AW: Wieso ändert keiner die Film standards?
Bei 48/60bps gäbe es keine Sorgen, man könnte alle Kameraschwenkungen, Kamerabewegungen machen, ohne sich zu sorgen ob es dann gut oder schlecht aussehen wird.
Man schafft es völlig problemlos, auch mit 60 fps ruckelnde Filme zu produzieren. Genauso, wie man auch Schwenks mit 24 fps angenehm (=zur Aussage der Szene passend) filmen kann, wenn denn ein Schwenk zwingend nötig ist.
24bps bietet NICHT mehr Qualität an, sondern es ist eine Einschränkung.
Hat das jemand bezweifelt? Die Einschränkungen sind für die Medienindustrie offensichtlich nicht groß genug, um die Nachteile von höheren Bildraten bei Spilfilmen ausgleichen zu können.
Aber vieleicht sollte erst einmal jeder definieren, was er unter "Film" versteht und auf welchem Ausgabe"gerät" er diesen dann betrachtet. Für mich (ich bin wohl einfach nur zu alt) steht Film immer noch für Spielfilme, die überwiegend für das Kino produziert werden und damit auch auf einem Ausgabemedium ausgegeben werden, das u.A. die Bildrate des Films exakt abbildet. Die Einschränkugen lassen sich dabei durch entsprechende Bildführung und sonstige orignisatorische Maßnahmen problemlos in den Griff bekommen. Junge Filmemacher, die eher im Stil eines hektischen Musikvideos drehen, mögen das anders sehen, bei meinen Sportaufnahmen möchte ich auch keine 24p, da wären mir 120p viel lieber.
Nehme mal eine DSLR und nimm es in 60bps auf vs in 24bps. Man wird schnell merken, dass man mit 60bps alles machen kann, wobei man mit 24bps sehr vorsichtig vorgehen muss, da es später sehr viele Probleme geben wird mit der Qualität
Was soll es da für Probleme geben, wenn man für 24p aufnimmt und das dann selbstverstöndlich auch mit einem 24 Hz Anzeigegerät ausgibt? Außer den seit über einem Jahrhundert bekannten Problem, dass Standbilder aus Actionaufszenen die übliche Bewegungsunschärfe zeigen (weshalb das ganze auch für Sportaufnahme selbst als Bewegtbild nur eingeschränkt zu gebrauchen ist) fallen mir dort überhaupt keine Probleme ein. Diese entstehen erst durhc die Nutzung ungeeigneter Ausgabegeräte mit 50 oder noch viel schlimmer, 60 Hz (bzw. Vielfache davon).
Wer Schwenks für einen 24p-Film mit 1/60 oder gar 1/1000 aufnimmt, hat die absoluten Basics nicht verstanden.
Ohje, bloß nicht. Mit einer DSLR kann man ganz sicher nicht alles machen, da nützen auch die 60 fps nichts.
Doch, kann man, und zwar schon länger (außer 8K, aber das hat mit 24 oder 60 fps nichts zu tun). Die DSLR ist dann halt nur noch der Träger für Bildsensor und Kompressor/Speicherkarte (manchmal noch nicht einmal das), drum herum wird Equipment im zigfachen Wert genutzt. Auch eine Red und co. ist ohne Objektive und massenweise weiteres Zubehör nicht zu gebrauchen.
"soap opera effect" tritt meiner Meinung nur die erste Zeit auf, weil man das 24er Geruckel gewohnt ist.
Die 100 Hz MotionDingsBums Zwischenbildberchnungs-Technik meines TVs
Das könnte sogar stimmen, da man eben 24 fps niemals vernünftig auf 100 Hz abbilden kann. Mit ein Grund, warum Spielfilme im deutschen Fernsehen oft leicht schneller ablaufen wie im Kino.