News SteamOS: Darum ist das Gaming-Betriebssystem die Zukunft

Mehr Linux ist gut, egal welche Distro. Wer dies schlecht findet, hat einen Pyjama mit Steve Ballmer drauf. Ich habe Windows durch Bazzite ersetzt und möchte nicht mehr zurück! Endlich keine Werbung, Updates und Bloatware mehr.

Wer mehr als nur Gaming möchte, hat ja genug Auswahl an Apple oder Windows Geräten. Und da MS es gut bezahlt wenn fertig PCs Windows drauf haben, wird Linux nie in er Masse ankommen. Also können die Windows Fanatiker beruhigt Schlafen.
 
Ich habe Windows durch Bazzite ersetzt und möchte nicht mehr zurück! Endlich keine Werbung, Updates und Bloatware mehr.
Ich freu mich, wenn Bazzite für dich passt - aber das, was du aufzählst, ist nichts Exklusives: Keine Werbung, kein Bloat und vernünftige Updates bekommst du mit praktisch jeder Linux-Distro.

Was mir hier oft übersehen wird: Bazzite (wie SteamOS) ist ein immutables, stark auf Gaming zugeschnittenes System. Vieles läuft über Flatpaks/Container, und gerade systemnahe Dienste oder Analyse- und System-Tools sind dort oft deutlich umständlicher nachzurüsten als auf einem klassischen Debian/Ubuntu/Fedora/Arch.

Und genau das ist ja das, was viele Windows-Umsteiger eigentlich erwarten: ein vollwertiges PC-OS, das ihnen im Zweifel mehr Möglichkeiten und Kontrolle bietet als Windows - und nicht etwas, das sich am Ende eher wie ein PC mit "Kindersicherung" anfühlt.

Gerade für Windows-Nutzer, die Linux noch nie live gesehen haben, sollte man dazu sagen: Bazzite und SteamOS sind Spezialdistributionen (fürs Gaming) - sie repräsentieren nicht das, was man normalerweise unter einem Linux-System versteht. Es hapert dort oft auch mit der Hardware-Erkennung, die ansonsten unter Linux inzwischen eigentlich exzellent ist.
 
Persönlich war für mich Linux Mint die erste Anlaufstelle, als ich anfangs des Jahres Windows 11 aufs Abstellgleis geschickt habe.

Da ich jedoch im Laufe des Jahres meine RDNA2 GPU durch eine RDNA4 GPU ersetzt habe, war es einfacher die Linux Distro zu wechseln (hat gerade mal 5 Minuten gedauert) als LM 22.1 dafür fit zu machen, zumal es nach ein paar Monaten wieder notwendig geworden wäre den Kernel manuell zu updaten.

Momentan verwende ich Tumbleweed und es läuft einwandfrei. Einzig mein Drucker, oder besser gesagt der Scanner, lässt sich nur über eine Windows 11 VM besser ansprechen. Sobald eine neue LTS Version von Ubuntu (es gibt entsprechende Druckertreiber dafür vom Hersteller) erscheint werde diese mal testweise auf einer zweiten SSD installieren. Sollte das die VM überflüssig machen, ist der Rest der Daten ja schnell transferiert.

Grundsätzlich sehe ich keinen Grund eine spezialisierte Distro für Gaming einzusetzen - die dafür notwendige Software lässt sich schließlich problemlos installieren und man lernt ggf. sogar noch was dabei. Tatsächlich war mir eine allgemeine Distro sogar wichtig, da ich endlich wieder ein Betriebssystem wollte, das erstens den Namen verdient und zweitens nur das mitbringt, was ich möchte. Auf vorinstallierte Software und Features kann ich verzichten, auch wenn man diese wieder entfernen kann, das ist unnötiger Mehraufwand, wenn es auch anders herum geht.

