Hallihallo,
ich mal wieder...
Ich habe einen TP-Link WR841N als AccessPoint eingerichtet, verbunden ist er über Kabel, bzw vielmehr über dLAN mit meiner Fritzbox 7390. (Firmware bei beiden Geräten aktuell)
SSID, Verschlüsselung (WPA2-PSK) und Passwort sind in beiden WLANs gleich. Funkkanal je automatisch. Das Verbinden zu beiden Geräten klappt prinzipiell auch.
Mein Problem aktuell ist das Handover zwischen beiden WLAN-Zellen. Dies sollte ja eigentlich vom Endgerät (Samsung Galaxy Note 2 als Bsp.) automatisch geschehen, wenn entweder Fritzbox oder AP die bessere Leistung bieten.
In der Praxis funktioniert das ganze allerdings nicht.
Woran scheitert es bzw. welche Einstellung muss ich hierfür tätigen?
Scheitern tut das aufgrund von Android. Mit einem Notebook wird roaming realisiert, denn der
Wifi Client realisiert das roaming. Weder die Basisstation (hier Fritzbox) noch der AP (WR841N) haben hierauf Einfluss (wir diskutieren hier nicht über ein System mit zentralem Wlan Controller und VOIP), zumindest nicht in deiner Konfiguration Fritzbox (Router) und TP-Link (AP).
WDS ist nicht standardisiert, AVM, Netgear, Buffalo etc. nutzen proprietäre WDS (Repeater, Bridge etc.) Varianten und diese sind i. d. R. herstellergebunden, lediglich die Variante Universal Repeater im Client Modus funktioniert herstellerübergreifend, so dass sich das Gerät als Client in ein vorhandenes Wlan einwählt (wie ein Notebook, smartphone etc.) und dann erst eine neue Funkzelle aufbaut. Daher bedarf es bei der WDS Variante Universal Repeater im Client Modus auch keinerlei Einstellungen in der Basisstation.
Hier geht es aber gar nicht um WDS oder Repeaterbetrieb, hier wurde ein Router erweitert um einen Access Point und damit ist roaming für Wifi Clients grundsätzlich gegeben. Das funktioniert mit Geräten aus dem untersten Segment problemlos nur eben nicht mit Android.
Selbst wenn die Powerlan Verbindung von der Fritzbox zum WR841N Probleme hinsichtlich der Konnektivität (z. B. ECO Modus) verursachen würde, würde roaming realisiert sobald der WR841N das stärkere Netz darstellt. In dem Fall würde lediglich keine IP aus dem Basisnetz der Fritzbox (192.168.178.xxx) vergeben, da keine Verbindung zum DHCP Server der Fritte bestünde.
Du kannst das nachprüfen: Notebook und deine erste Konfiguration
Fritzbox --> Kabel/ Powerlan--> WR841N
Fritzbox: 192.168.178.1 DHCP, WPA2 CCMP
WR841N: 192.168.178.2 - hier DCHP off, WPA2 AES, Gateway/ DNS: 192.168.178.1
(für den WR841N die 192.168.178.2 da die IP außerhalb der DHCP Range der Fritzbox liegt)
SSID, Wlan Key für beide Geräte identisch
WPA2 AES/CCMP (keine gemischte Verschlüsselung, nur das ist 802.11n konform) bei beiden Geräten, sonst kann ein fall back auf 802.11g Niveau erfolgen (das schreibt AVM in seinen Handbüchern explizit)
Kanäle solltest du fix stellen (
auto ist nicht der Bringer), schau in deiner Umgebung was funkt (mit dem tool: inSSIDer oder einer App),
dann wählst du für Fritzbox/ WR841N einen Kanalabstand von mindestens 4 Kanälen (angepasst an deine Umgebung) und
deaktivierst in der Fritzbox wie im WR841N erst mal Kanalbündelung von 40MHz auf 20MHz im WR841N, bei der Fritzbox das Häkchen 300mbit wegnehmen.
Im 2.4GHz Band nutzen 13 Kanäle, mit den Grenzbereichen, die Frequenzen 2412MHz (Kanal 1) bis 2472MHz (Kanal 13) in 5er MHz Schritten, du kannst dir also ausrechnen, das 40MHz (40:8 = 5MHz) Kanalbündelung 7/8 Kanäle belegen, ergo im 2.4GHz Kanalbündelung in Ballungsgebieten sinnfrei ist, da du bereits zwei Geräte betreibst und in der Nachbarschaft sicherlich auch noch Wlans zu orten sind. Daher ist u. a. bei Intel, Broadcom und Enterprise Lösungen zielführend im 2.4GHz
Channel Bonding deaktiviert oder nicht nutzbar.
Mit einem Notebook einfachster Ausführung wirst du roaming realisieren, aber nicht mit
Android out of the box.