Es gibt immer 5 Dinge auf denen man je nach Anwendungsbereich achten müsste:
Helligkeit, wenn z.b. Sonnenlicht draufscheint.
Haltbarkeit, wie lange der Bildschirm ohne Fehler funktioniert. Speziell wichtig bei Werbeflächen.
Verbrauch, als Werbefläche die 24/7 an ist können die Stromkosten enorm sein.
Bildqualität.
Und natürlich Kosten.
OLED bietet einfach die beste Bildqualität, weil jeder Pixel selbst leuchtet.
Hat aber Nachteile bei der Helligkeit, Haltbarkeit, Kosten und minimal den Verbrauch.
Das würde auch Micro-LED bieten, nur ist man noch nicht in der Lage so kleine RGB-LEDs herzustellen, als das sie als lückenlose Pixel durchgehen. Die bisherigen Micro-LED TVs sind sehr groß und haben zwischen den LEDs einen Mindestabstand. Zudem verbrauchen die soviel Strom, das man eine starke Klimaanlage im Zimmer braucht.
Mit der Klimananlage sind 10kW zusammen keine Seltenheit.
Hier ist der Nachteil ein RIESIGER Kostenfaktor und RIESIGER Verbrauch.
Micro-RGB ist nichts weiter als FALD also Local Dimming, aber anstatt weißer LEDs sind es RGB-LEDs.
Hier ist das Problem (von FALD) des "Light-Bleeds" also eine LED scheint auf mehrere Pixel in der Farb-Matrix. Sollen nur wenige Pixel angeleuchtet werden, so sieht man ein Lichtkreis um diese.
Um das zu vermindern wich auch gerne mal eine Lochmaske genutzt, die aber auch die Gesamthelligkeit ein wenig reduziert. Aber Fakt ist, das eine LED noch immer >1000 Pixel anstrahlt.
Das RGB der FALD LEDs kann Farben stärker hervortreten lassen im Vergleich zu herkömmlichen weißen LEDs, sie können aber auch Farbanweichungen bei kleinen Mustern mit verschiedenen Farben erzeugen.
Im Vergleich zu OLED ist alles bis auf die Bildqualität besser.
Um mal die Zahlen im Artikel zu interpretieren:
1000 Dimming Zonen auf 4k sind ~8300 Pixel pro LED.
Bei 100 Zoll wären das 2,54 Meter in der Diagonalen und bei 16:9 sind das rund 5,2x5,2cm PRO LED. Also nicht viel.
Im Vergleich ein High-End 27" Monitor mit ~1176 Zonen hat eine Fläche von 1,4x1,4cm pro LED.
Meine Meinung:
Man versucht hier also mit "Micro-RGB" die Kunden ein wenig zu verarschen, weil es sich nach Micro-LED anhört.
Es müsste eigentlich Mini-RGB heißen, aber wer weiß, vielleicht hat das jemand schon patentiert...
Es ist ein ganz kleiner Schritt, der als Zwischenlösung gedacht ist, weil es noch etwas braucht bis man wieder einen Kracher hat. Man muss halt jedes Jahr seine "neuen" Modelle wegen der Konkurrenz raushauen.
P.S. Habe mal wieder zuviel Zeit auf der Arbeit totzuschlagen.
P.P.S. / Tipp
Neben FALD TVs/Monitoren gibt es die günstigen traditionellen Edge-Lit Varianten. Hier sind die LED/RGB-Streifen am Rand des TVs und werden mit einem Diffusor auf der Fläche verteilt.
Gerade bei hellen oder großen TVs gibt es das Problem das diese sehr hell sein müssen und damit auch sehr heiß werden. Oftmals können diese LEDs auch kaputtgehen indem sie den Hitzetod erleiden.
So würde ich einen günstigen FALD jederzeit einem Edge-Lit vorziehen und auch nie auf 100% Helligkeit nutzen, damit man lange was von hat.