Kryptowährung Chia für SSDs und HDDs: Platine mit 32 SATA-Anschlüssen erregt Aufsehen

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Seit einigen Tagen schon wird im Netz vor der Kryptowährung Chia gewarnt, die nicht durch die Rechenleistung von Grafikkarten generiert wird, sondern auf freien Speicher auf SSD und Festplatte setzt. Zusätzliches Aufsehen erregt nun ein Motherboard mit 32 SATA-Anschlüssen.

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Wie muss man sich das Minen dann vorstellen? Wird der freie Speicher dann einfach nur vorgehalten oder wird er auch beschrieben?
Wenn ja: Mit was für Daten? Spielt die eigene Internetbandbreite dabei eine Rolle?

Fragen über Fragen. Von fern betrachtet wirkt das Ganze jedenfalls nicht sinnvoller als der Blödsinn der bisher eben mit Grafikkarten oder CPUs betrieben wurde. Ich, für meinen Teil, bin jedenfalls einfach nur froh fürs Erste mit Hardware eingedeckt zu sein. :kotz:
 
Wie muss man sich das Minen dann vorstellen? Wird der freie Speicher dann einfach nur vorgehalten oder wird er auch beschrieben?
Wenn ja: Mit was für Daten? Spielt die eigene Internetbandbreite dabei eine Rolle?

Fragen über Fragen. Von fern betrachtet wirkt das Ganze jedenfalls nicht sinnvoller als der Blödsinn der bisher eben mit Grafikkarten oder CPUs betrieben wurde. Ich, für meinen Teil, bin jedenfalls einfach nur froh fürs Erste mit Hardware eingedeckt zu sein. :kotz:


Ich stelle es mir Lustig vor, zum Zahlen bitte einen 1TB großem Chiacoin zu "Transferieren" :D :D
 
Wie muss man sich das Minen dann vorstellen? Wird der freie Speicher dann einfach nur vorgehalten oder wird er auch beschrieben?
Wenn ja: Mit was für Daten? Spielt die eigene Internetbandbreite dabei eine Rolle?

Fragen über Fragen. Von fern betrachtet wirkt das Ganze jedenfalls nicht sinnvoller als der Blödsinn der bisher eben mit Grafikkarten oder CPUs betrieben wurde. Ich, für meinen Teil, bin jedenfalls einfach nur froh fürs Erste mit Hardware eingedeckt zu sein. :kotz:

Für Chia muss ich mich noch einlesen, aber bislang gab es verschiedene Ansätze von Proof of Storage. Z.B. Filecoin ist im wesentlichen eine dezentrale Datenbank für beliebige (hoffentlich verschlüsselte) Daten. Das heißt ein Datenvolumen muss (einmalig) heruntergeladen und dauerhaft gespeichert werden. Andere lassen lokal Berechnungen ausführen, die große, komplexe Datensätze generieren. In beiden Fällen wird für das eigentliche Mining ein bestimmter Teil des bestehenden, theoretisch allen bekannten Datensatzes abgefragt und nur wer ihn tatsächlich vorliegen hat, kann schnell genug die angeforderte (relativ kleine) Anwort senden.

Letzteres finde ich persönlich reichlich sinnlos, denn sobald größere Summen mit Mining gemacht werden können, endet es mit "Blöcke generiert, wer die meisten Festplatten bezahlen konnte". Da kann man auch genauso gut Proof of Stack nehmen.
 
Wie geht das auf dem Board auf?

Der B365 Chipset hat max. 6x SATA 6.0 Ports
Auf dem Board sind, neben dem chipset, 7x expander chips oder eigene SATA Controller chips zu sehen.
Das geht doch für 32 SATA Ports irgendwie nicht auf? :confused:
 
7 4-fach Controller = 28 Laufwerke nativ + 4 Laufwerke nativ = 32 + M.2 nativ würde ich raten.

Stellt sich noch die Frage, ob sich das ganze als extra Board lohnt. Vier achtfach Controller-Karten im ×1-Format kosten selbst für europäische Endkunden zusammen nur 320 Euro, erfahrungsgemäß dürfte man dann vergleichbares bei asiatischen Großhändlern für 100-160 Euro bekommen und könnte damit nahezu je (µ)ATX der letzten 10 Jahre zu einem System mit gleichen Fähigkeiten umrüsten. Ein extra angefertiges Mainboard dagegen kostet schnell etwas mehr. Ich glaube für die PCI-E-Mining-Boards wurden in der Regel Summen im oberen dreistelligen Bereich aufgerufen, solange sie neu waren, und einzelne 2.0-Switches sollten nicht wesentlich teurer in Einkauf und Fertigung sein als ein gutes halbes Dutzend SATA-Controller.
 
