Crimes and Punishments war großartig, Testament Sherlock Holmes und Sherlock Holmes vs. Jack the Ripper davor beide auch, wenn auch technisch nicht ganz auf dem Niveau. Die Sherlock Holmes Spiele davor (Silver Earring, The Awakened und Nemesis) waren auch nicht schlecht, allerdings eher was für hardcore Adventure- und Holmesfans.
Devil's Daughter fand ich allerdings nicht so schlecht, wie viele es dargestellt haben. Es war schon irgendwie so eine Art Crimes and Punishments light. Aber ich fand es trotzdem in fast allen Punkten schlechter, als den Vorgänger, und die Minispiele, Quicktime Events und der letzten Fall, der spielerisch und inhaltlich so gut wie gar nichts mit klassischem Sherlock Holmes Content zutun hatte, waren auch irgendwie wie Wasser in einem guten Wein. Man hätte halt wirklich mehr draus machen können.
Chapter One werde ich sicher auch spielen, aber vermutlich nicht zum Vollpreis. Vielleicht sollten die Entwickler mal ein paar Schritte zurückgehen und sich anschauen und verstehen, was früher gut funktioniert hat und bei den Leuten gut angekommen ist. Trifft übrigens auf sehr viele Entwicklerstudios zu.
Allerdings muss ich auch zugeben: Es ist vermutlich schwierig gleichzeitig die oldschool Fans, die mit den alten Filmen und Serien (bis 80er/90er) und original Büchern von Arthur Conan Doyle aufgewachsen sind, als auch die Leute, die die beiden Kinofilme oder die Cumberbatch Serie mochten, zu erreichen. Irgendwo sind da wohl leider immer ein paar Kompromisse nötig, gerade auch wenn die Produktionskosten solcher Titel steigen und man eine gewisse Absatzmenge erreichen muss, damit die Kosten wieder reinkommen.