News Soziale Netzwerke für unter 16-Jährige verbieten? Linnemann bringt Thema auf Tisch

Quatsch mit Soße.
Dafür sind einzig und allein die Eltern verantwortlich. Und 16 wäre sowieso zu alt dafür.
Ab 12 sollte das kein Thema sein. Inhalte ab 18 entsprechend kennzeichnen und der Rest läuft über Eltern.
Genau so wie bei Filmen, dem Weinglas oder Autoschlüsseln, die Verantwortung liegt bei den Eltern.
Verifizierung online würde auch sehr viele Kunden vergraulen, es schadet mehr als es nützt. Den Rotz wie in UK wollen wir hier nicht.
Von der Privatspähre und Datenleaks reden wir gar nicht, die 2 Probleme kommen automatisch oben drauf.
Ich bin derselben Meinung, wenn ich sehe, welche Videos auf X unterwegs sind – einfach nur schrecklich. Und wenn man, wie ich, zwei kleine Kinder hat, macht man sich wirklich Sorgen, weil so etwas die Psyche eines Menschen beeinflussen kann – habe ich selbst schon erlebt.
99% dieser Videos sind mit einem Spoiler-Knopf versehen und nur sichtbar wenn man diesen auch wirklich anklickt. Nix Preview, nix Autoplay. Erziehung statt Verbote.
 
Bin zwar i.d.R. gegen Verbote und Tempolimit aber Das finde ich ebenfalls aus schon genannten Gründen sinnvoll aber ist vermutlich schwer umzusetzen was man erreichen will.
 
Ich halte rein garnichts von einem Verbot, dafür sind die Eltern zuständig. Die haben das Erziehungsprivileg und sind dafür zuständig. Man sollte sich da allerdings der Wirklichkeit stellen.

Der Scheiß ist gekommen, um zu bleiben oder von anderen Dingen abgelöst zu werden. Genau wie Comics, diverse Musik, das Privatfernsehen, Internet und alles, was davor und danach kam. Es ist nunmal eine Realität, dass das ganze in der Welt ist und auch wenn viele alte Säcke denken, man könnte alles mit Verboten lösen: das Zeug ist da, die meisten nutzen es. Wer es nicht nutzt, der ist eben Out, also draußen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im besten fall verpasst man dadurch einfach nur einen Haufen, wird nicht sonderlich oft eingeladen, da der Käse über Whatsapp oder sonstwas geht. Im schlimmsten Fall kann sich da hinterm eigenen Rücken einiges gegen einen koordinieren.

Natürlich hat das Smartphone nichts im Unterricht zu suchen, aber das muß man irgendwann lernen. Später sagt einem das auch keiner so direkt, wenn man im Vorstellungsgespräch am Smartphone rumdudelt, statt den Gesprächspartnern die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Natürlich sollten die Eltern da auch Vorbild sein und es besser machen.

Insgesamt heißt es: Kopf hoch!

Die ganzen Horrorprophezeiungen sind bisher nie wahr geworden, auch wenn man damals berechtigt anderes vermuten konnte. Die mit großen Abstand schlimmste Neuerung war die Einführung des Internets für die breite Masse, die um das Jahr 2000 stattfand. Dennoch wurde aus den meisten heute unter 40 jährigen Erwachsenen, die ich so kenne, doch etwas besseres, als ein Haufen abartiger Freaks.
 
Hinterwäldlicher und unrealistischer Schmutz? :ka:
Ein Trupp von empathielosen Politmisantrophen, die seit jahrzehnten die Familien im Stich und die Schulen/Bildung des Landes vergammeln läßt, kleine Kinder im Kindergarten mit Dildo tragenden Transvestitenshows traumatisiert, unser Land für die heranwachsende Jugend in einen trost- und perspektivlosen Alptraum verwandelt und diese Jugend garnicht schnell genug in einem Krieg für fremde geostrategische und Profitinteressen an der Ostflanke verheizen kann, interessiert sich doch eine feuchten Kerricht um irgendeinen Schutz der Psyche der Kinder und Jugendlichen dieses Landes.