7 4-fach Controller = 28 Laufwerke nativ + 4 Laufwerke nativ = 32 + M.2 nativ würde ich raten.

Stellt sich noch die Frage, ob sich das ganze als extra Board lohnt. Vier achtfach Controller-Karten im ×1-Format kosten selbst für europäische Endkunden zusammen nur 320 Euro, erfahrungsgemäß dürfte man dann vergleichbares bei asiatischen Großhändlern für 100-160 Euro bekommen und könnte damit nahezu je (µ)ATX der letzten 10 Jahre zu einem System mit gleichen Fähigkeiten umrüsten. Ein extra angefertiges Mainboard dagegen kostet schnell etwas mehr. Ich glaube für die PCI-E-Mining-Boards wurden in der Regel Summen im oberen dreistelligen Bereich aufgerufen, solange sie neu waren, und einzelne 2.0-Switches sollten nicht wesentlich teurer in Einkauf und Fertigung sein als ein gutes halbes Dutzend SATA-Controller.
Welches mATX Board bietet denn 4 x1 Slots? Kann man ein x4 Slot per Riser in 4 x1 Slots umwandeln?

Ich denke das Board wird, vorrausgesetzt Chia kann dem Hype halbwegs gerecht werden, durchaus seine Abnehmer finden, da es kompakter ist und einfach zusammenzustöpseln. Die SATA Ports liefern ja auch gleich den Strom mit. Somit wird, passende Kabel vorrausgesetzt, die Verkabelung einfacher, zusätzliche Fehlerquellen wie die Controller-Karten umgeht man damit.
Fehlt noch ein passendes Gehäuse... Wobei viele (professionelle) Miner ja gerne auf Gehäuse verzichten.
 
Stimmt, an M.2 hatte ich nicht gedacht.

Stellt sich noch die Frage, ob sich das ganze als extra Board lohnt.

Auch die Anordnung ist der SATA Anschlüsse bemerkenswert. Für eine gute Kühlung müsste man im 4U 19" Gehäuse von der Seite Luft zuführen. Bei den Lösungen von 45drives sind die Platten genau um 90° gedreht, damit man von vorn einen guten Airflow aufbauen kann.
 
Zumindest die Mining-Farmen, von denen Bilder zirkulieren, setzen in der Regel nicht auf Standard-Racks und bei Volumenplatten hat man in der Regel sowie nur geringen Kühlungsbedarf.

@Korben06: ×1-Karten laufen auch in ×16. Aber ja, es gibt auch verteilende Riser, was aber natürlich mit zusätzlichen Kosten einhergeht. Der Fokus meiner Antwort war ATX, die haben fast immer immer genug Slots.
 
Ob man sich noch schnell eine große Platte kaufen sollte, wenn man das eh in absehbarer Zeit geplant hätte, bevor die Preise zu stark anziehen?
 
Schon heftig wie schnell die Chinesen auf Änderungen reagieren können. Wie hoch muss den die Nachfrage sein um solche Boards zu produzieren und wie viele HDD und SDD werden am ende benötigt, die uns auf dem freien Markt fehlen werden ......... gruselig

Ich kann aber gar nicht verstehen wie sich Leute aus gier auf so unstabile Währungen verlassen können.
Man stelle sich mal vor man geht zum Bäcker und kauft eine Breze für 0,75c,10 Minuten später zahlt man 2 € für die selbe Breze und am nächsten Tag nur noch 11c. Ich hoffe die Blase platzt bald und der Unsinn hört bald auf.
 
Schon heftig wie schnell die Chinesen auf Änderungen reagieren können. Wie hoch muss den die Nachfrage sein um solche Boards zu produzieren und wie viele HDD und SDD werden am ende benötigt, die uns auf dem freien Markt fehlen werden ......... gruselig

Ich kann aber gar nicht verstehen wie sich Leute aus gier auf so unstabile Währungen verlassen können.
Man stelle sich mal vor man geht zum Bäcker und kauft eine Breze für 0,75c,10 Minuten später zahlt man 2 € für die selbe Breze und am nächsten Tag nur noch 11c. Ich hoffe die Blase platzt bald und der Unsinn hört bald auf.

