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Gast1111
Guest
[Überarbeitet] MSI Afterburner Guide
Da der Msi Afterburner Guide hier im Forum schon etwas veraltet ist, habe ich mir die Mühe gemacht und ihn etwas überarbeitet, also Viel Spaß
Vorwort:
Was ist "Übertakten" und was wird übertaktet?
Wo und womit wird übertaktet?
Wie wird übertaktet?
Weitere Anmerkungen
Falls Ihr noch Fragen zum Übertakten oder jetzt doch zum Überspannen (eng. overvolting), Biosflashen oder Kühlerumbauen habt, bin ich gerne bereit zu helfen, oder wenn ihr einfach nur noch etwas ergänzen oder eure Ergebnisse präsentieren wollt, schreibt in den Thread! Hoffentlich hat der Artikel euch geholfen!
Der Ursprüngliche Artikel stammt von Unbenannt123(?)
Da der Msi Afterburner Guide hier im Forum schon etwas veraltet ist, habe ich mir die Mühe gemacht und ihn etwas überarbeitet, also Viel Spaß

Vorwort:
- Da in diesem Forum in Sachen "Grafikkarten übertakten" (eng. overclocking) gewisse Vorkenntnisse voraussetzt werden und sicherlich auch die Anfänger unter Ihnen davon profitieren möchten, habe ich mir die Mühe gemacht, für jene diese Erklärung und Anleitung zu schreiben. Noch viel Spaß beim Lesen!
Genauso wie manche Leute ihre Motorroller frisieren um schneller unterwegs zu sein, übertakten die meisten ihre Grafikkarten für eine erhöhte Leistung. Heutzutage ist es nahezu ein Muss für jeden, der sich im Gebiet der Computer auskennt und Sie werden mit der Zeit den Ansporn -Warum soll ich mich damit zufriedengeben, wenn ich für lau mehr haben kann?!- verstehen. Das Gefühl auf einmal durch einen kleinen Eingriff mehr Leistung zu haben, wird Sie gar motivieren die Grenzen Ihrer Grafikkarte herauszufinden.
Aber genug der Predigten, kommen wir nun zur Praxis. Natürlich kann dieser Artikel nicht alles leisten, nur wenn Sie genügend Geduld aufbringen, die unteren, man kann schon sagen, langwierigen Anweisungen durchzuführen, werden Sie zum erwünschten Ziel kommen. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass ich dabei nicht auf jeden Fachausdruck wie Shader oder GPU individuell eingehen kann, da der resultierende Artikel einfach zu langwierig wäre. Bitte googeln Sie bei Bedarf nach. Ansonsten hoffe ich, dass dieser Text locker geschrieben ist, sodass Sie nicht vom einen oder anderen abgeschreckt werden und das Übertakten am Ende als "sinnvolle Optimierung" und nicht als "riskante Spielerei" sehen.
Was ist "Übertakten" und was wird übertaktet?
- Als "Übertakten" bezeichnet man das Anheben des vom Hersteller vorgegeben Standardtaktes einer Hardware, in diesem Fall die Grafikkarte. Man taktet ihn also "über" diesen Takt, z.B. 600MHz auf 650MHz. Dabei übertaktet man den Grafikchip (GPU), den Videospeicher (RAM) und den Shadertakt. Eine Ausnahme bilden allerdings die Karten der 8000-Serie und neuer von NVIDIA. Erstmals ist der Shadertakt nicht an den GPU-Takt gebunden, ist somit unabhängig und kann separat angehoben werden. Sonst hat man diese Option nicht und der Shadertakt entspricht dem GPU-Takt, bei ATi-Karten wird der Shadertakt immer mit dem GPU Takt Synchronisiert.
Was sind die Folgen des Übertaktens?
