AW: Selbstmordserie bei Foxconn: 30 Prozent mehr Lohn für Mitarbeiter
Mehr Lohn macht keine besseren Arbeitsbedingungen. Unmenschliche Anforderungen und sadistische Chefs sind auch noch bei 30% mehr Lohn unmenschlich und sadistisch.
Diese 30% mehr sind ein Schnellschuss um die Öffentlichkeit zu beruhigen.
Auf der anderen Seite dürfte Apple keine Möglichkeit haben, die Arbeitsbedingungen zu beeinflussen. Schließlich fertigt Foxconn für verschiedene Hersteller und wärend man Löhne flexibel anpassen kann, werden Asus&Co auf die Barrikaden steigen, wenn sie auf einmal auch das doppelte zahlen müssen, weil Apple die allgemeinen Arbeitsbedingungen geändert hat.
Aber Apple eignet sich am besten um die Preisstruktur zu zeigen, denn kein Produkt von Apple ist wirklich günstig.
Sind es Produkte von Dell?
Macht es einen großen Unterschied, wenn die Differnz zwischen Herstellungs und Marktpreis (was nicht die Gewinnspanne ist, denn es gibt eine ganze Reihe von Kosten, die an anderer Stelle anfallen) 2800% statt 3000% beträgt?
Und klar, China ist schuld. China schafft die Grundlagen die von den Unternehmen gefordert werden. Und auch klar ist, dass die Billiglöhne dafür verantwortlich sind, dass die Unternehmen dort hingehen. Wenn die Unternehmen sagen, sie vergeben keine Aufträge mehr an Foxconn, wenn sich nichts ändert, wirst sehen dass auch der Staat China nichts dagegen hat.
Die chinesische Regierung wird auch nichts dagegenmachen, wenn die Unternehmen ruhig bleiben. Die wissen, das sie genug Macht haben um sich nichts vorrschreiben zu lassen und sie wissen, wie man den Wahn der Westler auf kurzfristige Profite ausnutzt, um Geld und Know-How in gigantischem Ausmaße abzuschöpfen.
Bis die Rechte im Staat gestärkt sind, können nur Unternehmen Einfluss darauf nehmen,
Es können z.B. auch unsere Politiker darauf Einfluss nehmen. Wenn man aber natürlich die wählt, die sich für ihre Kooperation mit China auf die Schulter klopfen und die stolz die freie, globale Wirtschaft vorrantreiben, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn die Konzerne (deren einziger Sinn laut Vorgabe ihrer Aktionäre nunmal kurzfristiger Profit ist) sowas ausnutzen.
Und ja, ich werde Apple immerwieder als Beispiel nehmen, sei es zum positiven oder zum negativen. Mit dem Beispiel können die meisten etwas anfangen.
Irgendwie siehts man immer nur zum negativen verwendet... (selbst wenn sich Apple dafür einsetzt, das ein Auftragsfertiger, der -der Selbstmordstatistik nach- bessere Arbeitsbedingungen bietet, als üblich- sich mehr um seine Arbeiter kümmert)
Und ich denke sehr wohl, dass alle hier anwesenden auch mit dem Beispiel "ASUS" was anfangen könnten.