Das ist sicherlich so, aber mit den fünf (!) Erweiterungen bisher hat Blizzard wohl auch nicht die schlechteste Arbeit gemacht, einmal Angefixte wieder ranzuführen, und man sollte bedenken, dass Warcraft eine Riesenmarke war - über 10 Jahre aufgebaut, bevor überhaupt WoW auf den Markt kam. Das können die ganzen Aions und Rifts dieser Welt nicht vorweisen.
Trotz allem ist eine 10 Jahre lang geflegte Marke auch noch kein Garant für Erfolg, siehe TESO und auch kein muss für Erfolg, siehe Guild Wars 1 und 2.
Wie dem auch sei, ich wollte damit nicht sagen das Blizzard keine ordentliche Arbeit bei den Addons geleistet hat, oder bei Warcraft als Marke, trotz allem kommen die Leute halt mmn. nur immer wieder zurück weil sie irgendwas suchen, oder hoffen das es sie wieder anfixt, was sie dann nach ein paar Monaten aber doch nicht sind, oder doch nicht finden.
Mag auch daran liegen das Blizzard zwar immer solide Qualität bei den Addons abliefert es aber nicht geschaft hat Inovationen und wirkliche Veränderungen zu integrieren, mmn. auch etwas woran fast alle MMOs jeglicher kulör die letzten 10 Jahre gescheitert sind, bis auf sehr wenige Ausnahmen, wie Guild Wars.
Den im Grunde belaufen sich die Neuerungen im Addon im Endeffekt die letzten 3-4 Addons nur auf neue Raids, höhere Ausrüstungslevel, neues tägliches farmen und neue Rufpunkte sammeln in neuen Gebieten.
Im Grunde also, komme ich auf meine Kernaussage zurück, sehe ich diese bestätigt, es ist die Bequemlichkeit der Spieler und evt. noch das Blizzard keine Gefahr durch Neuerungen wagt sondern immer wieder geflegtes, bewährtes nachlegt, was WoW am Leben erhält, und was neue MMOs mehr oder minder zum scheitern verurteilt, da sie nichts wesentlich neues bieten, aber auch nicht mit dem umfangreichen Kontent eines geflegten 10 Jahre alten WoW konkurieren können.
SW:ToR ist da wohl das prominenteste Beispiel der jüngsten Zeit wie man es gewaltig in den Sand setzen kann. Man hat WoW im Grunde gnadenlos imitiert und trotz extrem starker Lizenz nicht geschaft sich abzusetzen, so das die meisten Spieler direkt im Endgame gelangweilt wieder zum nässten Addon von WoW zurück sind.
Wie es besser geht, wenn auch nicht perfekt, zeigt eigentlich Guild Wars 2, welches Abwechslung jeglicher Art bietet, über Dungeons, open PvP, closed PvP, jumping Puzzle, Mini-Spiele wie Fasskeilerei, Weltbosse, Events, sinnvolles crafting bis ins Endgame und der besten Ausrüstung, Gildenmissionen, Archivements mit Belohnungen, starke optische Individualisierung der eigenen Ausrüstung, kein Zwang regelmäßig zu spielen um nicht nach 1 Jahr schon stark im hintertreffen zu sein was Ausrüstung angeht, usw.
Was Guild Wars 2 eigentlich nur noch fehlt sind 2-3 Raids im Stil von Urgoz Bau oder Tor der Pein aus GW1 und PvP Missionen im Stil von Fort Espenwald und Jadesteinbruch, dann hätte man wohl wirklich fast alles abgedeckt.
Mehr Abwechslung findet man momentan in keinem MMO, sowie mehr Möglichkeiten entspannt zu spielen und der Erfolg gibt ArenaNet auch Recht. ArenaNet zeigt das MMO nicht nur funktioniert indem man den Spieler wie einen Hammster in einer sich stetig drehenden Itemspirale laufen lässt und mit möglichst viel vernichteter Zeit zum besseren Items erspielen im Spiel gehalten bekommt, sondern das auch wenn Erfolge in kurzen Abständen kommen und man nur 3h die Woche spielt einen Spieler über Jahre in einem MMO bei Laune halten kann und sich das als Entwickler rentiert.
Das macht es für mich eigentlich auch zum Inbegriff von Guten modernen MMO-Design das noch genug Potenzial für viele Jahre mit Neuerungen hat und mit Addons gepflegt werden kann.