Eine übertaktete Grafikkarte (z.B 650MHz also 650 Mio. Vorgänge pro Sekunde) arbeitet mit mehr Vorgängen pro Sekunde als eine Nichtübertaktete (z.B. 600MHz also 600 Mio. Vorgänge pro Sekunde). Dadurch steht eine höhere Leistung zur Verfügung. Andererseits spart man dadurch bares Geld, da man so eine günstigere, schwächere Karte auf das Niveau einer teureren, stärkeren Karte bringen kann. Natürlich gibt es auch hier, wie in allen Lebensbereichen, nicht nur gute sondern auch ein paar schlechte Dinge zu erzählen. So steigt die Temperatur und der Stromverbrauch der Grafikkarte an, wie viel hängt jedoch von der Karte selbst ab. Außerdem ist der Anstieg nie wirklich fatal, sodass Sie sich um dieses Thema nicht allzu große Gedanken machen müssen. Wenn Sie nichtsdestotrotz neugierig auf die Temperaturen geworden sind, können Sie diese mit den unten erwähnten Tools auslesen. Die Regel besagt: Alles bis 95°C ist legitim, ausnahme sind hier die Mobilen GPUS, diese dürfen manchmal bis 120°C Heiss werden, bitte suchen sie mit Google nach spezieferischen Daten über ihr Modell. Nur ist eine negative Folge dabei wichtig: Sollte Ihr Grafikbeschleuniger aufgrund des Übertaktens kaputt gehen, ist die Garantie pfutsch. Schenken Sie dem aber keine Aufmerksamkeit, reines Übertakten, wie es hier behandelt wird, ist praktisch ungefährlich. Zudem kann der Hersteller hierbei nicht feststellen, ob der vorhandene Schaden durch dieses Übertakten entstanden ist, weil die selbst erstellten Taktraten nirgends auf der Karte gespeichert werden. Wo es ein Risiko gibt, ist bei anderen Modifikationen (kurz Mods), welche im vorletztem Absatz erwähnt werden, allerdings nachher mehr dazu.
Wo und womit wird übertaktet?
- Anders als bei der CPU wird die Grafikkarte ausschließlich im Windowsbetrieb übertaktet. Hierfür gibt es momentan nur 1 wirklich zu empfehlende Tool: Den MSI AFTERBURNER
Nicht mehr braucht man für das Übertakten 6 Tools wie noch vor 1 Jahr, inzwischen reicht der allseits beliebte FurMark und der Afterburner
Wie wird übertaktet?
- Installieren Sie erstmal Afterburner und Furmark. Dieser Umstand ist deswegen so wichtig, da Sie zwar mit Afterburner übertakten, es aber im Furmark einen Stabilitätstest für Ihre angehobenen Taktraten gibt. Installieren Sie die Tools und starten sie Afterburner, Klicken Sie nun auf Settings und Setzen Sie jetzt ein Häkchen vor "Enable Voltage Control", nun können sie die Spannung ihrer Grafikkarte verändern, wenn sie auf OK geklickt haben können sie im obersten Regler die Core Spannung einstellen, dito können sie höhere Werte beim Übertakten ereichen, allerdings steigen auch hier die Temperatur und Leistungsaufnahme an, seien sie mit diesem Regler also besonders Vorsichtig. Außerdem sehen sie in den unteren Reglern jeweils die Taktart mit ihren momentanen Takt und einen Schieberegler daneben vor sich. Wenn Sie diesen nach rechts bewegen erhöhen Sie den Takt, um wie viel sehen Sie rechts in dem kleinen Kasten daneben. Wenn der Shader-Takt bei Ihnen angezeigt wird, Klicken sie auf das Symbol rechts neben dem kleinen Kästchen wo "Link" draufsteht. So ist der Shader-Takt nicht mehr an den GPU-Takt gebunden und ist somit von dessen Stabilität unabhängig. Um die eingestellten Werte wirksam zu machen, müssen Sie auf "Apply" klicken. Und schließlich können Sie unten Links der Gemütlichkeit halber wählen, ob die jetzigen Taktraten beim Windowsstart automatisch geladen und auf diese gesetzt werden sollen. Das ist aber nur bei Taktraten zu empfehlen, von denen Sie sich absolut sicher sind, dass sie stabil sind.
Um die maximal stabile Taktgrenze der GPU und des RAMs, eventuell auch der Shader festzustellen, erhöhen Sie in 10-20MHz Schritten den Takt von nur einer Komponente (also nur GPU usw.) und machen Sie nach jedem Schritt einen mindestens 10 min. (umso länger desto besser) Stabilitätstest ohne Nebenanwendungen mit dem FurMark Stability Test. So können Sie sicher gehen, dass die Instabilität auch wirklich von z.B. der GPU und nicht vom RAM ausgeht. Dazu öffnen Sie das ATITool und klicken auf "Stability Test". Schon startet sich der Test, welcher, anderes als er aussieht, eine große Belastung für Ihre Grafikkarte darstellt. Sollten gelbe Artefakte beim Feldonat erscheinen, sind die Taktraten instabil, wenn nicht, stabil und Sie können höher mit dem Takt gehen. Verlassen Sie sich stehts auf Ihre Augen, da die automatische Fehlerfindung des Tools schlecht funktioniert. Sollte es trotz stabilem Benchmark Grafikfehler in Spielen geben oder es dort gar zu Abstürzen kommen, was eher selten der Fall ist, sollten sie die Taktraten wieder reduzieren. Wollen Sie auf nun mal sicher gehen, ist es natürlich das absolute Optimum, ein grafiklastiges Spiel zu spielen, denn es ist ja praktisch immer das Ziel einer solchen Übertaktung, Spiele flüssiger zu spielen. Gucken Sie auch hier wie überall auf andersfarbige und förmige Artefakte, die normalerweise nicht zum Gesamtbild gehören. Wenn es zu einem Absturz kommen sollte, ist das nicht weiter schlimm, da alles beim Neustarten des Windows in den Ausgangszustand zurückkehrt, außer natürlich Sie haben andere Taktraten bei den "Startup settings" gewählt. Das nochmal zur Erinnerung.