Es geht immer um das eine: Macht und Kontrolle und Profit und nicht um Kinder und Jugendliche. Sie sind wieder mal nur moralistisches Mittel zum Zweck der Widerstandsschwächung.
Sonst hätten wir gut ausgebildete Lehrer in ausreichender Zahl und die tollsten Schulen und die Medien wäre voll mit Appellen, Anleitungen und Vorbildwirkungen an/für die Eltern, wie man sich am besten um seine Kinder zu kümmern hat und diese beschützt.

Dieser angebliche Schutz ist imo nur ein durchschaubares trojanisches Vehikel, um überall im Netz und den sozialen Medien eine digitale ID für jedermann verpflichtend und in Echtzeit verifizerbar und damit auch track- und sanktionierbar einzuführen. Denn wie will man sowas kontrollieren außer über genau diesen Weg? :devil:
 
Bin zwar i.d.R. gegen Verbote und Tempolimit aber Das finde ich ebenfalls aus schon genannten Gründen sinnvoll aber ist vermutlich schwer umzusetzen was man erreichen will.
Genauso wie in England, jeder darf sich für alles ausweisen und das wird auf Jahrzehnte noch gespeichtert damit alles nachvollziehbar bleibt.
Und genau das will ich halt nicht, dass macht die Onlineüberwachung viel schlimmer als im realen Leben beim Kauf wo man nen Ausweis brauch, da machen die wenigstens dann kein Bild davon und das kommt in ne Kartei mit Kundennummer. Auch die Variante wo man die Überprüfung dann durch eine Zweitfirma machen lässt, lässt sich tracken, dann sind beide Firmen halt durch eine Überprüfungsnummer verbunden bei der jeweiligen Überprüfung, immer noch alles leicht nachvollziehbar, denn man muss ja nachweisen können dass ordentlich geprüft wird.

Im realen Leben können Kinder ja auch rausgehen, sich mit irgendwem unterhalten oder mehr als genügend Mist bauen. Also jetzt Ausweisprüfung für das verlassen des Hauses?
 
Keine Ahnung wer Herr Linnemann ist, ich bin jedoch für die Idee. Kann direkt an den Perso mit Online Funktion gebunden werden. Den Perso gibt es ab 16.
 
So wäre der Satz noch deutlich sinnvoller. :schief:

Aber ja, Kinder sollten nicht zu früh mit social media in Kontakt kommen.

Eine gesetzliche Altersgrenze wäre garantiert sinnvoll! :nicken:

Immerhin gibt es ja auch
- keine Menschen unter 18, welche rauchen.
- keine Menschen unter 16, welche Alkohol trinken.
- keine Menschen unter 14, welche sexuell aktiv sind.

:daumen:

Interessant finde ich die Gegenüberstellung mit anderen Forderungen aus gleicher Ecke:
  • Bis 16 ist man zu jung für Social Media, aber ab 16 wirbt die Bundeswehr in Schulen um Rekruten?
  • 14-Jährige müssen vor Traumatisierung durch Gewaltvideos auf TikTok geschützt werden, aber wenn 14-Jährige nach Deutschland fliehen, die vergleichbares live (und an Familienangehörigen) erlebt haben, dann ist das einzudämmende "irreguläre Migration"?
  • Alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, muss "digitalisiert" werden, also als App in den Play- oder i-Store, aber Smartphones sind eine Gefahr?
Immerhin kommt Linnemann aus einer Partei, die nicht im gleichen Atemzug Wahlen ab 16 fordert. Zwei Jahre für den Medienkompetenz-Sprung von "muss vor Social Media geschützt werden" zu "mündiger Bürger" erscheint mir dennoch sportlich. Der Umgang mit Informationsquellen muss viel früher verinnerlicht werden, wenn er im Erwachsenenalter funktionieren soll.

Ich denke tatsächlich auch, dass eine Erhöhung der Altersfreigabe durchaus seinen Sinn hat. Hier besteht aber ein großes Aber.

Das mag nicht immer vom Nachteil sein, wenn sich Kontakte ins soziale Netzwerk verschieben. Gerade wenn man Freunde und Angehörige hat, die man kaum sieht (weil Familie, große Entfernung o.ä.), kann das schon vorteilhaft sein, via Social Media Kontakt zu halten und auch mal zu sehen, was sie so treiben.

