Overlocked
PCGHX-HWbot-Member (m/w)
[TEST] CONCEPT S FRONT
[Einleitung]
[Verarbeitung]
[Die Technik]
[Das Testsystem]
[Fazit]
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By Overlocked / Dank an nfsgame
- Nachdem mein Cempe bisher unverändert seit nun fast 2 Jahren seinen Dienst verrichtete musste etwas neues her. Die beiden Front Speaker klangen mit der Zeit immer langweiliger, so viel meine Entscheidung auf die Schlanken Standlautsprecher der Concept S Serie, die vom Äußeren absolut perfekt mit dem jetzigen System zu harmonieren schienen.
- IEC Short Term: 160 Watt
- IEC Long Term: 120 Watt
- Mindestverstärkerleistung: 20 Watt
- Impedanz: 4-8 Ohm
- Treiber: 4x 70mm Mittelton / 1x 25mm Hochton
- Übertragungsbereich: 100Hz - 20.000Hz
- Die beiden Lautsprecher werden gut verpackt und in Styropor gehüllt, in einem knapp 16 kg schweren Karton geliefert. Die Boxen sind direkt nach dem auspacken eigentlich sofort anschlussbereit, allerdings muss man die Bodenplatte, die gefühlt mehr wiegt als die Box selber, noch mit zwei Schrauben am Fuß fixieren und die mitgelieferten Gumminoppen ankleben. Das Anschließen der Kabel an die vergoldeten Schraubklemmen gestaltet sich auch als ein Kinderspiel, allerdings sollte man darauf achten nicht zu dicke Kabel zu verwenden, max. 2qmm.
[Verarbeitung]
- Auf den ersten Blick wirken die Lautsprecher sehr hochwertig und gut verarbeitet. Teufel setzt hier klar auf Qualität anstatt auf Quantität. Die Berliner setzen als Material Aluminium ein, welches den eleganten Look der Lautsprecher ausmacht, wobei das Aluminium passgenau verarbeitet ist, keine störenden Kanten oder unsauberen Übergänge sind dabei auszumachen. Schaut man auf die Rückseite stechen einem die vergoldeten Schraubanschlüsse ins Auge, die den optischen Wert noch einmal steigern. Einziges Manko an der Verarbeitung ist das geringe Gewicht, dass um einiges erhöht werden könnte, da die Lautsprecher äußerst labil mit 113cm Höhe und nur 3 kg Innenleben wirken...
[Die Technik]
- Den Anfang bilden die schon erwähnten Schraubanschlüsse am Fuß der Box. Im Inneren wird das Signal über eine hochwertige Weiche an die fünf Treiber weitergeleitet. Eingeengt ist eine 25mm Hochtonkalotte inmitten der vier Mitteltontreiber, die mit Neodymmagneten bestückt sind und nur ein Ziel verfolgen: ein dynamisches und homogenes Klangbild erzeugen, welches sowohl präzise als auch kräftig auftreten soll... ob das gelingt.
[Das Testsystem]
- Lautsprecher: Concept S Front / CEM aktiv Subwoofer
- Verstärker: Im Moment bringt leider nur der intrigierte Verstärker des CEM Subwoofer die Säulen zum klingen, allerdings ist ein Umstieg auf einen Denon AVR 1610 geplant.
- Soundkarte: Asus Xonar DX / Teufel Decoderstation 3
- Kabel: Optisches Digital / Lautsprecherkabel 0.75qmm
- Der Klang in wenigen Worten: aufregend, präzise. Die Lautsprecher spielen neutral auf, egal ob bei Pirates of the Carribbean, Beethoven oder Michael Jackson, die Melodie wird immer sehr schön hervorgehoben, wobei die Begleitung nicht unter geht, auf diese Weise bekommt man neue Nuancen und Klänge zu hören, die man bisher nie so deutlich wahrgenommen hat. In Beethovens 6. brilliert das System mit einem sehr ausgeprägten Hochtonbereich, dass leise aber präzise die Violinstellen wiedergibt, Triangelstellen werden mit absoluter Klarheit abgezeichnet, gleichzeitig aber der Mitteltonbereich etwas untergeht. Bei Mozarts Fagottkonzert wird das Solo etwas verwaschen aber dennoch schön und weich wiedergegeben, das Orchester wird kraftvoll integriert, hierbei geht keine Begleitung unter, wie bei den alten CEM Boxen, fein und hochauflösend wird die Cellibegleitung wiedergegeben, aber auch das einsetzten der Klarinetten ist sehr gut hörbar. Hier ist der sogenannte Stage Effekt wirklich hörbar. In Gesangstücken verlieren die Boxen aber diesen Pluspunkt wieder, hier konzentriert sich alles auf eine Stelle, wie in dem Stück Back for Good von Take That, hier klingt der Mitteltonbereich sehr eintönig, wohingegen der Hochtonbereich zu aufdringlich hell das Stück wiedergibt. Im DJ Tiesto Remix von He´s a pirate spielen die Boxen ihr volles Potential aus: Höhen und Mittelton Bereich werden sehr kräftig und präzise wiedergegeben, klingen aber nie überzogen, sondern sehr neutral. Neutral, so klingt das Stepz Out von Zumjay. Das Lied, aus dem Genre Reggae wird sehr knackig wiedergegeben, der Hochtonbereich dagegen wird ein bisschen verzogen dargestellt, der Mitteltonbereich jedoch wird klar in den Raum geworfen, der schnelle Gesang und die Trommeln im Hintergrund lassen so echtes "jamiaka" Feeling aufkommen.
- Ähnlich verhalten sich die Speaker bei Filmen. Umgebungsgeräusche wie Blätterrascheln, Wasserplätzschern oder der Motorensound eines V8, alles wird sehr voluminös und detailreich abgebildet und manchmal mit so einer Wucht in den Raum geworfen, wie man es den Lautsprechern nicht zutrauen würde. Bei Transporter zum Beispiel werden die Sounds der Maschinengewehre und Raketen so realistisch in den Raum gemalt, dass man teilweise den Kopf einzieht. Bei der Anfangssequenz von ein Quantum Trost wirkte der Aston Martin verblüffend real genau wie die spätere Szene auf der Seebühne bei dem Stück Tosca.
[Fazit]
- Die Speaker sind ein echter Geimheimtipp, wenn Sie ihr jetziges PC System ein bisschen klanglich aufpolieren wollen. Die Lautsprecher des Concept S sind gute Allrounder die für den Sterobetrieb durchaus zu gebrauchen sind. Auch in Filmsequenzen liefern sie ein sehr realistisches Klangbild. Für 200€ inkl. Versand ein echter P/L Tipp.
.By Overlocked / Dank an nfsgame
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