Ich habe die letzten Tage einige Runden gespielt, sowohl "Survival" und "Drop Zone", als auch "Walker Assault".
Jedoch hält sich die Lust bei mir in Grenzen, um das schon mal vorweg zu sagen...
Positiv anzumerken ist, dass es auf jeder Gurke läuft und die Anforderungen nicht hoch sind.
Mein System besteht aus einem i5 4590, 8GB Crucial RAM und 'ner GTX 970 und ich komme mit Ultra Settings (100% Resolution Scale) @1080p auf durchschnittlich 82 FPS (in Drop Zone).
In Walker Assault sind es ein paar FPS weniger (wie viel genau weiß ich jetzt nicht).
Auslastung VRAM max. 2,5 GB, RAM max. 3,5-4 GB in (wieder Drop Zone).
In Walker Assault wird ein bisschen mehr Ram gefressen, mehr nicht.
Ich frage mich, warum 8GB Ram als Mindestanforderung angegeben werden und 16 als empfohlen.
Es sieht auch sehr gut aus, grafisch ist das Ganze auf einem sehr hohen Niveau (wenn nicht sogar der bestaussehendste MP Shooter derzeit).
Das die Anforderungen nicht so hoch sind ist aber auch kein großes Wunder, da es so gut wie keine zerstörbare Umgebung (mehr) gibt und keine 64 Spieler (max 20 vs 20, im vergleich zu Battlefield da Frostbite Engine).
Gut ist auch, dass die typische Star Wars Atmosphäre von Anfang bis Ende aufkommt. Die Musik, sämtliche Sounds und Effekte, Modelle von Charakteren und Fahrzeugen, die Karten uvm... Alles ist absolut original, besser geht es nicht und es wird eine Authentizität erreicht, wie bisher noch nie zuvor.
Und man mag es kaum glauben, aber die Beta läuft erstaunlich gut. Ich hatte kaum bis gar keine Bugs, Abstürze, Disconnects etc. erlebt.
Diese Beta läuft besser als Battlefield 4 zum Release und darüber hinaus (was aber auch wirklich nicht schwer ist).
Jedoch war es das für mich schon mit den positiven Punkten.
Es sieht gut aus, es hört sich gut an und technisch ist es solide (bis jetzt und für eine Beta).
Als Shooter finde ich es insgesamt zu sehr vereinfacht, Konsolenlastig, abgespeckt und es fühlt sich auf dem PC mit Maus und Tastatur einfach nicht überzeugend an.
Mal abgesehen davon, dass es im vergleich zu Battlefront 2 (2005) weniger Content, Umfang, Einstellungsmöglichkeiten etc. gibt... aber das ist ein anderes Thema und würde den Rahmen sprengen.
Es gibt keinen Munitionsvorrat mehr, es gibt nur noch Überhitzung.
Wenn die Waffe überhitzt, kann man im richtigen Moment "R" drücken, um sie abzukühlen, damit man sie sofort weiternutzen kann . Falls man den richtigen Moment verpasst, dauert es vielleicht 5 Sekunden länger, bis die Waffe wieder eingesetzt werden kann (quasi ein kleines Reaktionsspiel).
Man muss nicht mehr auf seinen Munitionsvorrat achten und hat quasi unendlich zur Verfügung.
Dann gibt es HP Regeneration... heißt also (zsm. mit dem Überhitzen), dass absolut kein Ressourcenmanagement mehr von nöten ist.
Somit sind auch Supporterklassen völlig überflüssig, kein Wunder warum es sowas nicht mehr gibt. Aber Hauptsache es wird trotzdem ein Progressionssystem eingebaut.
Die Karten (also die Fähigkeiten und Ausrüstung) und Powerups sind für mich teilweise ziemlich merkwürdige Designentscheidungen.
Es gibt insgesamt 4 Karten (3x eigene Ausrüstung, 1x Powerup). Ich hatte auf der linken Karte den Thermaldetonator (Granate), oben die Schockgeschosse (Ionenmunition) und rechts das mehr oder weniger einweg-Scharfschützengewehr.
