Ich bin Star Trek Fan seit ich 11 bin (f*ck, das sind mitlerweile 34 Jahre Oo) und ich liebe es. Es ist ein Teil meines Lebens. Dennoch habe ich, denke ich, einen differenzierten Blick darauf, denn ich liebe nicht alles daran (gleichermaßen). Und ne, Discovery und Picard ist für mich kein Canon (auch nicht die letzte Staffel von letzterem, das war nur unfassbar übertriebener Fanservice ohne eigene Identität).
Auch die Filme mit Kirk sind mehr schlecht als recht gealtert, was an sich schon witzig ist, denn mir geht vor allem das ständige Gejammere der drei Damen vom Grill über das Alter und alt werden auf den Sack. Generell war das doch alles nur ne Shattner/Nimoy Show. Die hätten nach 2&3 einfach irgendwann den 6er machen sollen, welcher bis heute einfach fulminant ist. 1, 4 und 5 braucht doch kein Mensch. Und die Filme um Picard? Im ernst, kann irgendeiner auch nur annähernd First Contact das Wasser reichen? Aber Filme wurden Star Trek eigentlich eh nie so richtig gerecht.
Dann dachte ich mir schon bei Voyager hm, naja, es ist Star Trek und es ist nicht sooo schlecht, es hat viel Gutes, aber man merkt einfach, dass die keine Ideen mehr haben. Und auch heute, so viele Jahre später, ist für mich Voyager immer noch ein wenig eine Hassliebe. TNG wurde ab Staffel 3 besser, ab 4 richtig gut und DS9 ist und bleibt zum allergrößten Teil einfach grandios. Enterprise ist fabelhaft, keine Ahnung warum das so schlecht ankam, ich für meinen Teil liebe es von Anfang bis zur vorletzten Folge. Die Letzte klammere ich aus, die schau ich auch nie wieder, nachträglich lieblos hingeklatschter Riesenmist. Voyager hat seine Momente, aber es ist irgendwie ein wenig wie mit Stargate Atlantis, nachdem man Farscape und 10 Staffeln SG-1 hatte. Heutzutage würde Voyager vermutlich besser funktionieren. Zeitlich losgelöst von den beiden anderen. 6-7 Staffeln a 10 Episoden und ohne den Krampf, dauernd die 24 vollkriegen zu müssen. Naja.
Jetzt haben wir Strange New Worlds und es ist für mich die perfekte Star Trek Serie. Genug Kanon und glaubwürdige Verbindung zum bisherigen, mutige, frische Ideen, ein großartiger Cast mit genug Screentime für alle und vor allem, endlich mal wieder Plots mit Tiefgang (bestes Beispiel "lift us where suffering cannot reach"). die der ursprünglichen Idee gerecht werden. Die haben es geschafft, trotz Disco, trotz Picard, trotz Section 31, Star Trek in die Gegenwart zu katapultieren.
Starfleet Academy war ja nach dem Ende von TOS schon als Idee auf dem Tisch, nachdem Phase II verworfen wurde und ja, das hat RICHTIG Potential, gerade auch für jüngere Zuschauer. Man könnte so viel damit machen. Aber nein. Sie müssen es mit Disco verknüpfen, bzw. darauf aufbauen. Es spielt nach dem Burn. Sogar mit deren Crewmitgliedern. Ich mein ok, im Grunde ist ST: SNW auch ein Spinoff von Discovery und vielleicht schafft die Serie es ja auch, eigenständig genug zu werden. Aber irgendwie ist meine Grundreaktion darauf, stand jetzt, dennoch ein von Herzen kommendes OCH NÖÖÖ!!!