3.Weltkrieg

Ich meine, dass ein Vergleich von "wer hat denn mehr Kriege geführt", so nicht haltbar ist.
Viele der Interventionen Seitens der USA wurden durch UN-Beschlüsse (ohne Veto der UdSSR) geführt (z. B. Somalia, Haiti usw.) - sprich die USA traten als gerufene "Weltpolizei" im Interesse aller Staaten der UN auf.
Ob diese Interventionen oder Kriege sich letztlich "gelohnt" haben, steht auf einem anderen Blatt.
Die durchaus an Anzahl weniger geführten Kriege der UdSSR oder Russland hatten oftmals "innerrussischen Charakter" Tschetschenien mal als Beispiel genannt.

Eine neutrale Betrachtung, je nach eigener politischer Couleur - gibt es hier nicht und wird auch im Rahmen dieses Forums kaum zu einem Konzens führen.
 
Aber von "Israelkritischen" ins Deutsche übersetzt heißt es einfach nur, dass Israel zu gut darin ist, seine eigenen Bürger zu schützen. Das mag die Selbsternannten ärgern, wundern dürfen diese sich aber nicht.

Israel ist höchstens gut darin anderen Völkern das Land wegzunehmen und sie zu unterdrücken.
Dein Problem ist dass du das was Israel tut, selbst nicht siehst und wenn dann jemand durch Verzweiflung mit "Terror" aufbegehrt, dann argumentierst du Israel müsse ihr Volk schützen.

Die Briten haben damals ohne die Völker zu achten willkürlich Grenzen gezogen und die Völker unter ein Diktat gestellt.
Die Palästinenser und die Kurden hat man quasi übergangen, Israel dehnt sich wegen dem damaligen Einfluss in GB immer weiter aus.
Wann gibt es eine zwei Staaten Lösung? Wann soll denn bitte die Zeit dafür sein?
Viel eher wird es eine ein Staaten Lösung geben und die Palästinenser sollen ihre Klappe halten.

Stell dir mal die Frage wieso es dort unten regelmäßig "Terror" gibt.

Ahja. Man muss sich also nur "etwas zurückziehen". Das sowohl pan-arabische, wie auch pan-islamische Nachbarstaaten und Terrorgruppen seit der Gründung Israels keinen Hehl daraus gemacht haben, das sie Israel nie anerkennen werden, für seine Vernichtung sind und die Juden ins Meer treiben wollen, wird von "Israelkritikern" natürlich gekonnt ignoriert.

Die Zwei Staaten Lösung ist die einzige Lösung, unabhängig von irgendwelchen radikalen Spinnern.
Natürlich gibt es Menschen dort unten die Israel nie anerkennen werden wollen. Wieso auch. Aber die werden irgendwann auch wegsterben, genauso werden die Hardliner auf seiten Israels irgendwann wegsterben.

Hast du dir mal angeschaut wie kompromisslos Israel den Siedlungsbau vorantreibt?


u.a.: Jom-Kippur-Krieg, Israelischer Unabhängigkeitskrieg. Das ganze natürlich mit freundlicher Unterstützung der Sowjetunion, die mindestens beim Abnutzungskrieg sogar selbst aktiv im Krieg involviert war.

Also den Krieg in dem Syrien die zuvor von Syrien annektieren Golanhöhen zurückerobern wollten?
Das war 1973, schon bisschen her. Die Sowjetunion gibt es übrigens nicht mehr und die Golanhöhen hat Israel immernoch annektiert.

Israel ist das Unschuldslamm, ja die Argumentation kennt man, ist nur nicht die Realität, sondern Narrativ-Building vom feinsten.

Was soll eigentlich dieses dümmliche aufgerechne von Kriegen? Mit der gleichen Logik kann man das 3. Reich verharmlosen, "da es ja nur einen Krieg vom Zaun gebrochen hat".

