Update zu: Brauche ich eine Wasserkühlung - und wenn ja, welche?

the_one8

Schraubenverwechsler(in)
Hallo zusammen,

ich habe in letzter Zeit bei längerem Zocken vermehrt das Problem, dass mein Rechner ab und an ausgeht. Andererseits brauche ich in dem Zimmer auch keine Heizung anmachen. Frage ist nun, ob es Sinn macht, in das System eine Wasserkühlung einzubauen, um die CPU Temperatur besser in den Griff zu bekommen - wenn ja, habt ihr eine Empfehlung? Ich kenne mich damit nicht aus und würde, wenn dann gerne vorne den Radiator verbauen. Nach meiner Recherche sollte eine 360er wohl passen. RGB ist mir egal. Danke im Voraus!

Hier mein System:

AMD Ryzen 7 5800X3D
Scythe Mugen 5 (Rev. B)
Mainboard: MSI X570 Gaming Plus
2x 16GB DDR4 G.Skill DDR4 3200MHz RipJaws V
CL16
2x SAMSUNG 970-EVO PLUS M.2 PCIe 3.0 x4 NVME (L 3500MB/s ; S3
1x 1000GB SATA 6GB/s 7200rpm (wird sonst ausgebaut um mehr Platz zu schaffen)
Powercolor Hellhound RX 7800XT 16 GB
600W be quiet! Pure Power 11

Gehäuse: Pure Base 600 mit Glasfenster
 
Eventuell solltest Du mal die Temperaturen verraten. Wird die CPU nur 50° warm brauchst Du sicherlich keine Wasserkühlung, und deswegen wird der Rechner auch nicht aus gehen.
 
Und ums vorweg zu nehmen: Kein 5800X3D braucht auch nur ansatzweise ne Wasserkühlung. Die Abwärme dieser CPU kann jeder 40€-Luftkühler locker wegschaffen.

deutlich Richtung 80 Grad und drüber bei Last
Das ist normal und gewollt. Die Zieltemperatur des 5800X3D sind 90°C. Alles darunter ist "kalt" und für den Boost "volle Pulle". Die Notabschaltung der CPU liegt im Bereich über 100°C, vorher wird schon stark gedrosselt.

Oder anders gesagt: Die CPU-Temperatur ist garantiert nicht deine Problemursache.
 
Und jetzt noch die Graka-Temperatur und was Dein Energie-Messgerät an der Steckdose sagt, wenn der Rechner aus geht.
 
kannst auch mal mit HWinfo die Netzteilspannungen auslesen:
1735560571818.png

+12V, +5V und +3,3V sollten sehr nahe bzw. in der Regel minimal über dem sein, was der Name schon aussagt, falls dem nicht so ist ist das (ein Auslesefehler oder) ein Hinweis auf ein sterbendes Netzteil. Abschalten unter Last kann auch eine UVP sein wenn das Netzteil die Spannung unter Last nicht halten kann und daher abschaltet.
 
Bei HWInfo sind die Netzteildaten alle im grünen Bereich, wenn ich das richtig interpretiere. Graka ist auch passend angeschlossen. Das Problem tritt auch sehr sporadisch auf und meist nach so 2 - 3h Stunden intensivem Zocken. Manchmal mit Bluescreen, manchmal einfach ohne irgendeine Meldung. Wenn ich PC direkt anmache, kann ich auch wieder normal weiterzocken ohne lange zu warten. Also sehr merkwürdig. Im Ereignisprotokoll habe ich 41er und 6008 Ereignis IDs dazu, aber kann sie leider nicht weiter interpretieren. Man soll wohl auf CPU Temp und Netzteil achten, aber Netzteil sollte ja eigentlich von der Leistung passen oder lieber das mal gegen leistungsstärkes tauschen statt CPU Temp zu drücken?
 
Manchmal mit Bluescreen, manchmal einfach ohne irgendeine Meldung.
Dann ists schon mal sicher kein Temperatur und kein Energieproblem - denn bei den beiden gibts keine Bluescreens sondern harte Abschaltungen.
Man soll wohl auf CPU Temp und Netzteil achten
Das sind Standardempfehlungen für den kernel41-Fehler im protokoll, deine Fehlerbeschreibung "sporadisch/selten, mal mit BSOD und mal ohne" schließt das aber aus.

