Zum einen: In der Kunst gibt es keine "Fehler" in dem Sinne, korrekt. Da bin ich ganz bei dir. Aber KI-generierte Inhalte sind aus meiner Sicht nun mal keine Kunst. Ob die Erklärung dazu, die ich bereits angeführt habe, für dich zufriedenstellend ist, musst du für dich selbst entscheiden.
Andererseits habe ich bisher keine wirkliche Erklärung darüber gelesen, warum KI-generierte Inhalte nun Kunst sein sollen. Eine KI ist halt nun mal kein Monet und kein Beethoven. Man selbst wird auch nicht zum Musiker, nur weil man Musik generieren lässt. Man ist kein Maler oder Schriftsteller, weil man Bilder und Texte generieren lässt.
Es wäre schon sehr anmaßend zu sagen, man wäre Musiker, weil man sich seine Musik und Lyrics von KI generieren lässt. Vielleicht ist das in 50 Jahren anders, keine Ahnung. Aber aktuell wäre das völlig inakzeptabel. Zurecht.
Ich kann es aber gerne etwas weiter ausführen.

Gerade hinsichtlich "Anweisung und Ausführung", was ja auch Thema war. Ein Mensch ist in der Lage, intrinsische Fähigkeiten wie Kreativität zu entwickeln und diese auch anwenden und zum Ausdruck bringen kann. Eine KI kann das nicht.
Auch wenn man diesem Menschen "nur" Anweisungen gibt, wie X/Y zu machen ist, damit das Kunstwerk vollendet werden kann, wird er immer seinen Stempel drauf drücken. Wenn es innerhalb eines Schaffensprozesses hierarchische Strukturen gibt (Dirigent und Orchester z.B.), besteht trotzdem IMMER eine kreative Zusammenarbeit. Hier entsteht ein aktiver Schaffensprozess, bei dem alle beteiligt sind und der zu einem künstlerischen Ergebnis führt.
Aktuelle KI-Assistenten sind keine Intelligenz. Sie können somit auch nicht kreativ sein und damit auch keine Kunst erstellen (Kunst setzt Kreativität immerhin voraus). Es besteht keine kreative/künstlerische Zusammenarbeit. KI sucht sich keinen kreativen Lösungsweg bei unzureichenden Prompts, um die Aufgabe bestmöglich zu lösen, sondern es sind somit Darstellungsfehler aufgrund fehlender oder gar falscher Informationen. Derjenige, der die Prompts eingibt, kreiiert nicht selbst, sondern lässt generieren. Das ist der Unterschied zu oben.
KI wird sich weiter entwickeln. Ob sie irgendwann tatsächlich selbstständig handeln und denken kann, somit auch kreativ sein kann, sei mal dahin gestellt. Aber aktuell (und sicher auch in naher Zukunft) wird dem nicht so sein.
Warum ist der Regisseur-Job oder der Dirigenten-Job keine "wirkliche" Arbeit? Du unterschätzt das irgendwie, glaube ich. Ansonsten siehe oben. Also ja...beides sind Künstler. Beide sind ja aktiv am Geschehen beteiligt und verteilen keine Zettel mit "Flöte macht so. Violine macht so. Unfall.".
Offen gestanden weiß ich gerade nicht, was das mit meiner Aussage zu tun haben soll. Es geht mir ja um die Frage, ob KI-generierte Inhalte Kunst sind oder nicht. Und aus meiner Sicht sind sie das nicht.
Ich finde das schon ziemlich beeindruckend, dass du das als Kind bewerkstelligt hast. Doch, dein Werk hatte eine gewisse Schöpfungshöhe. Und wenn sie halt nur 0,5 ist und nicht 10. Egal. Es war ja keine 1:1-Kopie. Es war dein Werk. Ob es gut war, spielt dabei keine Rolle.
Shooter sind ja auch keine 1:1-Kopie von Wolfenstein oder Doom, obwohl das eigentliche Spielprinzip (In Ego-Perspektive auf Feinde ballern) seit Jahrzehnten exakt das selbe ist.
Das war jetzt aber auch sowieso nicht Kern meiner Aussage. Abgesehen davon geht es in der Kunst ja sowieso weniger darum, was neues zu schaffen, sondern darum, sich selbst auszudrücken. Individualität und so. Dabei ist es auch unerheblich, ob das Werk nun qualitativ "gut" oder "schlecht" ist. Kunst ist ja kein Synonym für wertende Begriffe.
So, ich bin jetzt aber raus hier. Mein Standpunkt sollte nun klar genug sein.
Gehabt euch wohl und bis zum nächsten Thread.