Das ist nicht dümmlich, sondern das würde die eklatante Doppelmoral aufzeigen, die hier von einigen an den Tag gelegt wird, unter anderem von dir.
Doppelstandards wohin man schaut. Gegen Russland wird ein UN-Tribunal wegen MH17 angestrebt, bei den illegalen Kriegen mit erfundenen Vorwänden gegen den Irak, Afghanistan, Lybien mit Millionen von Toten. gibt es keinerlei Strafe.

Dümmlich ist es nur, diese klaren Doppelstandards immer abzustreiten, obwohl die recht offensichtlich auf der Hand liegen.

Wow, just wow. Das ist das übliche Gebrabbel von Leuten, die es bis heute nicht verkraftet haben, dass sie von den Alliierten um ihren Sieg im 2. WK gebracht wurden.

Deine fehlenden Gegenargumente zeigen, dass das kein Gebrabbel ist, sondern die Wahrheit.
Immer dann wenn dir nichts einfällt, kommst du mit Nazivorwürfen, das übliche Argumentationsschema von Demagogen.
Ich bin froh darüber dass die Aliierten im zweiten Weltkrieg gewonnen haben und das Land mit dem Marshallplan aufgebaut haben, das waren die wenigen aber sinnvollen militärischen Engagements.
Davon gibt es leider nicht viele, vor allem nicht in den letzten 20 Jahren. Die schafften nur Chaos und Leid und gerade geht es in Syrien mit einem gelogenen Vorwand in den nächsten Krieg, der wenn der Miliärschlag ausgeführt wird, dieses mal weit schlimmere Konsequenzen haben wird, ganz einfach weil sich Syrien diesen erneuten Eingriff in ihre Souveränität nicht weiter gefallen lassen wird.
Sicher auch nicht Russland und der Iran.

Ich meine, dass ein Vergleich von "wer hat denn mehr Kriege geführt", so nicht haltbar ist.

Den Vergleich will so niemand, es geht lediglich darum zu zeigen welche Interessen hinter den Kriegen im Nahen Osten der USA stehen.
Mit welcher Begründung führte man gegen Lybien, Syrien, Aghanistan, Irak usw. Krieg? Und welche Gründe führten zum Krieg?
Das liegt bis heute nicht offen und ist völlig umstritten.

In den Kriegen die Russland führte, kann man vor allem im Tschetschenienkrieg einen Sinn dahinter ausmachen.
Der Krieg im Irak, ist wie genau im Interesse der USA? Wird die USA durch den Irak im eigenen Land bedroht? Nein.
Man erfand einen völlig abstrusen Grund dafür, der heute nachgewiesener Maßen erfunden ist. Keine Verurteilung.

Viele der Interventionen Seitens der USA wurden durch UN-Beschlüsse (ohne Veto der UdSSR) geführt (z. B. Somalia, Haiti usw.) - sprich die USA traten als gerufene "Weltpolizei" im Interesse aller Staaten der UN auf.

Die USA treten schon längere Zeit nicht mehr als gerufene Weltpolizei im Interesse aller Staaten der UN auf.
Die letzten 20 Jahre hat sich das deutlich verändert.
Aktuell entzündet sich gerade der dritte Weltkrieg in Syrien, mit wiederum mit einer Lüge.

Die durchaus an Anzahl weniger geführten Kriege der UdSSR oder Russland hatten oftmals "innerrussischen Charakter" Tschetschenien mal als Beispiel genannt.

Eben, innerrussischen Charakter, die Kriege der USA haben diesen nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Briten haben damals ohne die Völker zu achten willkürlich Grenzen gezogen und die Völker unter ein Diktat gestellt.
Die Palästinenser und die Kurden hat man quasi übergangen, Israel dehnt sich wegen dem damaligen Einfluss in GB immer weiter aus.
Das ist so nicht ganz richtig:
Israel – Wikipedia
Siehe unter Kapitel Mandatszeit und Teilung.
Ganz kurz zusammengefasst:
Es gab einen klaren Auftrag durch den Völkerbund und nach 1946 durch die UN an GB, im Gebiet des heutigen Israels zwei Staaten zu bilden.
Die Grenzziehung war im Irak und Syrien eher willkürlich, auch wurden weder Kurden noch Aramäer hier weiter berücksichtigt.
Die Grenzziehungen zw. Libanon, Israel, Jordanien und Palästinenserstaat wurden durch die damals ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat GB, Frankreich, Russland und USA gemeinsam beschlossen.
Diesem Auftrag wurde auch nachgekommen.
Nach der Gründung von Transjordanien (Jordanien) wurde die ursprüngliche Teilung auch von den schon siedelnden Israelis anerkannt, jedoch nicht von den arabischen Nachbarn bzw. Palästinensern.