Ich habe das auch schon an anderer Stelle gesagt: Ich denke Microsoft täte sich selbst einen Gefallen, wenn es Windows wieder als Betriebssystem und nicht als Ansammlung von Features betrachten würde - zumal man all die schönen Features, auf die Microsoft so "stolz" ist, auch als "DLC" gegen Aufpreis verkaufen könnte.^^
 
Ich freu mich, wenn Bazzite für dich passt - aber das, was du aufzählst, ist nichts Exklusives: Keine Werbung, kein Bloat und vernünftige Updates bekommst du mit praktisch jeder Linux-Distro.

Was mir hier oft übersehen wird: Bazzite (wie SteamOS) ist ein immutables, stark auf Gaming zugeschnittenes System. Vieles läuft über Flatpaks/Container, und gerade systemnahe Dienste oder Analyse- und System-Tools sind dort oft deutlich umständlicher nachzurüsten als auf einem klassischen Debian/Ubuntu/Fedora/Arch.

Und genau das ist ja das, was viele Windows-Umsteiger eigentlich erwarten: ein vollwertiges PC-OS, das ihnen im Zweifel mehr Möglichkeiten und Kontrolle bietet als Windows - und nicht etwas, das sich am Ende eher wie ein PC mit "Kindersicherung" anfühlt.

Erstmal vielen Dank, dass Du Dir zumindest mal ein paar Gedanken zu dem Thema machst.

Gerade für Windows-Nutzer, die Linux noch nie live gesehen haben, sollte man dazu sagen: Bazzite und SteamOS sind Spezialdistributionen (fürs Gaming) - sie repräsentieren nicht das, was man normalerweise unter einem Linux-System versteht. Es hapert dort oft auch mit der Hardware-Erkennung, die ansonsten unter Linux inzwischen eigentlich exzellent ist.

Aber ich denke, Du kommst zu falschen Schlüssen.

Ich brauche schlicht eine Alternative zu Windows, weil Microsoft sich mit Windows 11 inzwischen zu viel auf dem System herausnimmt. Ich muss nicht alles wiederholen, das wurde hier oft genug thematisiert.

Apple ist für mich keine Option: zu teuer, kaum erweiterbar oder nur sehr teuer über Thunderbolt. Im Multimedia-Bereich waren sie mal stark, inzwischen aber nicht mehr. Dazu kommt das viele Herumbasteln am System, was gerade bei USB3-basierten Recording-Interfaces die Stabilität beeinträchtigt. Es gibt weniger Spiele, und eine stärkere Grafikkarte nachzurüsten ist ebenfalls nicht einfach machbar.

Linux wäre schön gewesen, wenn es inzwischen wirklich eine Alternative zu Windows und macOS wäre, aber die Anreize für Hersteller fehlen einfach. Nach über 30 Jahren Linux existiert im Gegensatz zu Windows und macOS immer noch zu wenig Support für kommerzielle Anwendungen, die viele von uns benötigen.

Ich habe hier ein teures Studioumfeld, bekomme für Linux aber weder Treiber noch Software. Es fehlen viele hervorrangende VST und VSTi für Recording. Für macOS ja – möchte ich aber aus den genannten Gründen nicht nutzen. In Fotografie und Videobearbeitung ist es dasselbe: der notwendige Applikationssupport fehlt für Linux.

Ich spreche von kommerziellen Anwendungen, die in ihren Bereichen de-facto-Standards sind. Open Source ist in einigen Feldern gut, aber in vielen Bereichen kein vollwertiger Ersatz. Zudem, wenn Du gefühlt ein Leben lang mit bestimmten Applikationen gearbeitet hast, dann macht es keinen Sinn, diese zu wechseln. Du brauchst einfach ein gewisses Maß an Kontinuität und sei es nur, um alte Dateien oder Projekte öffenen zu können.

Ja .. ich spreche hier von IT .. nicht nur von reiner Rumspielerei!

Solange Linux den erforderlichen Applikationssupport nicht liefert, ergibt es für mich keinen Sinn. Ein Betriebssystem ist kein Selbstzweck, ich brauche nutzbare Anwendungen.

