Welche APU für Linux?

T

Tim1974

Guest
Hallo,

ich hatte ja vor einiger Zeit schonmal gefragt, die neuen AMD APUs der 4. Gen. scheinen aber noch immer nicht auf dem Markt zu sein, gibts da nun schon einen Termin?

Andererseits stellt sich mir aber die Frage, ob die neusten APUs überhaupt mit den Kerneltreibern von einem aktuellen Linux perfekt laufen würden und es nicht klüger wäre, den Ryzen5-3400G zu nehmen?

Wie groß wird eigentlich der Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem R5-3400G und dem R3-3200G sein, wenn man unter einem aktuellen 64-Bit-Linux damit arbeitet (Internet, Office, Audiobearbeitung, vielleicht ein wenig Videobearbeitung, Fotobearbeitung, Multimedia (UHD-Videos schauen...)?

Gruß
Tim
 
Achja, ich seh gerade...

Allerdings sind das die Pro-Versionen und mir zu teuer.
Außerdem fraglich ob ein aktuelles Linux mit den brandaktuellen APUs überhaupt schon was anfangen kann?
 
Wie groß wird eigentlich der Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem R5-3400G und dem R3-3200G sein, wenn man unter einem aktuellen 64-Bit-Linux damit arbeitet (Internet, Office, Audiobearbeitung, vielleicht ein wenig Videobearbeitung, Fotobearbeitung, Multimedia (UHD-Videos schauen...)?
Das kommt drauf an wie gut die Software mit Multithreading skalliert. Grob kann man sage, dass ein Thread ca. 40% der Leistung eines "Cores" bei AMD hat.

4K/4T vs. 4K/8T zzgl. etwas höheren Takt spricht schon für de R5 3400G.

Wenn Du wirklich auch Audio- und Videobearbeitung machen möchtest würde ich eine CPU samt günstige Graka für die Bildausgabe vorziehen. Ein R5 2600 liefert fast 50% mehr Performance in CB20 Multithread im Vergleich zum 3400G...
 
Im Juni wolltest du noch nen 6-Kerner mit integrierter Grafik. Nun hat auch AMD genau das auf den Markt gebracht. Kauf es, oder lass es ganz bleiben. Die 4000er-APUs sind technisch natürlich noch Zen 2, haben im Vergleich zu den reinen Desktop-CPUs geringere interne Latenzen, weil die Teile monolithisch sind und nicht aus Chiplets bestehen. Dafür fällt der Cache kleiner aus. Sonst würden die Leute ja wie wild nur die APUs kaufen :-)
 
Im Juni wolltest du noch nen 6-Kerner mit integrierter Grafik.

Ja richtig, ich bin da doch immer noch ziemlich unentschlossen. :fresse:

Da es nur um den Zweit-Rechner geht, den ich z.Z. kaum brauche, habe ich keinen so großen Zeitdruck und spiele dann alle Möglichkeiten durch.
Ein Laptop wäre eine weitere Option, allerdings sollte der dann nicht mehr als 500 Euro kosten und er muß eine AMD CPU und GPU haben, zudem möglichst 16 GB RAM (in 2 Modulen) und keine HDD, stattdessen mindestens eine 480 GB SSD, ein UHD-Bildschirm werde ich da aber wohl kaum bekommen für den Preis und das Arbeiten am Laptop finde ich von der Tastatur her auch oft etwas beschwerlicher als am Desktop, darum habe ich den Gedanken wieder aufgenommen einen einfachen zweiten Desktop-PC aufzubauen, unter Verwendung der vorhandenen Teile des Zweit-PCs (Netzteil und eventuell Gehäuse und optische Laufwerke und SSD).
 
Das Problem ist dabei auch, dass die "neuen" APUs noch nicht offiziell für den DIY Markt gelaunched worden. Daher tauchen die nur selten bei Retailern auf. Und wenn zu entsprechenden Preisen.

Wenn Du den 2t Rechner aktuell eh nicht brauchst, warte einfach ab...
 
Wie wäre es denn im Falle, daß ich ein Laptop mit Ryzen 5 oder 7 der 4000er Generation (mit 6 oder 8 Kernen) kaufe. Diese CPUs sind ja schon eine gewisse Zeit auf dem Markt, kann man damit rechnen, das aktuelle Ubuntu/Mint-Versionen diese CPUs und integrierte GPUs schon gut unterstützen, ohne daß man händisch noch was nachinstallieren muß?
 
