Vielleicht nehmen sich Banken auch mal ein Beispiel daran, denn immer wenn der normale Arbeitnehmer mal ein paar Minuten freihaben könnte um sein Bankkram zu erledigen haben die geschlossen. Mittagspause von 1,5 Stunden, nur bis 16 Uhr offen und halben Mittwoch und Freitag frei hätte ich auch gerne, bei andern Dienstleistungsunternehmen wäre sowas nie denkbar.
Das ist nicht nur bei Banken und Sparkassen so. Noch viel schlimmer ist es beim öffentlichen Dienst. Wenn ich hier im Kreis ein Auto anmelden möchte, muss ich gleich in die Kreisstadt fahren, bei den Nebenfillialen kann man das vergessen. Die Öffnungszeiten sind da meist von 8 bis 12 und von 13.30 bis 16 Uhr, dann ist Schluss. Die Nebenfillialen haben nicht mal täglich geöffnet

Ich dachte eigentlich auch, dass mit dem neuen E-Perso und dem ganzen Drumherum inzwischen deutlich mehr Behördengänge digital ablaufen sollten, aber von wegen. Mein E-Perso hat mir bisher überhaupt gar nichts gebracht im Vergleich zum alten Perso, außer dass er deutlich mehr gekostet hat. Man sieht, Deutschland ist hier noch ein Entwicklungsland was digitale Behördengänge angeht.
Das Problem bei Technikern ist einfach die mangelhafte Kommunikation. Man macht einen Termin aus und bekommt dann sowas wie "Wir kommen zwischen 13 und 17 Uhr vorbei". Besonders toll wenn man z.B. im Schichtbetrieb arbeitet und den Termin dann auf die passende Woche legt und man vergeblich auf den Techniker wartet. Dann ruft man wieder an, macht einen neuen Termin aus und das geht dann wieder ein paar Tage. Wenn der Anschluss nicht funktioniert, ist das extrem ärgerlich. Ist zwar nicht bei allen Firmen und Dienstleistern so, aber bei vielen. Wegen mir müsste es ja nicht mal eine feste Uhrzeit sein. Es würde reichen wenn der Techniker sagt: "Ich komme am Nachmittag des 27.5 z.B. vorbei" und er dann auch zu 100% sicher auftaucht.
Das Problem wird dadurch auch nicht gelöst in dem die Techniker dann auch Samstags zu abgemachten Terminen nicht erscheinen
Das Problem bei der Telekom ist, dass sie in Ballungsräumen gar nicht mehr selbst fahren sondern die Aufträge an Subunternehmen vergeben. Es spielt keine Rolle, ob sie jetzt Samstags auch "angeblich" kommen.
Ich habe selbst DSL anschlüsse in Berlin für einen Subunternehmer geschaltet. Da fängt man um 4 Uhr morgens im Hauptverteiler an, hat 2 Mal so viele Aufträge, wie man überhaupt am Tag schafft und hängt dann noch ewig bei den Telefonanbietern in der Warteschleife (Technikerhotline). Um 19-20 Uhr kommt man nach Hause und hat ein schlechtes Gewissen, weil man ein paar leuten einfach einen Zettel an die Tür geklebt hat auf dem steht man hätte sie nicht angetroffen.
Das Ganze macht man für 1500€ brutto mit eigenem/privaten PKW.
Solange dich DARAN nichts ändert kann die Telekom sich brüsten wie sie will. Es ist und bleibt ein Verein dem wenig am Kunden liegt.
Also bei den Arbeitsbedingungen verstehe ich dann aber nicht, weshalb du dir diesen Job überhaupt antust. Beim angeblichen Fachkräftemangel der hier in Deutschland herrscht, solltest du da weitaus bessere Jobangebote finden, statt für 1500€ Brutto 16 Stundentage als Servicetechniker zu verrichten. Da haben es ja manche Hermes-Fahrer noch besser^^
Ein Teil des Problems ist sicher auch, dass die Techniker für verschiedene Provider arbeiten und die Kunden im Falle einer Störung ja sowieso nicht einfach den Anbieter wechseln können. Man ist als Kunde quasi ausgeliefert und kann kaum etwas dagegen machen, wenn der Techniker zum wiederholten Mal den Termin sausen lässt. Wundert mich auch nicht, wenn es zu wenige Techniker gibt, die mit den Aufträgen kaum hinterher kommen und zu allem Überfluss noch äußerst schlecht bezahlt werden.
Und das ist dann wieder so ein Punkt wo man der Telekom und den anderen Providern sicher auch ankreiden muss, dass ihnen die Kunden scheiß egal sind, solange sie schön ihre Rechnungen bezahlen und die Füße still halten.