Und mit über 800 Distributionen überzeugt man keine Hersteller, ihre Produkte auf Linux zu portieren. Jede Distribution hat ihre eigenen Schwächen und Macken. Es wäre wünschenswert, wenn man sich auf ein gemeinsames Linux konzentrieren würde.

Allein im Recording-Bereich sieht man, welcher Aufwand nötig ist, um eine halbwegs stabile, latenzarme Audioverarbeitung zu erreichen: alternativer Kernel, zusätzliche Systemanpassungen, je nach Basis-Kernel immer wieder andere Probleme. Das kannst Du doch keinem Anwender zumuten. Und Hersteller sehen das genauso – zu hoher Entwicklungs- und Supportaufwand.

Linux muss erst einmal einen echten Standard im Markt etablieren. Nur mit Standardisierung kommen kommerzielle Anwendungen. Aber hier prallen auch ideologische Grenzen aufeinander. Da kommen Leute und erzählen, man brauche keine kommerziellen Anwendungen, Freiheit/Open-Source reiche völlig.

Man sollte Anwender schon ernst nehmen, wenn sie sagen, dass sie weiter mit ihren gewohnten Programmen arbeiten wollen.

Wenn Linux das nicht leisten kann, bleibt es nichts weiter als Spielerei. Dann ist Linux nichts weiter als ein Spielzeug – und man kann sich jahrelang mit 800+ Varianten beschäftigen, ohne echten Nutzen. Ein reiner Selbstzweck.

Mir ist das Betriebssystem inzwischen weitgehend egal. Ich brauche ein modulares, flexibles und bezahlbares System – deshalb PC – und möchte ohne Bastelei Anwendungen, auch kommerzielle, installieren können. Die Diversität von Linux steht dem im Weg.

Man braucht im Grunde gar nicht so viel rumzudiskutieren, man muss sich nur Hardware und Applikationssupport für Linux ansehen, das spricht Bände.
 
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Proton, Lepton, FEX, die Treiberarbeit und vieles mehr sind FOSS, keine SteamOS-Exklusivfeatures. Dafür braucht es kein SteamOS. Das sollte man klar sagen, sonst halten gerade alte (Windows)-PC-Hasen SteamOS am Ende für "Linux", bemerken die Einschränkungen und kehren frustriert wieder zurück.

Ein read-only System-Image aufbohren zu müssen, nur weil ich mal OpenRazer ins System schießen will, fühlt sich für mich einfach nicht nach einem (Linux-)PC an.

Auf die neue Steam Machine freue ich mich trotzdem wie ein Schnitzel - die wird selbstverständlich mit SteamOS laufen. Aber auf meinem "Erwachsenen"-PC installiere ich mir so ein Spezial-OS ganz sicher nicht als Hauptsystem.
 
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Genau den selben Satz habe ich schon 2015 beim ersten Versuch dieser 'Steam Machines' gelesen, und über 10 Jahre später ist Linux bzw. SteamOS noch immer weit entfernt vom Massenmarkt bzw. der "Zukunft". :rollen:
 
Linux wäre schön gewesen, wenn es inzwischen wirklich eine Alternative zu Windows und macOS wäre, aber die Anreize für Hersteller fehlen einfach. Nach über 30 Jahren Linux existiert im Gegensatz zu Windows und macOS immer noch zu wenig Support für kommerzielle Anwendungen, die viele von uns benötigen.

Ich habe hier ein teures Studioumfeld, bekomme für Linux aber weder Treiber noch Software. Es fehlen viele hervorrangende VST und VSTi für Recording. Für macOS ja – möchte ich aber aus den genannten Gründen nicht nutzen. In Fotografie und Videobearbeitung ist es dasselbe: der notwendige Applikationssupport fehlt für Linux.

Ich spreche von kommerziellen Anwendungen, die in ihren Bereichen de-facto-Standards sind. Open Source ist in einigen Feldern gut, aber in vielen Bereichen kein vollwertiger Ersatz. Zudem, wenn Du gefühlt ein Leben lang mit bestimmten Applikationen gearbeitet hast, dann macht es keinen Sinn, diese zu wechseln. Du brauchst einfach ein gewisses Maß an Kontinuität und sei es nur, um alte Dateien oder Projekte öffenen zu können.

