News Workstation-CPU: Intel Xeon 696X mit 64 Cores im Benchmark

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Intels Antworten auf AMDs Threadripper 9000 und Threadripper Pro 9000 sollen Xeon 600 und Xeon 600X heißen. Im Benchmark von SiSoftware zeigt sich mit dem Intel Xeon 696X jetzt die erste Workstation-CPU mit 64 Cores und 336 MiByte L3-Cache.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Workstation-CPU: Intel Xeon 696X mit 64 Cores im Benchmark

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Was mir da als erstes an Fragen kommen: Wieso kein 10G nativ? Was für Kerne sind das? Hat der Chipsatz nativ voll TB5 Support? Und natürlich der Preis als Richtung ist immer interessant, die letzte Workstation Baureihe war ja Lachhaft da selbst n Epic günstiger war.
 
Was mir da als erstes an Fragen kommen: Wieso kein 10G nativ? Was für Kerne sind das? Hat der Chipsatz nativ voll TB5 Support? Und natürlich der Preis als Richtung ist immer interessant, die letzte Workstation Baureihe war ja Lachhaft da selbst n Epic günstiger war.

Der I/O-Hub dürfte physisch identisch zum Z890~Z790 sein.
I/O-Hubs mit vollständig nativ integriertem Thunderbolt gibt es ebenso wenig wie mit nativ integriertem LAN-Controller. Letzterer muss immer als Zusatz-Chip auf dem Mainboard integriert werden und natürlich steht es deren Herstellern frei, 10G zu nutzen. Ersteres wurde, auf Stufe TB4, bislang nur in Mobile- und davon abgeleiteten CPUs nativ integriert. In Server-Chips wäre so etwas auch schlichtweg nicht sinnvoll, da Thunderbolt relativ viele Ressourcen bindet und im Server Einsatz nie benötigt wird. Umgekehrt steht es auch hier den Mainboard-Herstellern frei, passende Zusatzcontroller zu verlöten, wenn integriertes Thunderbolt in einem Sonderfall doch sinnvoll erscheint.

Preise dürften sich erneut nicht an Epyc orientieren, sondern wenn dann an Threadripper (Pro). Wobei Epyc auch nur dann deutlich günstiger sind, wenn man die kleineren Modelle mit niedrigem Takt nimmt. Hohe Single-Thread-Leistung bietet AMD in der Server-Sparte allgemein nur bei wenigen Modellen und lässt sie sich dann auch versilbern, wie das 5.000-Euro-Beispiel weiter unten zeigt. Threadripper sind immer für höhere Taktraten freigegeben und dadurch allgemein teurer als Epyc, oft auch teurer als Xeon-W, wenn man rein "pro Kern" und insbesondere "pro CPU" rechnet.

Aktuelle Xeon Workstation vs. Zen 5:
Billigste CPU TR5-4Channel: 1.500 Euro*
Billigste CPU TR5-8Channel: 1.600 Euro*
Billigste CPU SP5-12Channel: 800 Euro
Billigste CPU 4677-4Channel: 700 Euro
Billigste CPU 4677-8Channel: 1.500 Euro
24 Kern TR5-4: 1.500 Euro*
24 Kern TR5-8: 2.900 Euro*
24 Kern SP5-12: 2.100 Euro
22 Kern 4677-4: 1.900 Euro (26-Kern 2.300, kein 24er)
24 Kern 4677-8: 2.300 Euro
64-Kern TR5-4: 4.700 Euro*
64-Kern TR5-8: 7.800 Euro*
64-Kern SP5-12: 3.900 Euro – 5.000 Euro
60-Kern 4677-8: 6.500 Euro (kein 64er)

*: Da Threadripper künstlich auf 1DPC beschränkt wird, muss man in Anwendungen mit hohem RAM-Bedarf zwingend die deutlich teureren Threadripper Pro Octachannel kaufen, während bei Xeon der gleiche Speicherausbau auch mit Quadchannel möglich ist.

Allerdings sind die aktuellen Intel-7-Modelle auch auf einem technischem Niveau irgendwo zwischen Threadripper 5000 und 7000. Wenn man nur viele PCIe-Geräte oder nur viel RAM verbauen möchte, ist das egal. Aber rein als CPU dürften sie in den meisten Szenarien einem Threadripper 9000 weit unterlegen sein. Mit dem Wechsel auf Granite Rapids dürfte dieser Rückstand deutlich schrumpfen, der gehört immerhin zur 2023er Meteor-Lake-Generation. Das lässt deutlich höhere Preise als heute bei den Vorgängern erwarten, deren Technik schon 2021 vorgestellt wurde.
 
