Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

humbz

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Hi,

mich würde einfach mal interessieren, ob mir hier jemand mit Fachwissen jeglicher Art helfen könnte, die tatsächliche Bedrohung durch Malware einschätzen zu können, weil ich mir offen gestanden nicht sicher bin, ob ich mir hier teils zu viele Gedanken mache.
Ich habe eine Sicherheitssoftware, Norton, installiert.
Jetzt kann man ja alle möglichen Gefahrenquellen durchgehen. Inwiefern muss ich trotz aktualisierter Sicherheitssoftware Bedenken haben, wenn ich von unbekannten Quellen Dateien herunterlade? Kommt es dabei auf die Dateitypen an? Oder ist es egal, ob es sich um Text-, Musik- oder Videodateien handelt (oder auch sowas wie inoffizielle Mods, Patches etc für Spiele), ist es egal, ob die Dateien dabei .zip, .rar oder sonst wie verpackt sind?

Zugespitzt könnte man auch fragen, ob mit anständiger Sicherheitssoftware eigenes Nachdenken noch notwendig ist über die bekannten Floskeln ("Immer aufpassen!") hinaus.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Antiviren Programme erkennen nur die Viren die bekannt sind. Da kann es etwas dauern bis neue Viren erkannt werden.
Sich auf Sicherheitssoftware zu verlassen ist der völlig falsche Weg. Man kann es als Unterstützung nehmen, aber sich darauf verlassen ist auf keinen Fall empfehlenswert.
Software aus unbekannten Quellen sollte man generell sowieso nicht laden. Wie jetzt der Suffix heißt (pdf, flv, swf, doc) ist extrem Wayne, da auch bei Dokumenten (z.B. Word, PDF oder Adobe Flash) Sicherheitslücken vorhanden sind die ausgenutzt werden können und/oder ausgenutzt werden.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Wie die Dateien gepackt sind ist egal. Der Virus kommt ja erst beim entpacken raus.

Bei normalen Textdateien (.txt) kann nichts passieren, bei Officedokumenten sieht das aufgrund der Makros schon anders aus. Bei Musik oder Videodateien ist der Virus nicht direkt selber die Datei, sondern es werden Sicherheitslücken (z.B. Pufferüberlauf) im Abspielprogramm genutzt. Da ist es also sinnvoll Programme zu verwenden, die nicht zu stark verbreitet sind.

Bei PDF z.B. FoxitReader anstelle von Adobe und bei Office LibreOffice anstatt MS Office. Dazu kommt, das LibreOffice mit Sachen wie VBS-Script und den meisten Macros gar nicht umgehen kann -> ein Einfallstor weniger.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Am wichtigsten ist, dass du immer mit der Brain.exe unterwegs bist. Sprich, klicke nicht auf das blinkende Pop-Up wo drin steht du hättest 1 Millionen Euro gewonnen oder sowas. :schief:

Ich hab in den letzten 10 Jahren nicht eine einzige Spyware/Viren/etc. auf dem PC gehabt (Tools haben zumindest nichts gefunden), während Bekannte und Kollegen bereits die 100.000´er Marke geknackt haben. Ja, richtig gehört, über einhunderttausend infizierte Dateien.


Eigentlich ist es ganz einfach:
Nur auf seriösen Seiten surfen (bzw. dort Sachen herunterladen)
Keine Werbung anklicken
Nicht auf falsche Fehlermeldungen reinfallen (z. B. erscheint im Browser plötzlich ein falsches Windows-Fenster indem drin steht, dass dein System einen Virus entdeckt hat und sofort etwas geschehen muss, indem du hier und da usw. klickst.)
Oder der Klassiker: Email-Anhänge - niemals etwas öffnen, dessen Absender du nicht kennst!
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Und Downloads von Mods, Trainern und anderen Tools aus der Community vor dem dem Öffnen/Ausführen erstmal bei Virustotal.com prüfen, wenn du es nicht direkt über den Steam-Workshop runterlädst.
Dann weißt du nach ner Minute gleich, ob du die Datei wieder löschen solltest.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Also erst mal vielen Dank für eure Antworten.

Ich habe gerade einen Link gefunden, der sich auf mein eigentliches Hauptanliegen bezieht, nämlich die faktische, tatsächliche Gefahr, sich Malware einzufangen bei installierter Sicherheitssoftware: 20 Security-Suiten im Test: Mehr Schutz fur Windows 10 | AV-TEST
Ich meine, etliche Programme hier haben eine 100% Erkennungsrate gehabt, nahezu alle zumindest über 95%. Und darum ging es bei mir ja mehr oder weniger: Inwiefern kann ich mich sorgenfrei durch die Welt des Internets bewegen, ohne mir Malware einzufangen.