Ja .. ich spreche hier von IT .. nicht nur von reiner Rumspielerei!
Was du beschreibst, ist kein Linux-Problem! Dein Problem sind aber Steinbergs, Adobes und Co. Du bist gezwungen Windows zu benutzen, weil man dir seitens dieser Anbieter gar keine andere Chance bietet.

Beschwere dich nicht über mangelnden Support FÜR kommerzielle Anwendungen, sondern mangelnden Support DURCH die Hersteller deiner Hard- wie Software.

Also höre auf den mangenlden Cubase-Support für Linux dem System an sich unterzuschieben. Schreib einfach mal an Steinberg und die anderen und klage die an, dass die nach so vielen Jahren noch immer nicht den Arsch hochbekommen haben und angesichts des sich anbahnenden Privacy-Desasters namens Copilot und Konsorten weiterhin einzig auf diesen Gaul setzen!

Linux muss erst einmal einen echten Standard im Markt etablieren. Nur mit Standardisierung kommen kommerzielle Anwendungen. Aber hier prallen auch ideologische Grenzen aufeinander. Da kommen Leute und erzählen, man brauche keine kommerziellen Anwendungen, Freiheit/Open-Source reiche völlig.
Die Standards sind da! Das betrifft das UI mit QT und GTK und deren Interoperabilität untereinander ebenso wie standardisierte Schnittstellen. Du kannst mit allen dir gewünschten Sprachen Programme erstellen. Was aber nicht geht, es sei denn du willst den NVIDIA-Weg gehen, sind closed-source Treiber im Kernel unterbringen. Und daran scheitert es vermutlich eher als an fehlenden Standards!
 
Ich habe hier ein teures Studioumfeld, bekomme für Linux aber weder Treiber noch Software. Es fehlen viele hervorrangende VST und VSTi für Recording. Für macOS ja – möchte ich aber aus den genannten Gründen nicht nutzen. In Fotografie und Videobearbeitung ist es dasselbe: der notwendige Applikationssupport fehlt für Linux.
Dafür kannst Du Linux wahrscheinlich vergessen, außer Du möchtest selbst etwas entwickeln. Ich habe keine Ahnung davon. Ich nutze manchmal Audacity. Das ist meine ganze "Expertise" auf diesem Gebiet.

Wenn Linux das nicht leisten kann, bleibt es Spielerei und ansonsten fehl am Platz. Dann ist Linux nichts weiter als ein anderes Game – und man kann sich jahrelang mit 800+ Varianten beschäftigen, ohne echten Nutzen. Ein reiner Selbstzweck.
Es kommt darauf an, ob du einen PC noch für etwas anderes als Studioarbeit brauchst. In vielen Anwendungsbereichen ist Linux Windows deutlich überlegen. Es hat ja seine Gründe, dass Microsoft WSL geschaffen hat - ohne diese Linux-Schicht ließe sich Docker unter Windows nur sehr umständlich oder gar nicht sinnvoll betreiben. So viel zur "Spielerei". Und was den Applikationssupport im FOSS-Umfeld angeht, ist Linux in vielen Bereichen deutlich ausgereifter.

Ich würde dir Linux ganz pragmatisch da empfehlen, wo es dir persönlich Vorteile bringt - und zwar mit einer ganz normalen Distribution wie Ubuntu. Wenn dir das Vanilla-Ubuntu nicht zusagt, gibt es genug Flavours, z.B. Xubuntu, das ich selbst nutze. Für Web, Mail und ein bisschen Office ist das aus meiner Sicht Windows oder MacOS überlegen: es läuft stabil, ist unaufdringlich und du hast massenhaft freie Software direkt aus den Paketquellen, ohne dir ein Loch ins Knie zu bohren.

Man kann problemlos mehrere Systeme parallel nutzen - Windows da, wo man es braucht, Linux da, wo es glänzt. Linux kostet nichts, also spricht auch finanziell nichts dagegen, es einfach auszuprobieren.

