News Windows 11: Microsoft weist Kritik am CPU-Boost zurück - "Apple macht das und ihr liebt es"

PCGH_Jacky

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Microsoft testet offenbar ein neues Leistungsprofil für Windows 11. Nach Kritik am kurzfristigen CPU-Boost verweist Scott Hanselman, Mitglied des Technical Staff bei den Redmondern, auf ähnliche Mechanismen bei macOS und Linux.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Windows 11: Microsoft weist Kritik am CPU-Boost zurück - "Apple macht das und ihr liebt es"

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Ich dachte das macht jedes OS schon seit undenkbar langer Zeit.
Tun sie auch (das undenkbar lange sind aber vielleicht 10-15 Jahre, vorher waren Boosts ziemlich harmlos bzw. gar nicht da) - nur die Umsetzung und das Ausmaß ist unterschiedlich - und leider bewegen wir uns jetzt wieder in eine wie ich finde schwachsinnige Richtung.

Klar kann ich hingehen und eine CPU eine Sekunde lang mit 1,5v auf 6 GHz knallen, einen starken Stromimpuls und damit einen 40K-Temperaturspike (und bei günstigeren Boards auch einen massiven Spannungsstoß weit über 1,5v) erzielen um Outlook in einer Sekunde zu öffnen.
Aber ist das wirklich so viel durchdachter und sinnvoller, als die gleiche CPU nur kurz auf 5 GHz bei 1,3v zu takten und einen 10K-Spike zu erzeugen und Outlook in 1,3 Sekunden zu starten?
Ist der zusätzliche Strom, Verschleiß, "Gewalt" an den Teilen die 0,3 Sekunden Geschwindigkeit bei einem Mailprogrammstart rausholen wirklich schlau?

Hier gehts nicht darum was technisch sinnvoll ist, es geht darum was Leute die von all dem nichts wissen (so ca. 99% aller Kunden...) geil finden und schnell "fühlen". Keiner von denen würde das im Alltag bei anderen Dingen so machen wie es hier verlangt wird bzw. wo das Ergebnis kaum besser aber viel verschwenderischer/verschleißender ist (Türen immer so schnell auf-/zumachen wies geht um eine Sekunde zu sparen, mit maximalem Wasserdruck die Klospülung eine Sekunde schneller auffüllen, den Motor der Brotmaschine noch 10 UPM schneller quälen um ne Sekunde früher die Scheibe zu haben usw.) aber eine CPU innerhalb von einer Millisekunde kurz vor ihren Exitus zu treiben um seine Mails ne halbe Sekunde früher zu sehen ist auf einmal ne super Idee?
 
Ich würde das begrüßen, insbesondere Geräte mit beschi...er Kühlung wie Mini PCs und Laptops laufen im Alltag ja oft nur mit 1 Ghz oder wenig mehr. Das reicht ja auch oft aus, aber Punktuell sollte das Windows schon besser machen können, den Turbo mal kurz auf 4 Ghz+ zu heben.
 
Hier gehts nicht darum was technisch sinnvoll ist, es geht darum was Leute die von all dem nichts wissen (so ca. 99% aller Kunden...) geil finden und schnell "fühlen".
Darum geht es leider Gottes immer bei Windows (Microsoft), wenn man mich fragt. Das und Unternehmen, wobei die Schnittmenge zwischen denen, die von all dem nichts wissen, und den Unternehmen durchaus vorhanden sein dürfte.
 
Darum geht es leider Gottes immer bei Windows (Microsoft), wenn man mich fragt. Das und Unternehmen, wobei die Schnittmenge zwischen denen, die von all dem nichts wissen, und den Unternehmen durchaus vorhanden sein dürfte.
Selbstverständlich, ist ja ein Gewinnorientiertes Unternehmen.
Ich finds nur ein bisschen merkwürdig dass Windows diese Funktion erst jetzt bekommt, und ich hoffe, dass "das Startmenü muss 'weniger' machen" nicht nur leere Worte sind, sondern es wirklich schlanker und effizienter wird.
Ansonsten kann ich seine zugespitztheit grundsätzlich verstehen, aber er hätte wissen müssen: haters gonna hate.
 
Verstehe das Problem nicht .. wir reden im Grunde bloß von einem neuen Energiesparmodus der Kurzfristig aggressiver Boosted damit Programme schneller laden.

aber eine CPU innerhalb von einer Millisekunde kurz vor ihren Exitus zu treiben um seine Mails ne halbe Sekunde früher zu sehen ist auf einmal ne super Idee?
Da wird nix in den Exitus getrieben oder Verschleißt. Man geht nicht über die Hersteller spezifischen boost mechanismen hinaus...kann man gar nicht... Sind von der Hardware so vorgegeben.
Man ändert bloß wie Windows mit diesen Mechanismen Arbeitet und umgeht.

bis dato war man sehr konservativ und energiesparend was diese Boosts angeht.. (zu Lasten von performance und Latenz) nun hat Microsoft für sich entdeckt das man Programme minimal schneller starten kann wenn man das ganze Boostverhalten ein bisschen aggressiver und dynamischer einstellt .