I/O-Hubs mit vollständig nativ integriertem Thunderbolt gibt es ebenso wenig wie mit nativ integriertem LAN-Controller.
Was nicht heißt, dass ich das nicht kritisieren kann. Mich stört das schon da man die Verantwortung auf Board-Partner abwälzt (und diese ziemlich einheitlich lethargisch sind). Gerade die Erwähnung mit der Mobilen-Variante erinnert mich noch an die Zeit mit dem Centrino Label "damals" wo man sich sicher sein konnte, das es einfach funktioniert.

Gerade TB ist ja nicht existent, Steckkarten gibt es Quasi gar nicht (Platz ist sowieso wenig) und ich bin gezwungen Workstations aus der "Midrange" zu kaufen um damit Rackspace zu verschwenden. Eine Integration würde die Verteilung auch fördern, wenn die CPU es mitbringt.

Was die NIC angeht, sind 2.5G halt absolut verschwendet mMn. Wenn es einfacher Netz ist, sind es 1G (oder eben WiFi) und danach habe ich im Business/Industrie noch nie 2.5G als Step gesehen. Habe mal kurz geschaut, es gibt nur eine Variante der Mainline Catalysts mit 2.5G. Habe eben mal aus Interesse bei einem befreundeten Retailer nachgefragt, die gesamten Verkäufer aller 2.5G-Modelle liegen unter den Verkäufen eines einzigen Modells mit 48x10G RJ45 welcher sich -nicht gut- verkauft ^^.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hohe Single-Thread-Leistung bietet AMD in der Server-Sparte allgemein nur bei wenigen Modellen und lässt sie sich dann auch versilbern
9375F = 2.800 EUR - 32 Kerne mit 4,8Ghz Boost ist schon ne echte Hausnummer.
Platinum 8462Y+ = > 6.000 EUR = 32 Kerne mit 4,1Ghz Boost

2.800 EUR für eine solche CPU finde ich nicht so verkehrt, selbst im Desktop sind wir mit 16 Kernen schon bei rund 700 EUR.
Billigste CPU 4677-8Channel: 1.500 Euro
3408U sollte das sein, kostet um 350 EUR; oder wie hast du eingegrenzt?
Allerdings sind die aktuellen Intel-7-Modelle auch auf einem technischem Niveau irgendwo zwischen Threadripper 5000 und 7000
Daher macht das tatsächlich wenig Sinn, 24 Kerne und Octachannel gibt es bei AMD (Zen 3 Basis) ab 500 EUR, bei Intel ab ca. 1.000 EUR (SR-SP), das dürtfe dann sogar in etwa die gleiche Leistungsklasse sein.
 
Der 8462Y+ ist Dual-Sockel-Server und dein Preis ist genauso falsch.
Korrekter Bezugspunkt hier wäre der Xeon w9-3565X mit max. 4,8 GHz für 3.100 Euro gelistet. Der 32-Kern-Threadripper (5,4 GHz Boost) steht bei 3.900 Euro.

Was nicht heißt, dass ich das nicht kritisieren kann. Mich stört das schon da man die Verantwortung auf Board-Partner abwälzt (und diese ziemlich einheitlich lethargisch sind). Gerade die Erwähnung mit der Mobilen-Variante erinnert mich noch an die Zeit mit dem Centrino Label "damals" wo man sich sicher sein konnte, das es einfach funktioniert.

Gerade TB ist ja nicht existent, Steckkarten gibt es Quasi gar nicht (Platz ist sowieso wenig) und ich bin gezwungen Workstations aus der "Midrange" zu kaufen um damit Rackspace zu verschwenden. Eine Integration würde die Verteilung auch fördern, wenn die CPU es mitbringt.

Was die NIC angeht, sind 2.5G halt absolut verschwendet mMn. Wenn es einfacher Netz ist, sind es 1G (oder eben WiFi) und danach habe ich im Business/Industrie noch nie 2.5G als Step gesehen. Habe mal kurz geschaut, es gibt nur eine Variante der Mainline Catalysts mit 2.5G. Habe eben mal aus Interesse bei einem befreundeten Retailer nachgefragt, die gesamten Verkäufer aller 2.5G-Modelle liegen unter den Verkäufen eines einzigen Modells mit 48x10G RJ45 welcher sich -nicht gut- verkauft ^^.

