Samsung stattet HBM-Speicher mit künstlicher Intelligenz aus

Wenn ein Produkt(bestandteil) in einem bestimmten Markt (vorerst) nicht wirtschaftlich einsetzbar ist, dann ist das schlicht so. Da kann ich einem Hersteller doch keinen Vorwurf machen, dass er das Produkt dennoch zu verbauen hat, damit es endlich mal genutzt wird und damit hoffentlich der Produktpreis über die Zeit sinken wird.
Mit der aktuellen UVP-Preislage ist im HighEnd alles kostenneutral einsetzbar. Wirklich, die Zeiten sind vorbei in denen gedankliche Preisschranken Bedeutung hatten. Eine 4090 für ~2000€ UVP, dafür HighEnd-Speicherausstattung, und einer 4080 für ~1000€ UVP mit Salvage-Chip und beschnittener HighEnd-Speicherausstattung steht prinzipiell nichts im Wege.

Dafür hat Nvidia nachhaltig mit der Titan-Reihe gesorgt. Alle paar Generationen wurden ein paar Preisschranken-Vorstellungen torpediert, nahezu jedes Mal mit cleveren Argumenten, die dann in den Foren rauf- und runterdiskutiert werden konnten.
Entsprechend traue ich der Nvidia-Führungsschicht auch durchaus zu, im Bereich des Speichers langfristig zu denken. Sie müssen es nur wollen.


Die Speicherkapazität wird aktuell vorerst absehbar im Cosumer-Segment nicht weiter steigen, denn mit bspw. den 16 GiB von AMD hat man schon einen Wert jenseits dessen erreicht, was der Großteil der Konsumenten auch in den nächsten Jahren benötigen wird (und bspw. die Konsolen können eh nicht weiter wachsen).
Bedank dich dafür wirklich bei Apple. Hätten die verantwortungsvoll im ultramobilen Bereich Speicherkapazitäten anwachsen lassen, dann lägen wir jetzt bei GPUs sicherlich mindestens bei 64GiB und entsprechend würden auch die Konsolen vor Speicher überquillen.

Dass sie in acht Jahren (iPhone 5 → iPhone 12 (Mini)) gerade einmal eine Vervierfachung der RAM- und Flash-Kapazitäten hingelegt haben, hat dem ganzen Speichermarkt heftig zugesetzt. Im Bereich der Macs sind sie sogar noch regider vorgegangen und ihr Verhalten hat natürlich hammerhart abgefärbt. Wie auch im Blogbeitrag gesagt: Selbst eine Verdoppelung alle zwei Jahre wäre noch langsamer als das, was Moores Law vorgibt...
(und schon mit einer Verdoppelung alle zwei Jahre wäre man statt bei vierfacher bei sechszehnfacher Kapazität)
 
A) Völlig unabhängig vom Verkaufspreis ist da grundsätzlich nie was "kostenneutral" bei der Verwendung teuerer Bauteile. Selbstredend könntest du auch teuren HBM in eine HighEnd-GPU einpreisen, nur das wird die Fertigungskosten hochtreiben und damit bei unverändertem Verkaufspreis auf Marge und Gewinn drücken ... neutral ist da gar nichts.
Wie schon mal zuvor versucht zu erklären, versuchst du eher dem Herstelle die Perspektive seiner Kunden aufzuwingen, nur geht so etwas nicht, weil die Interessen hier gegenläufig sind. Der Kunde will bestmögliche Produkte mit maximaler Qualität für den niedrigsten Preis, dagegen der Hersteller will schlicht Produkte, die im Markt konkurrenzfähig (oder gar (teilweise) führend sind) und will diese zu einem möglichst hohen Preis verkaufen um möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften. Der Markt bringt alle Beteiligten zusammen und irgendwo "einigt" man sich dann implizit, was zu einem konkreten Marktpreis führt, für den dennoch ausreichend viele Konsumenten kaufen und bei dem der Hersteller dennoch wirtschaftlich fertigen und ausreichend Gewinn erwirtschaften kann.

Und btw ... die Titan-Serie war schon immer nur von extrem geringer Bedeutung für den Consumer-GPU-Markt und daran hatte sich bis zum Schluss(?) nichts geändert, denn die letzten beiden Modelle waren gar weitaus deutlicher im semiprofessionellen Bereich verankert.
Und dass nVidia langfristig plant ist vollkommen offensichtlich, den andernfalls wären die niemals der GPU-Marktführer geworden ... und sie wollen das, was jede Firma will ... ihre Produkte in hohen Stückzahlen absetzen und ordentlich Gewinn erwirtschaften ... und dafür bedarf es derzeit ganz offensichtlich keines HBM-Speicher auf den Consumer-Produkten (und da scheinen sich aktuell gar alle drei großen PC-Hersteller einig zu sein).

B) Bei Apple? Und was was bitteschön willst du mit "mindestens 64 GiB" VRAM auf einer Consumer-GPU? Der Großteil des Marktes weis nicht einmal mit 1/4 davon was anzufangen. Mir scheint eher du hängst zu unreflektiert an dem Mantra "viel hilft viel". Das mag in einigen Szenarien gar zutreffen, nur ist das zumeist vielfach ebenso untrennbar mit einem "viel kostet viel" verknüpft und dieser Parameter zwingt dann zu Kompromissen, da eben nicht unbeschränkte finanzielle Ressourcen auf seiten der Konsumenten zur Verfügung stehen.
 
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