Also kann man allgemein sagen, das AMD-GPUs von Linux besser unterstützt werden als NVidia-GPUs, zumindest so lange man nicht eigenhändig einen Treiber nachträglich installieren möchte?
 
Nein, nicht unbedingt.

Nvidia bringt sehr stabile und performante linux Treiber aber eben nicht public sondern proprietär.

Je nach Distribution bekommt man diese aber dennoch schon bei der Installation geliefert.

Manjaro oder zum beispiel popOs! geben einem beim boot/installieren die Auswahl, ob man den nvidia/proprietären Treiber möchte.

Ich glaube selbst ubuntu hat bei der Installation den Haken für proprietäre Treiber.


Allerdings ist AMD tendenziell offener und involvierter in der Entwicklung der offenen Treiber und ihrer eigenen.
 
4th Gen Zen nutzt die Vega Architektur, die läuft bombe mit mesa. Nehm auf jeden Fall nen Renoir Prozi für den Laptop, die sind die besten im Moment, mit integrierter Vega GPU hast du ein Linux System dass dir keine Arbeit aber viel Freude bereitet. Das läuft mit jedem größeren OS nach der Installation ohne Probleme. Mesa-Stable unterstützt die Vega-Architektur schon seit vielen Jahren.
Ich hab selber ein HP Envy, leider mit 2500U, also dritte Generation und stock Manjaro Deepin install. No probs, only fun.

Von einer intel + nvidia Kombo würde ich abraten, wenn du dich nicht so gut in Linux auskennst. Optimus laptops, bzw intel-nvidia hybrid support ist zwar besser geworden aber es gibt immer noch Probleme, wenn man z.B. externe Monitore anschließt. Häufig brauchst du dann einen gpu switcher und der will konfiguriert werden. Auch musst du beim Hybridtreiber häufig games mit einem prefix starten um explizit die nvidia GPU zu vewenden.

Wenns dir also möglich ist, hol Renoir. Beste Dingen auf dem Markt atm und plug and play. Nach der Linux Installation läuft da bereits Alles :)
 
Danke für die Erklärungen und Tips.

In meinem Fall kommt noch hinzu, daß ich lieber AMD als Intel oder NVidia unterstützen möchte und so bereitwilliger bin Geld auszugeben, wenn CPU und GPU von AMD sind, auch wenn das jetzt ideologische Gründe sein mögen.

Ob es ein Laptop wird, oder der alte Desktop aufgerüstet wird, weiß ich noch nicht sicher. Bei einem Laptop sind es eigentlich immer Kosten über 470 Euro, oft sogar deutlich mehr, den alten Desktop könnte ich schon für 300 Euro aufrüsten und ich arbeite eh lieber mit einer richtigen Tastatur und Maus und an einem UHD-Bildschirm, den ich ja besitze.
Mobilität ist für mich hier weniger wichtig, weil der Lapi vermutlich sowieso nicht oder nur sehr selten die Wohnung verlassen würde.

Allerdings müßte die Renoir-APU für den Desktop für etwa 160 Euro zu haben sein, sonst ist es mir eigentlich zu teuer. Außerdem hab ich keine Ahnung wie teuer die Boards sind, gibts da was gutes für unter 100 Euro?
 
Grundsätzlich schadet es nicht unter Linux AMD zu nutzen, besonders da AMD die bessere Politik gegenüber Linux fährt.

Ob du einen Laptop oder Desktop willst, musst du schon selber wissen.
 
Laptop wäre vermutlich teurer, die nehms natürlich grad ordentlich für die Renoir CPUs.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wäre mir viel zu teuer, mehr als ca. 300 Euro will ich nicht ausgeben, brauche ja auch nur Board + CPU (boxed, also Kühler schon mit dabei) und RAM, eventuell noch ein neues Gehäuse, aber das alte Casetek C 1080 würde es auch weiter tun.
 
Das wäre mir viel zu teuer, mehr als ca. 300 Euro will ich nicht ausgeben, brauche ja auch nur Board + CPU (boxed, also Kühler schon mit dabei) und RAM, eventuell noch ein neues Gehäuse, aber das alte Casetek C 1080 würde es auch weiter tun.
Für knapp über 300€ sollte nen B550 samt R5 3600, 16gb DDR4 und irgendeine gebrauchte Graka für die Bildausgabe drin sein. Wenn Du die alte Hardware(i3-2100?/Board/Ram) als Bundle verhökerst...
 
Zurück