Da verlässt sich doch niemand auf unstabile Währungen? Man spekuliert, investiert und hat in vielen Fällen eine sehr hohe Rendite. Wenn das dann in 2-3 Monaten nicht zusammenbricht, hat meine seine Investition schon wieder raus. Deutlich besser als z.B. Negativzinsen auf sein Geld bei der Bank zu bekommen.

Die Währung selbst ist häufig zweitrangig...
 
Für Chia muss ich mich noch einlesen, aber bislang gab es verschiedene Ansätze von Proof of Storage. Z.B. Filecoin ist im wesentlichen eine dezentrale Datenbank für beliebige (hoffentlich verschlüsselte) Daten. Das heißt ein Datenvolumen muss (einmalig) heruntergeladen und dauerhaft gespeichert werden. Andere lassen lokal Berechnungen ausführen, die große, komplexe Datensätze generieren. In beiden Fällen wird für das eigentliche Mining ein bestimmter Teil des bestehenden, theoretisch allen bekannten Datensatzes abgefragt und nur wer ihn tatsächlich vorliegen hat, kann schnell genug die angeforderte (relativ kleine) Anwort senden.

Letzteres finde ich persönlich reichlich sinnlos, denn sobald größere Summen mit Mining gemacht werden können, endet es mit "Blöcke generiert, wer die meisten Festplatten bezahlen konnte". Da kann man auch genauso gut Proof of Stack nehmen.

mit der Einschätzung zum Schluss liegst du nicht falsch.
In den FAQ liest man sogar "ob es sich überhaupt lohnt mit 10TB(!) zu Farmen"
(Anmerkung: mining heißt hier farming)

Mein schreibt sich die Platten mit sogenannten Plots voll. Diese können verschiedene Größen haben, sind aber mindestens etwas über 100GB groß. Aus Spaß habe ich mal 8 Plots erstellt und eine 1TB Platte damit voll gemacht. "win chance" laut CHIA bei um die 7 Monate. Bei steigender Netzwerkgröße sinkt die Wahrscheinlichkeit.

Für eine coin mit unbekannten bisher unbekannten Wert.. naja
 
Ok also nach GPUs werden jetzt auch die Festplatten enorm teuer.
Grade auf einer anderen News auf PCGH eine 1660 verlinkt gesehen. Knapp 400€. Fast ein schnäppchen. Aber dann steht da: Lieferzeit 30 Wochen BAHAHAHA
Ok... soll ich also gleich Festplatten kaufen, wollte mein NAS bald erweitern? Ungern, denn mit einem "Panikkauf" verstärkt man die Lage ja nur.
 
Ob man sich noch schnell eine große Platte kaufen sollte, wenn man das eh in absehbarer Zeit geplant hätte, bevor die Preise zu stark anziehen?

Das hängt davon ab, wie sich Chia am Markt macht. Angeblich gibt es jetzt schon Hamsterkäufe, aber wenn niemand in den Token investiert, hat sich der Spuk ganz schnell erledigt. Sollte er dagegen fleißig gekauft werden, würde ich extreme Lieferknappheit erwarten.

Festplatten sind eigentlich ein statischer und in den letzten Jahren kontinuierlich sinkender Markt gewesen, der wenig Berührungspunkte mit anderen Techniken hat. Viele Hersteller haben dicht gemacht, es gibt nur wenige Fabriken (für Schreib-/Leseköpfe habe ich mal was von zweien gehört), niemand in der Branche hat irgendwelche Pläne für Expansionen in der Schublade oder Budget dafür zurückgelegt und außerhalb hat niemand das Know-How, um einzusteigen. Nachdem die Nachfrage durch Corona/Cloud schon etwas nach oben ging, müssten die Kapazitäten jetzt schon ausgelastet sein und jede weitere Nachfragesteigerung zu einer Mangelsituation führen. Erschwerend kommt hinzu, dass DDR5 startet und Flash gerade relativ billig ist, dass heißt die Solid-State-Hersteller dürften in ihrem ewigen Schweinezyklus gerade Richtung DRAM umstellen, sodass SSDs keine entstehenden Lücken füllen werden.
 
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