Crucial P2: Heimlicher Wechsel auf QLC-NAND - Leistung der SSD fällt teils massiv

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Crucial hat seine P2-SSD deutlich verändert: Statt TLC- kommt mehreren Berichten zufolge nun QLC-NAND-Speicher zum Einsatz. Wie ein Test zeigt, sinkt die Leistung mit dem neuen Speicher zum Teil deutlich. Besonders ärgerlich: Käufer werden darüber nicht aufgeklärt.

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Ich wäre nach der Aktion dafür, Crucial-SSDs komplett aus den Kaufberatungs-Threads zu entfernen.

Man kann sowas ja machen - aus Kostengründen oder was auch immer von TLC auf QLC wechseln, gar kein Problem - aber das dann bitte eindeutig kenntlich machen und gut ist. Dieses heimliche hintenrum Bauteile durch schlechtere ersetzen ist unterste Schublade und für mich persönlich schlichtweg Betrug (auch wenn das Juristen im Detail ggf. anders sehen mögen).
 
Leider gängige Praxis, mir ist das auch bei San Disk passiert und zwar zwei mal. Einmal habe ich mir eine San Disk Plus 2TB gekauft. Die sollte 2GB Cache und TLC Flash haben, Überraschung, es war QLC Flash, mit deutlich verringerte Leistung und Lebensdauer. Dann habe ich die SSD zurückgegeben und mir eine Ultra 3D 2TB gekauft, die sollte die selben Spezifikationen haben. Diesmal hatte sie zwar TLC Flash, aber dafür nur 512MB Cache, statt der ursprünglichen 2GB, die Leistung ist entsprechend geringer.

Ich wäre nach der Aktion dafür, Crucial-SSDs komplett aus den Kaufberatungs-Threads zu entfernen.

Dann kann man eigentlich fast alle Firmen rausschmeißen, konsequent wäre es. Die einzigen beiden Firmen, von denen ich weiß, dass sie das nicht machen, sind Intel und Samsung. Da wird alles über die ganze Zeit gleich gelassen und man bekommt auch am Ende der Serie exakt die gleiche Qualität, wie am Anfang.
 
Schwierige Sache das.

Hat Crucial irgendwo/irgendwann mal offiziell die P2 mit TLC Speicher beworben/verkauft?

Klar findet man in allen anfänglichen reviews entsprechende Informationen dazu, aber hat Crucial die P2 auch so verkauft/beworben?

Im ersten Review zur P2 hatte Computerbase bspw. noch keine infos zum Speicher und Controller, und hat das erst nachgetragen. Woher die Infos letztlich stammen, lässt CB im Artikel offen. :ka:
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*Quelle*

Die feine englische Art ist das sicher nicht aus Kundensicht :nene:
 
Kauft Samsung. Klare Garantiefristen (z.T. über dem gesetzlichen Minimum), klare Definition der Schreibleistung innerhalb der Garantie und klare zu erwartende Schreibleistung über die Lebensdauer.

Crucial ist imo Billigware. Hab noch keinen Langzeittest gesehen bei dem Crucial besonders gut abschneidet.
 
Crucial war mal sehr gut bei SSDs im P/L-Segment - die MX/BX-Serien sind gut und günstig gewesen, ganz zu schweigen von der legendären Crucial M4 damals die gefühlt (also wenn man die Firmware geupdatet hatte dass auch mehr als 5184 Betriebsstunden möglich waren :ugly: ) unzerstörbar war - in der Bürokartoffel meiner Mutter ist bis heute ne M4 drin, die is geschätzt 10 Jahre alt.

Leider haben sie sich wie manch andere auch wohl dazu entschlossen lieber ins Billigsegment zu gehen bzw. mit solchen Taschenspielertricks anzufangen. Schade drum, dann kaufe/verbaue ich halt weiter Samsung, auch wenns ein bisschen teurer ist.
 
Dann sollte man bei Arbeitsspeicher ähnlich verfahren, schließlich werden auf den meisten Modulen auch munter Chips gewechselt.
Und bei welchem Modell hatte das einen Leistungseinbruch von deutlich über 50% zur Folge?

Es geht hier darum, dass statt 500 nur noch 150 MB/s auf SSDs geschrieben werden oder noch 20 statt 200 MB/s auf HDDs geschrieben werden (die heimlich SMR eingesetzt haben). Also die Leistung massiv eingeschränkt wird. Bei RAM kommts zwar vor dass Chips gewechselt werden und dadurch manche Eigenschaften jenseits der garantierten Specs sich ändern (etwa das OC-Potenzial) - aber wenn du DDR4-3200CL16 kaufst dann läuft der mit dieser Geschwindigkeit, egal ob Hynix, Elpida, Samsung oder sonstwas drunter rumgetauscht wird. Klar ist das auch ungeil aber die Auswirkungen sind im Normalbetrieb vernachlässigbar, bei HDDs/SSDs sind sies nicht.
 
Das ist mir bei Adata mit der SX8200Pro auch so passiert. Ich hatte noch die „gute“ gekauft, nach Empfahlung an einen Kollegen machte der mich darauf aufmerksam, dass da irgendwas nicht stimmen würde, da er ganz andere Daten im Benchmark hätte. Da war ich dann auch erstmal ganz baff.

Aber wie Chill_eule schon schrieb, so lange nicht ausdrücklich mit dieser Ausstattung bzw. Eigenschaft “geworben“ wurde. :ka:

Schade ist es nur für den Kunden, welcher sich einen Test im Internet ansieht und nachher ein Produkt kauft, welches nicht so performant ist, wie das getestete. Ich bezweifle, dass sich jeder Interessierte sich noch weiterführende Links durchliest.
 
