News Ryzen 7 9850X3D: Thermal Grizzly verkauft geköpfte CPU für 749 Euro

Wo liegt das Problem mit diesem Preis? Zum einen, niemand wird gezwungen zu kaufen. Zum anderen schon beim Prozess des Köpfens, könnte die eine oder andere CPU Hops gehen, das muss sich ja auch rechnen.
Und zu guter Letzt, auch beim Kunden später kann noch eine CPU abrauchen, die Garantie muss ja auch gedeckt sein, die haben auch nix zu verschenken.....
Wers selber billiger machen kann, ok.... Und was ist wenn was schief läuft?=) Die Garantie gibts dann halt nicht.
 
Funfact. Nicht mal der im ursprünglichen Video genannte "Partner" für den Bezug der CPUs existiert noch. Der ist mittlerweile insolvent und die Reste abgewickelt. Da kann man mal sehen, was zwischenzeitlich alles passieren kann.

Sorry das Insolvenzverfahren wurde nicht abgewendet, aber erfolgreich zur Sanierung genutzt.
 
Was dieses Angebot vollkommen Überteuert macht für diesen Aufwand von 40 min - keine Annahme sondern auch so genannt von der8auer.
Was verdienst Du die Stunde?
Btw wenn Du meinst es ist überteuert ist es doch okay. Andere sagen sich es ist in Ordnung. Wie gesagt ich kenne die tatsächlichen Kosten nicht. Aber wie gesagt ich empfinde das nicht als unverschämt teuer und könnte es auch nicht selber machen.
Wenn der8auer das für 120€ anbieten kann mit Garantie ist das in meinem Augen sehr günstig. Da ich nicht den Unterschied zwischen beiden ausmachen kann aufgrund fehlender Kenntnis täte ich sicher auch zum günstigen Angebot greifen.
 
Sorry das Insolvenzverfahren wurde nicht abgewendet, aber erfolgreich zur Sanierung genutzt.

Das ist nur die halbe Wahrheit. Die Firma existiert nicht mehr. Heise hat, was es gebrauchen konnte, in eine eigene Firma transferiert. Der Rest inkl. aller Altlasten und Verbindlichkeiten aka Gewährleistungsansprüche wurde entsorgt. Neues Insolvenzrecht macht es möglich. Ich gebe aber zu, Gutes wurde beibehalten (Versandverpackungen), aber schlechtes (Umgang mit Reklamationen) ebenso.

EDIT

BTW: TG war so mit einer der ersten, der das alte MF hat fallenlassen. Das war damals umso kurioser. Erst dick die Partnerschaft ankündigen und dann nur wenige Tage nach Erscheinen des Videos war Insolvenz angesagt. Ob sie mittlerweile ihre CPUs dort wieder beziehen, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass es jetzt Alternate/Wave sein sollte.

Das ist hartes Business hinter der Influencer-Firmen-Fassade.
 
Mal ganz unabhängig vom Preis. Wenn die Chips einfach nur delidded sind, aber nicht selektiert, dann wär für mich das Ganze uninteressant. Die bräuchten nen großen Partner, wo sie vorher selektieren können, so wie einer bei Igor das mit Mifcom schon gemacht hat. Aber das ist halt nochmal deutlich mehr Arbeit. Sowas macht man nur unbezahlt als Hobby, denn monetär abbilden kannst das fast nicht.
 
Sowas macht man nur unbezahlt als Hobby, denn monetär abbilden kannst das fast nicht.
Wenn das nur jemand als Hobby macht muss ich ja Glück haben das ich so jemanden kenne der das qusi für lau macht. Natürlich läßt sich das auch kaufmännisch abbilden. Bleibt immer die Frage ob es auch Kunden gibt die das auch zu zahlen bereit sind.
 
Ein auf dem ersten Blick stolzer Aufpreis, ausgehend von der OVP. Ich kann den Aufpreis aber verstehen. Arbeitszeit, Dokumentation, Arbeitsgerät, Risiko etc.

Die geköpfte CPU geht auch an den ein oder anderen Hobby Bastler. Die bauen viel Mist und reklamieren dann später.

