anzubieten. Nach Darstellung der Klägerseite habe dies den Preiswettbewerb eingeschränkt und alternative Vertriebsmodelle ausgebremst.
Genau. Da gehören die auch auf die Anklagebank.

Zum anderen steht die Höhe der von Valve erhobenen Provisionen im Fokus. Über Jahre hinweg lag der Standardsatz bei 30 Prozent, später wurde ein gestaffeltes Modell eingeführt. Im Vergleich zu anderen digitalen Marktplätzen mit deutlich niedrigeren Gebühren könnten diese Abgaben als überhöht gelten. Der Vorwurf lautet, dass die daraus resultierenden Mehrkosten zumindest teilweise an die Endkunden weitergereicht worden seien.
Das ist schwachsinn. Was soll es denn sein? Wucher?

Allerhöchstens wenn dem ersten Punkt Recht gegeben wird, dann könnte man hier mit Schadensersatz kommen, da sie sich diese Vormachtsstellung mit unlauteren Mitteln verschafft haben. Im Prinzip aber ist es unfassbar, dass man meint, dass man nicht so viel nehmen kann, wie man will. Es ist nur frech, wenn Valve zu unrecht in dieser Position ist, weil sie mit dieser Preisparität zu der Position gekommen bzw. dort geblieben sind.

Klar ist das zu ermitteln, ob Steam nicht sowieso #1 mit Abstand bleiben würde. Diese Preisparitätsklausel ist aber so Anti-Kunde, dass mir das egal ist. Die sollen das sein lassen.
 
Klar sind hohe Margen nich verboten, aber in dem Fall geht es halt darum, dass Valve mit Steam quasi den Markt beherrscht und dennoch der Preis deutlich über dem wettbewerbsniveau liegt. Da stellt man sich dann die Frage: Wie rechtfertig Valve das Ganze? Kosten? Investitionen? Leistung? Was deinen Nvidia-Vergleich angeht: Nvidia ist nicht allein marktbeherrschend. Bedeutet, wenn ich keinen Bock auf Nvidia hab, dann wechsel ich halt zu AMD.

Na Nvidia hat was, 97% Marktanteil? Das dürfte ungefähr ähnlich Marktbeherschend sein wie Steam.

Origin gibt es seit ca. 2011 und Uplay gibt es seit ca. 2012. Also alternativen waren vorhanden, nur wollte keiner sie nutzen weil sie *** waren.

Während Valve dem Vorwurf nach den Wettbewerb killt, sorgt Nvidia halt theoretisch dafür, dass AMD auch anziehen kann oder einfach mehr verkauft, weil günstiger.
Inwiefern killen sie den Wettbewerb?
 
Ich geb nur wieder, was aus der Klage rauszulesen is. Aber ich lehn mich mal weit aus dem Fenster und behaupte als Laie, dass Marktanteil nicht automatisch Marktbeherrschung is. Es geht da wohl eher um die Markstruktur als um die Prozentzahlen.
Origin gibt es seit ca. 2011 und Uplay gibt es seit ca. 2012
Ja, gibbet (auch wenn Origin mittlerweile anders heißt ^^), aber hier is halt die Frage: Haben Entwickler und ihre Publisher ihre Spiele primär bei Steam eingestellt, weil die anderen Scheise sind oder weil der Markt versagt und Publisher ökonomisch an Valve gebunden sind? Denn wie lief es damals bei Steam? Also so um 2011 und 2012? Und genau da setzt das ganze Klagethema an. Im Grunde also das, was Raff sagt. Das wird ja dann geprüft, obs stimmt oder nich. Sofern das ganze Thema nich einfach in der Luft verpufft.
 
