rabensang
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Scythe Shuriken
Einleitung:
Dank der Unterstützung des Herstellers Scythe, wurde dieses Review ermöglicht.
Der Kühlerhersteller bietet nicht nur High End Kühler in seiner Produktpallette, sondern auch HTPC taugliche Kühllösungen. Zu diesen zählt der Shuriken, den ich euch in diesem Test vorstellen möchte.
Der Kühler existiert zwar schon seit längerer Zeit auf dem Markt, ist aber einer der niedrigsten und flachsten seiner Kategorie. Gerade für HTPC´s, ist ein Low Profile Kühler, wie der Shuriken optimal.
Bei der Namensgebung tritt Scythe so kreativ, wie bei den anderen Produkten auf. Shuriken bedeutet übersetzt, versteckte Handwaffe und wird im Volksmund Wurf- oder Ninjastern genannt.
Die Firma:
Die Gründung fand im Jahr 2002 statt und startete den Gewerbebetrieb in "Akihabara Electric Town", die sich im Zentrum der japanischen Hauptstadt Tokio befindet. Dieser Stadtteil ist vor allem für seine Produktvielfalt im Computerbereich und High-End Segment bekannt. Im Vordergrund stand die Herstellung von passiv gekühlten und leisen PC Bauteilen. Später folgten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Taiwan und China, um die Produktion und Qualitätskontrolle zu verbessern und gewährleisten. Für den Vertrieb und Kundenservice sorgen Niederlassungen in den USA und Deutschland.
Technische Daten:
Kompatibilität:
Intel:
Sockel 478 alle Taktraten
Sockel T / LGA 775 alle Taktraten
AMD:
Sockel 754 alle Taktraten
Sockel 939 alle Taktraten
Sockel AM2 alle Taktraten
Sockel AM2+ alle Taktraten
Sockel 940 alle Taktraten
Maße:
105x116x64 mm (Gesamt)
100x100x12 mm (Lüfter)
Lüfterdrehzahl:
650±200 upm ~ 2200 upm (±10%)
Lüftergeräuschpegel:
10,5 dBA ~ 31,67 dBA
Luftdurchfluss:
11,81 CFM ~ 31,91 CFM = 20 m³/h ~ 54 m³/h
Lagertyp:
Gleitlager
Anschluss:
4-pin PWM
Gewicht:
355 g
Material der Bodenplatte:Kupfer mit Nickellegierung
Verpackung / Lieferumfang:
Die Verpackung des Shuriken ist extrem bunt, kontrastreich, stabil und lässt ein wenig sein Herkunftsland erahnen. Scythe verzichtet auf ein Sichtfenster, da alle Infos, Bilder und Details auch ohne dieses gut erkennbar sind.
Auf der Vorderseite wird das Einsatzgebiet, durch das HTPC bzw. Low Profile Gehäuse, verdeutlicht. Die Informationen sind in japanisch und englisch aufgedruckt. Einzig die Spezifikationen an der Rückseite, sind in 5 bzw. 6 Sprachen - darunter Deutsch - angegeben. Anknüpfend finden sich eine Garantiebeschreibung, der Herstellungsort und die Vertriebssitze darauf. Auf der linken Seite der Pappverpackung, sind alle Halterungen bebildert dargestellt und auf der rechten, die Features, wie z.B. die werkzeuglose Montage und die Höhe von 64mm.
Im Lieferumfang, sind Befestigungen für alle gängigen Sockel von AMD und Intel enthalten. AMD setzt seit eh und jeh auf die selbe Befestigungsmechanik. Sogar für den alten Sockel 478 von Intel, liegt Befestigungsmaterial bei. Desweiteren befinden sich eine bebilderte Montageanleitung, eine Tüte Wärmeleitpaste und natürlich der Kühler samt Lüfter in der Verpackung.
Details / Verarbeitung:
Der Shuriken ist ein extrem guter Low Profile Kühler und kann nicht im High End Segment angesiedelt werden. Durch seine geringe Höhe ist er perfekt für kleine PC´s und speziell HTPC´s geeignet. Scythe´s Kühler versucht soviel Kühlleistung wie möglich, auf kleinstem Raum zu erreichen. Dies wird durch 3 Heatpipes samt Alulamellen erzielt. Zur Unterstützung befinden sich einige Kühlrippen direkt auf dem CPU Block. Leider liegen die Alulamellen nur auf den Heatpipes auf und verschenken so Leistung.
Der Lüfter bringt mit seinen maximal 2200 Umdrehungen ordentlich Luft zwischen die Lamellen und sorgt für gute Kühlung. Die Ausmaße sind natürlich auch minimalistisch. Gerade einmal 12 mm dick ist die kleine Turbine und so gut designt, dass diese bei 2200RPM leise bleibt. Die Drehzahl wird mit Hilfe eines 4 Pin Steckers vom Mainboard geregelt. Der Hersteller verbaut Eigenmaterial aus der Kaze Jyu Slim Serie.