Der Nachteil besteht aber nicht im Social Media selbst, sondern dass Social Media häufig die analoge Interaktion ersetzt, bzw. ersetzen MUSS, damit überhaupt Kontakt bestehen bleibt. D.h. die Problematik liegt eigentlich woanders. Wenig Zeit, zu große Entfernung, Arbeit, Familie, Vereine...der Zeitmangel betrifft schon Kinder im Grundschulalter.

Und es sind ja nicht nur Kinder und Jugendliche betroffen von psychischen Belastungen und der Verschiebung sozialer Kontakte ins Netz. Das betrifft so viele Menschen. Eine Altersfreigabe wäre nur eine Symptombekämpfung, was aber nicht die eigentliche Ursache löst.

Woher sonst sollen die Kinder es also haben, wenn nicht von ihren engsten Bezugspersonen? Schon Erwachsene hängen viel zu viel am Handy, lungern auf Social Media rum und gehen verantwortungslos mit ihrer eigenen Privatsphäre um, geschweige denn mit der Privatsphäre ihrer KInder. Und letzteres ist noch wesentlich schlimmer, weil die Kinder keinen Einfluss darauf haben und abhängig von den Entscheidungen der Sorgebrechtigten sind. Man muss nicht mal besonders lange suchen, um Kinderfotos und Fotos von jungen Jugendlichen im Netz zu finden. Da reicht meist ein Blick in die Profile von Bekannten.

Die Plattformbetreiber müssten auch mitziehen und das Konzept von Social Media sollte gehörig umgekrempelt werden. Der Fokus liegt hier weniger auf der sozialen Interaktion an sich. D.h. miteinander in Kontakt treten, sich austauschen usw. Die Plattformen sind auf Likes und schnellen Konsum ausgelegt. Toxische Positivität und Bestätigung. Bilder und Shorts/Reels/what ever. Mal eben fix was angucken? Daraus können Stunden werden.

Und es kontrolliert keiner, ob da jetzt nun eine 13jährige ihren halbnackten Hintern auf Tiktok bewegt oder eine 23jährige. Und wir reden ja nicht nur davon. Sondern auch von Kindern, die heulend dargestellt werden, in peinlichen Situationen stecken usw. Hochgeladen von Eltern und verbreitet vom Rest. Das Internet vergisst nicht und Menschen wurden schon häufiger aufgrund unfreiwilliger Internetpräsenz gemobbt und teilweise sogar bis zur schweren Depression getrieben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Zug ist abgefahren. Bevor man eine Altersgrenze einführt, sollte erstmal gehörig im Internet aufgeräumt werden.​

Das Internet wurde als ein Raum von Erwachsenen für Erwachsene geschaffen und das wird man auf globaler Ebene auch nicht ändern können. Bisherige Versuche brachten Einschränkungen für die Erwachsenen, ohne einen wirksamen Schutz für Kinder zu erreichen. Wer einen Safespace für Minderjährige will, muss diesen als abgeschlossenen Raum schaffen – und dann dürfen Eltern ihren Kindern auch nur Zugang zu diesem sicheren Teil geben und nicht zum Internet allgemein. Ganze Inhaltskategorien mittels KI-Überwachung (deren Vorgaben wer kontrolliert?) aus TikTok zu verbannen, aber /b/ offen zu lassen, schränkt zwar Kommunikation ein, verhindert aber nicht den Download und das Sharing von Gewaltvideos.

Kontakte zu Verwandten kann man übrigens auch über den Account der Eltern halten oder schlicht per E-Mail. Social Media wurde, als Evolution gegenüber älteren digitalen Kommunikationsformen, explizit für die Neuvernetzung über beliebige Entfernung geschaffen; um Menschen mit gleichen Interessen am anderen Ende der Welt zu finden (und passende Werbung auszuspielen^^). Wenn Eltern also nicht wollen, dass ihr Kind interessensbasiert Kontakt zu wildfremden Menschen am anderen Ende der Welt aufnimmt, dann sollte sie das Kind nicht auf Social Media lassen. Aber auszuschließen, dass ein Kind auf Social Media etwas nicht für Kinder gedachtes zu sehen bekommt, würde nicht nur der Grundidee zuwiderlaufen, sondern auch einen totalen, globalen Überwachungsstaat erfordern. Es ist schon ein Kampf gegen Windmühlen, auf Internet-Kommunikationsplattform die Menge von Inhalten klein zu halten, die alle Nutzer stören. Eine Reduktion auf Null auch von Inhalten, die einige Nutzer wollen, halte ich für unmöglich.

