Intel Alder Lake-S: Neue CPU-Generation in Netzteilanforderungen gesichtet

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Intels für 2021 erwartete Prozessorgeneration mit Codenamen "Alder Lake-S" ist in durchgesickerten Spezifikationsvorgaben für Netzteilhersteller aufgetaucht.

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Hat das nicht eher mit schnellen Spannungswechseln zu tun als mit der Höhe der Wattzahl?
Ich kann mir nicht vorstellen das die mehr verbrauchen.
 
Dürfte ja die erste 10nm Desktop CPU werden, mal schauen ob sie da auch im Anwendungsbereich wieder mit AMD mithalten können werden.

War eher in Anlehnung an die 250W Boost des 10900K. Wie gesagt ich hab nur die Überschrift gelesen :)

Mich würde mal interessieren wofür man die überhaupt braucht, selbst in LinX sind es bei mir nur 220 Watt Package Power, in normalen Programmen und selbst in Prime95 mit AVX deutlich weniger (jeweils ohne AVX Offset).
 
Dürfte ja die erste 10nm Desktop CPU werden, mal schauen ob sie da auch im Anwendungsbereich wieder mit AMD mithalten können werden.

Natürlich nicht. Der Zug ist für Intel auf viele Jahre hinaus abgefahren. Durch die neuerliche 12-monatige 7nm Verschiebung wird Intel bis mindestens Mitte/Ende der 2020er weit abgeschlagen hinterher humpeln.
Die einzigen zwei Chancen für Intel wieder aufzuschließen lauten: Invasion der PLA in Taiwan oder ein episches Erdbeben in Taiwan.
Wenn beides ausfällt, dann wird Intel in diesem Jahrzehnt keine Chance mehr haben, aufzuschließen.

Es bleibt allerhöchstens eventuell Richtung zweite Hälfte des Jahrzehnts eine minimale Restchance, da möglicherweise mit neuen Transistortechnologien (GAA/MBCFET usw.) die Karten neu gemischt werden. Allerdings hat TSMC da ja gerade erst letzte Woche einen "major breakthrough" für den geplanten 2nm Prozess vermeldet.

Intel hat außer ständigen Problemen und Verzögerungen schon lange nix mehr gemeldet bzw. zu melden. Insofern... siehe oben... die einzige "Hoffnung" für Intel liegt in einer militärischen Invasion oder einer Naturkatastrophe in Taiwan. Ich wüsste nicht, welches Wunder sonst passieren könnte, damit Intel auch nur annähernd im leading edge node business wieder eine Rolle spielen wird. Meiner Ansicht nach sind die da komplett raus für dieses Jahrzehnt und müssen ebenso auf einen "breakthrough" (vielleicht sogar durch einen puren R&D Glückszufall) hoffen.
 
Natürlich nicht. Der Zug ist für Intel auf viele Jahre hinaus abgefahren. Durch die neuerliche 12-monatige 7nm Verschiebung wird Intel bis mindestens Mitte/Ende der 2020er weit abgeschlagen hinterher humpeln.
Die einzigen zwei Chancen für Intel wieder aufzuschließen lauten: Invasion der PLA in Taiwan oder ein episches Erdbeben in Taiwan. [...]

Du hast echt eine lebhafte Fantasie ... mehr ist das dann aber auch nicht. ;-)
Intel hat nach offiziellen Meldungen die 7nm-Einführung um ein halbes Jahr verschoben, nicht um ein halbes Jahrzehnt. Ist das eine Leseschwäche bei dir oder schlicht dein AMD/TSMC-Bias, der dich zwingt so einen Unsinn zu schreiben wie "bis mindestens Mitte/Ende der 2020er"? Aktuell wird man einfach abwarten müssen.
Darüber hinaus wird es erst in 2022 5nm-x86-CPUs von TSMC/AMD geben und voraussichtlich von Intel (möglicherweise als Mobile-Chip) in 7nm ggf. schon Ende 2022, d. h. die sind nicht nennenswert weit weg. Einzig Granite Rapids SP wird sich gesichert auf 2023 verschieben. (Und Intels 7nm übertreffen TSMCs 5nm bereits deutlich bzgl. der reinen Prozessdaten.)
Ergänzend zu GAA heißt das bei TSMC zudem erst mal nicht viel, denn 2nm sind noch weit weg und TSMC hat sich zwecks einfacherer Markteinführung bei 3nm gar explizit gegen GAAs ausgesprochen, während es bei der Konkurrenz (Samsung, Intel) derzeit eher so aussieht, als wenn die bereits GAAs bei deren Konkurrenzprozessen verwenden werden. Was da am Ende bei allen Beteiligten bei rauskommt, wird man ebenso abwarten müssen.
Tiger Lake hat mit 10nm++ alias 10nm SuperFin bereits einen ordentlichen, prozessualen Sprung geschafft und Alder Lake wird auf 10nm+++ alias 10nm Enhanced SuperFin setzen, d. h. mit den CPUs wird man bereits sehr gut arbeiten können und die Unterschiede zur Konkurrenz werden nicht allzu groß ausfallen. *) Erst mit Zen4 wird AMD eine nennenswerte Schippe drauflegen können. Mit einem vergleichbaren (bzw. voraussichtlich leicht besseren) Prozess auf dem Desktop wird Intel vermutlich erst in 2023 aufwarten können (Intels 7nm+ gegen TSMCs N5P, denn in 2023 wird AMD voraussichtlich noch keine 3nm nutzen; schlicht zu teuer und zu früh), jedoch ist das schon relatriv weit entfernt von deiner angegebenen Spanne 2025 - 2029. ;-)

*) Im Wesentlchen dürfte hier weiterhin die Kernskalierung den größten Unterschied ausmachen, denn Alder Lake wird voraussichtlich nicht über 8 (ggf. 10?) große Kerne hinaus gehen. Für den Mainstream spielt das jedoch nur eine untergeordnete Rolle, denn die gemittelt gekauften Kernzahlen dort werden sich auch in 2021/22 nicht übermäßig erhöhen, weil der Großteil der Konsumenten hier weitaus kritischer auf das P/L-Verhältnis schaut.
 