Übrigens weiß ich auch nicht, ob der berühmte gesunde Menschenverstand bzw. die "brain.exe" immer ausreicht.
Was mache ich denn bei dem kleinen RTS, was ich gelegentlich online spiele, wo ein Fanpatch releast wurde? Ab wann ist es sicher, das Ganze herunterzuladen?
Oder eben auch Dateien von Oneclick-Hostern, wo es durchaus gerade im Musikbereich viele (übrigens legale) anonyme Quellen von Mixtapes etc. gibt?

Wie gesagt, dem oben verlinkten Test zufolge sollte man doch mit Sicherheitsprogramm extrem sicher sein, oder?

Übrigens, auf mein Problem mit dem Fanpatch oder auch generell Dateidownloads bezogen: Macht es da nicht Sinn, notfalls eine gewisse Zeit mit dem Download zu warten? Soll heißen: Wenn also z.B. die runterzuladene Datei bereits vor einem Jahr hochgeladen wurde, bedeutet das doch, dass höchstens Malware enthalten sein kann, die bereits mindestens ein Jahr alt ist und daher mit wohl nahezu 100% Sicherheit bereits in den Datenbanken des eigenen Sicherheitsprogramms verzeichnet sein sollte, oder?
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Hängt eben von den Viren ab. Wenn es sehr verbreitete Viren sind, werden die schon zuverlässig erkannt. Deshalb bei Virustotal hochladen, weil ja jedes Programm andere Signaturen verwendet.
Gegen zielgerichtete Angriffe ala NSA, kann aber auch ein AV-Programm nichts machen.

99% sagt aber auch nicht so viel aus. Heißt ja umgekehrt, einer von 100 wird nicht erkannt.

Die bezahlten AV-programme wie Kaspersky, Bitdefender, GDATA schützen aber alle sehr gut. Dafür lässt der Windowsdefender umso mehr durch.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Ich nutze seit Jahren spybot, ohne den Teetimer (zu meinem Virenprogramm) und immunisiere nur meine Browser damit. Ich habe jetzt sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Sei es jetzt gefährlich oder ungefährlich, interessiert mich eigentlich nicht - wird zu >90% eh geblockt und kommt eh nicht mehr durch. Ich mache jeden Monat ein Backup auf meine Externe, weil mir Windows selber schon 2x das System bei Updates zerschossen hat. Deshalb halte ich Windows selber für viel gefährlicher.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Oder der Klassiker: Email-Anhänge - niemals etwas öffnen, dessen Absender du nicht kennst!
Und auch bei Bekannten öffnet man es nur, wenn man weiss, dass etwas kommt und was. Es gibt gebnug Menschen, diesen Account missbraucht wird. Mailanhänge sind quasi immer tabu
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Bei mir vor kurzem:
Mitarbeiter bekommt einen Erpressungstrojaner als .zip via Email.
Antivirus schlägt beim Entpacken Alarm.
Aus Unglaube warum eine Rechnung der Post als Virus deklariert wurde, schickt er die Email an zwei andere Mitarbeiter weiter die dem Absender ja vertrauten.
Am Ende des Tages waren dann drei Rechner zum neu aufsetzen, alle lokale Daten verloren und vom Netzwerkshare wurde das Backup vom Vortag eingespielt.
Schutzmöglichkeit: praktisch Null
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Also erst mal vielen Dank für eure Antworten.

Ich habe gerade einen Link gefunden, der sich auf mein eigentliches Hauptanliegen bezieht, nämlich die faktische, tatsächliche Gefahr, sich Malware einzufangen bei installierter Sicherheitssoftware: 20 Security-Suiten im Test: Mehr Schutz fur Windows 10 | AV-TEST
Ich meine, etliche Programme hier haben eine 100% Erkennungsrate gehabt, nahezu alle zumindest über 95%. Und darum ging es bei mir ja mehr oder weniger: Inwiefern kann ich mich sorgenfrei durch die Welt des Internets bewegen, ohne mir Malware einzufangen.

Übrigens weiß ich auch nicht, ob der berühmte gesunde Menschenverstand bzw. die "brain.exe" immer ausreicht.
Was mache ich denn bei dem kleinen RTS, was ich gelegentlich online spiele, wo ein Fanpatch releast wurde? Ab wann ist es sicher, das Ganze herunterzuladen?
Oder eben auch Dateien von Oneclick-Hostern, wo es durchaus gerade im Musikbereich viele (übrigens legale) anonyme Quellen von Mixtapes etc. gibt?