Wieso gibt es eigentlich kein Sozial Media extra für Kinder und Jugendliche?

Geld.
Bytedance, Google, Meta und Musk sind nicht die Wohlfahrt, sondern sie wollen verdienen. An Kinder darf man nur sehr beschränkt, je nach Region gegebenenfalls gar keine Werbung ausspielen, und muss umgekehrt eine hohe Sicherheit gegen Missbrauch garantieren. Das rechnet sich nicht.

Bin ich absolut dafür. Die Flut an Imformationen, gut oder schlecht, ist für Kinder nicht zu filtern. Selbst ich mit 48 bin mit den Nachrichtenmassen ab und an überfordert. FB und Insta habe ich schon verbannt, weil ungefiltert nur noch Mist kommt.

Das würde voraussetzen, das Eltern den ganzen Kram auch einsortieren können. Die Maße ist zu groß. Ich mag den Typ auch nicht, aber diesen Vorschlag unterstütze ich zu 100%

Also wenn man Kindern den Zugang zu Social Media mit der Begründung "Informationsflut überlastet" verbieten möchte und im gleichen Atemzug eine Überlastung der Eltern diagnostiziert, dann muss man aber mindestens auch ein Social-Media-Verbot für Eltern fordern.^^
(Garantierter positiver Effekt: Der Zwang für die Kinder, z.B. Facebook zu nutzen, weil Klassenaktivitäten ausschließlich über eine dortige Gruppe organisiert werden, hätte sich erledigt.)

Die ganzen Horrorprophezeiungen sind bisher nie wahr geworden, auch wenn man damals berechtigt anderes vermuten konnte. Die mit großen Abstand schlimmste Neuerung war die Einführung des Internets für die breite Masse, die um das Jahr 2000 stattfand. Dennoch wurde aus den meisten heute unter 40 jährigen Erwachsenen, die ich so kenne, doch etwas besseres, als ein Haufen abartiger Freaks.

Es mag der subjektive Blick eines alten "früher was alles besser" Sacks sein, aber:
Die Beschwerden von Unternehmen über mangelnde Bildung und mangelnde soziale Kompetenz von Schulabgängen scheinen mir seit 10-15 Jahren stetig zuzunehmen. Und die Zahl der diagnostizierten psychischen Probleme macht es definitiv. Das könnten schon Hinweise sein, dass bei der ab der Wiege digital aufwachsenden Generation respektive bei derjenigen, die von dem beschriebenen Haufen erzogen wird (/werden sollte) irgendwas schlechter läuft.

Man kann natürlich geteilter Meinung darüber sein, was dieses "irgendwas" ist. Aber ich sage mal so: Mit Ausnahme des Corona-Effekts begegnen in der öffentlichen Debatte nur Rahmenbedingungen, die ich noch aus meiner eigenen Kindheit kenne und welche auch ein-zwei weitere Generationen früher gültig waren. Kriege, Klimwandel, kritische Staatsverschuldung und kompetenzarme Politiker sind nun wahrlich keine Erfindung des 21. Jahrhunderts, ähnliches gilt für Einträge abseits von "K". Was sich aber in den letzten 10-15 Jahren massiv gewandelt hat, ist die mediale Rezeption der Welt. Seit dem Web 2.0 steht, erstmals seit Erfindung des Massenbuchdrucks, keine Vorfilterung und Einordnung durch Profis mehr zwischen der Informationsflut und den Konsumenten (sogenannte "Redakteure", kann man mal gehört haben). Heute verbreitet jeder seine Meinung großräumig und es bleibt jedem persönlich oder aber eben viel kritisierten Social-Media-Algorithmen überlassen, mit der Kakophonie fertig zu werden.
 