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Du hast echt eine lebhafte Fantasie ... mehr ist das dann aber auch nicht. ;-)
Intel hat nach offiziellen Meldungen die 7nm-Einführung um ein halbes Jahr verschoben, nicht um ein halbes Jahrzehnt. Ist das eine Leseschwäche bei dir oder schlicht dein AMD/TSMC-Bias, der dich zwingt so einen Unsinn zu schreiben wie "bis mindestens Mitte/Ende der 2020er"? Aktuell wird man einfach abwarten müssen.

Nein. Das ist mein Sinn für Realismus :) . Ich habe sicherlich keinen AMD-Bias. AMD haben pures Glück gehabt, dass Intel derart heftig und nachhaltig gestolpert sind. Sicher ist Zen keine schlechte Architektur, aber wenn bei Intel alles einigermaßen normal verlaufen wäre (Cannonlake in 10nm in 2016/2017), dann wäre Zen nur eine weitere Fußnote in der CPU-Geschichte. Zen wäre ein kleiner Achtungserfolg gewesen, aber mehr auch nicht.

Mir ist es völlig unerklärlich, wie Intel derart heftig und nachhaltig auf die Schnauze fliegen konnten. Wir reden ja hier inzwischen über JAHRE. Das spricht auch nicht wirklich für Professionalität und gute Planung. Das kann unmöglich nur Pech gewesen sein, sondern da muss auch eine ganze Menge Unvermögen eine Rolle gespielt haben. Mit Pech lassen sich Verzögerungen von 6 bis 12 Monaten erklären, aber keine drei/vier/fünf Jahre andauernden Fertigungsprobleme.

Eine Leseschwäche kann ich bei mir auch nicht verorten. Ich zitiere gerade noch mal, was Intel im Original gesagt haben...

“The company’s 7nm-based CPU product timing is shifting approximately six months relative to prior expectations,” Intel said. “The primary driver is the yield of Intel’s 7nm process, which based on recent data, is now trending approximately twelve months behind the company’s internal target.”

^ Jeder, der der "corporate speak" mächtig ist, weiß genau, dass dies *mindestens* eine 12-monatige Verzögerung bedeutet. Die vorangestellten sechs Monate mit Bezug auf irgendwelche Erwartungen (ohne diese zu benennen) sind die Beruhigungspille für die Investoren. Die Aussage mit den zwölf Monaten bezieht sich auf die Massenfertigung (yield) und da ist man erneut *mindestens* (sonst hätten sie statt "trending" und "approximately" so etwas wie "at most" geschrieben) zwölf Monate in Verzug geraten, also weit ins Jahr 2023 hinein.

Einen TSMC-Bias kann ich als deren (sehr zufriedener) Aktionär allerdings nicht gänzlich abstreiten :D . Aber auch das ist Realismus: Nachdem GloFo und Intel als leading edge node Entwickler weggebrochen sind, ist TSMC der einzig verbliebene ernstzunehmende Marktführer, der noch mit weitem Abstand vor Samsung einsam seine Kreise zieht.

Was den Rest Deines Posts angeht, so sehe ich das nicht so optimistisch (für Intel) bzw. pessimistisch (Annahme sehr später Zeitpunkte bei AMD). Es mag gut sein, dass Intel im Tiger Lake Segment einigermaßen wird mithalten können, aber uns interessieren hier doch überwiegend die Desktop-CPUs.
Da ist es äußerst fragwürdig, ob Alder Lake überhaupt jemals Taktraten erreichen wird, die die CPU zu einem ernstzunehmenden Desktop-Flagschiff werden lassen können. Was 7nm angeht, ist das alles noch unsicherer nach dieser erneuten massiven Verschiebung.

AMD haben ihrerseits kundgetan, dass sie weiterhin eine "aggressive" Strategie bei neuen Fertigungsschritten fahren werden. Sie werden stets versuchen vorne dabei zu sein und haben mit Zen eine Architektur, die noch Potential zu haben scheint.

Daher erscheint es mir nach wie vor plausibel, dass Intel im Segment *Desktop-CPUs* (um das noch mal zu betonen) in diesem 2020er Jahrzehnt quasi keine Rolle mehr spielen werden. Dafür ist der Vorsprung von TSMC schon zu groß. Intel braucht ein Wunder wie einen Durchbruch beim Quantumcomputing oder so etwas in der Art :) .
 
Dein "Sinn für Realismus" ist (zumal noch ohne interne Kenntnisse) aus 6 Monaten mal eben +2,5 bis +7 Jahre zu machen. Damit hat sich dann ja alles weitere erübrigt ... ;-)
 
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