2,5G und 5G richten sich vor allem an den Übergangsbereich von Privat-Nutzern über Selbstständige bis Kleinstbüros. Also all das, dass keine professionelle Netzwerkhardware kauft, sondern einen handelsüblichen DSL-Router nutzt. Die gibt es quasi gar nicht mit 10G, üblich sind aktuell zwei 2,5G-Ports. Einer zur Workstation, einer zum NAS – fertig.

Dennoch bieten 8 von 10 Mainboards der Vorgängergeneration 10G, von daher sehe ich dein Problem nicht so ganz. Onboard-Thunderbolt ist sicherlich seltener, aber Thunderbolt-Nutzer sind es außerhalb des Apple-Universums halt auch. Erst recht in Racks. (Srsly: Was bindet man in einem Rack via TB an?) Aktuell ist beim Vorgänger aber immerhin Gigabyte auf Kundenfang damit.
 
2,5G und 5G richten sich vor allem an den Übergangsbereich von Privat-Nutzern über Selbstständige bis Kleinstbüros. Also all das, dass keine professionelle Netzwerkhardware kauft, sondern einen handelsüblichen DSL-Router nutzt. Die gibt es quasi gar nicht mit 10G, üblich sind aktuell zwei 2,5G-Ports. Einer zur Workstation, einer zum NAS – fertig.

Dennoch bieten 8 von 10 Mainboards der Vorgängergeneration 10G, von daher sehe ich dein Problem nicht so ganz.

Aus Interesse, was sollen das für kleine Betriebe in deinem Beispiel sein, die eine 10t€ Workstation kaufen aber eine Fritzbox verwenden? Die Basisdaten des Chips sind ja nur wirklich für Selbstschrauber interessant, da ich als Kunde bei HPE oder Dell eh diverses rein bekomme wenn ich das möchte.

Und wenn ich der Selbstschrauber bin, würde ich sicher auch gerne ein paar 100er weniger für das Board blechen weil der Chipsatz das bereits enthält (und dann einen Intel Chip anstelle eines Aquantia Chips hat).

Aber lassen wir das, mein Ansatz ist hier lediglich gewesen: wir haben 2025, warum ist das nicht einfach mit bei (gerade in dem Kostenbereich).


Onboard-Thunderbolt ist sicherlich seltener, aber Thunderbolt-Nutzer sind es außerhalb des Apple-Universums halt auch. Erst recht in Racks. (Srsly: Was bindet man in einem Rack via TB an?) Aktuell ist beim Vorgänger aber immerhin Gigabyte auf Kundenfang damit.

Bzgl. TB-Zeck: Hauptsächlich für parallelem Daten-Ingest direkt von Originalmedien (Video, aber vor allem 3D-Daten von Gebäude und Umgebungsmapping). Es ist auch super, wenn Workstatsions nicht im Büro stehen, gerade wenn die bei Projekten für Wochen mit 100% fahren.

Du kannst das auch mit z.B. Teradici machen, aber das kostet ja auch wieder Slots im Gerät und die Performance und Kompatibilität von TB ist am Ende dennoch schlicht besser. :ka:
 
Da kommt intel bei mir in jedem Fall ZU SPÄT und wer zu spät kommt ...
Ich hätte gerne wieder ein intel HEDT-System gekauft, da ich mit meinen alten X58 & X299 Systemen sehr zufrieden war aber AMD hat halt nicht nur auf- sondern deutlich überholt. Der TR9970x ist ein Traum, wenn Spiele nicht grad grottig optimiert sind, wie Stalker 2 geht die Shadervorabkompilierung ratz fatz ( als Bsp: zuvor gut 2 Minuten mit 7820x und jetzt WENIGER ALS 10 SEKUNDEN ! ) Der 9970x ( säuft bei mir zur Zeit bis 460W in prime95 ) ist in manchen Anwendungen schneller als ein XEON mit 60 KERNEN ! Das muss man sich mal reinziehen ... Ich glaube kaum, dass intel diesen enormen Vorsprung schon mit der nächsten Gen aufholen kann ... BTW : Unreal engine ( traversal ) stuttering ... kein Problem mehr mit dem TR 9970x ...
 
