News Windows 11: Juni-Update sorgt für Bluescreens auf OEM-PCs

Irgendeiner bei Microsoft kann Dell und HP nicht leiden. Ja Quatsch, aber prüft das vorher Keiner, besonders wegen der Bitblockersperre? Einige Admins werde jetzt massiv schwitzen, wenn Chef vor einem steht und sein Präse die er im Aufsichtsrat gleich vortragen soll, auf der Festplatte liegt.
Das Problem ist mittlerweile, dass man fürs testen ja oft keine Zeit mehr hat.
Viele Updates und Patches kommen quasi mit dem Hinweis: "Behebt kritische CVE >9.5 mit RCE, die aktiv ausgenutzt wird. Sofort patchen!"

Das ganze Update-Thema ist mittlerweile immer eine Risikoabwägung zwischen, "Wie groß ist der mögliche Schaden durch Hacker vs. wie hoch ist der Schaden durch mögliche Update-Probleme.

Das ganze wird dann noch dadurch verschärft, dass grade in großen Betrieben das IT-Personal in den letzten Jahren viel zurückgefahren wurde. Die Cloud war halt, fürs Fiskaljahr, billiger. Also ist die Admin-Stelle, die nebenbei auch die Patches getestet hat, weggefallen.

"KB5094126 erneuert die seit 2011 genutzten Secure-Boot-Zertifikate und scheitert auf Systemen, deren EFI-Partition nur 100 MiB statt der heute üblichen 500 MiB bis 1 GiB misst."

Ist M$ zu blöd eine Abfrage mit in das Update einzubauen und den Anwender darauf hinzuweisen?
Das ist einfach haarsträubend was dieser Saftladen sich leistet. :wall:
Wenn man sich die Hintergründe dazu anschaut, gehe ich davon aus, dass das Problem so zu stande kommt:

Der Installer schaut, ob die Partition groß genug ist. Ist sie das nicht, bricht das Setup gleich mit deinem Fehler ab. Das sieht man dann in der Update-Historie und im Eventlog. Angefasst wird der Bootloader oder die EFI-Partition dann nicht.

Das Problem hier ist, dass HP und Dell die Recovery-Partition für eigenes Zeug misbrauchen.
Der Check, ob die Partition groß genug ist, ist also erst einmal erfolgreich.

Würden nur die Microsoft-Daten auf der Partition liegen, würde der Installer diese einfach überschreiben.
Er stößt dann aber auf explizit geschützte Recovery-Daten der Hersteller, die er so nicht überschreiben kann.

Teile des Bootloaders wurden dann aber bereits überschrieben. Beim zurückrollen wird der Bootloader dann neu geschrieben, der dann nicht mehr zum Secureboot passt. Secureboot setzt dann, wegen der "Manipulation" des Bootloaders, aus sicherheitsgründen das TPM zurück wo der BitLocker-Key liegt.

(Bei Business-Geräten sind die automatismen von Secureboot und TPM innerhalb des EFI oft deutlich strikter als auf "Consumer-Hardware"!)

Wie schaut es denn aus, wenn die EFI Partition auf meinem Desktop PC auch nur 100MB hat - laufe ich jetzt Gefahr mir mein Windows zu zerschießen?
Wenn du dein Windows selbst installiert hast, also kein vom Hersteller vorinstalliertes Windows nutzt, ist die Chance sehr gering. Möglicherweise wird dann aber das Update einfach nicht installiert! Unter Windows Update wirst du dann einen entsprechenden Fehlercode sehen.
 
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Wie schaut es denn aus, wenn die EFI Partition auf meinem Desktop PC auch nur 100MB hat - laufe ich jetzt Gefahr mir mein Windows zu zerschießen?
Du solltest keinerlei Probleme erwarten. Habe hier zwei Testsysteme / Notebooks stehen, bei denen ist das genauso der Fall. Wie im Artikel erwähnt, muss hier schon einiges zusammenkommen:

EFI-Partition mit 100 MiB, Update, BIOS und Firmware, weshalb diese Probleme aktuell ausschließlich bei OEM-/Business-PCs von HP und Dell zu beobachten sind.

Du kannst also wohl entspannt sein.
 
Zum Glück habe ich keine HP oder Dell Geräte unter mir. Dafür gab es zuletzt Probleme mit Debian 12, bei dem manchen Server nach Updates plötzlich in der Bootschleife hingen, da es den Grub-Bootloader zerschossen hat...
In diesem Artikel geht es um Microsoft.

Zum Artikel selbst:
genau aus solchen Gründen, planiere ich den OEM-Rechner als erstes vollständig und installiere sauber neu, dann ist auch keine "hässliche" Bloatware etc. mit enthalten.

Viele können sowas leider nicht selbständig (kein Vorwurf) und vertrauen darauf, dass die Hersteller von OEM-Rechnern alles richtig machen.

Folgendes war glaub ich auch von Dell:
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Habe letztes Jahr Windows 11 installiert und es wurde auch nur eine EFI-Partition von 100 MiB erstellt. 500 oder 1000 MiB sind mir neu !?
Stimmt, jetzt wo du es sagst. Ist mir beim Lesen des Artikels gar nicht aufgefallen, aber so große EFI-Partitionen kenne ich unter Windows auch nicht.
Die Windows Setup-Routinen von Anfang diesen Jahres haben zumindest eine EFI-Partition mit 200 MB erstellt...
 
Die Windows Setup-Routinen von Anfang diesen Jahres haben zumindest eine EFI-Partition mit 200 MB erstellt...
Hatte ich noch nichtmal auf den Schirm gehabt. Eben schnell in einer VM mit der aktuellen de-de_windows_11_business_editions_version_25h2_updated_may_2026_x64_dvd_f74230d8.iso installiert und es hat von Hause aus eine 200MB EFI Partition.
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Auch wenn ich gerade keine Lust habe, mir aus dem VisualStudio Portal die ISOs der letzten Monate herunterzuladen um zu schauen, wann sie es geändert haben. Bei der Windows Server 2022 ISO mit Mai 2026 Update ist es aber noch 100MB bei Neuinstallation.
 
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