Schwachsinn. Es gibt genug Wettbewerb zu der Plattform. Durch die Qualität und offensichtlich nicht zu hoher Marge, sind sie aber nun in eine beherrschende Stellung gekommen. Das einzige was man allerdings bekritteln kann, ist der Zwang zur Exklusivität, also dass es dann nur bei Steam angeboten werden darf.
DAS allerdings betrifft ja bei weitem nicht nur Steam, sondern ist vielmehr gang und gäbe in der Branche. Somit sollte eher dieses Gebahren ALLER verunmöglicht werden für richtigen Wettbewerb.
Ausserdem bietet Steam einfach gewisse Vorteile, die Konkurrenten eben nicht bieten können oder auch wollen...

VIEL schlimmer ist es da rund um Apple, Microsoft, Nintendo bestellt, um nur ein paar zu nennen
 
Was ich nicht verstehe, keiner wird von Valve gezwungen sein Spiel auf der Plattform zu veröffentlichen.
Darum geht's nicht. Der Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung kann vielerlei Formen annehmen. Es wird auch niemand gezwungen, Windows als Betriebssystem, Google als Suchmaschine etc. zu benutzen. Trotzdem ist es im Sinne des Wettbewerbs und der Käufer, dafür zu sorgen, dass die Macht, die eine marktbeherrschende Stellung automatisch mit sich bringt, nicht missbraucht wird. Es wurde ja auch nicht entschieden, dass das bei Steam der Fall ist, sondern lediglich die Klage zugelassen.
 
Nach UK Recht ist es nicht zulässig seine Marktmacht zu missbrauchen, indem man einem Anbieter die Preise diktiert.
Das hat Steam ebenso wie Amazon praktiziert, indem sie den Anbietern untersagt haben über andere Kanäle günstigere Preise anzubieten, als auf ihrer Plattform.
Es würde mich freuen, wenn diese Klage Erfolg hat, denn dieses Gebaren ist nicht im Sinne von uns Kunden.

Es findet ein permantes Ringen dieser gierigen Konzerne mit den mächtigen Verbraucherschutz Organen in Europa statt.
Ständig werden seitens der Konzerne Methoden entwickelt und juristische Schlupflöcher genutzt, um ihre Marktmacht auszubauen - es ist wichtig, dass es ab und zu eins auf die Mütze gibt!
 
Was ich nicht verstehe, keiner wird von Valve gezwungen sein Spiel auf der Plattform zu veröffentlichen.
Oder habe ich da was verpasst und hier missverstanden?

Früher hat Valve die Spielehersteller schon ordentlich unter Druck gesetzt. Es gibt ja einen Grund, warum EA und Ubisoft einen eigenen Launcher gemacht haben und das war nicht nur die Einsparungen, wenn man einen eigenen Dienst hat. Ich habe von 2005 bis Ende 2014 als Einkäufer von Videospielen gearbeitet und da hat man schon einige Geschichten gehört, wie Valve ihren DRM durchzusetzen versuchte. So das "Wenn Steam als Vertriebsplattform nutzen möchtest, dann darf keine DRM-freie-Version als Disc erscheinen" war da noch das Harmloseste. Jeder hat Steam damals mehr oder weniger gehasst, sowohl Spieler als auch Spielhersteller, Valve hat beide Fraktionen aber gekonnt gegeneinander ausgespielt.

Naja, illegale Geschäftspraktiken können ja am Ende auch gut werden und Steam an sich ist heutzutage nicht schlecht, wenn auch nicht am kundenfreundlichsten. CD Project hat damals auch mit Raubkopien angefangen bevor sie offiziell Spiele vertrieben und ohne diesen Schritt hätten wir heutzutage verm. kein Witcher und kein Cyberpunk.
 
Dürfte interessant werden, das quasi monopol ist Valve in meinen Augen nicht Schuld, vielmehr sind die mit wettbewerbsfähigen nicht imstande ihre eigene Iteration durchzusetzen, siehe Ubisoft / EA, das dürften die beiden größten Klagegeister hier sein, bieten aber im Vergleich ja auch nur ihre eigenen Produkte an, was, meiner Meinung nach, aber wiederum ein Schlechter vergleich ist da Valve ja breiter aufgestellt ist.