Wie gesagt, dem oben verlinkten Test zufolge sollte man doch mit Sicherheitsprogramm extrem sicher sein, oder?

Übrigens, auf mein Problem mit dem Fanpatch oder auch generell Dateidownloads bezogen: Macht es da nicht Sinn, notfalls eine gewisse Zeit mit dem Download zu warten? Soll heißen: Wenn also z.B. die runterzuladene Datei bereits vor einem Jahr hochgeladen wurde, bedeutet das doch, dass höchstens Malware enthalten sein kann, die bereits mindestens ein Jahr alt ist und daher mit wohl nahezu 100% Sicherheit bereits in den Datenbanken des eigenen Sicherheitsprogramms verzeichnet sein sollte, oder?

100% Sicherheit gibt es einfach nicht, da nicht alle Sicherheitslücken und Viren bekannt sind. Moderne AV-Programme erkennen zwar auch Muster von unbekannten Viren aber das funktioniert auch nicht immer. Bei Mods oder auch Dateien von One-Click Hostern muss man einfach abwägen wie sehr man demjenigen im Internet vertraut der die Sachen hochgeladen hat. Man kann die Dateien mit dem AV-Programm scannen aber wie gesagt muss die Datei nicht sicher sein, auch wenn das AV-Programm es sagt. Was meiner Freundin z.B. passiert ist, ist das sie ganz normal gebrowst ist und ein Pop-Up bekam was genau so ausschaute wie ein Fenster von dem AV-Programm was sie benutzt hat (AVG mit Jahreslizenz) und da stand dann was von neues Update verfügbar, jetzt updaten. Hat sie drauf geklickt und so einen Virus installiert und das AV-Programm hat nichts gemacht. Beim Runterladen des vermeintlichen Updates meinte es die Datei sei sicher (konnte ich im Log nachgucken) und auch bei der Installation hat es nicht gemeckert. Ende vom Lied war das Windows und ein Haufen an Daten hin war, ich zig AV-Programme austesten musste die einen Recovery-Modus haben und den Virus erst erkennen mussten und dann Stunden lang mich mit der Datenrettung beschäfftigen konnte. Da mehrere PCs im selben Netzwerk waren musste ich die anderen Geräte auch alle überprüfen.

Mit dem Download warten hilft zudem auch nicht unbedingt. Der Virus muss erstmal erkennt werden und wird dann in die verschiedenen Datenbanken integriert. In meinem Beispiel musste ich verschiedene Programme durchtesten und die meisten haben den Virus nicht erkannt. Wenn jetzt nur Leute die Daten runterladen und eines von vielen AV-Programmen nutzt was den Virus nicht erkennt, dann ist der Virus auch nach 1 Jahr oder länger noch immer nicht in der Datenbank. Bei Viren oder Malware die nicht aggressiv agiert kann so auch unbemerkt Jahre auf dem PC überleben. Häufig soll ich gucken warum ein PC sehr langsam ist und meistens ist der PC mit Malware und Viren verseucht die aber nichts offensichtlich schlimmes machen und von den verwendeten AV-Programmen nicht erkannt werden. Besonders weil viele kostenlose AV-Programme nur einen Virenschutz, und keinen Malwareschutz bieten.

Wenn du dir Daten aus irgendwelchen Foren und dubiosen Seiten runterladen willst musst du mit der Gefahr leben das du dich infizierst und dein AV-Programm es nicht merkt. Da spielt es auch keine Rolle ob du jetzt ein kostenloses AV oder ein kostenpflichtiges AV nutzt. Im Zweifel die Daten besser nicht herunterladen.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Raubkopien sind, solange die Links aus "guten" Quellen stammen meist Schadsoftware frei. Die meisten Infektion kommen aktuell durch Mails oder durch auf Webseiten eingebettete exploitkits (werbenetzwerke werden gerne mal mitbenutzt )
Ad, spam und scriptblocker sind aktuell meiner Meinung nach durchaus leistungsfähiger als die meisten Virenscanner.

Gesendet von meinem unknown mit Tapatalk
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

DieViren die wirklich aktuell und gefährlich sind, werden meistens auch noch nicht erkannt...


Bin seit Jahren ohne Virenschutz unterwegs, wichtiger sind Ad und Scriptblocker im Browser und Misstrauen bei Email Anhängen.
Mailanhänge waren auch zuletzt wieder Hauptquelle der Verschlüsselungstrojaner.

