Youtube: Videoplattform klagt gegen Weitergabe von Nutzerdaten

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Youtube: Videoplattform klagt gegen Weitergabe von Nutzerdaten

Im neuen Netzwerkdurchsetzungsgesetz der Bundesregierung ist ein Passus verankert, der Plattformbetreiber wie Youtube verpflichtet, Nutzerdaten weiterzugeben. Nun klagt Google gegen das NetzDG.

Bitte beachten Sie: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert. Allgemeine Fragen und Kritik zu Online-Artikeln von PC Games Hardware sind im Feedback-Thread zu veröffentlichen und nicht im Kommentarthread zu einer News. Dort werden sie ohne Nachfragen entfernt.

lastpost-right.png
Zurück zum Artikel: Youtube: Videoplattform klagt gegen Weitergabe von Nutzerdaten
 
Tolles Gesetz, dass bei 3 von 4 Fällen den Falschen bestr
Youtube nutzt bislang den eigenen Algorithmus "Content ID", um Inhalte vor dem Hochladen zu überprüfen. Wenn ein Video schon online ist, können es andere Youtube-Zuschauer als "verdächtig melden". Die erste Überprüfung macht dann wieder ein Algorithmus von Google. Erst, wenn dann Menschen den gemeldeten Inhalt überprüfen, wird der Inhalt gesperrt oder eben wieder freigegeben. Software ist eben noch längst nicht so gut und treffsicher, wie Menschen. Schließlich arbeiten Algorithmen mittels Mustererkennung und versuchen, die Dateien nach bekannten Schadensmustern zu durchsuchen.
 
Ich fand es bezeichnend, dass sich unsere Justizministerin Christine Lambrecht strikt dagegen ausgesprochen hatte, dass Unternehmen die Internetauftritte von Politikern sperren, nachdem Twitter den Account von Trump geschlossen hat. Da sollte dann auf einmal die Justiz tätig werden, nachdem beim Normalo ein Generalverdacht angebracht war. Eventuell könnte damit zusammenhängen, dass man den ganzen Internetauftritt der SPD in die Tonne treten müßte, wenn man Fake News und Irreführung der Wähler, wie vorgesehen, den Gar ausmachen will
 
Wenn 77% der gemeldeten Beiträge doch in Ordnung waren, sollte erstmal der Algorithmus überarbeitet werden.

Das YT die Nutzerdaten nicht abgeben will, finde ich auf der einen Seite gut. So kann der Staat nicht so schnell alles kontrollieren was jemand ins Netzt stellt. Auf der anderen Seite aber, bei bestimmten Beiträgen ist das eine gute Methode um den Täter zu finden. Kommt schlussendlich auf die Bedingungen an bei dem der Staat die Herausgabe fordern darf.
 
Ist mir bewusst, aber gerade in Hinsicht auf die kommenden Uploadfilter zeigt es doch, dass das nicht der richtige Weg ist und mal wieder zum Großteil die falschen trifft.
Naja, Algorithmen - wie sie z. B. für Uploadfilter, die es bereits gibt, eingesetzt werden - lernen eben bei jedem gemeldeten Fall hinzu. Mustererkennung funktioniert nach dem Prinzip "Trainingsdatensätze in den Algorithmus einspielen und der Software klare Regeln einprogrammieren". Je mehr Daten der Algorithmus hat, desto besser kann die Software arbeiten. Folglich dürfte es Programmierer von KI-Techniken nicht allzu sehr stören, dass Uploadfilter nun vorgeschrieben sind, da es so auf jeden Fall mehr Trainingsdatensätze geben wird...

Bei der schieren Menge an hochgeladenen Inhalten wären Menschen wohl überfordert, das immer manuell zu prüfen. Wenn ein Algorithmus ihnen im ersten Schritt die Arbeit abnimmt, umso besser für die Mitarbeiter. Die endgültige Überprüfung des gemeldeten Inhalts findet zwar durch Menschen statt, allerdings holen sich hier die Tech-Konzerne gerne externe Dienstleister, die das dann in einer Art "Callcenter" möglichst kostengünstig machen...
 
