MSI MEG Z590 Godlike: Rocket-Lake-Mainboard für rund 1.000 Euro

USB 3.2 2x2 = Fehlgeburt. 500 Euro würde ich nicht für ein MB bezahlen. Max. 160 Euro.
Ja, da ich nur VR nutze und das eigentlich ausschließlich für Simulationen bin ich sehr oft absolut im CPU Limit. Und zwar alle Kerne betreffend, weswegen das nächste Upgrade für mich mehr Kerne aber vor allem eine höhere IPC bringen muss (derzeit sieht das so aus, dass die GPU die frametimes prima halten kann, die CPU frametimes aber ständig 'late starts' beinhalten).

Bis nächstes Jahr kann ich daher auf keinen Fall mehr warten, die CPU ist jetzt der Flaschenhals im System. Den 4133 Mhz RAM würde ich auf ein X570 mitnehmen. PCIE5 mit DDR5 wird für mich dann interessant, wenn auch der Rest (m2 SSD, GPUs etc) diese Bandbreite sinnvoll nutzen; Stand jetzt beginnt ja erst die Verfügbarkeit von PCIE4 Peripherie und das hoffentlich gepaart mit dem DirectStorage Update von Seiten MS dieses Jahr.

Von den MoBo Anforderungen genügt nach kurzer Recherche Stand jetzt nur entweder das Gigabyte Aorus Xtreme oder das Dark Hero VIII von Asus; blöd nur, dass beide nirgends verfügbar sind...
Also wenn die CPU der Flaschenhals ist. Dann ist doch AMD klar. Die liegen vorne. Der Zeitpunkt ist allerdings blöd.
(Nur) Wegen Preisen.
 
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Das Problem ist, dass es USB 3.2 Gen2 mit zwei verschiedenen Datenübertragungsraten gibt. USB 3.2 mit 10 GBits/s und eben USB 3.2 2x2 mit bis zu 20 GBit/s.
Ich vermute, dass die Leute die die USB-Standards festgelegt haben nach dem "Passierschein A 39" gefragt wurden, und daraufhin brach das Chaos aus.

Das Wirrwarr brach schon vor 3.2 los und beschränkt sich nicht auf zwei Spezifikationen:
USB 3.0 (5 GBit/s)
USB 3.1 Gen1 (5 GBit/s) + USB 3.1 Gen2 (10 GBit/s)
USB 3.2 Gen1 (5 GBIt/s) + USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s) + USB 3.2 Gen2x2 (20 GBit/s)
Und natürlich kann man alternativ auch noch von Superspeed und Superspeed+ sprechen, aber es hat schon früher niemand verstanden, wieso Full Speed zwischen Low und High Speed liegt. Dazu kommt dann noch Thunderbolt 3 mit vier Lanes a 10 GBit/s, dass Gen2 kann, aber nicht Gen2x2.
USB4 ist offiziell mit verpflichtend Gen2x2 (20 GBit/s) und optional Gen3x2 (40 GBit/s) angekündigt worden, meine Befürchtungen bezüglich Gen3x1 erhärten sich aber. :-(
 
@Torsten
Es geht nicht um die Lanelänge der Paare, sondern generell um die Länge.

Den Code, den Asus verwenden wollte, wurde von AMD nur zu Testzwecken freigegeben und war für bestimmte Boards der x470 Serie gedacht. AMD hat diesen nie offiziell freigegeben.

Es war seinerzeit geplant x470 Boards im Premiumsegment für PCIe4.0 tauglich zu machen. Darüber habt ihr doch selbst berichtet. AMD teilte auch vor Erscheinen der x570 Platinen und somit früh genug für alle Boardpartner mit, dass die Freigabe nicht für x470 Platinen erfolgt. Asus wollte diese auf Basis des Code für ältere Zen Prozessoren und bestimmten Premiumboards übertragen. Das hatte AMD aber wegen genannter Instabilität von vornherein ausgenommen.

Gleiches galt für die VRM ala 200, 150 und 100A, wo die Hersteller behaupteten das 5800 oder 5600 Prozessoren auch problemlos auf allen Platinen der X und B Serie betrieben werden können, das ist mitnichten so.
 
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Zur generellen Länge schrieb ich bereits

- PCI-E 4.0 erfordert keine bestimmte, sondern hat nur eine geringere maximale Leiterbahnlänge als PCI-E 3.0 (die kein Mainboard auf dem Weg zum ersten PEG auch nur zur Hälfte erreicht)

Dem Rest muss ich leider nahezu genauso vollständig widersprechen. Was stimmt: AMD hat 400er I/O-Hubs nur Beta-PCI-E-4.0-Code bereitgestellt, dessen Verwendung aber schlussendlich verboten. Es sind aber keine prinzipiellen Instabilitäten mit dem PCI-E-Teil dieses Codes bekannt – warum sollte es da auch Probleme geben? Die PCI-E-4.0-Einheiten arbeiten komplett in der CPU, also genauso wie auf einer 500er Platine. Das Problem für die Mainboard-Hersteller ist der gesamte Rest, denn fehlerfreien Ryzen-3000-Code lieferte AMD erst über ein halbes Jahr später aus und in diesen AGESA-Versionen ist bereits das 4.0-Lock für Boards ohne X570 oder B550 enthalten. Neben den juristischen gibt es also auch technische Limitierungen, die nur AMD aufheben könnte. Und nein, es besteht kein Zusammenhang mit dem Routing auf alten 400er Platinen, denn diese Sperren gelten genauso für später erschienene B450- und auch für A520-Boards. Das ist reine Produktpolitik, genauso wie z.B. ein Comet-Lake-Xeon nicht auf einem B460-Mainboard läuft.

Ebenfalls falsch ist die "Premium"-Fokussierung deiner Aussage. Gerade Asus hätte sogar mehrheitlich Mittelklasse-Platinen voll 4.0-freigegeben, während die High-End-Modelle wegen ihrer 3.0-Splitter für Multi-GPU-Betrieb nicht in der Lage waren, einen ×16-Link in 4.0-Qualität aufzubauen. Die entsprechend detailierten Release-Pläne, die ein Schlag ins Gesicht aller Käufer teurer ROG-Boards gewesen wären, unterstreichen übrigens auch, dass die Mainboard-Hersteller sehr wohl genau auf das technisch machbare geachtet haben und nicht einfach willkürlich alle Platine, einschließlich ungeeigneter, freigeben wollten. Am Ende ist es schließlich der Mainboard-Herstller, der ein "PCI-E 4.0 UEFI" herausgibt, seine Platinen als "PCI-E 4.0 tauglich" bewirbt und dessen RMA-Abteilung den Ärger abbekommt, wenn diese Aussagen falsch wären.

Erneut falsch ist ein Bedarf an 200-A-Wandlern für einen Ryzen 5 5600. Dessen Anforderungen sind weitaus geringer und dürften von nahezu allen AM4-Mainboards erfüllt werden. Bei einigen A320- oder Bristol-Ridge-Designs kann ich es nicht mit Sicherheit sagen, aber es ging hier eher um Retail-Platinen. Umgekehrt gibt es übrigens sehr wohl 400er- und auch 500er-Platinen, deren Spannungswandler bei Einsatz eines Ryzen 9 3950X in kürzester Zeit überhitzen. Diese Platinen werden aber von AMD pauschal alle für voll kompatibel erklärt, ohne dass man sich auch nur eine Sekunde über die miserable Usability einers auf 800 MHz notgedrosselten Systems sorgen würde.
 
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