News Ehemaliger Bethesda-Entwickler: "Ausweglose Situation" für Fallout 5 und Elder Scrolls 6

PCGH-Redaktion

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Ein ehemaliger Mitarbeiter von Bethesda hat E-Sports Insider ein Exklusivinterview gegeben. Darin äußerte er sich auch klar zu den kommenden Titeln Fallout 5 und The Elder Scrolls 6. Für ihn befinden sich die Entwickler in einer Zwickmühle.

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Da gebe ich ihm Recht.. lieber nicht mit noch größerer Welt übertrumpfen versuchen, sondern liebevoller gestalten und eine höhere Qualität abliefern (Welt, Quests etc).

Ich habe hunderte Stunden in Morrowind, Oblivion und Skyrim verbracht und freuemich riesig auf ein neues TES, aber nach Starfield und der Technik bin ich da sehr vorsichtig.
 
Danke, Cpt. Obvious. Aber was will man machen? Sowohl GTA als auch TES haben mit jeder neuen Auflage die Messlatte höher gehängt. Bei der Flut an Spielen, die es heute gibt, sind ja schon so einige Spiele quasi bedeutungslos in der Masse untergegangen. Call of Duty ist nur noch ein Name. Aber ich fühle nichts besonderes mehr an dem Titel. Fifa/FC ist seit Jahren eigentlich dasselbe (Vollpreis)-Spiel.

So einen richtig guten Titel zu schaffen, braucht ein wirklich gutes Team, gutes Marketing und einfach das gewisse Extra. Cyberpunk 2077 hat die Latte auch sehr hoch gehängt und konnte vieles nicht erfüllen. Aber trotzdem ist es eigentlich ein guter Titel geworden, der keine Altlasten hat.

Skyrim existiert inzwischen so lange, dass ich inzwischen wage zu sagen, dass Leute den Vorgänger nicht mal gespielt haben oder gar kennen.
Womit will man heute noch auftrumpfen? Wunderschöne realistische Grafik? Schwierig. Sehr schwierig. Will man das in einem Fantasy Setting oder entwickelt Bethesda doch einen etwas eigenen comichafteren Stil? Eine tiefe Story mit krassen Wendungen und mehreren Enden? Schwierig und Umfangreich. Eine großartige Soundkulisse? Kann man haben, aber dann muss die Inszenierung am Bildschirm auch passen. Cutscenes waren in TES nie wirklich vertreten. Neue, komplexe Mechaniken zum Rollenspiel? Ist es dann noch The Elders Scrolls?

Man könnte wunderbar Baldur's Gate 3 daneben legen. Es hat vieles der genannten Punkte. Es ist einfach rundum großartiges Spiel. Aber wie viel kann man daraus nehmen ohne The Elders Scrolls nicht mehr wie The Elders Scrolls wirken zu lassen. Es hatte immer diese etwas janky Art, dass die Physikengine lustige Dinge tut, man auf 60° Steigungen laufen kann und NPCs mit einem Eimer über dem Kopf nichts mehr sehen konnten, aber auch nichts dagegen gemacht haben. Das hat alles so seinen ganz eigenen Charm.

Ich kann mir irgendwie etwas vorstellen, wie TES 6 sein könnte, aber ob es wirklich so wird und ob es so gut wird, wie es sein muss, bleibt abzuwarten.
 
Bethesda müsste sich auch einfach mal trauen, von der alten Creation Engine loszulassen.

Ich sehe das ein wenig wie das nötige Festhalten von Möbelhäusern an ERP Systemen, die noch an DOS Steinzeiten erinnern. Das Henne / Ei Problem: wann hörst du auf (ziehst um), wann fängst du damit an - wann wirds zur gefährlichen Sackgasse...... und mit was und wo zuerst......
Wie überträgst du einen stabil laufenden Prozess in eine neue Umwelt? Dieses Problem hat früher oder später jedes wachsende Unternehmen.

Natürlich würde ich mit den Ohren schlackern, wenn sie die UE5 nehmen - weil wir die Vor- und Nachteile kennen.

Bethesdas Spezialität der Engine, abgesehen von den Miserablen unzeitgemäßen Ladenotwendigkeit, ist die objektbasierte Speicherung von Millionen von Gegenständen in der Spielwelt. ABER: Starfield trieb das auf die Spitze und wurde dadurch mit zunehmender Spielzeit ein Performance-Grab. Davon müssen sie weg.
 
Was die Größe angeht ist die bei TES 6 ja eigentlich vorgegeben. Immerhin gibt's Karten vom ganzen Kontinent welche auch die Größenverhältnisse der jeweiligen Gebiete klar vorgibt.
Technisch muss sich TES auch weiterentwickeln und die uralte Engine entweder komplett umkrempeln oder eben hinter sich lassen. Solche Spielereien wie beim Remaster von Oblivion kann Bethesda getrost sein lassen. Die ständigen Ladezeiten sind schlimmer als die repetitiven Quests.
 
Da gebe ich ihm Recht.. lieber nicht mit noch größerer Welt übertrumpfen versuchen, sondern liebevoller gestalten und eine höhere Qualität abliefern (Welt, Quests etc).

Ich habe hunderte Stunden in Morrowind, Oblivion und Skyrim verbracht und freuemich riesig auf ein neues TES, aber nach Starfield und der Technik bin ich da sehr vorsichtig.
Genau das.

Habe vor ein paar Monaten Skyrim erneut angefangen und dieses Mal mir gesagt, dass ich wirklich alle Quests abschließen will. Außerdem möchte ich mehr selbst von Ort und zur Ort laufen und nicht immer die Schnellreise nutzen. Derzeit bin ich bei 110 Stunden und habe noch einzelne Quests offen. Meinen Spaß habe ich!

Wenn ein TES6 oder Fallout 5 kommt, darf die Karte vielleicht ein kleines bisschen größer sein. Hauptsache ist aber, dass man sich nicht übernimmt und eine so große Karte macht, dass man schon gar keine Lust auf Erkunden hat, weil man ewig laufen würde.

Das ist für mich was anderes, als z. B. bei einem Rennspiel. Ein The Crew mit den USA war für mich perfekt, weil man auch mal große Rennen hatte, bei denen man mal 1-2 Stunden beschäftigt war.
 
Für Purkeypile sollte der Fokus daher nicht darauf liegen, Spiele immer größer und bombastischer zu machen oder sie an Titeln wie Starfield zu orientieren, sondern immersive, glaubwürdig gestaltete Welten zu schaffen.
Avowed is hier ein gutes Beispiel für.
 
Diese Aussagen gab's schon vor 20 Jahren. Beispielsweise als Gothic 3 veröffentlicht wurde. Toll, dass wir auch bei Interviews Stillstand erleben.
 
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