Wie viel Biegung ist noch okay

Was noch okay ist und was nicht ist persönliche Auslegung.
Je stärker die Biegung desto höher das statistische Ausfallrisiko durch erhöhte mechanische Spannung in der Platine/an Lötstellen.

Meine persönliche Auslegung ist "Null". Denn es ist gar kein Problem Grafikkarten so zu betreiben/verbauen dass sie sich nicht biegen. Wenn nötig eben mit kleiner Stütze o.ä.. daher würde ich keine krumme Karte kaufen.
 
Es sind nicht unbedingt die Lötstellen, die mir bei so einer "PCB-Schüssel" am meisten Sorgen machen würden, sondern die Leiterbahnen u.v.a. die Vias (Vertikal-Verbindungen zwischen den verschiedenen CU-Lagen eines Multilayers). Je nach PCB-Technologie sind das feinste lasergebohrte Vias, die dann bei mechanischen BEanspruchungen abreißen könnten. Eine Lötstelle könnte man theoretisch noch reparieren, selbst bei BGA, aber eine unterbrochene LEiterbahn v.a. einer HighSpeed-Verbindung (Speicherinterface, PCI-E-Interface,...) auf einer Innenlage ist das definitive "Aus" für die gesamte Baugruppe...

Edit: V.a. im zweiten Bild die verbogene Ecke deutet für mich daraf hin, dass die Karte auf die Ecke mal draufgefallen ist oder im Karton irgendwo runtergefallen ist. Normalerweise ist an der Ecke im eingebauten Zustand der Karte null BEanspruchung, wenn damit auch nur halbwegs sachkundig umgegangen wurde...mein dringender Rat: Selbst geschenkt, lieber Finger weg. Eine kaputte Grafikkarte kann auch schnell weitere Komponenten (Netzteil, MAinboard) des Rechners mit in den Abgrund ziehen...
 
Ich habe sie nun mal getestet.

Ist das normal? Nein oder?

Sie droppt bei der Leitungsaufnahme. Sprich sie schwankt zwischen 250 und 100Watt und dadurch geht natürlich auch usage nach unten und wieder nach Oben.

Das ist ja genau die Stelle, die so verbogen ist.
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Der Verkäufer ist uneinsichtlich.
Wieviel hast denn dafür gezahlt, um welchen "Streitwert" gehts überhaupt, eine 1080 ist ja heutzutage schon etwas "altvorderlich"...? Das ist das generelle Risiko beim Gebrauchtkauf. Versuche mit Hinweis auf die extremen Gebrauchsspuren (gebogenes PCB, verbogene Halterungen wie im zweiten Bild,...) eine Rückgabe gegen Kaufpreiserstattung auszuhandeln und gut is, ansonsten einfach nutzen, läuft ja, wenn auch nicht optimal, also unter "Lehrgeld" verbuchen. Ursachen für die beobachteten anscheinend atypischen "Lastabwürfe" können aber auch bei vertrockneter/ausgebluteten Wärmeleitpads/Paste auf einzelnen Spannungswandlern, durch zu große Wärmebelastung ausgetrocknete/ausgelaufene Elkos o.ä. liegen ...
 
Alleine beim zweiten Bild sieht man, daß die Karte mal runtergefallen oder ähnliches ist.
Würde ich so nicht den Preis bezahlen den der Verkäufer wollte, ausser er hat den Mangel angegeben.
 
Wieviel hast denn dafür gezahlt, um welchen "Streitwert" gehts überhaupt, eine 1080 ist ja heutzutage schon etwas "altvorderlich"...? Das ist das generelle Risiko beim Gebrauchtkauf. Versuche mit Hinweis auf die extremen Gebrauchsspuren (gebogenes PCB, verbogene Halterungen wie im zweiten Bild,...) eine Rückgabe gegen Kaufpreiserstattung auszuhandeln und gut is, ansonsten einfach nutzen, läuft ja, wenn auch nicht optimal, also unter "Lehrgeld" verbuchen. Ursachen für die beobachteten anscheinend atypischen "Lastabwürfe" können aber auch bei vertrockneter/ausgebluteten Wärmeleitpads/Paste auf einzelnen Spannungswandlern, durch zu große Wärmebelastung ausgetrocknete/ausgelaufene Elkos o.ä. liegen ...