Was proprietäre Software angeht, war Linux auf dem Desktop schon immer schwierig: Es gibt kein wirklich einheitliches Userland, sondern zig Distributionen mit unterschiedlichen Bibliotheksversionen, Pfaden und Umgebungen. Als Hersteller kannst du kaum sicher sein, dass deine Binärpakete überall sauber laufen - genau deshalb haben sich viele lieber auf Windows/MacOS konzentriert.

Die Antwort darauf sind Container und ähnliche Konzepte: Flatpak, Snap, AppImage, Docker & Co. machen Linux in diesem Bereich inzwischen richtig stark und es bewegt sich was. Aber das ist ein laufender Prozess - man muss jetzt nicht die Luft anhalten und glauben, dass damit über Nacht alle Probleme des Linux-Desktops gelöst wären.
 
Man kann problemlos mehrere Systeme parallel nutzen - Windows da, wo man es braucht, Linux da, wo es glänzt. Linux kostet nichts, also spricht auch finanziell nichts dagegen, es einfach auszuprobieren.
Warum sollte man? Habe nie verstanden warum das Argument gebracht wird. Warum soll man Wissen für 2 Sachen aufbauen anstatt nur für eins was alles kann was man braucht. Die übrige Zeit kann man für was anderes nutzen: Hobbys, Familie oder ggf. sogar Wissen was nützlich ist.

Wenn du das willst, klar kein Thema. Wenn du das brauchst, klar kein Thema. Aber ohne Zwang und Interesse? Als wenn das ein "Zwangshobby" für jeden sein soll. Aber immer wieder ein herzhafter Lacher :).
 
Bitte, machts nur....
Das meine ich ernst.

Auch Windows brauchte... 10 (?) Jahre, bis DirectX out of the Box rund lief.

Wer noch krudes DX3, Glide-Wrapper oder DX-Runtime-Jonglieren etc kennt,
wird wohl wissen, was ich meine. Von Stabilität ganz zu schweigen...
 
Dafür kannst Du Linux wahrscheinlich vergessen, außer Du möchtest selbst etwas entwickeln. Ich habe keine Ahnung davon. Ich nutze manchmal Audacity. Das ist meine ganze "Expertise" auf diesem Gebiet.

Recording mag für Dich spezieller erscheinen, ist unter Windows und macOS aber auch nichts besonderes, das funktioniert da einfach.

Womit Leute sicherlich mehr Berührung haben werden, sind die Themen Fotografie und Videobearbeitung.
Oder auch Tools für die entsprechenden Kameras.

Es kommt darauf an, ob du einen PC noch für etwas anderes als Studioarbeit brauchst.

Egal was es ist, unter Windows und macOS sind die den Markt dominierenden Applikationen einfach da und für Linux halt nicht.

In vielen Anwendungsbereichen ist Linux Windows deutlich überlegen.

Kommt darauf an, wie man Überlegenheit definiert. Es muss vor allem Relevanz für die eigene Arbeit haben.
Mit ist das OS inzwischen ziemlich egal.
Das Wichtigste für mich: sehr gute Maintainability fürs OS und Applikationssupport.

Früher habe ich noch bei Unix Teams mitgearbeitet, aber das OS ist für mich inzwischen commodity stuff.
Das hat einfach dazusein und zu funktionieren, und es muss mir Arbeit abnehmen, nicht neue Probleme schaffen. Da rüttelt Microsoft langsam am Ohrfeigenbaum. Darum wäre Linux eine schöne Alternative gewesen, aber es fehlt der Applikationssupport.

Es hat ja seine Gründe, dass Microsoft WSL geschaffen hat - ohne diese Linux-Schicht ließe sich Docker unter Windows nur sehr umständlich oder gar nicht sinnvoll betreiben. So viel zur "Spielerei". Und was den Applikationssupport im FOSS-Umfeld angeht, ist Linux in vielen Bereichen deutlich ausgereifter.
Das ist ja alles gut und schön, aber bringt mir überhaupt nichts. Ich brauche bestimmte Standard Applikationen und Linux liefert diesbezüglich überhaupt nichts.