Danach und bis heute scheint die Sache dann aber gnadenlos aus dem Ruder gelaufen zu sein...
 
Meinst du die Siedlungspolitik Israels? Das ist leider so, ja.

Welche Siedlungspolitik ist daran Schuld, dass 1948 fünf arabischen Staaten den Staat Israel überfallen haben mit dem erklärten Ziel „die Juden ins Meer zu treiben“?

Also bitte das Victim-Blaming unterlassen.


Ein Fragezeichen hätte doch gereicht, oder nicht?

Jene Ideologie, die in fast allen Ländern des Nahen Ostens die vorherrschende ist.
 
Israel ist höchstens gut darin anderen Völkern das Land wegzunehmen und sie zu unterdrücken.
Ich könnte es mir einfach machen und Leuten, die Israel mit solchen Äußerungen auf eine Stufe mit z.B. Apartheid-Südafrika stellen, oder die Verständnis für Hamas, PFLP oder Hezbollah und deren Terror zeigen bzw. sich mit denen sogar solidarisieren, einfach mangelndes Sachwissen unterstellen oder sie als nützliche Idioten bezeichnen und ignorieren. Nur trifft das den Kern des Problems nicht.
Denn eine Vielzahl derer die sich in "Israelkritik" üben, macht das unter Verwendung der altbekannten doppelten Standards, Dämonisierung und Bevormundung und hinter dieser Argumentation verstecken sich, wie ich fürchte, insgeheim Wünsche, die diese Leute lieber (noch) nicht offen aussprechen, da ansonsten §130 StGB greift.

Wann gibt es eine zwei Staaten Lösung? Wann soll denn bitte die Zeit dafür sein?
Viel eher wird es eine ein Staaten Lösung geben und die Palästinenser sollen ihre Klappe halten.
Es gab dafür schon mehr als genug Veträge. Siehe z.B. Oslo, welches mit der ersten und zweiten Intifada "gedankt" und damit unmöglich gemacht wurde oder der einseitige Rückzug Israels aus Gaza, inkl. Aufgabe aller Siedlungen (welches gegen entsprechenden innenpolitischen Widerstand durchgesetzt wurde). Letzteres wurde und wird mit Raketenangriffen auf Israel "gedankt".

Stell dir mal die Frage wieso es dort unten regelmäßig "Terror" gibt.
Achso ist das. Der Jud ist mal wieder selber daran schuld, wenn er Opfer von Terror wird.

Israel ist das Unschuldslamm, ja die Argumentation kennt man, ist nur nicht die Realität, sondern Narrativ-Building vom feinsten.
Der Begriff narrativ-building und "nicht die Realität" sollte nicht von jemanden verwendet werden, der zugibt jemanden gerne zu lauschen, für den der Holocaust ein PR-Gag ist. :rollen:

Doppelstandards wohin man schaut.
Da kann man bei dir ja von den Besten der Besten lernen. :schief:
3D Test of Antisemitism - Wikipedia
3D Test of Anti-Semitism: Demonization, Double Standards, Delegitimization
 
Ein Fragezeichen hätte doch gereicht, oder nicht?
Jene Ideologie, die in fast allen Ländern des Nahen Ostens die vorherrschende ist.

:)
Du siehst aus der Antwort von Threshold, dass es da durchaus unterschiedliche Ansichten gibt.
Die drei Fragezeichen waren in diesem Zusammenhang (für mich) hilfreich.

