5820K OC Frage

2fast4uall

Freizeitschrauber(in)
Moin zusammen.

Meine 5820K-CPU liegt hier auf dem Sofa, schlummert vor sich hin und wartet auf seinen passenden Untersatz, der in dieser Woche kommt.

Momentan besitze ich den 2600K, etwas in die Jahre gekommen, aber da ich mehr auf Videobearbeitung und Rendering geht, musste es ein 6-Kerner sein.

Den 2600K betreibe ich mit 4,2 GHz bei 1,24V im 24/7 und er wird unter Last ca. 50° heiß. Auf ihm sitzt der Thermalright SilverArrow, der mit 3 Lüftern bestückt ist, die mit 800rpm laufen, flüsterleise.

Nun möchte ich den künftigen 5820K ebenfalls übertakten. 4,0GHz ist meine Wunschrate.

Ich weiß, dass jede CPU einzigartig ist, manchmal hat man Glück, manchmal Pech beim OC was die Spannung angeht.

Jedoch würde ich gerne erfahren, was so der ungefähre Richtwert ist, an den man sich halten kann.
Was ich weiß ist, dass die Haswell weniger Spannung benötigen und manche ihren 5820K bei 1,1V betreiben, um auf 4,0GHz zu kommen.

Ist das ungefähr ein Wert, an den man sich halten sollte, oder ist das schon zu viel?

Freue mich auf Antworten!
 
Haswell-E ist an sich ne ganze Ecke komplizierter als Sandy oder Ivy, da man viel mehr Nebenspannungen feintunen kann bzw. muss. Wenn du eine aktuelle CPU mit einer 2015er Batch bekommen hast, solltest du aber eine relativ gute Chance haben 4GHz bei <1,1V Vcore zu realisieren. Sieht man bei der Batch anhand der zweiten Ziffer, wenn es ne 5 ist, stammt er aus 2015. Seit einiger Zeit hat Intel die Fertigung besser im Griff und auch die Memory Controller scheinen besser zu werden.
Je nach verbautem Speicher oder eventuell auch mehr Takt musst du aber noch an Input, SA Voltage und eventuell auch VRing, falls du den Cache Takt auch erhöhen willst. Ich würde dir mal diesen Artikel empfehlen, der ist ganz ordentlich umrissen.
 
Mit dem 5820K sollen 32GB DDR4-3000 RAM, sitzend auf einem MSI x99s sli Krait Edition laufen.

Ich danke dir erstmal für einen Beitrag. Der Prozessor ist übrigens aus 2015, die 2. Ziffer der Batch ist eine 5 ;)
 
Oje 3000er RAM auf nem MSI Board...
Die laufen höchstwahrscheinlich nur mit 1.25er Strap bzw. 125 BCLK bei 3000 und alleine das kann schon Probleme machen. Dann noch MSI als Untersatz, da musst du direkt die VCSA also System Agent manuell setzen, da MSI hier viel zu viel anlegt und das direkt zu mehr Problemen führen kann.
Ich würde den RAM sogar eher mit 2666, dafür aber schärferen Timings betreiben. Dann kannst du nämlich 100 BCLK fahren was gesünder und einfacher ist und hast je nach möglichen Timings auch keine Nachteile. 2666 CL13 ist nämlich prinzipiell genauso schnell wie 3000 CL15, hat aber niedrigere Latenzen und macht eben weniger Probleme. Ein 32GB Quad Channel Kit ist wegen Dual Rank sowieso flotter unterwegs.

Bei MSI würde ich zunächst mal alles auf Auto lassen, falls du Windows noch installieren musst. Vor allem das XMP Profil nicht direkt laden, und einfach neustarten.

Ich würde mal testweise folgende Settings setzen für 4GHz und einfach mal schauen wie es läuft.

Zunächst das XMP Profil vom RAM laden, danach aber direkt ein paar Dinge ändern bevor man speichert und neu startet. Geht nur darum die XMP Timings zu setzen, alles andere würde ich erstmal wieder ändern:

Direkt den RAM manuell wieder auf 2666 setzen, das sollte dann auch den BCLK von 125 wieder automatisch auf 100 setzen.
Multi: 40
Vcore: 1,1V
Input (VCCIN): 1,85-1,9 sollte für 4GHz reichen
VCCIO: Auto
Agent (VCSA): 1,02 (wichtig bei MSI, das legt da gerne mal direkt 1,35V an wenn man ein XMP Profil lädt. Wenn es nicht läuft kannst du auf bis zu 1,15V erhöhen, mehr würde ich nicht unbedingt empfehlen. 1,02 hat sich aber bewährt.)
DRAM beide Channel: 1,35V fixieren

Sollte das laufen kannst du schärfere RAM Timings testen und auch den Cache Takt erhöhen. MSI macht da in der Regel 3,4-3,6GHz mit.
Würde ich aber erst machen wenn du den Rest ausgelotet hast und alles läuft. Dazu muss dann VRing angehoben werden. Ich würde mit 1,15V mal 3,5Hhz testen.

Wenn alles nichts hilft kann es sogar sein, dass der IMC schon die 2666 nicht mag und du solltest mit Auto Settings und 2133 mal testen ob es stabiler wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Von den RAM-"Rumspielereien" im BIOS habe ich bisher immer schön die Pfoten gelassen, weil ich davon NULL Plan habe ;)

Bislang bestand mein eigentliches Tuen im wesentlichen darin, die Spannung und die Geschwindigkeit der CPU anzuheben und das war's.