Nicht mehr.. und nicht weniger ist das ganze hier.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ansonsten kann ich seine zugespitztheit grundsätzlich verstehen
Ich versteh sie auch auf persönlicher Ebene. Andererseits als VP und direkter Mitarbeiter bei MS so in der öffentlichkeit zu reagieren ist... meh... schwierig, würd ich meinen.
bis dato war man sehr konservativ und energiesparend was diese Boosts angeht.. nun hat Microsoft für sich entdeckt das man Programme minimal schneller starten kann wenn man das ganze Boostverhalten ein bisschen aggressiver einstellt .
Was durchaus auch zu einem energiesparenden ergebnis führen kann. Niedriger Takt und längere Wartezeit ider höherer Takt und etwas kürzere Wartezeit.
 
Aber ist das wirklich so viel durchdachter und sinnvoller
nö ist es nicht... hat man ein Laptop Hersteller der seine Lüfterkurve schwachsinnig gebaut hat, bekommt man als User einen Laptop der die ganze Zeit am auf und runterjaulen ist :/

Ich hab hier "leider" einen 13900HX, dem habe ich den Boost komplett untersagt und per Energieprofil die CPU sogar bei 2.4 GHz gekappt, weil es mir fürchterlich auf die Nerven ging.

Apple kann das machen, schaue ich mir mein Air an, dann kann das boosten ohne das ich davon irgendwas merke, das Ding hat noch nicht einmal Lüfter ^^
 
Das reicht ja auch oft aus, aber Punktuell sollte das Windows schon besser machen können, den Turbo mal kurz auf 4 Ghz+ zu heben.
Klar - natürlich gibts an der Stelle massives Optimierungspotential.

Ein "Man sollte nicht für ein Mailprogramm seine CPU ne Sekunde an die Kotzgrenze ballern" schließt ja kein "Die CPU sollte schnell und sinnvoll hoch boosten um kurze Aufgaben schnell zu erledigen" aus.

Man bräuchte da eben weitere Entwicklungen an den Baustellen
- Feingranularität von möglichen CPU-Boosts (siehe AMD mit 25 MHz-Schritten)
- Reaktionsgeschwindigkeit von Boosts (SpeedStep --> Speedshift --> "Speedshift 2.0"?)
- Kommunikation zwischen CPU und OS schneller und besser was wann wie benötigt wird
- Dazu nötig: Bessere Erkennung des OS was benötigt wird (Windows muss wissen ob es Outlook startet wo 1s 6GHz Schwachsinn sind oder eine MP3 konvertiert wo 20s 6 GHz statt 5 GHz singlecore eine nennenswerte Verbesserung sind)

Da wird nix in den Exitus getrieben oder Verschleißt. Man geht nicht über die Hersteller spezifischen boost mechanismen hinaus
Ich wusste dass das Argument kommt, wollte aber den Autovergleich nicht sofort bringen.
Du kannst auch bei jeder Möglichkeit sofort in den niedrigstmöglichen Gang zurückschalten zum beschleunigen. Dann kannste viel besser und schneller von 40 auf 50 km/h kommen. Dabei überschreitest du auch keine Herstellervorgaben des Autos. Trotzdem ist den allermeisten Leuten in so nem Falle klar dass das irgendwie ungesünder ist und man seltsam viel Energie und Material verbraucht wenn man das so macht und trotzdem selten schneller am Ziel ankommt.
Nur bei Elektronik ist das gleiche Verhalten dann normal. ;-)
 
Glaube seine Nerven liegen blank weil Linux massiv aufholt ( enthält Wahrheit und nur eine kleine Prise Satire ). Was ich nicht möchte, das meine Kühlung, die sich in Richtung Flüsterleise bewegt, hoch und runter fährt. Bekomme das mit diversen Einstellungen in den Griff, andere möglicherweise nicht.
 
Leider ich weiß jetzt nicht wie sich das genau unter Windows verhält. Weil ich das selber noch nicht geteste habe. Aber ich weiß das du auf einem Mac davon auf jeden Fall nichts mitbekommst. Bis eben wusste ich das gar nicht. Der Lüfter am Macbook heult da zumindest nicht auf. So wie ich Microsoft kenne wird das bei denen womögl. nicht so gut eingestellt sein. Die Leute sind da zurecht skeptisch. Man hat viel erlebt mit Microsoft.
 