Ist die GTX 1080 ti. 150€ Er will mir Preisnachlass geben auf 50€.

Zurück nehmen, will er sie nicht. Finde ich halt komisch. Ich mein, wenn sie doch keine Probleme hätte, würde ich sie zurück nehmen und wieder verkaufen für 150€. Warum also mir für 50€ anbieten.
 
Ist das noch Grafikkarte oder ist das schon Banane?

Aber bzgl. Furmark, es kann einfach sein dass der die Karte nicht dauerhaft auslastet, schnapp dir mal nen Unigine Superposition oder so als Benchmark.

Für mich siehts zumindest im Furmark erstmal so aus als wenn das Ding vernünftig läuft, auch ist ja die HotSpot Temp nicht schlecht, das sieht von der Werten her solide aus.

Ändert aber nix daran, dass das Ding ne Banane ist. :ugly:
 
Ich hab sie danach wieder ausgebaut. Fand die Leistungsaufnahme komisch mit Schwankungen von 100W bis 280W.

Teste sie später mal mit Superposition


Danke
 
Also ich weiß zwar nicht wofür Du diese etwas angestaubte Karte vorgesehen hast, aber für 50 Euro würde ich(!) an Deiner Stelle "die Banane krumm sein lassen", und das Ding benutzen, für was Du den "Oldtimer" auch immer vorgesehen hast, denn funktionieren tut sie ja, auch wenn sie nicht schön aussieht. Für zeitgemäßes Gaming an einem zeitgemäß großen Monitor mit zeitgemäßer Auflösung ist die aber m.E. schon etwas zu betagt. Und für ein hier so beliebtes "Showsystem" neben dem hohen Alter dann auch zu "verbraucht"...

Edit: Bin nicht so der KEnner in der "Gebrauchtszene", aber der initiale PReis von 150,- für so ein altes Schlachtross erscheint mir schon frech, selbst für eine äußerlich weniger geschundene Karte als in diesem konkreten Fall, also ohne all die "Malaisen", die dann am konkreten PRodukt auf den Bildern zu sehen sind... 50 Euro ist dafür viel "realer"... es bleibt halt das "Restrisiko", das irgendwann möglicherweise funktional relevante "Spätfolgen" dieser mechanischen Überbeanspruchung zu Tage treten...aber wie gesagt, das ist "Eingepreist" in den 50 Euro angesichts des Alters solcher HArdware....

Edit2: Ganz grob "über den Daumen gepeilt" sehe ich bei Gamer-Grafikkarten von Nvidia folgenden Zusammenhang zw. den Generationen (Pascal, Turing, Ampere,...) und den "Größen" innerhalb der selben Genartion (auch wenn hier die TI immer bissl rausfällt, aber niemals signifikant: Mit jeder NAchfolgegeneration erreicht man das LEsitungsniveau der nächstgrößeren KArte der Vorgängergeneration. Sprich im Falle einer GTX1080Ti (größte PASCAL) würde man mit einer RTX2070S mindestens das LEistungsniveau halten (bei neuerer stromsparender Architektur usw.) D.h. eine GTX1080 Ti müsste Gaming-Leistungsmäßig selbst einer RTX4060 aus der aktuellen Gen schon fast unuterlegen sein, wegen "Ti" nehmen wir mal an "Gleichwertig". Eine RTX4060 braucht aber keine 200W und mehr und sie kostet zw. 200 und 250 Euro (neu und unverbogen mit Garantie uvm...). Also vor diesem Zusammenhang sind 150,- für eine 1080Ti schon recht frech, in dem runtergeschundenen Zustand nach so langer Nutzung, die Karte ist gut und gerne 7 Jahre alt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Schauen wir es doch einfach nach.^^

1080Ti = 2070 Super oder 5700XT:
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2070 Super = 6700 oder 6650XT:
1725021173697.png



6700 = 4060:
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D.h. eine GTX1080 Ti müsste Gaming-Leistungsmäßig selbst einer RTX4060 aus der aktuellen Gen schon fast unuterlegen sein
Nicht schlecht Herr Specht.
 