Ich behaupte nun, dass es sowohl an Deiner Sicht der Dinge, als auch an dem Verhalten Israels liegt.
Beide Seiten müssen kompromissbereit sein, sonst wird es keine Lösung auf Dauer geben...
 
Ok, dann halten wir mal fest. Es gab 1948 einen UN-Beschluss.

Die eine Seite hält sich daran, die andere startet einen Angriffskrieg mit dem erklärten Ziel "die Juden ins Meer zu treiben."

Noch heute, ist in der gültigen Charta der Hamas davon die Rede alle Juden zu töten. Wie soll da bitte ein Kompromiss aussehen? Das ist illusorisch.

Wenn die Nachbarländer mit Israel in Frieden leben wollen, sollte sie sich ein Beispiel an Ägypten nehmen. Ägypten hat mehrere (sehr verlustreiche) Kriege gegen Israel geführt. Seit 1979 gibt es zwischen Ägypten und Israel einen Friedensvertrag und es kam nicht mehr zu Kriegen. Da sieht man doch, es geht. Aber da müssen die arabischen Länder auch mal Israel anerkennen und mit Israel in Frieden leben wollen.

Israel ist seit 70 Jahren Realität und das wird kein Krieg ändern, das wird die IDF schon zu verhindern wissen.
 
Kaaruzo, alles gut, da bin ich ja vollkommen bei dir.
Ich habe ja nicht umsonst weiter oben die Passage aus Wicki formuliert.

Solange die von dir formulierte Doktrin bei Hamas und sonstwer (ich danke da auch ein wenig an die "lokalen Supermächte" Saudi-Arabien und Iran) nicht verschwindet,
werden die Israelis verständlicher Weise den Teufel tun, Zugeständnisse gleich welcher Art zu machen (würden wir an derer Stelle ja auch nicht).

Allerdings ist es auch nicht vertrauensfördernd, wenn in den halbwegs bewohnbaren Gegenden des Westjordanlandes eine israelische Siedlung nach der anderen entsteht.
Hab vor ca. 6 Jahren mal so eine Israel-Rundreise gemacht, die überlassen den Palästinensern ja nur noch die Wüsten - das macht da keinen Spass zu leben...
 
Die sogenannten "Palästinenser" können doch in den arabischen Staat gehen, der gegründet wurde. Jordanien.

Es gibt doch auch israelische Araber. Welche Staatsangehörigkeit haben denn die Palästinenser in den Autonomie Regionen?
Wäre doch einfach, ihnen den Israelischen Pass zu geben und gut. Dann wären das alles Israelis.
Nur wollen das weder die Israelis noch die Palästinenser.
Die Frage ist halt, wieso man sich so schwer damit tut, einem anderen Volk einen Staat zu lassen?
Das Problem hat ja auch Erdogan. Letztendlich kann es ihm egal sein, wenn die Kurden einen eigenen Staat haben. Aber er bombt alle Ambitionen weg.
 
Bekannt.
Tatsache ist jedoch auch, dass es eben (primär aus religiösen oder großarabischen Gründen) 4/5 der ursprünglich im jetzigen Siedlungsraum Israels beheimateten Arabern nicht in einem "jüdischen"Staat leben wollen/wollten und sich unter dem Namen Palästineser im Westjordanland und dem Gaza-Streifen wiedergefunden haben.
Ob der Name nun erst seit 1960 als Begriff auftaucht, ist letztlich irrelevant.
Ein Recht auf Heimat haben diese Menschen ebenso.
Eben dieses Recht wird ja auch zurecht den Israelis zugesprochen, obwohl sie erst nach fast 2000 Jahren wieder im ursprünglichen Siedlungsraum auftauchten.
Dass dieses Siedlunggebiete nach der Diaspora der Juden ca. 135 n. Chr. gänzlich unbewohnt geblieben wären, ist ja kaum zu erwarten gewesen.
Faktisch haben somit Araber wie Israelis gleichermaßen anrecht, sich in diesem Gebiet anzusiedeln.