Norton halte ich dabei für den größeren Virus... Da gibt es bessere Alternativen, wenn es denn unbedingt sein muss...
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Man kommt eigentlich mit einigen wenigen Grundprinzipien ziemlich gut durchs IT-Leben:


  • Die Software (nicht nur das Betriebssystem, sondern alle installierten Programme) stets aktuell halten
  • Software nur von der Webseite des Herstellers selbst runterladen, niemals von anderen Seiten. Wenn man ein Programm in Google sucht, wird oft eine Drittseite zum Download ganz oben angezeigt, das sind aber nicht selten manipulierte und infizierte Dateien. Deswegen schau ich mir bei heise oder anderen vertrauenswürdigen Quellen immer erst mal nach, wie der eigentliche Hersteller des Tools heißt (wenn ich das nicht eh weiß) und gehe dann direkt auf die Seite des Herstellers selbst, um das Tool von dort herunterzuladen.
  • In EMails niemals, wirklich niemals einen Link anklicken (oder gar Attachment öffnen), wenn man diese Mail nicht erwartet hat. D.h. in einer "Entsperrmail", nachdem man sich gerade wo angemeldet hat, kann man den Link ruhig klicken, die Mail ist ja genau zum erwarteten Zeitpunkt vom erwarteten Absender gekommen. Aber alles andere hat das Risiko, dass man Dich verleiten will auf eine Seite zu kommen und dort etwas einzugeben oder herunterzuladen und Dir damit Schaden zuzufügen. Wenn z.B. eine Mail über eine angebliche Rechnung kommt und Du hast mit dem Absender tatsächlich was zu tun (z.B. PayPal), dann geh lieber direkt auf die Seite (ohne den Link in der Mail zu nutzen) und prüf dort Dein Konto manuell um sicher zu gehen, dass alles seine Ordnung hat.

Mit diesen einfachen Regeln komme ich seit 40 Jahren durchs IT Leben (und ich verbringe nahezu den ganzen Tag am Rechner) ohne je eine Sicherheitssoftware oder Virenscanner installiert zu haben - und hatte trotzdem noch nie Schadsoftware auf meinem Rechner. Ab und zu mal ein desinfec't zum Prüfen des Rechners reicht.

Sicherheitssoftware gibt ein falsches Gefühl von Sicherheit und schadet somit mehr, als es hilft. Abgesehen davon, dass diese Programme auch immer wieder massive Störungen in Windows verursachen können.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Bei Email ist es auch sinnvoll, wenn der Mailanbieter es anbietet auf TEXT-Mail umzuschalten. HTML-Mail braucht kein Mensch.
Das hat mehrere Vorteile:
* Keine Bilder werden geladen -> weniger Datenverbrauch, keine Trackingpixel.
* Links werden als Text dargestellt und müssten daher erst in die Adresszeile kopiert werden
* Da kein HTML, sind auch keine Scripte möglich.


Bei mir vor kurzem:
Mitarbeiter bekommt einen Erpressungstrojaner als .zip via Email.
Antivirus schlägt beim Entpacken Alarm.
Aus Unglaube warum eine Rechnung der Post als Virus deklariert wurde, schickt er die Email an zwei andere Mitarbeiter weiter die dem Absender ja vertrauten.
Am Ende des Tages waren dann drei Rechner zum neu aufsetzen, alle lokale Daten verloren und vom Netzwerkshare wurde das Backup vom Vortag eingespielt.
Schutzmöglichkeit: praktisch Null

Deshalb verstehe ich nicht, warum Windows immer noch die gefährlichen Endungen ausblendet. Das ist eigentlich mit das erste nach einer Neuinstallation, das ich alle Endungen anzeigen lasse. Dann fällt nämlich ein Rechnung.pdf.exe sofort auf.
 
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@DKK007

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AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Bei Email ist es auch sinnvoll, wenn der Mailanbieter es anbietet auf TEXT-Mail umzuschalten. HTML-Mail braucht kein Mensch.
Das hat mehrere Vorteile:
* Keine Bilder werden geladen -> weniger Datenverbrauch, keine Trackingpixel.
* Links werden als Text dargestellt und müssten daher erst in die Adresszeile kopiert werden
* Da kein HTML, sind auch keine Scripte möglich.

Technik muss sich nach dem Menschen richten und nicht umgekehrt. Deswegen finde ich das nicht gut.

Scripte in (HTML-)EMails werden übrigens schon seit Ewigkeiten von keinem Mailingtool ausgeführt.

Die meisten Mailingtools laden auch keine externen Bilder in Mails (nur embedded Bilder), bzw. erst auf Anforderung.

