Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast:
Wenn ich das richtig verstehe, guckt Verivox nur die angebotenen Tarife an und teilt deren Preis durch das Transferratenversprechen. Aber es findet keine Analyse der tatsächlich verfügbaren geschweige denn der tatsächlich gebuchten Geschwindigkeiten statt, keine Bereinigung um die Angebotspalette, keine Bestwert-Betrachtung und schon gar keine Absolutbetrachtung. Da insgesamt günstige Tarife mit niedrigen Bandbreiten gemessen am Versprochenen die teuersten sind, ziehen sie so eine Statistik massiv runter, umgekehrt würden die absolut betrachtet teuren, aber auch sehr viele MBit versprechenden Glasfaserangebote zu einem positiven Endergebnis führen – und das wohlgemerkt um so stärker, je mehr Anbieter respektive Tarifvarianten pro Anbieter es gibt, unabhängig davon ob diese überhaupt verfügbar oder attraktiv sind. Ein "1 GBit Fibre für 100 Euro"-Tarif zusätzlich zu einem "1 GBit Fibre für 80 Euro"-Tarif würde die Statistik beispielsweise beschönigen, obwohl er niemandem etwas bringt, ein zusätzlicher Tarif "100 MBit Fibre für 40 Euro" würde das Endergebnis dagegen verteuern.
Rechenbeispiel:
In Land A bietet ein Grundversorger 10 MBit für 40 Euro überall an und 100 MBit für 50 Euro in Großstädten, während fünf Anbieter 1 GBit für 60 Euro in wenigen Glasfaserausbaugebieten resellen. Ergibt mit der Verivox-Methodik "0,69 Euro pro MBit" im Schnitt über alle Angebote.
In Land B gibt es fünf konkurrierende Unternehmen, die 20 MBit für 30 Euro überall anbieten, vier davon schaffen 50 MBit für 35 Euro in allen Dörfern, drei 500 MBit für 40 Euro in allen Städten und der einzige Glasfaseranbieter beliefert 50 Prozent aller Haushalte mit 1 GBit für 50 Euro. Bedeutet laut Verivox-Schema "0,74 Euro pro MBit".
Dabei würde zumindest ich die Internetversorgung in Land B als wesentlich besser beurteilen, denn jeder kann mehr Leistung und das auch noch günstiger erhalten, als in Land A. Aber ich bin natürlich auch kein Portal, dass davon lebt, dass Verbraucher Verträge über neue Anschlussarten abschließen, wenn man den Schluss verbreitet "Glasfaser ist günstiger".