Aber "der Bauer" hat sich verständlicherweise abgesichert mit Dokumentationen und diversen Nachweisen, dass die CPU in Ordnung ist. Viel zu reklamieren ist hier für Pfuscher nicht.

Natürlich kalkuliert er noch mit ein, dass bei ihm nicht jede geköpfte CPU danach noch funktioniert. Sowie, dass ein 9850X3D auch während der Garantie defekt gehen kann. Und die Zielgruppe experimentiert gerne mit OC.

Dafür ist der Preisaufschlag noch human. Ob sich das lohnt?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Auch mit Garantie?

Wenn Dir der Preis nicht angemessen erscheint wirst Du nicht kaufen. So funktioniert der Markt. Andere sagen der Preis ist angemessen ander es ist ein Schnäppchen.

Es wird sich zeigen ob der Aufschlag von 270€ beibehalten werden kann. Ich kenne den Aufwand und die Erfolgsquote beim Köpfen nicht. Denke allerdings, dass da schon eine entsprechende Kalkulation zu Grunde liegt.

Erfolgsquote: Zu Intels "Zahnpasta"-Zeiten haben Profis Ausfallraten von deutlich unter einem Prozent berichtet. Verlötete CPUs zu köpfen ist etwas anspruchsvoller, aber wenn man einmal ein grundsätzlich geeignetes Verfahren hat (und wer wenn nicht Roman sollte eins finden?), dann würde ich eine ähnliche Quote erwarten.

Aufwand: Für das eigentliche Köpfen eine Sache von wenigen Minuten; wenn jemand ein Gefühl für die Grenzen entwickelt hat und sich nicht mehr im noch komplett sicheren Bereich vorsichtigst rantastet eher von Sekunden. Die Lötreste so sauber zu entfernen, wie hier gezeigt, dürfte den größten Teil des Aufwandes ausmachen, gefolgt vom Testeinbau. Je nachdem, wie stark man den Ablauf optimiert hat*, würde ich mindestens 10 bis maximal 60 Minuten je CPU als Extremwerte ansetzen und 30-45 Minuten für wahrscheinlich halten. Wenn man die Arbeitskosten auf Arbeitgeberseite betrachtet und ein Fachkraftlohn gezahlt wird, ist da also schon ein erheblicher Teil des Preisaufschlages weg.

Der wichtigste Faktor, sowohl auf Kunden- wie auch auf Anbieterseite, dürfte aber die Garantie sein. Roman ist nicht AMD; dass er bei typischen Übertaktungsschäden auch nur die Chance auf eine Beweisführung hat, würde ich bezweifeln. Die modifizierten CPUs über RMA beim Hersteller checken zu lassen wird auch unmöglich sein. Betriebswirtschaftlich muss er also einpreisen, das jede vom Anwender im ersten Jahr zerstörte CPU auf eigene Kosten ersetzt wird und wer bei der8auer einen extra für niedrigere Temperaturen gemodeten Prozessor kauft, der will damit vermutlich nicht Solitär @Ecomode spielen.

Gesteigertes Ausfallrisiko + keine Möglichkeit, Garantieforderungen zurückzuweisen = satter Preisaufschlag.
Thermal Grizzly hat sicherlich belastbare Zahlen. Aber ich würde aus dem Bauch heraus 5-10 Prozent Mehrkosten allein deswegen annehmen; also dass auf 20 Verkaufserlöse mindestens 21, eher 22 eingekaufte Prozessoren kommen. Von denen aber 1-2 mittelfristig im Müll landen. Gut möglich also, dass an diesem Angebot selbst fast gar nichts verdient wird und es sich eher um die Grundlage für andere Geschäftsbereiche handelt. Die Direkt-Wasserkühler für delidded-CPUs sind zum Beispiel deutlich teurer als die reinen Stück- und Bearbeitungskosten erwarten lassen. Damit könnte man mehr als nur die Entwicklung refinanzieren – wenn man genug verkauft. Und das kann man nicht, wenn man nur an Selber-Köpfer verkauft; dafür braucht es kommerzielle Delid-Angebote.
 
Zurück