Also, bei mir nicht.
Reden wir hier von Bikini-Videos von OF-Mädels? Oder von Kriegsaufnahmen?
Zweiteres ist durchgehend markiert. Und Bikini-Bildchen/Videos brauchen die Jugendlichen nicht, dazu können die sich einfach in die Nähe von einem Bad oder Strand bewegen und sich das ganze in Echt ansehen. Hardcore-Kram finden die viel besser sortiert auf anderen Platformen :devil:

Das Internet ist riesig, es ist unmöglich alles abzusichern, selbst mit einem Überwachungsstaat (siehe China und deren Firewall) - da werden millionen von Webseiten übrig bleiben. Von TOR usw. reden wir nicht, auf dem Schulhof gibt es immer n paar smarte Kids die dies ermöglichen. Früher haben diese Kids Spiele und scharfe Bildchen/Videos auf Datenträgern verteilt. Mittlerweile mit Smartphones. Dagegen schützt auch keine Verifizierung. Dagegen schützt nur Erziehung.
 
Das Internet wurde als ein Raum von Erwachsenen für Erwachsene geschaffen und das wird man auf globaler Ebene auch nicht ändern können. Bisherige Versuche brachten Einschränkungen für die Erwachsenen, ohne einen wirksamen Schutz für Kinder zu erreichen. Wer einen Safespace für Minderjährige will, muss diesen als abgeschlossenen Raum schaffen – und dann dürfen Eltern ihren Kindern auch nur Zugang zu diesem sicheren Teil geben und nicht zum Internet allgemein. Ganze Inhaltskategorien mittels KI-Überwachung (deren Vorgaben wer kontrolliert?) aus TikTok zu verbannen, aber /b/ offen zu lassen, schränkt zwar Kommunikation ein, verhindert aber nicht den Download und das Sharing von Gewaltvideos.
Das ist mir völlig klar.
Kontakte zu Verwandten kann man übrigens auch über den Account der Eltern halten oder schlicht per E-Mail. Social Media wurde, als Evolution gegenüber älteren digitalen Kommunikationsformen, explizit für die Neuvernetzung über beliebige Entfernung geschaffen; um Menschen mit gleichen Interessen am anderen Ende der Welt zu finden (und passende Werbung auszuspielen^^). Wenn Eltern also nicht wollen, dass ihr Kind interessensbasiert Kontakt zu wildfremden Menschen am anderen Ende der Welt aufnimmt, dann sollte sie das Kind nicht auf Social Media lassen. Aber auszuschließen, dass ein Kind auf Social Media etwas nicht für Kinder gedachtes zu sehen bekommt, würde nicht nur der Grundidee zuwiderlaufen, sondern auch einen totalen, globalen Überwachungsstaat erfordern.
Ich sprach in meinem Post ja auch nicht ausschließlich von Kindern und Jugendlichen. Und auch sprach ich nicht nur vom Kontakt zu Verwandten, sondern auch zu Freunden. Da wären wir u.a. auch bei Messenger-Diensten wie WhatsApp, die mittlerweile in ihren Funktionen auch nicht sehr weit vom Begriff Social Media entfernt sind. Die benötigen allerdings auch eine Handynummer.
Es ist schon ein Kampf gegen Windmühlen, auf Internet-Kommunikationsplattform die Menge von Inhalten klein zu halten, die alle Nutzer stören. Eine Reduktion auf Null auch von Inhalten, die einige Nutzer wollen, halte ich für unmöglich.
Was mich wieder zu meinem Abschlusswort meines Posts führt: Der Zug ist abgefahren.

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob du meine nachfolgenden Posts gelesen hast. Denn im Endeffekt bestätigst du nur das, was ich so alles schrieb.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein erster und dein zweiter Post beschäftigen sich, soweit ich das beurteilen kann, mit der Frage, wie man am besten kindergefährdende Probleminhalte aus dem Netz bekommen könnte. Ich beschäftige mich damit, dass dies nicht ein simples Umfangsproblem ist, dass praktisch unlösbar wäre, sondern ein konzeptionelles, dessen Lösung auch theoretisch unmöglich beziehungsweise ungewollt ist. Es geht nicht allgemein unerwünschte Inhalte, sondern es geht um Inhalte, die Erwachsene im Internet austauschen wollen und um Plattformen, die dafür geschaffen wurden. It's not a bug, it's a feature.