Zuletzt bearbeitet:
YouTubes ContentID ist ein solcher Algorithmus, wird schon seit etlichen Jahren eingesetzt und hat selbst heute noch eine Fehlerquote von 77%, obwohl YouTube in Sachen DeepLearning und KI zu den führenden Unternehmen gehört und selbst die kriegen es nicht hin.
Hinzu kommt noch, dass mit den kommenden Uploadfiltern in erster Instanz die Unternehmen entscheiden was richtig und falsch ist. Sowas sollten Gerichte bzw. Richter entscheiden und nicht Unternehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist mir bewusst, aber gerade in Hinsicht auf die kommenden Uploadfilter zeigt es doch, dass das nicht der richtige Weg ist und mal wieder zum Großteil die falschen trifft.

Das Problem ist, dass man Unternehmen nur schwer vorschreiben kann, wie sie Urheberrechts- und Datenschutz in Einklang bringen. Ich habe zwar auch nicht den Eindruck, dass die Politik ersterer jenseits einiger weniger Großanbieter und letzter überhaupt interessieren würde, aber prinzipiell obliegt es einem Unternehmen selbst zu entscheiden, wie es seine internen Abläufe organisiert. Youtube regelt die Sache offensichtlich so billig wie möglich mit einem Schrott-Algorithmus, der auf der einen Seite Urheberrechtsverstöße in enormer Zahl bestehen lässt (was für Alphabet durchaus lukrativ ist) und auf der anderen Seite eine große Zahl redlicher Content-Creator fälschlicherweise belastet. Letzteres ist bislang aber ebenfalls nur eine firmeninterne Angelegenheit, die Alphabet egal sein kann, solange weiter genug Material hochgeladen wird und niemand wegen dieser Einschränkung des Medienzugangs einen Youtube-Boykott startet. Und da gäbe es wahrlich bessere Gründe für (Stichwort Datenschutz), die auch niemanden interessieren.

Aber mit dem neuen Gesetz könnte sich das ändern, denn wenn Youtube reihenweise Fehlverdächtigungen an die Polizei weiterleitet, ist diese nicht nur hoffnungslos überfordert, sondern die Beschuldigten könnten gegebenenfalls auch vor Gericht gehen. Beziehungsweise sie werden das möglicherweise machen müssen, denn filtert Youtube nicht nur wegen Urheberrecht, sondern auch (vermeintlich) strafrechtliches heraus. Wenn dann das Urlaubs-Strandvideo fälschlicherweise eine Strafanzeige wegen Kinderpornographie einbring, werden das die Betroffenen fehlerhafte Algorithmen nicht mehr als Bagatelle betrachten.
 
Entschuldigt mich, aber ich dachte es geht um Beiträge wie z.B. Hetzerei oder Aufruf zur Beleidigung / Gewalt. Oder sind das zwei News in einer in der es im ersten Teil um das obere geht und im zweiten um Copyright?
 
Heißt, jeder der selbst nur seine normale freie Meinung äußert, wird als krimineller geführt, da man ja inzwischen in
jedem Mist Hetze sieht und das ist absolut krank. Zumal andere Gruppierungen, die ihren Hass verbreiten, weiterhin
ungehindert agieren dürfen, wie sie wollen. Ekelhaft, wie DE sich immer mehr dem diktatorischen Zügen hingibt, die
aber gern bestritten werden, obwohl diese Dinge Tatsache sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Datensauger klagt über die Weitergabe von Daten?

Jedesmal wenn ich bei dem Verein etwas suche, soll ich mich anmelden.
Dann mach es einfach nicht :wow:

Was youtube da macht, ist symphatisch, ganz besonders bei dieser Fehlerquote. Da wird in 3 von 4 Fällen bereits ermittelt und dabei haben die Leute sich gar nichts zu Schulden kommen lassen. Weiterhin kommt hinzu, dass kein Mensch dieser Welt alle Gesetze kennen kann. Was gestern noch kein Verstoß war, ist es morgen vielleicht und schwupps, steht man auf der Abschussliste, weil, weil man versehentlich einen halbnackten Arsch am Urlaubsstrand gefilmt hat oder gar ein böses Wort gesagt.
 
