Du hast da etwas falsch verstanden, das ist mir bewusst. Ich bin ChatGPT nutzer der ersten Stunde und habe damit auch ab und zu Code generieren lassen zum Prototypen.
Aber der Unterschied ist, wahrscheinlich hat noch niemand einen Bot losgelassen der DeepL kann, mit der Aufgabe selbstständig Webseiten zu infiltrieren und wie ein Mensch Beiträge zu posten, und der aus Blockierungen eher lernt damit er beim nächsten Block weiß wie er agieren muss damit er nicht geblockt wird.
Mit Sicherheit hat das schon jemand gemacht und man braucht dafür nicht 100 Wissenschaftler, oder ähnliches, sondern einfach sehr viele GPUs/CPUs und eine Person mit krimineller Energie.
Genau deshalb ist es ja so wichtig, dass z.B. Implementierungen von sicherheitsrelevanten Funktionen durch wissenschaftliche Belege (z.B. durch mathematische Induktion) nachweislich keine Lücken haben. Und das lässt sich nur bei Open Source Software prüfen.
Viele Arten von Captchas sind bereits nicht mehr wirksam, weil die Bots Zeichen auf Bildern immer besser wie ein Mensch lesen können. Dadurch werden Captcha Codes immer undeutlicher, und auch für Menschen schlechter lesbar.
Viele Plattformen lassen mittlerweile logische Rätsel lösen, um zu entscheiden, ob es ein Bot ist. Aber auch das wird irgendwann geknackt sein.
Die Sache ist nur so: Der Bot ist ein schlechterer "Hacker"/"Cracker" als der Mensch. Unethisches Hacking, also Angriffe auf IT-Systeme zum eigenen Nutzen/zum Schaden der Ziele findet heutzutage durch Social Engineering statt, also am einfachsten, durch das Abfragen von Passwörtern, beispielsweise per E-Mail: "Ihr Passwort ist abgelaufen, bitte vergeben Sie ein neues. Da wir so nett sind, lassen wir Sie dazu nicht selbst auf die Seite gehen, sondern haben Ihnen unten einen schönen Fake-Button auf unsere Fake-Webseite platziert."
Aber oft gehen die Angreifer nicht so billig vor, sondern fragen extrem viele, augenscheinlich belanglose Daten (z.B. in angeblichen Umfragen). Oder setzen sich quasi mit einem Fernglas vor die Unternehmenstür. Und mit diesen Informationen mimen sie dann eine Identität. Sodass ein anderer denkt: "Das kann nur der echte sein, weil er könnte das sonst gar nicht alles wissen."
Natürlich kann KI auch einen Trojaner als Microsoft Office-Anhang verschicken und sich, wie so oft, zunutze machen, dass die Skripting-Funktionen von Word & Co. unsicher sind, aber das kann ja ein Mensch genauso und ein automatisches, massenhaftes Versenden gibt es schon lange, auch ohne KI.
Und ein bestehendes Modell mit weiteren Daten trainieren kannst auch Du. Das kann wirklich jeder, der eine GPU im Rechner hat. KI sind Matrizen. Und die KI wird besser, je größer und länger trainiert alles ist. Nicht durch Deine eigene Programmierleistung.
Natürlich kann eine KI mit unendlichen Ressourcen ziemlich vieles lahmlegen und durcheinander bringen, insbesondere, wenn sie in der Lage ist, Menschen sehr gut zu täuschen. Und das findet bereits in "Social Networks" wie Twitter, Telegram usw. statt. Man kann nur mutmaßen, dass es hier in Deutschland bereits einige Prozente der Bevölkerung gibt, deren Alltag sich zum großen Teil wie ein Fragezeichen anfühlt, weil sie total abgehängt und täuschbar sind, und in anderen Teilen der Welt mit einer geringeren Bildung wird es vermutlich noch deutlicher.
Das sehe ich als die größte Gefahr: Dass einige wenige, die z.B. den Einsatz von KI verstehen und nicht auf Täuschungen hereinfallen, am Ende sehr erfolgreich sind, und immer mehr unten Stehende, nach oben sehen, und die Welt nicht mehr verstehen, weil sie von Informationen überflutet werden und keine Ahnung haben, wo sie her kommen und wie sie mit ihnen umgehen sollen - also im Prinzip nur noch Marionetten der Welt sind.