Die Granaten und das Gewehr haben nach Benutzung einfach nur einen Cooldown von vielleicht 15-20 Sekunden, danach kann man sie wieder einsetzen. Und wieder und wieder und wieder...
Was das heißt, wird ja schnell klar: die Granaten und Gewehre wurden nicht selten gespammt, da ja jeder eh unendlich davon hat.
Somit ist u.a. das passieren von Engestellen und Gängen auf dem Schlachtfeld fast schon unmöglich, da man dank Explosions Chaos nicht mal mehr was sehen kann.
Das genannte Scharfschützengewehr verursacht fast 100 Punkte schaden, wenn man den Körper trifft, Headshots sind immer tödlich und wenn man bereits mehr als 10 HP im minus ist, heißt es bei einem Treffer auf jeden Fall bye bye.
Die Schockgeschosse sind das einzige, was wirklich verbraucht wird. Neben dem Thermaldetonator und Scharfschützengewehr besitzen die meisten anderen "Karten" ebenfalls einen relativ kurzen Cooldown.
Die Powerups geben einem die Möglichkeit, ein Fahrzeug zu steuern (AT-ST, AT-AT und Raumschiffe), Gadgets aufzusammeln (Z.B. Geschütz, Schild, Rak.werfer) oder auch Helden zu spielen.
Diese befinden sich irgendwo auf dem Schlachtfeld und man braucht im Endeffekt pures Glück, um zu kriegen was man will oder braucht.
Somit kann es auch passieren, dass man etwas bekommt, was man gerade überhaupt nicht gebrauchen kann.
Auf der anderen Seite gibt es das Argument, dass so jeder die Möglichkeit hat, Fahrzeuge und Helden zu spielen.
Was zumindest die Helden angeht, so konnte man in Battlefront 2 schon einstellen, ob ein Held nun dem besten, dem schlechtesten Spieler oder auch zufällig zugeordnet wird, Fahrzeuge standen wie z.B. bei Battlefield in der Basis und an Checkpoits...
Die Steuerung von Raumschiffen und AT-STs ist, um es auf gut Deutsch zu sagen, teilweise echt besch***, denn sie ist bei Raumschiffen extrem schwammig und träge, beim Kampfläufer geht's,
Dann gibt es da noch das Balancing: ein viel diskutiertes Thema und auch ich finde, dass es unzureichend ist. Zumindest was Walker Assault angeht. Ich finde jedoch, dass es nicht sooo schlimm ist, wie andere sagen.
(Survival ist ziemlich einfach und an Drop Zone habe ich soweit nichts auszusetzen)
In Walker Assault habe ich es einmal erlebt, dass die Rebellen gewonnen haben (von ca. 8 gespielten Spielen).
Was ich an diesem Modus nicht gut finde ist, dass sich die Rebellenseite im Gegensatz zum Imperium viel mehr koordinieren und im Team arbeiten muss und die Anforderungen sind in meinen Augen für diese Seite viel zu hoch.
Dadurch, dass die meisten eh Random spielen, hat das Imperium in der Hinsicht schon mal einen Vorteil.
Die Angreifer können sich recht gut ohne Kommunikation und Absprache quasi wie ein Heuschreckenschwarm durch das Gebiet ballern, während die Rebellen auf dem ziemlich offenen Schlachtfeld die Uplinks aktivieren und verteidigen müssen.
Hinzu kommen die schießenden AT-ATs und steuerbare AT-STs, der Luftkampf ist immerhin auf beiden Seiten möglich.
Somit haben die Rebellen genau 0 Bodenfahrzeuge (die gab es im Film zwar auch nicht wirklich, aber es geht hier ja um das Gameplay und die Balance)
Die AT-STs sind noch dazu ziemlich stark und haben eine sehr hohe Reichweite und können aufgrund des offenen Schlachtfelds alles und jeden aus der Ferne aufs Korn nehmen.
Das sind so die Hauptprobleme, die ich mit dem neuen Battlefront habe.
Die Balance, Spieldesign, Content und die ziemlich starke Ausrichtung auf den Massenmarkt.
Für ein schnelles Spiel auf der Konsole wird es befriedigend sein, aber zumindest für mich ist das auf dem PC mit M+T aber nichts...