Ich finde die Bezeichnung „Schlangenöl“ sehr treffend.
Werbung verkauft schnelle Lösungen. Versprochen werden bessere sportliche Leistung durch Schläger, Schuhe oder Kompressionswäsche, besserer Schlaf durch Nahrungsergänzungsmittel und besseres Kochen durch Küchenmaschinen.
Gutes Werkzeug ersetzt kein Training. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine gesunde Lebensführung. Automaten ersetzen keine Arbeit; sie brauchen Wartung und Pflege.
Gleichzeitig werden Geräte unzugänglich: kaum reparierbar, modifikationsfeindlich, abopflichtig, oft mit geplanter Obsoleszenz.
Wir übersehen, wie viel Freude, Selbstvertrauen und Kompetenz entstehen, wenn wir Zeit investieren und Frustration aushalten.
Wenn Menschen wieder zu Werkzeug greifen, sehe ich oft ein Lächeln – auch wenn nicht alles perfekt gelingt.
Ich hoffe, dieser Ansatz setzt sich wieder stärker durch. Ich verbringe lieber einen Nachmittag oder Abend damit, etwas zu reparieren, statt Geld zu verdienen, um denselben Gegenstand noch einmal zu kaufen.
Was denkt ihr dazu?