Im gesamten betrachtet gibt es für uns nur 2 weitere Plattformen die allgemein anbieten, das wären GoG und Epic Games, gerne ergänzen wenn ich da falsch liege oder es noch weitere gibt.

Hohe Preise auf der Valve Plattform dürften sich mitunter aus Personalkosten und Verwaltung / laufende Kosten für Server usw zusammensetzen, und sind im Zweifel damit durchaus gerechtfertigt, dürfte aber hier vermutlich die größere Angriffsfläsche bieten--> im Zweifel heißts wieder Personalkosten einsparen und Flächendeckende Kündigungen bei Valve wenn dem so käme.

Soviel zu meiner Theorie ;)
 
Das hat Steam ebenso wie Amazon praktiziert, indem sie den Anbietern untersagt haben über andere Kanäle günstigere Preise anzubieten, als auf ihrer Plattform.
Meines Wissens ist aber nach wie vor unklar, in welchem Maße sie das tatsächlich getan haben, und genau der Klärung solcher Fragen dient ja diese Klage.

So weit ich weiß, bezieht sich dieser Vorwurf im engeren Sinne lediglich auf Steam Keys und deren Preise auf anderen Plattformen, nicht aber auf den Preis eines Spiels auf anderen Plattformen. Wäre dem so, könnte ein Entwickler beispielsweise sein Spiel problemlos auf Epic oder einer anderen Plattform günstiger anbieten als auf Steam.
Hohe Preise auf der Valve Plattform dürften sich mitunter aus Personalkosten und Verwaltung / laufende Kosten für Server usw zusammensetzen, und sind im Zweifel damit durchaus gerechtfertigt, dürfte aber hier vermutlich die größere Angriffsfläsche bieten--> im Zweifel heißts wieder Personalkosten einsparen und Flächendeckende Kündigungen bei Valve wenn dem so käme.
Bei diesen Kosten gibt es aber - insbesondere im Falle einer marktbeherrschenden Stellung - massive Skaleneffekte, die dafür sorgen, dass sie pro Stück verkauftem Spiel stetig sinken. Wenn zum Beispiel irgendein Blockbuster erscheint, der prinzipiell massive Serverkapazitäten erfordert, heißt das noch lange nicht, dass Valve speziell dafür dafür auch nur einen neuen Server kaufen muss, weil es gleichzeitig zehn andere Spiele geben kann, deren Spielerzahlen massiv zurückgegangen sind und deren Ressourcen nun für andere Titel verwendet werden können. Generell kannst du davon ausgehen, dass die Zahl neuer Spieler auf Steam und die Zahl der Stunden, die diese mit Spielen auf Steam verbringen, langsamer wächst, als die Zahl neuer Titel auf Steam. Glaub mir, so lange die Gaming-Branche nicht an sich durch existenzielle Krisen einbricht (etwa durch strauchelnde Majors oder die aktuelle Hardware-Krise), wird bei Steam auch so schnell niemand seinen Job verlieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist so dämlich, dass es vermutlich sogar durchgehen könnte. :ugly:

Die Konkurrenz könnte einen Service auf die Beine stellen, welcher Steam ebenbürtig ist.
Oder man schickt Vicki Shotbolt ins Rennen und lässt die mal zum Rundumschlag ausholen.

Spiele auf Steam müssten eigentlich von Valve subventioniert werden, versteht sich doch selbst. (^^)
 
Jetzt noch etwas Fiktion dazu: "Microsoft sieht die Entwwicklung von Linux mit unterstützung von Valve und Proton als Existenz bedrohend, daraufhin nam der CEO Nuntella, den Hörer in die Hand und rief paar Freunde an.


Die Frage der Fragen ist, warum erst jetzt? Jeder Store bis zur Klage von EPIC Games gegen Apple war closed und hatte seine 30% verlangt und nun ist das ein Problem?

Gut, vorher hatte man noch den Disc Markt der bei den Konsolen auch immer mehr wegfällt.
 
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