Was ich nicht möchte, das meine Kühlung, die sich in Richtung Flüsterleise bewegt, hoch und runter fährt.
This tbh. Wenn man bedenkt, dass ich vor allem Notebooks teste und da vor allem Gaming-Teile bei sind... Mich graust es jetzt schon. Und bei einigen kann man nich mal die Lüfterkurve richtig einstellen.
 
Nur bei Elektronik ist das gleiche Verhalten dann normal. ;-)
Das ist wie wenn du im Energiesparplan das boost verhalten von "ideal hoch" auf "Aggressiv Hoch mit Focus auf Reaktionszeit" stellst
(Tatsächlich vorhandene Einstellung in Windows)

Man nutzt was bereits vorhanden ist nur halt etwas aggressiver.

Und nach deinem Auto Vergleich muss man sich dann halt auch fragen wie sinnvoll ist es dauernt alles auf "as Minimum as possible" runterfahren zu lassen..
Ich halte zb Start Stop Automatik auch beim Auto für eher kontraproduktiv für den Motor..
Und genau wie beim Auto auch muss erstmal alles hochfahren bevor man wieder Leistung hat.
Stellt man's aus kann man an der Ampel direkt los fahren ohne warten zu müssen das der Motor startet..
 
Was ich nicht möchte, das meine Kühlung, die sich in Richtung Flüsterleise bewegt, hoch und runter fährt
schaue ich mir mein Air an, dann kann das boosten ohne das ich davon irgendwas merke
Die Kühlung ist gar nicht das Thema. Wenn ein 1-Sekunden-Boost an der Lüfterdrehzahl was ändert ists wirklich sauschlecht eingestellt.
Es gibt leider wirklich ziemlich spitz eingestellte Geräte, die wenn der Boost dann 2 Sekunden anhält sofort panisch aufdrehen, das ist natürlich blöd (aber oft wenigstens manuell einstellbar).

Das ist wie wenn du im Energiesparplan das boost verhalten von "ideal hoch" auf "Aggressiv Hoch mit Focus auf Reaktionszeit" stellst
(Tatsächlich vorhandene Einstellung in Windows)
Das hab ich tatsächlich noch nicht gesehen^^
Ich bin sowieso die allermeiste Zeit im "Energie sparen" Modus unterwegs. Den Unterschied ob meine CPU ihre P-Kerne bis 3,8 oder 5,7 GHz boostet merke ich im normalen Office-Alltag nur dann wenn ich in bestimmten Situatiuonen gezielt drauf achte. Ja, wenn ich im Browser 20 Tabs gleichzeitig öffne dauert das 2-3 Sekunden länger als mit vollem Boost. Aber den ersten Tab deswegen so schnell lesen dass ich zum zweiten komme bevor alle 20 fertig geladen sind kann ich deswegen trotzdem nicht. :haha:

Und nach deinem Auto Vergleich muss man sich dann halt auch fragen wie sinnvoll ist es dauernt alles auf "as Minimum as possible" runterfahren zu lassen..
Es geht nicht ums Minimum. Keiner Will dass Outlook mit 800 MHz starten muss und 10s braucht. Es geht nur darum, dass man für solche Tasks nicht ind den Drehzahlbegrenzer ballern muss sondern einfach in nem vernünftigen Gang bei etwas mehr Last/Gas das gewünschte Ziel mit viel kleinerem Aufwand fast genauso schnell erreicht bzw. die Zeitdifferenz absolut belanglos ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider ich weiß jetzt nicht wie sich das genau unter Windows verhält. Weil ich das selber noch nicht geteste habe. Aber ich weiß das du auf einem Mac davon auf jeden Fall nichts mitbekommst. Bis eben wusste ich das gar nicht. Der Lüfter am Macbook heult da zumindest nicht auf. So wie ich Microsoft kenne wird das bei denen womögl. nicht so gut eingestellt sein. Die Leute sind da zurecht skeptisch. Man hat viel erlebt mit Microsoft.
Vergiss dabei nicht, das bei Apple alles in einer eigenen Bubble läuft. Da ist es auch leicht das OS auf die eigene spezifische Hardware anzupassen. Apple knebelt seine User wesentlich mehr nach dem Prinzip "friss oder stirb"
Windows muss auf sehr vielen komplett unterschiedlichen Systemen laufen auf die Microsoft keinen Einfluss hat. Dabei typische Büro Hardware bis zum Enthusiast Gaming PC berücksichtigen. Nicht zu vergessen das auch noch kompatibilität verlangt wird für Hardware die schon lange veraltet ist.
Bei mir z.B läuft es verzögerungsfrei.Selten das es mal dazu kommt und wenn ist meist Drittanbietersoftware schuld die meint sie müsse mal eben alles greifen was da ist.
 
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