Der Fehler besteht darin, dass Kinder Zugang zu diesem Medium erhalten, Jahre bevor man ihnen die nötige Medienkompetenz vermittelt (wenn überhaupt jemals). Bei zum Beispiel Küchenmessern käme auch niemand auf die Idee, deren Produktion und Verkauf weltweit verbieten zu wollen, um sicherzustellen, dass kein Kind damit spielt. Es gibt einen Zweck, es gibt einen Bedarf, es gibt eine ominpräsente Verbreitung. Safe Spaces für Minderjähige werden von der großen Mehrheitsgesellschaft abgetrennt und auf Messer-Freiheit geprüft, anstatt den Planten messerfrei machen zu wollen und exklusive ab18-Zonen mit aufwendigen Kontrollmechanismen für all diejenigen einzurichten, die mal ein Steak essen wollen.
 
Dein erster und dein zweiter Post beschäftigen sich, soweit ich das beurteilen kann, mit der Frage, wie man am besten kindergefährdende Probleminhalte aus dem Netz bekommen könnte.​
Ich hab das Gefühl, dass du zumindest einige Punkte aus meinen Posts missverstanden hast. Liegt es daran, dass ich mich womöglich unklar ausgedrückt habe und der Punkt verfehlt wurde? Kann ja sein.

Außerdem verstehe ich nicht wirklich, was nun dein Punkt ist. Deine Aussagen widersprechen mir im Grunde ja gar nicht.

Aber zum Verständnis: Jein. Kindergefährdende Probleminhalte können ja alles mögliche sein. Von Pornografie bis hin zu politisch extremistischen Inhalten. Das ist alles kinder- und jugendgefährdend. Davon rede ich aber nicht.

Ich rede explizit davon, dass Kinder und entsprechender Content nichts auf Social Media zu suchen haben. Weder von Kindern erstellt, noch von Sorgeberechtigten oder anderen Personen. Keine Kinder-Models. Keine Kinder, die irgendwelche Produkte anpreisen, keine privaten Fotos, usw.

Ich rede auch davon, dass die Sorgebrechtigten in der Verantwortung dafür sind, dieser Verantwortung aber nicht nachkommen, weil ihnen häufig selbst die entsprechenden Kompetenzen fehlen. Weiterführend ist das ein Problem, von dem auch unser Bildungssystem betroffen ist, weil der Umgang mit digitalen Medien in Bildungseinrichtungen entweder gar nicht gelehrt und begleitet wird oder nur unzureichend und nicht professionell genug. Zumindest großflächig. Und das seit Jahrzehnten.

Abgesehen davon wüsste ich jetzt auch nicht, wieso es verkehrt sein sollte, sich die Frage zu stellen, wie man solche Inhalte am besten aus dem Netz bekommt. Das eine schließt das andere ja nicht zwingend aus.​
Ich beschäftige mich damit, dass dies nicht ein simples Umfangsproblem ist, dass praktisch unlösbar wäre, sondern ein konzeptionelles, dessen Lösung auch theoretisch unmöglich beziehungsweise ungewollt ist. Es geht nicht allgemein unerwünschte Inhalte, sondern es geht um Inhalte, die Erwachsene im Internet austauschen wollen und um Plattformen, die dafür geschaffen wurden. It's not a bug, it's a feature.​
Dass das ein konzeptionelles Problem ist, weiß ich sehr wohl, und das blieb ja zumindest nicht unerwähnt. :)
Der Fehler besteht darin, dass Kinder Zugang zu diesem Medium erhalten, Jahre bevor man ihnen die nötige Medienkompetenz vermittelt (wenn überhaupt jemals).​
Wo wir bei dem von mir bereits beschriebenen Part wären, dass Eltern diese Verantwortung nicht tragen können oder wollen.​
Bei zum Beispiel Küchenmessern käme auch niemand auf die Idee, deren Produktion und Verkauf weltweit verbieten zu wollen, um sicherzustellen, dass kein Kind damit spielt.Es gibt einen Zweck, es gibt einen Bedarf, es gibt eine ominpräsente Verbreitung.​
Ich hab mich ja auch nicht dafür ausgesprochen, Social Media zu verbieten. Social Media kann ja durchaus was feines sein, wenn man damit umzugehen weiß.​
Safe Spaces für Minderjähige werden von der großen Mehrheitsgesellschaft abgetrennt und auf Messer-Freiheit geprüft, anstatt den Planten messerfrei machen zu wollen und exklusive ab18-Zonen mit aufwendigen Kontrollmechanismen für all diejenigen einzurichten, die mal ein Steak essen wollen.​
Den Umgang mit Messern sollte man aber schon lehren. Messerfreiheit funktioniert nicht. Die Messer sollten schon kindgerecht gearbeitet sein. Und gänzlich vom Internet fern halten geht auch nicht. Die kriegen es sowieso mit und Kompetenzen erwirbt man sich nicht, indem man Mama, Papa und dem Dude an der Tafel einfach nur beim predigen zuhört.