Und dass Links sonst wo hinführen können, ist etwas, was man als Anwender im Internet einfach mal lernen muss. Und zwar egal wo der Link ist. Deswegen die Link-Funktion wegzunehmen, kann ja auch nicht die Lösung sein.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Übrigens weiß ich auch nicht, ob der berühmte gesunde Menschenverstand bzw. die "brain.exe" immer ausreicht.
Bei mir hat er die letzten 25 Jahre im privaten Umfeld ausgereicht. Aber ich komme auch aus der IT-Ecke.

Was mache ich denn bei dem kleinen RTS, was ich gelegentlich online spiele, wo ein Fanpatch releast wurde? Ab wann ist es sicher, das Ganze herunterzuladen?
Oder eben auch Dateien von Oneclick-Hostern, wo es durchaus gerade im Musikbereich viele (übrigens legale) anonyme Quellen von Mixtapes etc. gibt?
Genau dort ist Dein Brain.exe gefordert. Kannst/willst Du dem Urheber vertrauen, kennst Du vertrauenswürdige Leute, die das schon getan haben.

Bei Musik, Bildern oder Videos musst Du halt Deinem Player vertrauen. Wer Musik/Videos auf diese Weise legal anbietet, sollte keinen Grund darin sehen, seine Dateien in einem Installer zu verpacken ZIP/RAR-Archive kann man gefahrlos entpacken, darin enthaltene, ausführbare Dateien oder HTML-Seiten (warum sollte die jemand in ein legales Archiv packen der seine Musik so verteilt) kann man ignorieren (oder HTML erst mal mit einem Texteditor aufmachen, wenn es unbedingt sein muss) und die Musik dann mit dem eigenen Player abspielen.

Verfolgt man dann noch ein wenig die Sicherheitslücken der Player/Anzeigeprogramme, dürfte man schon auf der recht sicheren Seite sein. Außer beim Download selber, falls der OCH nur mit Werbung, Javascript und hunderten von ext. Scripten überhaupt zu nutzen ist.

Und wenn der Drang zu groß ist, Patches und co. immer nutzen zu wollen:
Surf- und Spiele-PC trennen und vor jeder Installation der Spielepatches ein HD-Imaage des Spielerechners ziehen. Merkt man, dass ich von Steam und co nichts halte und selbst Onlne-Aktivierungen von SW für unverschämt halte?

Wie gesagt, dem oben verlinkten Test zufolge sollte man doch mit Sicherheitsprogramm extrem sicher sein, oder?
Stuxnet hat lange gebraucht, bis es selbst bei Firmen mit Virenscannern erkannt wurde....der aktuelle iOS-Fall genauso. Welche Auswirkungen es bis dahin hatte, ist ja bekannt.

Und auch bei Bekannten öffnet man es nur, wenn man weiss, dass etwas kommt und was. Es gibt gebnug Menschen, diesen Account missbraucht wird. Mailanhänge sind quasi immer tabu
Ich bevorzuge das Öffnen der Dateien mit Software, die mir sicherer erscheint. Egal, ob das OpenOffice (mit abgeschalteten Makros) für MS-Office-Dateien ist, oder ein anderer PDF-Viewer wie Adobes Virenschleuder. Oder bei Videos ein Player, den ich für sicherer halte wie den MediaPlayer von MS. Flash läuft bis auf wenige, ausgesuchte Seiten auch nur noch zur Not in der VM (danach wird der Snapshot zurück gesetzt).

Aber man kann natürlich auch nahezu alle Internetshops meiden (Rechung als PDF) und auch sonst jeden Geschäftspartner auffordedern, seine Dokumente weiterhin per Post zu senden.

Oder der Klassiker: Email-Anhänge - niemals etwas öffnen, dessen Absender du nicht kennst!
Auch das ist nur die halbe Miete. Was. wenn der Bekannte sich einen Virus eingefangen hat und diesen unbemerkt an die Word-Datei (oder das PDF, Bild, was auch immer) anhängt.
 
AW: Wie groß ist die Malware-Gefahr tatsächlich?

Also merkwürdig finde ich aber schon mit welcher Selbstverständlichkeit einige hier Sicherheitssoftware schlecht reden, obwohl die bisher einzig angeführte empirische Untersuchung zumindest den meisten etablierten Herstellern ausgezeichnete Erkennungsraten bescheinigt. Klar kann man sich jetzt Einzelfälle mit professionellem Hintergrund wie Stuxnet heraussuchen, aber müsste es dann nicht auch irgendwelche Studien etc. geben, welche die hier behauptete Fehleranfälligkeit von Sicherheitsprogrammen belegen?
 
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