Spielen mit idle-Taktraten !?

Flambard

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo zusammen,


Ich habe mich neulich mit der Thematik auseinandergesetzt, in bestimmten Spielen mit der Taktrate und Spannung zu experimentieren.

Generell möchte ich mein Augenmerkt nicht auf die Frage, ob das System sauber konfiguriert ist oder eventuelle Idle-Taktraten zu hoch oder zu niedrig ausfallen.

Viel wichtiger ist mir der Kerngedanke, ob es nicht möglich ist, Standardtaktraten für spezielle Anwendungen zu definieren. Natürlich stellt sich dann auch die Frage, ob dies überhaupt einen Nutzen bringt - wenn man den Energiebedarf des Systems betrachtet. Daraus resultiert dann wiederum die Wärmeentwicklung und daraus entsprechende Lautstärke des Systems.

Als Nebengedanken dann noch den Bezug im kompetitiven Wettkampf - da hieß es einmal, dass man einen taktischen Vorteil erhält, wenn man ohne VSYNC arbeite - was sich in verbesserten Reaktionszeiten und Latenzen wiederspiegele.

Nun - ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bildrate auf dem Bildschirm rückgeleitet eine Drosselung oder Begrenzung im Input von Maus/Tastatur hervorrufen kann. Allerhöchstens - glaube man an Zwischenbilder (60Hz Monitor, 120fps) würde man eventuell schneller reagieren aber die Eingabe von Maus/Tastatur blieben unangetastet. ABER - gäbe es tatsächlich einen kompetitiven Vorteil, auf maximale fps zu setzen, so wäre dieses Thema vermutlich nicht weiter zu verfolgen als im experimentellen Bereich. Sollte ich mit meiner Annahme aber Recht haben, wäre diese Thematik ja vielleicht nochmal ein Punkt, auf den man durch fundiertere Tests aufmerksam machen könnte. Ich denke ohne Zuarbeit der Hersteller - oder einem findigen Menschen da draußen bliebe diese Sache im Verborgenen.


Ich habe nicht die Möglichkeiten, einen etwaigen Nutzen durch niedrigere Taktraten zu ermitteln. Aber ich schildere einfach mal mein Vorgehen - und vielleicht findet sich hier jemand, der dies mal belegen oder widerlegen kann.

In meiner Beispielsituation habe ich folgendes getestet:


Als Hardware diente dazu

Prozessor Intel Core i5-3470 (3.8 Ghz 4 Thread, 3.9 Ghz 3 Thread, 4.0 Ghz 1-2 Thread)
Asrock Z77 Pro3 2.10i
Sapphire Radeon HD7970Ghz VaporX 3GB
16GB Ram (es waren vor Kurzem 2x4GB - bei den Preisen von 22 Euro für zusätzliche 2x4GB kann man nicht nein sagen - bla)
BenQ G2400WD 1920x1200
Zur Grafikkarte - es sind zwei Monitore angeschlossen, ich nutze Sapphire Trixx zum Anpassen der Lüfterdrehzahlen - das Programm "überschreibt" möglicherweise Standard-Taktraten - bla - alles nicht ganz so wichtig.


Getestet habe ich Diablo III ROS auf maximaler Detailstufe ohne Downsampling - also eben 1920x1200 Bildpunkte.


Die angezeigte Idle-Werte nach GPU-Z waren

Takt GPU: 500Mhz
Takt Speicher: 1500Mhz
GPU-Spannung: 950mV

Diese Werte habe ich im Tool Sapphire Trixx auf eben 500Mhz GPU und 950mV Spannung. Den Speicher habe ich experimentell auch auf 1300Mhz reduziert - ich vermute hier aber, dass das keinen Einfluss hat.

Mit dem im idle-gemessenen Takt habe ich im Spiel dann eine durchschnittliche GPU-Auslastung von 80% erhalten. Ich vermute, dass das in meinem Sinne wäre, so hat man eine Reserve, wenn doch mehr gefordert werden würde.


Ich komme langsam zum Ende: Würde es also einen Nutzen bringen, die Leistungsparameter für entsprechende Szenarien anzupassen - im Sinne von Energiebedarf? Spielt der Energiebedarf keine Rolle, da ein Chip unter üblichem Leistungstakt eine geringere prozentuale Auslastung fährt? (Meine Vermutung: Nein, da höhere Taktraten eine höhere Spannung erfordern - aber spiegelt sich das wieder?)

Vielleicht ist der Grundgedanke nicht sooo übel - und eventuell hat hier jemand Zeit, Lust und die technische Ausstattung, die hier erwähnte Kernfrage zu beantworten.

Ich denke das ähnelt dann sehr der SpeedStep-Technologie, wie sie bei Intel der Fall ist. Eventuell wird es dies einmal bei Grafikprozessoren geben - wenn auch in einer abgewandelten Form, wenn nicht anders möglich.

Ja.. und von mir schon einmal Danke für's Lesen - und möglicherweise schafft es diese Thematik einmal auf die Titelseite.
 
Meiner Meinung nach ist ein FPS-Limit bei z.B: 60 sinnvoller als ein manuelles "heruntertakten" der GPU.

Denn wenn man unterschiedlich anspruchvolle Games spielt muß man für jedes Game einen "sinnvollen" Takt ermitteln.
Allerdings sind viele Spiele je nachdem wieviel am Schirm passiert und "wo" man im Game hinschaut schon pro Spiel sehr unterschiedlich anspruchvoll.
Auch wäre das "heruntertakten"-Szenario nur dann wirklich sinnvoll wenn man für jeden Takt auch noch die Spannung so anpasst das die Grafikkarte gerade noch stabil arbeitet.

Da ist es doch viel einfacher einfach per Treiber oder Tool ein FPS-Limit zu setzen.
Moderne Grafikkarten passen ihre Spannung sowieso selber je nach "Last" an.
 
Vielleicht ist der Grundgedanke nicht sooo übel - und eventuell hat hier jemand Zeit, Lust und die technische Ausstattung, die hier erwähnte Kernfrage zu beantworten.
Die Antwort ist, wie mein Vorposter schon sagte, einfach die Framerate zu cappen. Das kannst du im AMD Treiber sogar für jedes Spiel separat machen. Die Option gibt es aus genau dem Grund, dass die GPU für nicht benötigte Leistung nicht arbeiten muss.

Im Ergebnis machst du mit deiner Bastelei nämlich das Gleiche, nur wesentlich aufwändiger, ineffizienter und ungenauer.

Als Nebengedanken dann noch den Bezug im kompetitiven Wettkampf - da hieß es einmal, dass man einen taktischen Vorteil erhält, wenn man ohne VSYNC arbeite - was sich in verbesserten Reaktionszeiten und Latenzen wiederspiegele.
Nicht nur für kompetitiven Wettkampf. Die Frameausgabe mit VSync ist generell unter aller Sau (Stichwort: doppelt angezeigte Frames). Ein Spiel fühlt sich mit aktiviertem VSync wesentlich früher ruckelig an. Der Input Lag ist da oft noch das kleinste Problem.
 
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