Sonderfall: 8000-Serie und neuer von NVIDIA und 2000-Serie und neuer von ATI
Der RAM und die GPU mit den Shadern lassen sich bei diesen Grafikkarten nicht um jedes einzelne MHz übertakten. Die Taktraten sind schon vordefiniert und lassen sich nur in bestimmten Sprüngen erhöhen. Diese Sprünge sind zu unterschiedlich als das ich sie hier benennen könnte, googlen Sie bei Bedarf auch hier nach, doch erstmal ein paar Bespiele: Bei dem G80/G92 (z.B. 8800GT) und G94 (z.B. 9600GT) von NVIDIA betragen die Sprünge 27 bzw. 25MHz, bei den Karten von ATI (z.B. HD3870) sind sie eher unregelmäßig. So bringt es nichts bspw. die Shader einer 8800GT, welche mit standardmäßig mit 1512MHz (27x56) takten, um 18MHz zu übertakten. Trotz dessen, dass Tools anzeigen, sie würden mit 1530MHz takten, beträgt der tatsächliche Takt immer noch 1512MHz. Um die Karte wirklich zu übertakten, muss man einen 27MHz-Sprung auf 1539MHz machen. Erst dann ist der Takt effektiv. Anschließen geht es in diesem Rhythmus weiter, also 1566MHz, dann 1593MHz usw..
Weitere Anmerkungen
- Es ist noch zu erwähnen, dass sich nicht jede Karte, sogar eines Typs, gleich gut übertakten lässt, denn jede Karte ist in ihrer Fertigung und im Silizium einzigartig, auch die produzierenden Maschinen können nicht volle Genauigkeit leisten. Bspw. habe ich meine GTX 480 auf 808/1607/2000 (GPU/Shader/RAM) stabil gebracht. Im Betracht dazu, dass der Durchschnitt bei 750/1501/1900 liegt, sind das gute Werte. Auch der Leistungsanstieg ist nicht genau am gesteigertem Takt abzulesen, da er von mehren Faktoren wie der Stärke Ihrer CPU abhängt. Um diesen präzise zu ermitteln, empfehle ich ihnen, vor und nach dem Übertakten den hervorragenden Benchmark "3DMark Vantage" laufen zu lassen und Ihre Ergebnisse miteinander zu vergleichen. Daraufhin können Sie den Anstieg genau in Prozenten ausrechen.
Über diese Methoden hinaus kann man, des Übertaktens halber, noch weitere Modifikationen an seiner Karte vornehmen, wie ein neues Bios (sowas wie das "Betriebssystem" der Grafikkarte) auf die sie flashen, die elektrische Spannung der Karte erhöhen, um diese noch höher zu takten oder einen neuen Kühler für eine niedrigere Temperatur verbauen. Doch sind sie für jede Karte zu individuell und eher riskant. Aus diesen Gründen habe ich dieses Thema nicht näher behandelt. Auf Nachfrage kann ich es gleichwohl in den Thread schreiben, das aber auf eigene Gefahr. Sie müssen mir nur Ihre Grafikkarte nennen.
Falls Ihr noch Fragen zum Übertakten oder jetzt doch zum Überspannen (eng. overvolting), Biosflashen oder Kühlerumbauen habt, bin ich gerne bereit zu helfen, oder wenn ihr einfach nur noch etwas ergänzen oder eure Ergebnisse präsentieren wollt, schreibt in den Thread! Hoffentlich hat der Artikel euch geholfen!
Der Ursprüngliche Artikel stammt von Unbenannt123(?)
Zuletzt bearbeitet:

) *schüttel* un vllt is ne einrückung der textblöcke noch möglich, mit ner unordered list, wenns das hier gibt. ma schauen...