Auch der Linux Desktop gefällt mir nicht, die verschiedenen Möglichkeiten schwanken zwischen zu karg und "völlig überfrachtet". Zudem ist alles inklusive Shell Environment überall so gut wie maximal verbastelt.

Von Reife und Standardisierung und Applikationssupport nicht viel zu sehen.

Ich würde dir Linux ganz pragmatisch da empfehlen, wo es dir persönlich Vorteile bringt - und zwar mit einer ganz normalen Distribution wie Ubuntu.

Wenn ich ein Unix für die typischen Open-Source-Anwendungen oder Provider-Services bräuchte, dann wäre mit Sicherheit FreeBSD meine Wahl.

Wenn dir das Vanilla-Ubuntu nicht zusagt, gibt es genug Flavours, z.B. Xubuntu, das ich selbst nutze. Für Web, Mail und ein bisschen Office ist das aus meiner Sicht Windows oder MacOS überlegen: es läuft stabil, ist unaufdringlich und du hast massenhaft freie Software direkt aus den Paketquellen, ohne dir ein Loch ins Knie zu bohren.
Ja und die Paketmanager laufen ne Weile, und sobald Du anfängst, speziellere Dinge zu installieren, dann wird’s schnell hakelig und irgendwas funktioniert nicht richtig. Oft genug erlebt...

Man kann problemlos mehrere Systeme parallel nutzen - Windows da, wo man es braucht, Linux da, wo es glänzt. Linux kostet nichts, also spricht auch finanziell nichts dagegen, es einfach auszuprobieren.

Linux glänzt nicht wirklich, und ausprobiert habe ich seit den 80ern viele Unix Varianten und Linux Distributionen. Im kommerziellen Bereich haben mir SunOS und Solaris am besten gefallen und im Open-Source-Bereich war es FreeBSD. Linux kommt da nicht annähernd ran.

Was proprietäre Software angeht, war Linux auf dem Desktop schon immer schwierig: Es gibt kein wirklich einheitliches Userland, sondern zig Distributionen mit unterschiedlichen Bibliotheksversionen, Pfaden und Umgebungen. Als Hersteller kannst du kaum sicher sein, dass deine Binärpakete überall sauber laufen - genau deshalb haben sich viele lieber auf Windows/MacOS konzentriert.

Genau das ist das Problem. Das sollte man besser beheben.
Mir ist das OS relativ egal, wenn es das macht, was es soll und man es gut in den Griff bekommen bzw. betreiben kann.

Die Antwort darauf sind Container und ähnliche Konzepte: Flatpak, Snap, AppImage, Docker & Co. machen Linux in diesem Bereich inzwischen richtig stark und es bewegt sich was. Aber das ist ein laufender Prozess - man muss jetzt nicht die Luft anhalten und glauben, dass damit über Nacht alle Probleme des Linux-Desktops gelöst wären.

Solange das Distributionsproblem nicht gelöst ist, gibt es keine wirkliche Lösung für das Applikationsproblem.
Und solange Linux einen deutlich schlechteren Applikationssupport hat und viel Bastelaufwand erfordert, wird es weiterhin nur zweitklassig sein, obwohl Unix an für sich ein sehr gutes Konzept ist. Es hätte Besseres verdient.

Nur haben Linux Aktivisten sich damals im Usenet mit einer Penetranz durchgesetzt und das schlechteste Unix zum Fan-Artikel ihrer Wahl gekürt, unterstützt von Fachzeitschriften, die sich einfach nur darauf gefreut haben, dass es viel zu schreiben gibt. Das haben wir nun davon. Viel Linux, viel zu schreiben.

Aber es hat nicht die ansonsten gewohnte und bevorzugte Qualität. Einiges ist noch verbuggt, wie ich letztens noch bei einer schnellen Testinstallation von CachyOS feststellen musste. Tja, und keine Applikationen und damit keine gute Alternative zu Windows 11.