Ohne religiösem Hintergrund ist es in etwa so zu vergleichen, als wenn slawische Völker von der Bundesrepublik einfordern würden, dass sie die urspünglichen Siedlungsräume um Berlin herum wieder zurückbekommen sollten, die sie bis ca. 500 n. Chr. hatten.
Genau so voll Panne...
Warum sollten Araber, die seit Jahrhunderten eben in Israel siedelten nun plötzlich nach Jordanien auswandern, nur weil nun die Israelis wieder da sind?
Nein, beide müssen sich schlichtweg positiv zusammenraufen, wie ja auch z. B. in deinem verlinkten Artikel über die 1/5 israelischen Araber beschrieben.
Ob dann eine Zweistaatenlösung oder ein gemeinsamer Staat nun die bessere Lösung ist, weiss ich natürlich auch nicht...
 
@Threshold

Bitte die Frage beantworten, die ich gestellt habe:

Welche Siedlungspolitik ist daran Schuld, dass 1948 fünf arabischen Staaten den Staat Israel überfallen haben mit dem erklärten Ziel „die Juden ins Meer zu treiben“?

Es gibt doch auch israelische Araber. Welche Staatsangehörigkeit haben denn die Palästinenser in den Autonomie Regionen?

Vermutlich jene, die die palästinensische Autonomiebehörde ausgibt.

Wäre doch einfach, ihnen den Israelischen Pass zu geben und gut. Dann wären das alles Israelis. Nur wollen das weder die Israelis noch die Palästinenser.

Kann man Israel nicht übelnehmen. Angesichts der Bevölkerungszahlen, würden die Juden bei dieser Lösung über kurz oder lang, die Minderheit in ihrem Land. Und dann gäbe es Israel kurz darauf auch nicht mehr.

Die Frage ist halt, wieso man sich so schwer damit tut, einem anderen Volk einen Staat zu lassen?

Stimmt, warum tun sich die Araber damit so schwer?

Es gab jetzt (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) bereits dreimal die Chance auf einen eigenen Staat, aber immer entscheiden sie sich für die Gewalt gegen Israel.

Tatsache ist jedoch auch, dass es eben (primär aus religiösen oder großarabischen Gründen) 4/5 der ursprünglich im jetzigen Siedlungsraum Israels beheimateten Arabern nicht in einem "jüdischen"Staat leben wollen/wollten und sich unter dem Namen Palästineser im Westjordanland und dem Gaza-Streifen wiedergefunden haben.

Jene Araber die vorher 500 Jahre lang im osmanischen Reich als Osmanen gelebt haben?

Die sind plötzlich zu „Palästinensern“ geworden? Interessanter Zaubertrick.

Ob der Name nun erst seit 1960 als Begriff auftaucht, ist letztlich irrelevant.

Nein, ist es nicht. Hier soll ein Anspruch begründet werden, der nicht existiert.

Ein Recht auf Heimat haben diese Menschen ebenso.

Haben sie doch. Im Gaza-Streifen und im Westjordanland. Ansonsten können sie in den arabischen Staat gehen, der gegründet wurde. Nennt sich Jordanien.

Warum sollten Araber, die seit Jahrhunderten eben in Israel siedelten nun plötzlich nach Jordanien auswandern, nur weil nun die Israelis wieder da sind?

Weil sie offenbar nicht willens oder fähig sind, mit Israel in Frieden zu leben. Nochmal, den Fakt Israel wird man militärisch nicht ändern können. Israel ist die stärkste Militärmacht im Nahen Osten und Atommacht. Die Araber sollten anfangen, sich mit Israel zu arrangieren. Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf das Beispiel Ägypten. Israel und Ägypten leben jetzt seit fast 40 Jahren in Frieden. Es geht also, wenn man denn nur will.

