Du könntest es auch einfach ausprobieren, wenn du damit zufrieden bist, ist alles cool -wenn nicht, schick es einfach wieder zurück.
In der von dir genannten Preisgrenze wird auch nicht viel anderes Möglich sein. Für "richtige" Mikrofone musst du auf USB verzichten, die kommen mit XLR Stecker daher und du benötigst dazu noch ein entsprechendes USB oder FireWire Interface (die auch Phantomspannung liefern). Da gibts dann günstige und akzeptable Lösungen wie das M-Audio FastTrack für ~79 EUR, was schon preislich absolute Untergrenze ist. Ein entsprechendes Großmembranmikrofon schlägt dann aber nochmal locker mit 100 Euro zu buche, womit dann schon das doppelte als dein Budget veranschlagt wären. Dazu kommen dann noch Tischstativ und Poppschutz. Eine günstige Angelegenheit ist das alles nicht. Der Vorteil ist die Erweiterbarkeit: Mit einem leicht größeren Interface (Focusrite Scarlett 2i2 oder PreSonus Audiobox, beides um 120 EUR) lassen sich schon 2 Mikrofone benutzen, je nach Zukunftsplanung. Bei meinen bescheidenen LP Erfahrungen habe ich (bei mehreren Personen) mit 2 Mikrofonen bessere Erfahrungen gemacht, da es den "Raumklang" enorm minimiert, wenn man nicht 1m+ Abstand zum Mikrofon hat.
Noch was grundsätzliches zu Nebengeräuschen: Die werden alle aufgenommen, dafür sind die Dinger ja ausgelegt. Vor allem Großmembran zeigen sich da noch erheblich aufnahmefreudiger, nicht zuletzt deswegen benutzt man sie ja auch ,) Leichtes Klopfen auf den Tisch, Feuerzeuge, Tastaturanschläge -es wird einen Moment dauern, bis zu alle störenden Quellen abgeschaltet haben wirst. Wir haben beim letzten mal das Mikrofon via Eigenkonstruktion am Dachfenster recht frei in den Raum hängen müssen -alle Versuche, das auf dem Tisch stehen zu haben wurden durch Tastaturanschläge zunichte gemacht. Solange es nicht live ist, bleibt da noch die Möglichkeit mit Noisegate via Software (Cubase bspw.) um alles im niedrigen dB Bereich einfach abzusägen.
Ich will hier niemandem Hardware für mehrere hundert Euro andrehen und sagen, alles andere sei Mist. Das muss man immer individuell für sich selbst und vor allem bedarfsorientiert entscheiden. Im Recording Bereich ist alles sauteuer und ich hab mir jahrelang das Recordinggeraffel für die Band vom Munde abgespart, ich kenn mich mit begrenztem Budget gut aus

Ergo: Probier das Teil von thomann einfach mal aus, wenn du damit zufrieden bist, ist alles cool. Wenn nicht, gehts eben einfach zurück, dann kann man sich immernoch um günstige Alternativen bemühen.