Der kernel41 ist leider nichtssagend, denn der bedeutet nur "auf einmal war der Strom weg keine Ahnung warum" ;-)

Das Problem bei soplchen fehlern ist, dass es tonnenweise mögliche Ursachen gibt. Von einem Hardwaredefekt wie beispielsweise einem RAM-Riegel der sporadisch Fehler wirft (je nachdem welches Bit falsch ist führt das zum Notaus oder zum BSOD) über Software/Treiberprobleme bis hin zu nem Wackler an irgendeinem Kabel oder gar Netzschwankungen im Wohngebiet (tatsächlich schon erlebt^^).

Schnapp dir mal Memtest86 und lass deine RAMs mal durchchecken. Das ist zwar nicht irre wahrscheinlich aber zumindest möglich und vor allem ohne großen Aufwand überprüfbar.
 
aber Netzteil sollte ja eigentlich von der Leistung passen
Energie-Mess-Gerät für nen 10er anklemmen und nachschauen?
An der Kohle kanns ja nicht liegen, wenn Du gleich ein neues kaufen möchtest.

Mit dem Bluescreenviewer kannst Du uns z.b. Infos über die Bluescreens liefern. Müssen wir noch weniger raten was bei Dir abgeht.
 
Danke, Memtest86 werde ich mal machen. Scheint etwas komplexer zu sein (zumindest für mich, werde ich mich aber mit youtube mal dran machen, wie das geht). Und Messgerät hab ich bisher nur, was den Stromverbrauch anzeigt. Kann mir aber ein anderes holen - auf welche Anzeige / Werte soll ich denn da achten, um dem Problem auf die Schliche zu kommen?
 
Stromverbrauch ist gut.
Einfach nur um einen Eindruck zu bekommen.
Du hast ein 600W Netzteil, wenn das Strommessgerät 400W anzeigt, dann ist die Sache doch relativ klar, ohne das man Professor ist :-)

Genau das gleiche passiert wenn das Messgerät 800W anzeigt. Das ist keine Raketenwissenschaft.
 
Stromverbrauch ist gut.
Einfach nur um einen Eindruck zu bekommen.
Du hast ein 600W Netzteil, wenn das Strommessgerät 400W anzeigt, dann ist die Sache doch relativ klar, ohne das man Professor ist :-)

Genau das gleiche passiert wenn das Messgerät 800W anzeigt. Das ist keine Raketenwissenschaft.
Ok ja, guter Punkt. Habe ich ich mal von kWh auf W umgestellt und achte ich mal drauf.

Ja, also Kern des Threads war hier nicht, mein Problem endgültig zu lösen (wobei ich für die vielen Tipps / Anregungen sehr dankbar bin und werde es auch mal testen) - mir war eigentlich im ersten Step insbesondere wichtig ein Gefühl zu bekommen, ob eine WaKü in dem System überhaupt Sinn machen würde oder ein Invest in ein besseres Netzteil eine Option wäre, aber wie ich hier raushöre, wohl beides nein und eine weitere Fehlereingrenzung sinnvoller.

Will nur gerne für die nächsten Monate in Ruhe auf WQHD schön weiterzocken und dann irgendwann mal nächstes Jahr oder später auf AM5 wechseln und Richtung 4k gehen
 
Kurzes Update in dieser Sache: ich habe mir nach Hin und Herüberlegen nun doch eine AIO eingebaut. Die Artic Freezer III 240er. Und was soll ich sagen: die Temp bei vergleichbaren Anwendungsszenarien - wo ich konstant bei 90 Grad lag -pendelt sich nun um die 75 Grad ein. Ob es die 70 € wert war? Vllt war es kein Muss, aber mit den neuen Temperaturen hab ich einfach besseres Gefühl. Bereuen tue ich das bisher nicht, auch wenn es bestimmt auch auf dem alten Weg noch weiter gegangen wäre. Nur der Einbau war halt etwas fummelig, aber macht man auch nicht jeden Tag.
 
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