Es gab vor einiger Zeit (hier, im Printmagazin "PCGH" oder anderswo, ich weiß es nicht mehr genau) auch mal einen ausführlichen und hochinteressanten Artikel zu genau diesem Sachverhalt: Wie schlagen sich einstige unerschwingliche "Großkampfschiffe" (hier wurde eine GTX Titan herangezogen) gegenüber Mittelklasse-Gamerkarten aus der aktuellen Gen (hier wurden m.E. Ampere-Karten, also "RTX30x0" herangezogen). Kurzum, die einstige unerschwingliche Traumkarte steht abgesehen von einigen hochspeziellen nicht gamingrelevanten Szenarien gegenüber selbst der aktuellen Mittelklasse leistungsmäßig ziemlich altbacken da, und dabei reden wir noch nicht mal von elektr. LEistungsbedarf, Wärmeentwicklung usw.

Fazit: Es macht aus Gamersicht wenig Sinn über mehr als zwei Generationen an einer seinerzeit sehr hochwertigen und damit auch teuren Grafikkarte festzuhalten, der Fortschritt in der Entwicklung zw. den GPU-Generationen holt das LEistungsplus der Luxusklasse innerhalb ein und der selben Gen. mehr als auf. Selbst die Ultimative Spitze ist zwei Generationen später nicht besser als Mittelmaß...zu einem BRuchteil des Preises, und das gilt trotz NVIDIAS Preispolitik ...
 
Ist die GTX 1080 ti. 150€ Er will mir Preisnachlass geben auf 50€.
Ich bin auch sehr skeptisch bei der Karte. Die sollte bei guter Behandlung (abgestützt verbaut) eigentlich keine Biegung/Verbiegung zeigen.

Andererseits würde ich die GPU mal in möglichst vielen Spielen testen, ob sie einwandfrei ihre Leistung ohne Abstürze liefert.
Denn 50€ für eine GTX 1080 Ti ist natürlich ein super Preis...

Aber wie JoM79 schon schrieb, die Karte muß mal runtergefallen sein (siehe 2 Foto von Dir).
Insofern ist das Ausfallrisiko in naher Zukunft stark erhöht gegenüber einer normal gepfegten GPU.
 
Vllt kannst Du sie ja auch backen, und hoffen, daß sie sich dann wieder etwas entspannt, bevor ernste Schäden auftreten.

Was sagen denn Artikelbeschreibung und Bilder der Anzeige?
 
Ich habe letztens auch gebraucht ne 1080 Asus Rog Stricx OC (etwas schneller als die TI, etwa auf Niveau der RX 6600XT) für 100eur gekauft.
War schwierig sie zum laufen zubekommen. Irgendwann ging es. Aber dann hatte sie einen Lüfter-Panikmode.
Habe Sie dann mal in andere Rechner eingesetzt da lief sie ok bis gut.

Gebraucht lohnt sich der Stress nicht für so ne alte Karte. Habe dann für den Rechner wo sie vorgesehen war eine Neue RX 6650 XT für 200eur geholt. Die sind vom P/L super. Hätte ich sofort holen sollen.
 
Wie kommt ihr denn immer auf "heruntergefallen"? Die Karte hat doch weder am Kunststoff, noch am Metall Kratzer, oder Abplatzungen. Für mich sieht es eher so aus, als ob die dauerhaft Druck bekommen hat, beispielsweise durch den Einbau in ein zu enges Gehäuse und sich dann bei hoher thermischer Belastung der Stromversorgung verformt hat.
 
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