Nein, beide müssen sich schlichtweg positiv zusammenraufen, wie ja auch z. B. in deinem verlinkten Artikel über die 1/5 israelischen Araber beschrieben.

Israel hat mehrmals die Bereitschaft gezeigt und hat jedes Mal zum „Dank“ Gewalt in Form Intifadas oder Raketen bekommen. Die Araber müssen glaubwürdige Schritte unternehmen, dass sie überhaupt gewillt sind, in Fireden zu leben.

Ob dann eine Zweistaatenlösung oder ein gemeinsamer Staat nun die bessere Lösung ist, weiss ich natürlich auch nicht...

Oder halt die Einstaatenlösung.
 
Ob dann eine Zweistaatenlösung oder ein gemeinsamer Staat nun die bessere Lösung ist, weiss ich natürlich auch nicht...

Im Grunde richtig was du schreibst, was aber gerne unter den Tisch fällt ist, das die jüdische Politik und dort vor allem der radikal religöse Flügel, der in Israel viel Einfluss auf die Politik hat, eigentlich absolut kein Interesse daran hat das es neben Juden andere (starke) (religöse) Bevölkerungsgruppen in Israel gibt.

Israel soll (seit seiner Gründung so vorgesehen) ein "rein" jüdischer Staat sein, welcher nur für Juden gedacht ist, nicht umsonst ist es faktisch unmöglich als Nichtjude in Israel einzuwandern, sofern du nicht gerade einer christlichen Konfission angehörst und dort in Jerusalem beruflich von der Kirche bestellt bist.

Hintergrund ist das man nicht will das Juden in Israel irgendwann wieder eine Minderheit darstellen und somit wieder Repression einer (muslimischen) Mehrheit ausgesetzt werden könnten.

Es kann also im Grunde gar keine Lösung, schon garnicht eine Einstaatenlösung geben, solange diese Politik Leitlinie in Israel ist.
Und so leid mir das tut, aber man muss halt auch sagen wie es ist, was in Israel geschieht ist offene staatlich und religös begründete / unterstützte Diskriminierung und Rassismus, um einen religös "reinen" Mehrheitstaat zu erhalten und die Welt schaut zu / weg (wegen des zweiten Weltkriegs).

Entsprechend wird es dort auch keine Frieden geben, nicht solange wie es dort noch Palestinenser gibt, oder es die Araber nicht schaffen Israel zu zerstören und die Juden zu vertreiben, oder Israel diese religösen Blindgänger entsporgt die dort Politik machen und bestimmen.

Übrigens ist diese Politik auch der Grund warum Israel die 40.000 Migranten aus Afrika loswerden will. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja Nightslaver,
du hast die Problematik (und meine Kritik an Israel) mit besseren Worten beschrieben.

@Kaaruzo:
Nur zur Klarstellung: Ich stelle in keinster Weise das Existenzrecht Israels in Frage, begrüße es vielmehr sehr, dass das jüdische Volk seine alte Heimat wieder hat.
Aber dennoch spreche ich eben den Arabern genau so legitimes "Erbrecht" auf dieses Siedlungsgebiet zu.

Die Kunst ist es nun, eine tragfähige Lösung zu entwickeln, die beiden Völkern gerecht wird.
Die eine Seite gewähren zu lassen und die andere Seite "in die Wüste" zu schicken ist nicht zwangsweise gerecht.

Wenn es so einfach wäre, gäbe es ja schon die Lösung...

Wirtschaftlich ist Israel aber auch das Westjordanland nur mit ausländischer Unterstützung am Leben zu halten, was ja auch kein Dauerzustand sein kann.
Eventuell wäre ja auch eine Art Förderation mit weitreichender Autonomie für einen israelischen und einen arabischen Teil denkbar - dazu müssen aber die Dämonen in den Köpfen Aller vertrieben werden...
 
@Kaaruzo:
Nur zur Klarstellung: Ich stelle in keinster Weise das Existenzrecht Israels in Frage, begrüße es vielmehr sehr, dass das jüdische Volk seine alte Heimat wieder hat.
Aber dennoch spreche ich eben den Arabern genau so legitimes "Erbrecht" auf dieses Siedlungsgebiet zu.