Was für mich momentan alleinig zählt, eine valide Alternative zu Windows 11 und zu macOS zu finden.
Aber da gibt es leider nichts, was derzeit infrage kommt.

Und daher ärgert es mich immer wieder, wenn Linux einem von zig Seiten als DIE Lösung aufgedrängt wird, obwohl es überhaupt gar nichts für mich löst. Linux verkommt zum Selbstzweck und ist damit keine ernst zu nehmende Plattform für (kommerzielle) Applikationen. Viele Hersteller machen aus gutem Grund einen Bogen darum.

Als Server für Shell, Open Source Entwicklung, Mail oder News oder Webserver … ok, aber selbst da würde ich ein bestens gewartetes und "reifes" FreeBSD oder NetBSD Linux in jedem Fall vorziehen. Da sind auch die Manual Pages von deutlich besserer Qualität, weil sie zusammen mit dem OS gepflegt werden. Da ist einfach alles besser aufeinander abgestimmt und macht einen hochwertigeren, professionelleren Eindruck.
 
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Und solange Linux einen deutlich schlechteren Applikationssupport hat und viel Bastelaufwand erfordert wird es weiterhin nur zweitklassig sein, obwohl Unix an sich ein sehr gutes Konzept ist.
Du sagst, du bist Musiker bzw. Producer. Was verstehst du bitte von "Bastelaufwand" und Klassen?

Als Server für Shell, Open Source Entwicklung, mail oder news oder webserver .. ok, aber selbst da würde ich ein bestens gewartetes und "reifes" FreeBSD oder NetBSD Linux in jedem Fall vorziehen.
Du hast keine Ahnung, wovon du da schreibst. Srly!
 
Genau den selben Satz habe ich schon 2015 beim ersten Versuch dieser 'Steam Machines' gelesen, und über 10 Jahre später ist Linux bzw. SteamOS noch immer weit entfernt vom Massenmarkt bzw. der "Zukunft". :rollen:
Das sehe ich nicht so.
Die Steam Machine 1 musste aufgrund der mangelnden Spiele Kompatibilität und treiberbedingten Performance Probleme einfach scheitern. Laut Schätzungen waren nur 15-25% der in der Steam Bibliothek gelisteten Spiele damals überhaupt kompatibel und dies nur nativ. Etwas wie Proton mit dem heute fast 90% aller der dort gelisteten Spiele spielbar sind, gab es noch nicht und Wine war meistens eher ein gefrickel und leistungsbezogen in den meisten Fällen nicht wirklich Konkurenzfähig, da hatte der Grafiktreiber natürlich auch seinen Anteil daran.
Heute jedoch laufen eine Vielzahl an Games mittels Proton und RADV sogar performanter als unter Windows, dass kann man daher gar nicht miteinander vergleichen.

Es gab natürlich noch diverser andere Gründe, wieso die Steam Machine damals scheiterte, aber dies würde hier jetzt den Rahmen sprengen.

Klar muss noch einiges verbessert werden, aber trotzdem glaube ich das die Zeit jetzt reif ist
und die Steam Machine 2 ein erster wichtiger, oder sagen wir nach der Steam Deck ein zweiter wichtiger
Meilenstein sein wird, bevor es wirklich als ernstzunehmende Konkurrenz für Windows angesehen werden kann.
 
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Warum sollte man? Habe nie verstanden warum das Argument gebracht wird. Warum soll man Wissen für 2 Sachen aufbauen anstatt nur für eins was alles kann was man braucht. Die übrige Zeit kann man für was anderes nutzen: Hobbys, Familie oder ggf. sogar Wissen was nützlich ist.
Jeder wie er mag. Zum Beispiel haben vielen noch ein Smartphone wo ein anderes System wie auf dem PC läuft.
 
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Anders gesagt: 2026 wird das Jahr des Linux-Desktops!!!!11elf
und obendrein auch noch des Linux-(NonAndroidButGaming)Smartphones, des Linux-(UndGaming)Macs, des Linux-...
 
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