Es wäre kein Test nötig, wenn ein RAM-Kit das als 3600er verkauft würde auf einmal spontan nicht mal mehr 2133 schaffen würde... sowas fällt auch so auf. :fresse:
Das passiert natürlich nicht. Die schaffen natürlich die Beworbenen Frequenzen, was aber nicht mit der tatsächlichen Leistung gleichzusetzen ist. Spätestens dann, wenn heimlich von DR auf SR umgestellt wird.
 
Hat Crucial irgendwo/irgendwann mal offiziell die P2 mit TLC Speicher beworben/verkauft?

Sie wurden mit dem besseren Speicher getestet und diese Tests gelten auch noch bis heute, wenn man sich über die SSD schlau macht. Von daher ist da schon eine Täuschung, dam man glaubt eine gute SSD zu kaufen, das eigentliche Produkt aber in den Tests die hinteren Plätze belegen würde. Mal ganz abgesehen von der Haltbarkeit.

Wir kommen hier in Bereiche, in denen das wirklich extrem viel ausmacht, besonders wenn Win 11 den RAM mit der SSD kompensiert.

Das ganze müßte mal vor Gericht geklärt oder gesetzlich verboten werden, wobei es das eigentlich schon ist.

Dann sollte man bei Arbeitsspeicher ähnlich verfahren, schließlich werden auf den meisten Modulen auch munter Chips gewechselt.

Der Vergleich hinkt in sofern, als das beim RAM exakte angaben zur Leistung vorliegen (z.B. DDR4 3600 CL19) und sich die Haltbarkeit nicht verändert. Ein RAM Modul verhält sich in der Praxis genauso, eines mit anderen Chips. Nur beim Übertakten kann es Unterschiede geben.

Das passiert natürlich nicht. Die schaffen natürlich die Beworbenen Frequenzen, was aber nicht mit der tatsächlichen Leistung gleichzusetzen ist. Spätestens dann, wenn heimlich von DR auf SR umgestellt wird.

Dann sollte es verboten werden.
 
Das passiert natürlich nicht. Die schaffen natürlich die Beworbenen Frequenzen, was aber nicht mit der tatsächlichen Leistung gleichzusetzen ist. Spätestens dann, wenn heimlich von DR auf SR umgestellt wird.
Klar DR --> SR ist auch son Ding was ein no-go ist. Aber das wäre noch zähneknirschend tolerierbar da wir hier von kleinen einstelligen Performanceverlusten reden.

Ist halt ne andere Hausnummer als das was sie da mit SSDs machen die leistungsmäßig brutal einbrechen und in ihrer Haltbarkeit einbüßen.

Es ist halt wirklich schade dass mit solchen Mitteln wieder der dumme Kunde verarscht wird. Man redet sich wieder raus mit "xy wurde nicht versprochen" und hastenichtgesehen - und juristisch haben sie damit wohl sogar Recht. Nur ist manches was legal ist halt trotzdem ein Dickmove. Hier kann mans halt machen weil die Kenntnis der Technik in der bevölkerung abseits solcher Foren wie unserem gegen Null tendiert. Da kann man mal was verkaufen was später nur 20% der erwarteten Leistung bringt. Aber wehe, der Golf vom Papa der 150 PS haben soll hat nach der Schummelsoftwareentfernung nur noch 145 (was schlicht Toleranz/Messunsicherheit ist). SOWAS geht GAR NICHT!!!111eins. :ka:
 
Der Vergleich hinkt in sofern, als das beim RAM exakte angaben zur Leistung vorliegen (z.B. DDR4 3600 CL19) und sich die Haltbarkeit nicht verändert. Ein RAM Modul verhält sich in der Praxis genauso, eines mit anderen Chips. Nur beim Übertakten kann es Unterschiede geben.
Und bei der Leistung und ebenso bei der Haltbarkeit (obwohl letztere natürlich bei RAM nicht den gleichen Stellenwert hat).

Dann sollte es verboten werden.
Unterm Strich werden doch in der Regel in beiden Fällen die vom Hersteller genannten Parameter erreicht. Die tatsächliche Leistung weicht aber ab, meist wohl eher zum Nachteil für den Kunden. Das gehört in jedem Fall angeprangert.
 
Unterm Strich werden doch in der Regel in beiden Fällen die vom Hersteller genannten Parameter erreicht. Die tatsächliche Leistung weicht aber ab, meist wohl eher zum Nachteil für den Kunden. Das gehört in jedem Fall angeprangert.

RAM wird tendenziell immer besser. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man bei einer Serie RAM Modulen nach ein paar Jahren oder sogar schon Monaten, wesentlich höhere Taktrater erreichen kann.

Flash wird hingegen immer schlechter und vorallem viel, viel schlechter. Während man bei den RAM Modulen die Unterschiede, wenn der Rank gleich ist, im sehr geringen einstelligen Prozentbereich liegen, läßt Flash unglaublich nach. Wir reden hier von Leistungsverlusten jenseits der 75% und auch die Haltbarkeit wird halbiert bis geviertelt.

Generell sollte soetwas verboten werden, wenn die Leistung um mehr als 1-2% nach unten abweicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
SSD kaufen, nen Benchmark drüber laufen lassen, wenn´s nicht passt zurück damit...

So mache ich es in der Regel mit allen Laufwerken, auch HDDs, geht schnell und kostet nix!
 
SSD kaufen, nen Benchmark drüber laufen lassen, wenn´s nicht passt zurück damit...

So mache ich es in der Regel mit allen Laufwerken, auch HDDs, geht schnell und kostet nix!

Doch, meine Zeit und eventuell meinen Amazon Score. Außerdem kaufe ich mir die SSD ja nicht blind, sondern weil es sich um ein gutes Angebot handelt.

Am Ende habe ich jede menge Ärger und zahle auch noch drauf.
 
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