Siehst du und das ist der Unterschied. Ich spreche denn Araber keinen Anspruch auf das Kernland Israels zu. Die Araber hätten entweder auf den UN-Beschluss eingehen können (dann hätten sie seit 70 Jahren ihren Staat) oder auf die Vorschläge, die die Regierungen Israels im Jahre 2000 und im Jahre 2008 angeboten haben.

Aber das wollen die Araber ja nicht. Soviel dazu.

Es kann also im Grunde gar keine Lösung, schon garnicht eine Einstaatenlösung geben, solange diese Politik Leitlinie in Israel ist.

Natürlich kann es das. Solange die Araber in diesem Staat nicht leben, ist eine Einstaatenlösung sehr gut möglich.

Und so leid mir das tut, aber man muss halt auch sagen wie es ist, was in Israel geschieht ist offene staatlich und religös begründete / unterstützte Diskriminierung und Rassismus, um einen religös "reinen" Mehrheitstaat zu erhalten und die Welt schaut zu / weg (wegen des zweiten Weltkriegs).

Klar, Israel der böse Rassismus und Diskriminierungsstaat. Zum Glück fallen die Nachbarländer ja immer durch ihr positives Verhältnis zu Menschenrechten und Gleichberechtigung auf.

Übrigens ist diese Politik auch der Grund warum Israel die 40.000 Migranten aus Afrika loswerden will. ;)

Was ja auch richtig ist. Man kann nicht erwarten, dass jedes Land die gleichen Fehler macht, wie Deutschland. Wenn Israel keine 40.000 Migranten im Land haben will, ist es deren gutes Recht. Der Gastgeber macht die Regeln, nicht der Gast.

Die Kunst ist es nun, eine tragfähige Lösung zu entwickeln, die beiden Völkern gerecht wird. Die eine Seite gewähren zu lassen und die andere Seite "in die Wüste" zu schicken ist nicht zwangsweise gerecht.

Das da fast alles Wüste ist und der UN-Beschluss dem jüdischen Staat mehr Wüste zugedacht hat, als dem arabischen ist dir bewusst?

Zumal Israel gezeigt hat, wie man aus Wüste blühende Landschaften macht. Aber vielleicht ist auch da ein Kern des Problems.

Das kleine Land Israel führt die gesamte arabische Welt vor.

Wenn es so einfach wäre, gäbe es ja schon die Lösung...

Es ist ganz einfach. Ich verweise auf das Beispiel Ägyptens. Einfach mal mit Israel in Frieden leben wollen. Dann klappts auch.
 
Es ist ganz einfach. Ich verweise auf das Beispiel Ägyptens. Einfach mal mit Israel in Frieden leben wollen. Dann klappts auch.
Jordanien wäre auch ein Beispiel. Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt wie Oslo I, gab es auch einen Friedensvertrag zwischen Jordanien und Israel und der "Dank" war keine Intifida oder Raketen, sondern das man sich an den Vertrag hält.
 
Jordanien wäre auch ein Beispiel. Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt wie Oslo I, gab es auch einen Friedensvertrag zwischen Jordanien und Israel und der "Dank" war keine Intifida oder Raketen, sondern das man sich an den Vertrag hält.

Das mit Jordanien war mir auch bewusst, aber ich habe mich explizit für das Beispiel Ägyptens entscheiden, weil dieser Frieden seit fast 40 Jahren hält. Mittlerweile leben Israel und Ägypten länger in Frieden, als sie vorher verfeindet waren. Diese lange Zeitspanne zeigt mMn eindeutig, dass man mit Israel in Frieden leben kann, so man denn will.

Außerdem war Ägypten das erste arabische Land, dass Israel offiziell anerkannte. Das ist schon eine große Sache. Immerhin wurde Ägypten für diesen Friedensvertrag für 10 Jahre aus der arabischen Liga geworfen.
 
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