WTF-Kolumne: Dragon Age 2: Wird das Rollenspiel zum Shooter?

So kommt Bioware zwar einem Kritikpunkt am ersten Teil nach, überspannt den Bogen aber vermutlich mit dem neuen Hauptcharakter Hawke zu weit, denn genau das machte einen Teil von Dragon Age Origins aus. Nur ein selbst erstellter Charakter ist so eng mit einem verbunden, dass man in jeder Sekunde mit ihm leidet und mit ihm Spielfreuden teilt.
Das ist Ansichtssache. Ich, für meinen Teil, fühle mich mit einem Custom-Char kaum verbunden. Dazu zitiere ich mich mal selbst aus der aktuellen Umfrage zu dem Thema:

Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen :what:

Gerade das individuelle ist doch die Persönlichkeit von dir. Ein "vorgegebener" Char spiegelt weder dich wieder, noch hat er eine Persönlichkeit.
Doch, der vorgegebene Charakter hat Persönlichkeit - oder hat zumindest das Potenzial dazu, es kommt natürlich auf die Umsetzung im Spiel an. ;) In The Witcher ist es gelungen, und zwar ziemlich.
Der vorgegebene Charakter kann mit seiner bereits bestehenden Persönlichkeit in das Spiel eingebunden werden - die Nebencharaktere kennen ihn, sprechen ihn darauf an, seine Charakterzüge können zum Thema im Verlauf des Spiels werden. In Rollenspielen ist das eine gewaltige Bereicherung. Gleiches gilt für die gesprochenen Dialoge, die mit einem bestehenden Char besser realisiert werden können.

In Rollenspielen brauche ich keine Wiederspiegelung meines eigenen Charakters, noch ist das durch einen Custom-Char überhaupt realisierbar. Dazu sind Computerspiele viel zu eingeschränkt, für mich sind solche Chars einfach nur leere Hüllen. Darüber hinaus ist es viel spannender, einen neuen Charakter kennenzulernen und mit umzugehen, über ihn mit anderen (z. B. in Foren) zu reden. Über den Hexer Geralt kann man viele Witze reissen und Andeutungen machen, weil er seine Marotten und Eigenschaften hat den alle kennen, weil sie ihn alle gespielt haben. Geht das auch mit einem Custom-Char wie in Oblivion?
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Ich glaube, dass Bioware hier einen neuen Trend entdeckt hat. Ich habe mich zwar mit den Bioware-Spielen der letzten Jahre (Mass Effect, Dragon Age) nicht näher beschäftigt, aber ich könnte mir gut vorstellen dass Spiele wie The Witcher und Mass Effect Maßstäbe in Sachen Char-Persönlichkeit und deren Auswirkung auf die Atmosphäre gesetzt haben. Der Erfolg von The Witcher rührt letzten Endes auch daher, dass viele Menschen der austauschbaren Custom-Chars überdrüssig geworden sind. The Witcher hat etwas erfrischend anderes gebracht, nämlich einen Charakter mit Geschichte, Eigenschaften und Persönlichkeit. Ein wahrer Held und eine Ikone, um die sich letzten Endes das ganze Spiel dreht. Geralt ist einfach cool. Und man hat wirklich das Gefühl, das Abenteuer mit ihm zusammen zu erleben.


Eine Bitte an die Redaktion: bitte nennt die Komlumne um. "WTF-Kolumne" klingt zwar ganz cool, aber unseriös. ;-)
 
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Also wenn Dragon Age von dem ständigen Pausieren vor dem Kampf weg kommt habe ich kein Problem damit.

Ich verstehe auch nicht warum ich meinen KI kumpanen irgendwelche verhaltensmuster bzw. "Taktiken" bis ins kleinste Detail vorgeben muss...
die sollen doch bitte intelligent genug sein um zu wissen wie und wann sie ihre Waffen und Skills die ihnen hingeworfen wurden von Bioware zu benutzen sind und dass sie ihre Teamkammeraden heilen sollen bevor sie verrecken bzw. wiederbeleben sollen wenn sie es können.


Rüstungen und Waffen fand ich im Spiel auch sehr begrenzt, das hätte ruhig 3 mal so viele Items haben können, war schon regelrecht schwer 2 Dual Wield Chars in der Truppe mit guten schwertern zu bestücken.

Das mann nicht mehr wählen kann ob man Mensch, Zwerg oder Elf ist macht mir nix aus, ich hab eh als Human Noble gespielt ;P
In Mass Effect, Gothic und Risen hat mich das auch nie gestört das es vorgegeben war (ganz im gegenteil, dadurch hat der Held eher an Charakter gewonnen).
Das jetzt zu ändern wo sich viele drann erfreut haben ist aber schon doof.

Fand es bei Teil 1 aber wirklich dumm das es 6 verschiedene Anfangslevel gab, habe nämlich nur 2 davon gespielt, also 4 verschwendete Level die ich lieber in der doch etwas kurzen Hauptstory gehabt hätte.


Bei Mass Effect 2 habe ich das Looten zwar auch etwas vermisst und es war wirklich übel dass man seinen Kumpanen nicht mehr Rüstungen + Helme anziehen konnte (Ich kann mir nicht helfen aber Miranda will ich nur ne Mülltüte übern Kopf stülpen so künstlich wie der ihre plastik Fratze aussieht :ugly: ).
 
Ganz ehrlich, ich denke nicht das BioWare Mist bauen wird. Der Schritt von ME zu ME2 war gewagt aber zu 100% erfolgreich. Siehe metascore 94(!)

Wie man hier auch an der Resonanz der Leute erkennen kann, sind sie nicht ganz mit dem Kampfsystem zufrieden. Also ist hier schon Nachholbedarf. Ich bezweifle aber stark, dass BioWare jetzt mit DA so actionlastig wie ME werden will. Die werden nur ein bisschen vom extremen RPG runter schrauben. Die ganzen Taktik-Einstellungen fand ich auch etwas mühsam und umständlich.

Die Charaktereinstellungen sind mir auch mehr der weniger Wurscht. In ME1 hab ich mit dem vorgegebenen Charakter gespielt und ich konnte mich gut mit ihm identifizieren. Shepard ist einfach schon mal ein großartiger Charakter/Held da wollte ich gar nichts mehr ändern.

Wie gesagt ich hab eigentlich ein großes Vertrauen in BioWare, die wissen schon was sie machen.
 
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