Welche NAS für mich?

mÖre

PC-Selbstbauer(in)
Welche NAS für mich?

Hiho
Ich möchte zu Hause ein NAS aufbauen. Zwar habe ich nur 2 PCs, aber ich möchte ein NAS als Datengrab haben, da ich durch ein RAID5 eine gewisse Redundanz habe, und durch den Dauerlauf Festplatten schone... habe schon extrem viel schlechte erfahrung mit Festplatten gemacht :-/

Jedenfalls suche ich ein NAS für den Heimbereich, und es sollte preislich unter 200€ bleiben... also leider kein QNAP uÄ
Was brauche ich... eigentlich nur ein 4 Bay, was auch mit RAID5 eine annehmbare performance liefert. Verbinden möchte ich es, zumindest an meinem ArbeitsPC, mit iSCSI, damit ich von diversen "nichtnetzwerkprogrammen" problemlosen Zugriff habe (zB Adobe Bridge und Lightroom)

Was mir zudem wichtig ist: ein USB 3 Port, der folgendes kann
1- Ich schließe ein Cardreader an, und das NAS importiert mir die Daten selbstständig auf sich rauf. Sprich: Speicherkarte aus der Cam rein und schon sind die Daten fest, sicher im Netzwerk.
2- Dieser (oder ein anderer) Port soll, wenn ich eine Festplatte anschließe, das NAS auf die Platte sichern, quasie noch einmal als Backup. Dieses gerne auch (nur) per Zeitplan.

Also ich bin Fotograf und mir geht es darum, die Bilder ohne PC erstmal im Netzwerk zu haben. Also komme von konzert wieder. Stecke die erste Karte rein, geh duschen, weiß wann der kopiervorgang fertig ist, stecke die Nächste rein, und kann dann bereits die ersten Bilder von irgend einem PC/Gerät aus sichten. Bzw Karten leernuckeln ohne PC anschalten zu müssen. Entsprechend sollte die Leistung auch so sein, dass ich große Bilddatein (18 und 22MP RAW) gut öffnen kann. Habe von NAS gelesen, die dank zu schwachen Prozi und SoftwareRAID5 sich zu tode rechnen und die Datenraten einbrechen. Super wäre es, wenn die Leistung auch für HD-Videobearbeitung reichen würde. Also Von Premiere aus direkt durchs Netzwerk Videos schnibbeln.

Und dann wäre noch ein kleiner USB2 Port interessant, wo ich einen Drucker drüber freigeben kann.

Zunächst ist der Plan vorhandene 4x1TB platten zu reciclen, später kommt mal mehr Speicher.

Was könnt ihr mir empfehlen?

Dankeschöööööhhhhn
 
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AW: Welche NAS für mich?

An einen Selbstbau hatte ich auch schon mal gedacht. Habe deswegen auch schon mal auf (zugegeben alter ziemlich gamliger Hardware) ein Nas4Free bzw FreeNAS aufgesetzt und damit rumgespielt.
Jedoch Lief das ganze auf meiner eben zusammengeschusterten HArdware nicht so ganz rund.

Jedoch schwanke ich immernoch zwischen einem Selbstbau und einer Fertiglösung. Selbstbau bin ich natürlich flexibler und kann auf der Hardware problemlos noch andere "echte" Serversachen laufen lassen... wenn gleich ich dieses aber nicht benötigt. Mir reicht an sich ein iSCSI, ggf noch Medienserver für meinen TV und ftp... das war es auch schon.

Eine generelle Frage habe ich jedoch, wenn es in Richtung selbstbau gehen soll.... wie viel Rechenleistung bedarf ein SoftRaid 5 :huh:
Sicherlich kann man sagen, dass man nie genug leistung haben kann... jedoch was bringt es mir, wenn der Prozzi dann die Daten in FEstplattengeschwindigkeit berechnen kann, aber das LAN weit nicht hinterher kommt.
Zudem kommt der Stromverbrauch. Ich kann auch wirklich meinen alten C2Q6600 reciclen.. aber was bringt es mir, wenn mein NAS dadurch nen Stromverbrauch von 200W hat >.<


HAst du, oder jemand anderes Erfahrung im Bereich des Eigenbaus?
Die beiden von dir Verlinkten Server (die FertigNAS fällt aus wegen 2 Bay) sind zwar so schon mal schön und Gut... der AMD ist vom Stromverbrauch her gut.. aber hat kein USB3. der Intel dagegen hat zu hohen Stromverbrauch
edit: wenn gleich man natürlich den AMD einfach mit ner USB3 Karte nachrüsten kann
 
AW: Welche NAS für mich?

