Warum grenzt Microsoft alte Prozessoren aus?
Laut Microsoft ist es nur auf den offiziell als kompatibel gelisteten Prozessoren gewährleistet, dass das Betriebssystem stabil und sicher läuft. In Tests hat sich gezeigt, dass es etwa bei PCs mit Intel Core-i-Prozessoren der 6. Generation oder bei einigen, älteren AMD-CPUs zu wesentlich mehr Abstürzen kommt, als bei den offiziell unterstützen Prozessoren. So sollen 52 Prozent mehr Bluescreens of Death erscheinen, wenn man Windows 11 auf einem PC installiert, der eine nicht-unterstützte CPU nutzt. Zudem stürzen Programme und Apps 17 Prozent häufiger ab, als auf einem Computer mit unterstützen Prozessor. All diese Daten stammen von PCs aus dem Windows Insider Programm und haben dazu geführt, dass Microsoft ältere CPUs offiziell ausschließt. Die offiziell als kompatibel geltenden Prozessoren dagegen sollen zu 99,8 Prozent gar keinen Bluescreen mehr anzeigen und unterstützen das aktuelle Treibermodell DCH und IHV, welches ebenfalls für eine bessere Performance sorgen soll.
Neben diesem Performance-Aspekt führt Microsoft auch den Sicherheitsaspekt an, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Mutmaßlich bezieht sich der Softwarehersteller hier auf die neueren Versionen der Sicherheitslücke Spectre, die nur durch ein Redesign der CPUs behoben werden konnte. Intel hat dieses Redesign erst mit der 9. Generation der Core-Prozessoren eingeführt, bei AMD gibt es die Neufassung erst seit Ryzen 2000. Offiziellen Support für Windows 11 will Microsoft nur dann übernehmen, wenn man einen PC mit unterstütztem Prozessor nutzt.