Einer meiner Kumpel fährt einen A6 Bj.2017 mit Voller Hütte. Vor ein paar Jahren wurde irgendwas an der Software geändert oder es gab kein Update, genau weiß ich es nicht mehr, wodurch die Navigations Option nicht mehr genutzt werden kann. Das ging über Google Maps, jetzt haut das nicht mehr hin. Also da ist es schon angekommen.
Das ist nur EIN Feature im Auto. Was zwar schon ekelig, aber verkraftbar wäre (ähnlich der Abstellung der Online-Features in AC Black Flag, wobei das Grundspiel aber immer noch spielbar ist). Er hätte nun das Recht, selber oder durch einen beauftragten Dienstleister eine "Reparatur", Umgehung oder Adaption durchzuführen.
Das einzige was mich im Artikel stört ist:
Ubisoft kann ja sagen das das Spiel lange am Leben war.
Was genau ist lange? 10 Jahre oder 10 Monate?
Es fehlt eine genaue Erklärung was gemeint ist.
z.B. nach xx Jahren Spiel als Open Source freigeben.
Eigentlich müssten die unternehmerischen und schöpferischen (Un)Rechte erlöschen und die Werke in Allgemeingut (Public Domain) übergehen.
Und es müsste dem Hersteller explizit verbieten werden, aktiv durch Mechanismen die Unbrauchbarmachung an verkauften Originalen zu praktizieren.
Man kann die Petition gelesen haben und trotzdem nichts damit anfangen können.
Mir ist sie zum Beispiel viel zu allgemein und zu wenig konstruktiv. Was soll denn bitte "diese Videospiele in einem funktionalen (spielbaren) Zustand zu belassen" konkret bedeuten?
Ein Spiel ist dann schon nicht mehr spielbar, wenn verwendete Technologie veraltet und schlicht nicht mehr unterstützt wird. Um es "spielbar" zu belassen, müsste es ständig an neue Hardware, neue Betriebssysteme, neue Treiber, neue rechtliche Rahmenbedingungen etc. angepasst werden. Das kann man einem Hersteller schlecht auf unbestimmte Zeit zumuten, wenn er dabei dauerhaft draufzahlt. Und selbst wenn man den Sourcecode bzw. die Rechte an einem Spiel freigäbe, damit sich irgendeine Community darum kümmert, würde das - bei der Vielzahl erscheinender Titel, von denen nur die allerwenigsten langfristiges Interesse wecken - vielleicht bei 0,1% aller erscheinenden Spiele dann auch wirklich geschehen. Was also soll - ganz konkret - am Ende dabei rauskommen?
Für mich ist das reiner Popanz, der - neben dem mittlerweile üblichen Empörungs- und Shitstormtum - im Wesentlichen durch den Einzelfall eines bestimmten Rennspiels getrieben wird, bei dem sich der Hersteller zugegebenermaßen sehr ungeschickt verhalten hat. Die Spieler haben - spätestens seit Steam vor 20 Jahren mit Half-Life 2 zum Massenphänomen wurde - immer schon nur Lizenzen erworben, und Server konnten immer schon einfach so abgeschaltet werden. Nur weil die Leute zu blöde waren, das zu kapieren, oder es nicht ernst genommen haben, oder sich schlicht geweigert haben, das zur Kenntnis zu nehmen, macht das diese Petition nicht sinnvoll.
Einzelfall ...

Du musst die letzten 700 Jahre verschlafen haben (schau Dir mal das Youtube-Video unten ganz an).
Hier, weil es gerade so schön aktuell ist: eine geschichtliche Aufarbeitung des CopyRight und eine weitere Bemühung, CopyRight und Nutzungsrechte wieder in Balance zu bringen.
Es erklärt auch das widerliche Gehabe von Nintendo, wo sogar Leute rechtskräftig verklagt werden, wenn sie an alten Konsolen rumschrauben und alte Spiele bereitstellen.
Die Rechteindustrie und CopyRight (und damit das ganze Lizenzgehabe) sind so in Schieflage geraten, dass mal echt ein Cut und ein Geraderücken notwendig wird.
"Right to Repair" ist auch so eine Aktion der letzten Jahre, das Ungleichgewicht und geltende Unrecht zu korrigieren.
Genauso "Coy-Left" oder "Creative Commons" uvm.
Level1Tech macht gerade auch einen weiteren Vorstoss in den USA, einen Vorschlag zur Rechtegestaltung von Consumerseite statt von der Industrie-Lobby zu gestalten und einzureichen:
(Das dürfte auch für den Autor dieses Artikels und Folgebeiträge interessant sein
@PCGH_Redaktion;
@PCGH_Jacky;
@PCGH_Thilo )
Um Spiele zu retten braucht es keine EU. Jeder der das machen möchte, dem was wichtig ist, der kann das heute schon tun. Es gibt auch schon zig Privat-Leute, Firmen (gog) und Orgas (zb. Museen) die das machen. Die EU holst du dir nur ins Boot wenn du das gern so haben möchtest aber es selbst mich machen möchtest. Oder wenn du jemanden seine Freiheit einschränken möchtest.
Nur wenn es rechtlich gedeckt ist.
Deine Freiheitsrechte müssen dir eingeräumt und zugestanden werden.Von alleine kommen sie nicht.
Und die Verwerter finden immer neue unlautere Wege, das Recht nach ihren Interessen zu formen oder gar zu beugen, zu re-interpretieren und zu ignorieren.
Illegalen und unlauteren überbordenden Praktiken (auch und gerade auf der übermächtigen Industrieseite) sind durch Regeln und Gesetze Einhalt zu gebieten.
Alleine könnten bereits bestehende Gesetze und Präzedenzfälle gegen dich stehen und du dich strafbar machen. David gegen Goliath. Du wirst in Grund und Boden geklagt. Dein Gegenspieler ist ,wie schon gesagt, unfair übermächtig.