Sowohl der RAM als auch das Board wurden mir hier im Forum empfohlen, nun sagst du mir, dass das wohl nicht die beste Wahl war. Toll :D

Ich denke, ich werde mich wie üblich darauf beschränken, die 4GHz einzustellen, die VCore entsprehcend anzuheben und komplett die Finger vom RAM zu lassen. Es sei denn, ich darf dich persönlich nerven, wenn das Board da ist, alles zusammengebaut ist und ich das erste mal das BIOS betrete ;)
 
Was ist denn das Problem mit einem BLCK von 125?
Ich hab meinen auch auf 125 um den Ram auf 3000 laufen zu lassen.
Ich wusste nichtmal dass es anders möglich ist:huh:
Ich benutze ein Asus X99-S.

@TE: Also meiner läuft mit 4 GHz aktuell auf ca 1,13 VCore. Weniger geht (bei mir zumindest) leider nicht.
 
Es ist genrerell problematisch so schnellen RAM auf der X99er Plattform zu betreiben, egal welches Board. Offiziell gehen nur 2133 MHz, die meisten Boards schaffen 2400 MHz ohne eine Strap-Anpassung. Wenns mehr werden soll gehts architektonisch bedingt fast immer nur mit einem 125er Strap und angepassten Multis. Das hat aber zur FGolge, dass manche anderen Funktionen (wie etwa erweiterte Stromsparfunktionen) mit dem 125er BCLK nicht mehr funktionieren, beispielsweise können die meisten Boards die vCore nicht mehr korrekt absenken, die Sensoren werden oft falsch ausgelesen und so weiter... und das alles für nichts, denn ein X99er hat sowieso mehr als genug Bandbreite, auch mit "langsamen" RAMs.

Kurz gesagt RAM mit mehr als 2400 MHz ist auf der Plattform nur für Bastler interessant da es viel manuelles einstellen erfordert bis das wirklich rund läuft (wenn man mehr will als nur XMP anschalten und hoffen dass nix abschmiert halt...).
Für normalsterbliche ist 2400er oder 2133er RAM hier mehr als ausreichend da die Plattform aufgrund ihres Quad-Channels ohnehin nicht bandbreitenlimitiert ist (wenn du 2400er RAMs einsetzt haste schon so viel Bandbreite wie mit einem Z170er System mit imaginären 4800er RAMs!).
 
Es ist nicht der "falsche", er ist nur ohne weiteres in seiner angegebenen Spezifikation auf der X99er-Plattform schwierig zu betreiben.
Das macht aber nichts - wenn du ihn mit 2400 betreibst läuft das fast sicher mit dem normalen 100er BCLK und der Performanceverlust ist quasi Null. Wie gesagt, so schneller RAM bringt auf der Plattform bis auf speziellere Benchmarks oder extrem bandbreitenlastigen Anwendungen gar nichts.
 
Danke, für die Ausführung, Alk.

Wie schon gesagt, an die RAM's habe ich mich im BIOS noch nie wirklich rangetraut, möglicherweise benötige ich nochmals eure Hilfe, wenn das Board dann hier ist und ich im BIOS bin. Wie das bei MSI aufgebaut ist, weiß ich ebenfalls noch nicht, weil ich bislang nur ASUS und ASRock kannte.

Wo genau muss ich denn in den Einstellungen im BIOS hin und was genau muss ich einstellen, damit ich sie auf 2400MHz betreiben kann?
 
Die RAMs werden wenn du sie einbaust ab Werk höchstwahrscheinlich mit 2133 MHz betrieben da das das offiziell schnellste ist was die Plattform kann. Belasse es anfangs erst mal dabei bis das System läuft und du siehst dass es stabil ist.

Wenn dem so ist gehst du ins bios und suchst die Einstellungsmöglichkeit für DRAM Frequency, die sollte leicht aufzufinden sein. Hier kann man dann 2133, 2400, 2666, 2833, 3000, 3200 o.ä. einstellen - wähle hier die 2400, speichere die Einstellungen und boote neu. Per CPU-Z kannst du kontrollieren ob der Takt übernommen wurde und ob evtl. die Latenzen vom Board angepasst werden. Wenn es stabil ist kannst du auch noch den 2666er ausprobieren auf Wunsch. Ab einem Takt x wirds nicht mehr funktionieren ohne Strapanpassung - das wirst du aber bemerken wenn der PC nicht mehr booten will. Dann einfach wieder einen Schritt zurückgehen. ;)
 
Versuch einfach mal die von mir oben genannten Einstellungen. Spätestens nach einem Bios Update kann das MSI 2666 mit 100er BCLK, was dann weitaus unproblematischer ist. Wenn es nicht läuft kannst du auch 2400 setzen, beides geht einfach über die Option DRAM Frequency.
Wie schon gesagt, aber erst nach der Win Installation, Treibern und eventuellem Bios Update. Zuvor würde ich bis auf die Boot Optionen und vielleicht Lüftersettings zunächst alles auf Auto lassen.
 
So, Freunde.

Board ist da, bin direkt ins BIOS.
An welchen Stellschrauben genau muss ich drehen und testen?
Die CPU versuche ich erstmal auf 3,7 GHz zu bringen und dann stetig steigen, sofern es die Kühlung zulässt.
Wo genau muss ich noch dran drehen?
 

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Könnt ihr auch mal bitte auf meinen DDR schauen? Ist da alles ok so? Eingestellt bei 2400MHz
 

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Habs korrigiert. Jetzt müssten es 2400 sein, im BIOS waren es noch 2133.

Ich denke, ich hab da ein Prachtexemplar erwischt.

4,2GHz, eigentlich 200MHz mehr, als ich gewünscht habe, bei 1,09V und 60° unter Last mit einem Nocuta NH-D15....
 
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