Um dich dazu zu drängen, deine Daten preiszugeben.
Kann man boykottieren, ertragen oder damit belohnen, dass man seine Daten tatsächlich freigibt.
 
Mal ganz abgesehen davon wie dystopisch die Gesetzeslage in Deutschland (und einigen anderen EU-Staaten) bereits ist - Das ist ein Teil des Gesetzes der wirklich wichtig ist das wir ihn haben , wobei es fragwürdig ist warum Alphabet da nicht sowieso schon längst in Grund und Boden verklagt und bestraft wurde:


Es geht hier darum das wenn YouTube Inhalte entfernt mit der ANGABE das sie Gesetzeswidrig sind sie die Entsprechenden Daten auch den Behörden melden müssen.

Das erste was man sich dann fragen muss: Was für Psychopathen sind das die gegen sowas sind?
Bitte nochmal Hirn einschalten und nachdenken - die Leute die dagegen sind sagen direkt das sie finden YouTube solle über dem Gesetz stehen und ihre eigene Gesetze erstellt, Urteilt und vollstreckt, dabei aber keinerlei Verantwortung trägt.

Und da ist es jetzt schon so das YouTube hier oft wissentlich fälschlich Gesetzesübertretungen behauptet.
Wenn das Gesetz jetzt wirklich (fair) durchgesetzt wird würde das bedeuten das YouTube nicht mehr Leute diffamieren darf und für falsche Beschuldigungen auch bestraft würde.

Tolles Gesetz, dass in 3 von 4 Fällen den Falschen bestraft :ugly:
??
Es ist hier in keinem Fall das Gesetzt das hier viele falsch bestraft - sondern YouTube.
Erst, wenn dann Menschen den gemeldeten Inhalt überprüfen, wird der Inhalt gesperrt oder eben wieder freigegeben.
Nope, das geht auch rein automatisch, wie auch schon unzählige Male bewiesen wurde wenn zB eine über 1 Stunde lange Reportage wenigen Minuten nach dem Upload (nicht Veröffentlichung) schon gesperrt ist - das hat niemand durchgesehen.
 
Mal ganz abgesehen davon wie dystopisch die Gesetzeslage in Deutschland (und einigen anderen EU-Staaten) bereits ist - Das ist ein Teil des Gesetzes der wirklich wichtig ist das wir ihn haben , wobei es fragwürdig ist warum Alphabet da nicht sowieso schon längst in Grund und Boden verklagt und bestraft wurde:


Es geht hier darum das wenn YouTube Inhalte entfernt mit der ANGABE das sie Gesetzeswidrig sind sie die Entsprechenden Daten auch den Behörden melden müssen.

Das erste was man sich dann fragen muss: Was für Psychopathen sind das die gegen sowas sind?
Bitte nochmal Hirn einschalten und nachdenken - die Leute die dagegen sind sagen direkt das sie finden YouTube solle über dem Gesetz stehen und ihre eigene Gesetze erstellt, Urteilt und vollstreckt, dabei aber keinerlei Verantwortung trägt.

Sauber auf den Punkt gebracht.
Erklärt auch gut, wieso Alphabet gegen diese Regel ist. ;-)
 
Erst, wenn dann Menschen den gemeldeten Inhalt überprüfen, wird der Inhalt gesperrt oder eben wieder freigegeben. Software ist eben noch längst nicht so gut und treffsicher, wie Menschen.
Ehhh, ob Menschen da wirklich besser sind bezweifle ich mal stark, dazu sage ich nur SemperVideo, der Mensch der Videos von ihm überprüft hat war milde gesagt nicht die hellste Kerze am Kronleuchter, wo man einfache Einstellungen unter Windows als Hacking bezeichnet hat was gefährlich für andere sei :schief:
 
Zurück