Ich glaube in Servern kann sich Granite Rapids ganz gut gegen Zen-4-Xeons behaupten. Also könnte es vielleicht ganz für Threadripper 9000, zumindest aber für Threadripper 7000 reichen. (Tests mit Desktop-Anwendungen vorbehalten; tendenziell ist Intels Rückstand da aber nicht größer.) Das Problem ist halt, dass eine "könnte Anfang 2026 kommen"-Vorstellung von Intel wahrscheinlich wieder keine Marktpräsenz vor kommenden Sommer bedeutet. Dann schielen alle schon auf Zen-6-24-Kerner im Mainstream, die vermutlich aus auch-Spielersicht im Schnitt deutlich schneller als jeder Threadripper 9000 geschweige denn noch ältere CPUs ist, und denen dann 2027 auch Zen-6-Threadripper nachfolgen dürften.

Von daher: Definitiv viel zu spät. Immerhin scheint der zeitliche Rückstand zu schrumpfen. Xeon-W x400 hatte damals nur 10 Monate Vorstellungs-Vorsprung vor Threadripper 7000. Nachdem die x500er nur ein minimales Refresh waren, hätte ich eher erwartet, dass Intel die Sparte ganz fallen lässt. Zwischen den W-x200er als Gegenstück zu Core-i-10000-(Wanna-Be)HEDT und eben W-x400 hatte man den Markt schon einmal komplett Threadripper Pro überlassen.

Aus Interesse, was sollen das für kleine Betriebe in deinem Beispiel sein, die eine 10t€ Workstation kaufen aber eine Fritzbox verwenden?

Anwender, die bislang eine 2.000-Euro-Workstation auf Mainstream-Basis hatten und über deren Leistungsfähigkeit hinausgewachsen sind.^^ Es muss ja auch nicht immer gleich der 60-Kerner sein. Ich kenne die Preise in typischen B2B-Shops nicht, aber sowohl TR5 als auch LGA4677 kann man aus Retail-Quellen sinnvoll für unter 5.000 Euro zusammenschrauben, für einige Spezialanlässe sollten sogar unter 2.000 Euro machbar sein.

Ein leistungsfähiges Netzwerk hängt aber gar nicht an der Preisklasse der Arbeits-PCs, sondern an deren Anzahl: Von wo nach wo soll ein 1-Personen-Unternehmen ein Netzwerk aufbauen? Da läuft alles in der Workstation, außer das Backup-Archiv. Auch bei 3-4 Personen werden selten riesige Primärdatenmengen zwischen Rechnern ausgetauscht. Erst wenn man den SOHO-Bereich verlässt, lohnen sich Server, dezentraler Zugriff und ähnliches. Aber da ist man dann schon nahe der Schwelle von Xeon-W zu Xeon SP.

Du überschätzt übrigens die Kosten der aktuellen Onboard-Integration massiv. Hier mal zum Vergleich die günstigste Platine mit 10G und eine eng verwandte ohne:

Die 20 Euro Differenz sind schon weniger, als allein durch den zusätzlich beim Creator vorhandenen ×8/×8-Split zu erwarten wäre. Die Kosten für den 10G-Controller dürften sich im einstelligen Bereich bewegen und dessen geringe Verbreitung auf noch günstigeren Platinen eher ein künstliches Distinktionsmerkmal für High End sowie eben eine Ressourcenoptimierung sein – einen zusätzlichen M.2 dank freier Lanes interessiert mehr Käufer als 10G. "Ein paar 100er" kann man da nicht einsparen, selbst Stand-Alone-10G-Karten kosten nur 65 Euro. Das sind 20 Euro Aufpreis gegenüber 5G und mindestens 10 davon dürften für die Marke draufgehen, weitere 5 aus der kleineren Stückzahl resultieren.

Wenn man ein Platzproblem hat, weil man 10G LAN und Thunderbolt und zahlreiche/andere High-End-Beschleuniger braucht, hilft das natürlich nur eingeschränkt. Aber irgendwann ist der Use-Case zu speziell, um ihn in der Plattformentwicklung zu priorisieren. Ich betone an der Stelle noch einmal, dass die Workstation-I/O-Hubs nur leicht anders konfigurierte Varianten der Mainstream-Produkte sind. Das heißt jede Schaltung, die du zusätzlich in einem W890 oder in einem TRX50/WRX90 drin haben willst, die muss auch jeder B860- respektive B850-Käufer auf Mainboards ab 100 Euro, vermutlich sogar auf H810 ab 70 Euro mit kaufen. Nvidias Nforce hat meinem Wissen mal einen LAN-Controller integriert (ich glaube ohne PHY, sodass dennoch zusätzliche Onboard-Chips nötig waren, vergleiche Intel CNVI), aber seitdem wären mir keine Versuche in dieser Richtung mehr bekannt.
 
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