Eine generelle Frage habe ich jedoch, wenn es in Richtung selbstbau gehen soll.... wie viel Rechenleistung bedarf ein SoftRaid 5 :huh:
Den Rechenaufwand für Software-RAID kann man bei modernen CPUs absolut vernachlässigen. Selbst ein Dualcore-Celeron bewältigt sowas spielen. Klar, Gigabit-Ethernet wirst du damit nicht auslasten, aber bei den meisten Kopiervorgängen übers Netz hast du meistens ohnehin so viel Overhead, dass der Rechenaufwand fürs RAID nicht ins Gewicht fällt.
HAst du, oder jemand anderes Erfahrung im Bereich des Eigenbaus?
Ich baue meine Systeme grundsätzlich selber zusammen, da mir Fertiglösungen zu teuer und zu unflexibel sind. Wenn du zu einem Eigenbau tendierst, kannst du ja mal in meinen Guide schauen, dort habe ich einen Leitfaden für die Zusammenstellung von Serversystemen erstellt, welcher sich aber auch für NAS eignet. Die dort gelisteten Fragen kannst du dann ja hier beantworten, das beschleunigt und erleichtert das Geben von Empfehlungen enorm.

Wichtig wäre unter Umständen der Aspekt "Backup" - wenn du berufliche Daten zuhause ablegst, würde ich mir definitiv darüber Gedanken machen.

MfG Jimini
 
AW: Welche NAS für mich?


Herzlichen Dank für deinen Post =) Du scheinst echt Ahnung zu haben von dem, was ich möchte.
Beruflich kann man das ganze nicht nennen. Fotografie und Video ist und bleibt ein Hobbie... nur eben die Daten haben einen persönlichen Wert

Fangen wir mit c&p an

1) Was soll das System genau machen?
Zunächst Festplatten reciclen (4x1TB), Später soll aufgebaut werden. Ergeben soll es ein NAS für den Heimbereich auf dem ich meine Daten zentral lagere (Datengrab). Meine Datensammlung umfasst derzeit etwa 1,5TB Bilder (Meistteil Rohdaten, oder unkomprimiertes Zeug). etwa 500GB eigends erstellter Filme. Zudem etwa 500GB (Spiel-)Filme und Musik, welche auf Lappi und TV laufen sollen.


2) Gibt es besondere Anforderungen an die Hardware?
keine Generellen. Ausreichend genug um eben ein Softraid ausreichend schnell berechnen zu können und noch ggf etwas Power hat, wenn ich auf dem NAS noch andere Sachen laufen lassen möchte (ftp, ggf Downloadclienten)
Das Ding steht im Flur, muss also nicht flüsterleise sein, sollte aber keinem Staubsauger ähneln.
Die Durchflussmenge sollte jedoch möglichst am GBit Netz liegen, um eben auch Videos durchs Netzwerk bearbeiten zu können.
4 Sata Ports sind Pflicht, mehr werden sehr gerne genommen.
Stromverbrauch (abseits der HDDs) ist wichtig, das Teil soll keine Standheizung werden.

3) Gibt es besondere Anforderungen an die Software?
Installation kann mit Bildschirm geschehen, später Webinterface oder Remoteverbindung... KEIN SSH oder sonstige Fernconsolen.
Backupfunktion auf externe HDD, Druckerfreigabe, DLNA (Für TV), ftp

4) Was ist der preisliche Rahmen?
Ein "normales" Gehäuse wäre vorhanden. Ein "normales" NEtzteil auch. Preislich möchte ich unter 200 bis maximal 250€ (ohne HDDs) liegen.

5) Wie soll auf das System zugegriffen werden?
Mein Arbeitsrechner soll per iSCSI drauf, Notebook reicht auch normale Netzwerkfreigabe. Androidhandy ist eigentlich egal. DLNA für TV

6) Eigenbau oder Komplettsystem?
egal, läuft wohl auf Eigenbau hinaus
7) Worauf sollen die Daten gespeichert werden? Wie viel Speicherplatz wird benötigt?
Anfangs reciclete 4x1TB
Für Backup eine USB3-3TB

8) Wie ausfallsicher soll das System sein?
Raid5 zur Redundanz, Externe Festplatte mit Task (1x/Woche oder manuell) als Backup (Komplettspiegelung)


Herumgespielt habe ich wie gesagt schon mit Nas4free oder was mir besser gefallen hat: FreeNAS. Lasse mich jedoch auch gerne umberaten und wäre ggf auch von Virtualisierung nicht abgeneigt (um ggf Resourcen besser nutzen zu können für anderes System)


Danke soweit schon mal
 
AW: Welche NAS für mich?

Herzlichen Dank für deinen Post =) Du scheinst echt Ahnung zu haben von dem, was ich möchte.
Gern geschehen - und danke für die Vorschusslorbeeren ;)
Beruflich kann man das ganze nicht nennen. Fotografie und Video ist und bleibt ein Hobbie... nur eben die Daten haben einen persönlichen Wert
Sobald die Daten einen Wert für dich haben, ist ein Backup sinnvoll. Ich komme später nochmal darauf zurück.

