ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Die Lehrbücher zur Anatomie/Physiologie des menschlichen Auges, die ich kenne, besagen, dass bei ca. 70 Hz Wahrnehmungsvermögen (zum Vergleich eine Fliege schafft 250 Hz) die absolute Obergrenze liegt.
Hängt immer davon ab, was man als "Wahrnehmung" definiert.
Das menschliche Auge ist auch bei 100Hz noch nicht komplett am Ende, das menchliche Gehirn dagegen kann selten mehr als 30Hz vollständig analysieren. Dazwischen gibt es eine breite Grauzone, in der man Unterschiede nur teilweise oder nur unterbewusst wahrnimmt.
So können wir z.B. Bewegungen von Umrissen deutlich schneller erkennen/auswerten, als die Farbe einer Fläche. D.h. wenn ich teste, ob eine Person es bemerkt, dass ein Objekt auf einem von 60 Bildern auf einmal türkis statt orange war, erhalte ich vermutlich ein negatives Ergebniss.
Wenn die Person aber die Bewegung des Objektes abschätzen soll, ergibt sich ein Unterschied zwischen 30 und 60 Hz.
Das alles hat aber wenig mit dem Test hier zu tun:
Wenn ich ein Fenster oder den Mauszeiger über den Desktop bewege, dann bewege ich auch das Auge mit. D.h. das Auge sieht eigentlich ein statisches Bild mit dem Mauszeiger in der Mitte - eigentlich, denn ein Monitor kommt mit der Darstellung nicht hinterher und produziert Unschärfen oder Aussetzer.
Auch wenn ich mich in einem Spiel umgucke, starre ich normalerweise nicht ohne jede Bewegung auf den Bildschirm, sondern ich fixiere automatisch (und unterbewusst) einzelne, potentiell wichtige Objekte, die sich durch mein Gesichtsfeld bewegen. Diese sind dann wiederum für kurze Zeit in relativer Ruhe zum Blickfeld und das Auge erwartet eigentlich, ein perfektes, scharfes Bild sehen zu können. De facto bekommt es einen Schmier zu sehen, weil es eben kein sich bewegendes Objekt fixiert hat, sondern eine unvollständige und schlecht dargestellte Abfolge von leicht versetzten Bildern betrachtet.
Ein bloßes "3 Leute haben sich das angeschaut und bestätigt" reicht mir nicht.
Zugegeben: Ein Doppel-Blindtest mit 5-10 Personen wäre nett. (sollte doch eigentlich auch zu bewerkstelligen sein, schließlich müssen die nur 3-4mal für eine Minute auf den Bildschirm schauen und ihre Meinung notieren, ohne sie gleich rauszuplappern)
Und btw. Ich zeige dir einen anständigen Röhrenmonitor einmal mit 85 Hz und einmal mit 100Hz und dann möchte ich sehen, wie du die Hz-Zahl korrekt zuordnest. Das schaffst du garantiert nicht.
Also ich würd die beiden Iiyamas, die ich als Beispiel hätte, als hochwertig bezeichnen und da nehm ich den Unterschied definitiv war.




Das geht mal gar nicht.