Wir können uns an der Stelle gerne auch mit der Frage auseinandersetzen, ob Erwachsene wirklich mündig und in der Lage sein KÖNNEN, eigene Entscheidungen zu treffen, wenn ihnen entsprechende Kompetenzen fehlen. In diesem speziellen Fall Medienkompetenzen.

Wer erwachsen ist, ist nicht automatisch mündig. Also per Gesetz schon, gar keine Frage. Aber die Realität sieht da schon gerne mal anders aus.

Mündig ist aus meiner Sicht jemand, der in der Lage ist, auf Basis seiner Lebenserfahrungen, seines Wissens und seiner Kompetenzen, eigene Entscheidungen zu treffen, durch die möglichst keine Schäden entstehen, bzw. durch die möglichst wenig Schäden entstehen. Ob nun an einem selbst, an Dritten oder an Sachen. Kurzum: Es geht darum, sensibel zu agieren und Situationen und Gegebenheiten realistisch einzuschätzen.

Wer also seine Kinder auf Social Media postet, in welcher Art auch immer, KANN in meinen Augen gar nicht mündig genug sein, um frei und vollumfänglich digitale Inhalte zu konsumieren, ohne dass diese Person oder Dritte einer Gefahr ausgesetzt werden. Hier entsteht definitiv ein Schaden. Ein großer sogar. Und diese Menschen nehmen leider einen zu großen Teil der Gesellschaft ein. Das ist keine Seltenheit und keine Ausnahme.

Es entsteht auch ein großer Schaden, wenn Eltern es durch Desinteresse, Unwissen o.ä. zulassen, dass ihre Kiddies Bullshit auf Social Media-Plattformen betreiben oder sich generell dort darstellen.

Oder um es mal mit deinem Vergleich auszudrücken: Ein ziemlich großer Teil der Erwachsenen dürfte es gar nicht erlaubt sein, ein Steak mit Messer und Gabel zu essen, weil der Umgang mit dem Messer nicht gelernt wurde.

Die abschließende Frage ist nun: Wie könnte man dieses Problem lösen? Ich weiß es nicht. Möglichkeiten gibt es viele, aber ob die umsetzbar sind, ist eine andere Frage. Aber die Gefahr geht von verantwortungslosen Erwachsenen aus, die wir per Gesetz als mündig erachten, die es aber in Wahrheit nicht sind, weil sie es nicht sein können.
 
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Es mag der subjektive Blick eines alten "früher was alles besser" Sacks sein, aber:
Die Beschwerden von Unternehmen über mangelnde Bildung und mangelnde soziale Kompetenz von Schulabgängen scheinen mir seit 10-15 Jahren stetig zuzunehmen.

Das ist tatsächlich nur subjektiv.

Objektiv ist der IQ die ganzen Jahre gestiegen, die Leistungen haben sich verbessert. Nur Corona hat da für einen gewissen Einbruch gesorgt. Auch hat sich der Anteil der Abiturienten immer weiter erhöht, heute wird studiert, wie nie zuvor und genau da liegt das Problem.

Früher konnten sich die Arbeitgeber die Kandidaten aussuchen, es herrschte Lehrstellenmangel. Wenn man haufenweise Bewerber hat und man sortiert einfach mal 50-70% der Bewerbungen aus, dann ist klar, dass da mehr fähige Kandidaten übrig bleiben. Heute müssen sich die Betriebe mit Leuten begnügen, die vor 25 Jahren in irgendeine Berufsfördernde Maßnahme gesteckt worden wären oder die gar keine Ausbildung bekommen hätten, ich göne es den Unternehmen.

Hier mal etwas von vor 20 Jahren:
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Und die Zahl der diagnostizierten psychischen Probleme macht es definitiv.