Ich gehe mal auf die Sachen ein, die ich beantworten kann:
1) Was soll das System genau machen?
Zunächst Festplatten reciclen (4x1TB), Später soll aufgebaut werden. Ergeben soll es ein NAS für den Heimbereich auf dem ich meine Daten zentral lagere (Datengrab). Meine Datensammlung umfasst derzeit etwa 1,5TB Bilder (Meistteil Rohdaten, oder unkomprimiertes Zeug). etwa 500GB eigends erstellter Filme. Zudem etwa 500GB (Spiel-)Filme und Musik, welche auf Lappi und TV laufen sollen.
Die an einem RAID beteiligten Laufwerke / Partitionen sollten möglichst die gleiche Größe haben. Wenn du mit 1TB-Platten anfängst, müsstest du gegebenenfalls irgendwann das Array auf größere Platten klonen. Im verlinkten Thread ist eine Anleitung für mdadm unter Linux. Ob es unter Windows möglich ist, weiß ich mangels Erfahrungen nicht.
2) Gibt es besondere Anforderungen an die Hardware?
keine Generellen. Ausreichend genug um eben ein Softraid ausreichend schnell berechnen zu können und noch ggf etwas Power hat, wenn ich auf dem NAS noch andere Sachen laufen lassen möchte (ftp, ggf Downloadclienten)
Das Ding steht im Flur, muss also nicht flüsterleise sein, sollte aber keinem Staubsauger ähneln.
Die Durchflussmenge sollte jedoch möglichst am GBit Netz liegen, um eben auch Videos durchs Netzwerk bearbeiten zu können.
4 Sata Ports sind Pflicht, mehr werden sehr gerne genommen.
Stromverbrauch (abseits der HDDs) ist wichtig, das Teil soll keine Standheizung werden.
Die Lautstärke stellt kein Problem dar. Am lautesten werden sicherlich die Festplatten werden. Der Datendurchsatz ist da schon eher ein Thema. Da bei diesem Budget kein dedizierter Controller drin ist, wirst du entweder auf Software-RAID oder die RAID-Funktion des Mainboards (= "Fake-RAID", davon halte ich persönlich aber nicht viel) zurückgreifen müssen. Mein Dualcore-Celeron kommt mit dem verschlüsselten RAID5 auf 60-70MB/s. Unverschlüsselt sollten (vage Schätzung) mindestens 20% mehr drin sein.

Bezüglich der Hardware-Empfehlungen würde ich die Meinungen anderer User abwarten, da ich hinsichtlich der Effizienz und Leistung aktueller CPUs nicht wirklich bewandert bin.
3) Gibt es besondere Anforderungen an die Software?
Installation kann mit Bildschirm geschehen, später Webinterface oder Remoteverbindung... KEIN SSH oder sonstige Fernconsolen.
Backupfunktion auf externe HDD, Druckerfreigabe, DLNA (Für TV), ftp
Du schreibst, dass dir FreeNAS gut gefallen hat. Dieses habe ich bislang nicht genutzt, da ich zuhause ausschließlich auf Linux setze. Daher kann ich hierzu nicht viel beitragen.
4) Was ist der preisliche Rahmen?
Ein "normales" Gehäuse wäre vorhanden. Ein "normales" NEtzteil auch. Preislich möchte ich unter 200 bis maximal 250€ (ohne HDDs) liegen.
Wenn du somit nur noch Mainboard, CPU und RAM brauchst, sollte das Budget absolut ausreichen.
7) Worauf sollen die Daten gespeichert werden? Wie viel Speicherplatz wird benötigt?
Anfangs reciclete 4x1TB
Für Backup eine USB3-3TB
Eine externe Backuplösung, welche nur für den Sicherungsvorgang angeschlossen wird, ist optimal.
8) Wie ausfallsicher soll das System sein?
Raid5 zur Redundanz, Externe Festplatte mit Task (1x/Woche oder manuell) als Backup (Komplettspiegelung)
Eine komplette Sicherung dauert natürlich vergleichweise lange. Wenn du stattdessen differentiell sicherst, wird nur beim ersten Sicherungsvorgang alles kopiert, danach sicherst du dann nur noch die neuen und geänderten Dateien. Das beschleunigt die Backups extrem.
wäre ggf auch von Virtualisierung nicht abgeneigt (um ggf Resourcen besser nutzen zu können für anderes System)
Ich würde ein solches System möglichst nur für die genannten Einsatzzwecke nutzen. Zum einen vereinfacht es die anfängliche Auswahl der Hardware (ein System, welches zusätzlich VMs laufen lässt, braucht beispielsweise mehr RAM und ggf. eine stärkere CPU), zum anderen bin ich persönlich kein Freund von dauerhaften Virtualisierungslösungen, ich bisher in puncto Stabilität und Zuverlässigkeit mit dedizierten Systemen immer besser gefahren bin. Ist aber irgendwo auch Geschmackssache.

MfG Jimini
 
AW: Welche NAS für mich?

Also inzwischen habe ich mich mal etwas in den Proliant Micro N54L eingelesen. Der Stromverbrauch von dem kleinen Kasten ist echt annehmbar. Hinzu kommt, dass ich nichts "basteln" muss.
Wie ich rausgeklesen habe, bleibt neben den 4 Bays sogar noch ein weiterer Sata Port übrig, bzw man kann den eSata nutzen- also noch ne Platte mehr.
System hat auf einem Internen USB-Port platz.

Dort eine USB3 Karte rein und im grunde habe ich doch alles, was ich mir so vorstelle und wünsche?! Und das ganze dann sogar mit "echter" Serverhardware :what:
 
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