Die Verarbeitung kommt Scythe typisch daher und kann sich sehen lassen. Es gibt keine unschönen oder scharfen Kanten. Die Heatpipes sind sauber verschlossen, sorgfältig gebogen und der Kühlerboden tadellos geschliffen und spiegelglatt, dank der Nickelbeschichtung. Die besonderen Vorteile einer solchen chemischen Beschichtung liegen im hohen Verschleißwiderstand und im Schutz vor der Verschmutzung des Produkts. Die, am Boden, etwas gequetschten Heatpipes, sind alles, was auffällt. Dies wird aber kaum die Kühlleistung beeinflussen und bleibt somit ein Schönheitsfehler. Optisch wirkt der Shuriken doch ordentlich und ansehnlich.
Montage / Betrieb:
Für diesen Test wurde der Shuriken auf einem Asus Maximus II Formula, in Verbindung eines Q6600 @2,4GHz, verbaut. Zwar ist es nicht das, für was der Shuriken gedacht ist, zeigt so aber seine Leistungsfähigkeit. Das Asus Board besitzt rund um den CPU Sockel hohe Heatpipekühler und erschwert somit die Montage. Hier muss aufgepasst werden, in welche Richtung der Shuriken verbaut wird. Der Platz zu den Mainboardkühlern ist minimal, aber dennoch ausreichend. Scythes´s VTSM (Versatile Tool-free Multiplatform System) beinhalten nichts anderes, als Intel´s Pushpins und AMD´s AM2(+) Befestigung. Hinzu kommt, dass die Halterungen in den Kühler eingesteckt werden.
Zuerst wird der Prozessor zur Montage vorbereitet. Also die mitgelieferte Wärmeleitpaste, dünn auf der CPU verteilen. Danach die Richtung des Kühlers festlegen und darauf achten, dass dieser nirgends anstößt. Kühler aufsetzen und Pushpins festdrücken. Beim Sockel AM2 werden dann einfach die Hebel der Halterung gedreht. Den Shuriken wieder abnehmen und kontrollieren, ob die Paste richtig verteilt ist. Nun final montieren.
Die Sockel 775 Montage ist fummelig, aber nicht besonders schwer. Für eine bessere Kontrolle der Montage, empfehle ich, dass Mainboard auszubauen. Wer sich mit dem Intel Befestigungsystem nicht auskennt, sollte sich erst einmal darüber informieren und trocken üben. Dadurch wird die Montage stark vereinfacht.
Leistung:
Der Shuriken ist kein High End Kühler und deswegen kann man keine Temperaturrekorde erwarten. Verbaut wurde die Hardware in einem Coolermaster Cosmos 1000. Dieses Gehäuse bietet eine extrem gute Kühlung. Dadurch sinken die getesteten Temperaturen nochmals um einige Grad.
Scythe´s Kühler läuft beim ersten Start sofort an und wird dank PWM leise geregelt. Bei 100% Lüfterdrehzahl, hört man den Lüfter zwar etwas, aber nicht extrem.
Bei 100% CPU Auslastung und 2200RPM wird der Prozessor ca. 45°C warm und die Cores max. 56°C. Für so einen kleinen Kühler ein gutes Ergebnis. Die dabei entstehenden Temperaturen, können bei verschiedenen Drehzahlen in der Tabelle abgelesen werden.
Fazit:
Scythe bietet einen sehr guten und kompakten Low-Profile Kühler an, der auch für kleinste Gehäuse genutzt werden kann. Bei guter Belüftung, vermag der Zwerg, 4-Kerner mit max. 95Watt TDP zu kühlen. Über dieser, würde ich keine CPU´s empfehlen. Aber in HTPC´s werden meist Prozessoren mit niedrigen TDP´s eingesetzt.
Der Shuriken erledigt seine Aufgabe sehr gut und ist, durch seine sorgfältige Verarbeitung, geringe Tiefe und Kühlleistung, der Konkurrenz einen Schritt voraus. Gamer und Übertakter sollten zum Mugen 2, Ninja 2 oder Kama Angel greifen.
Das gute Stück ist für knapp 25€ bei Caseking verfügbar.
Vielen Dank an Scythe, für die Bereitstellung des Shuriken.
Zuletzt bearbeitet:





sondern nur ein interessierter Laie.
Ich denke, die Heatpipes sind ganz bewusst (und nicht nur bei diesem Kühler) gequetscht! Dadurch soll die Wärmeübertragungsfläche von der Bodenplatte in die Heatpipes vergrössert und so der Wärmefluss beschleunigt werden. 