Das liegt vorallem daran, dass heute genauer hingeschaut wird. Früher galten verhaltensauffällige Kinder im besten Fall als zappelig, im schlimmsten Fall wurden sie verprügelt, bis sie es scheinbar nicht mehr waren. Heute wird den Ursachen auf den Grund gegangen, keine unbedingt schlechte Entwicklung.

Beim Autismus heißt es auch sehr oft, dass es sowas früher nicht gegeben hat. Früher galten diese Leute als sonderbar, wurden versteckt und weggesperrt. Ganz, ganz früher hat man diese Kinder umgebracht, die Geschichte des Wechselbalgs stammt wohl daher. Wenn ein Kind sein Verhalten sehr plötzlich negativ geändert hat, dann wurde dies früher so interpretiert, dass der Teufel das eigene Kind gestohlen hat und stattdessen einen Dämon dagelassen hat.

Zum Glück haben sich die Zeiten geändert.

Gutes Argument gegen ein Verbot von Social Media für U16.

Im Prinzip wird es darauf hinauslaufen. Nur weil etwas in Deutschland Pflicht ist, muß das im Rest der Welt nicht so sein. Dann weicht die Jugend eben auf VK aus, Onkel Vladimir wird sich freuen und wenn das gesperrt wird, dann gibt es irgendwas neues.

Abgesehen davon wüsste ich jetzt auch nicht, wieso es verkehrt sein sollte, sich die Frage zu stellen, wie man solche Inhalte am besten aus dem Netz bekommt.​

Weil es legale Inhalte sind, die sich Erwachsene anschauen können, wenn sie das wollen. Da soll garnichts "aus dem Netz".

Aber damit hast du dich verraten; dir und anderen Zensurfetischisten, geht es garnicht um die Kinder, sondern darum Erwachsene einzuschränken.

Wenn du etwas nicht magst: dein Ding, aber laß den Rest der Welt in Ruhe.
 
Lese Bitte noch einmal den Post über dir von @HardWareFresser87, und danach überlege noch einmal deinen Post.

Danke.
Der Zuspruch meiner Mitbürger heißt nicht das alle das machen.
Das ist tatsächlich nur subjektiv.

Objektiv ist der IQ die ganzen Jahre gestiegen, die Leistungen haben sich verbessert. Nur Corona hat da für einen gewissen Einbruch gesorgt. Auch hat sich der Anteil der Abiturienten immer weiter erhöht, heute wird studiert, wie nie zuvor und genau da liegt das Problem.

...
Nein, der IQ-Gipfel lag in den 90iger. Es geht wieder bergab, seit ein paar Jahren beschleunigt.
 
Weil es legale Inhalte sind, die sich Erwachsene anschauen können, wenn sie das wollen. Da soll garnichts "aus dem Netz".
Legal ist nicht gleichbedeutend mit "moralisch korrekt". Abgesehen davon rede ich explizit davon, dass Content, der Kinder darstellt, nichts auf Social Media zu suchen hat. Also doch, mMn gehört diese Art Content aus dem Netz verbannt.

Oder willst du mir erzählen, es sei völlig in Ordnung und korrekt, dass es Videos und Bilder von Kindern im Internet gibt, die von Eltern hoch geladen werden und die den Nachwuchs in peinlichen Situationen zeigen? Vielleicht auch mal beim baden? In Badesachen am Strand? Weinend? Mag ja noch legal sein, aber ist das auch korrekt so? Ist das gut, richtig und schön so, dass Kinder, die abhängig von ihren Eltern sind, unfreiwillig im Netz zu sehen sind?

Spoiler: Was anderes als ein eindeutiges Nein kann es da nicht geben. Es ist faktisch nicht korrekt, Legalität hin oder her. Immerhin haben auch Kinde Rechte und die werden mit solchem Content regelrecht mit Füßen getreten.

Aber damit hast du dich verraten; dir und anderen Zensurfetischisten, geht es garnicht um die Kinder, sondern darum Erwachsene einzuschränken.

Wenn du etwas nicht magst: dein Ding, aber laß den Rest der Welt in Ruhe.
Zumindest hast du bewiesen, dass du nicht einen einzigen Punkt aus meinem Post verstanden hast. Dann auch noch die Anmaßung besitzen, Vorwürfe zu machen, ist sportlich. Setzen, 6!
 
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