- Sind Neutralitätsstatus und Souveränität der Ukraine tatsächlich vereinbar?
- Zeigte sich Russland aus guten Gründen durch die NATO bedroht?
- Und falls ja: sind diese Gründe hinreichende Kriegsgründe?
- Welche diplomatische Lösung könnte die guten Gründe und hinreichenden Kriegsgründe überwinden?
- Was will man von dieser Lösung halten?
1. Die Ukraine war nicht neutral sondern russisches Protektoriat, sprich die Russen haben aus ihrer Sicht hier einen natürlichen Anspruch. Aber ich bezweifle dass sie eine reale Neutralität der Länder in ihrer EInflusszone zulassen würden, oder eher könnten, da dies doch stark gg ihr imperialistisches Modell schlägt und hier ist der Haken. Ausgeschlossen ist auch dass wir ihnen vertrauen könnten, sogar wenn sie ja sagen. Also unvereinbar auch aus unserer Sicht, weil: Länder zwischen Russland und NATO, können nicht neutral sein.
2. Die NATO wurde entworfen weil wir bedroht waren durch die Soviets und nicht umgekehrt, es ist ein Defensivbündis. Hinter dem russ Narrativ gg die NATO, steckt ihre Angst wirtschaftlich überholt, und abhängig zu werden, wie zB den europ Technologien die sie auch gerne hätten . Desswegen würden sie am liebsten mit der EU im großen Stil handeln, allerdings bekamen sie von uns nur rar Technologien, weil wir dank ihren agressiven Ambitionen nie so dumm waren ihnen genug zu vertrauen. Putin hat über 20 Jahre darauf gewartet die EU einzuwickeln und hat es nicht geschafft. Hier gehts weniger um NATO sondern Märkte und Margen, unseren Anteil vom Kuchen wenn man so will, bzw einer ggseitigen Abgängigkeit aber mehr zur Gunsten Russlands, also Zugeständnisse unsererseits.
3. Das ist die beste Frage aber das weiß keiner, leider hat sich die Lage für uns auch verändert und der Gedanke in der Ukraine militärisch einzugreiffen ergibt neuerdings für uns auch einen ganz neuen Sinn da es ohne Amerika hier auch um unseren Hintern geht. Würden wir, könnte man sagen wir verteidigen Deutschland am Dnjepr und diese AUssage wäre garnicht mal so falsch. Bemessen daran dass sich Russlands Rüstungsproduktion für einen großen Krieg rüstet, wäre der EErhalt Ukraine aus strategischer Sicht, vlt überlebenswichtig für uns.
4. Es ist zu spät zumindest für uns Europäer, Trump war schneller. So wie ich heute lese wird in Riad auch darüber gesprochen wie man die Abhängigkeit der Europäer von USA und Russland, aufteilt. Sprich dort wird gerade unter anderem auch unser Energiepreis von morgen verhandelt, während wir dumm aus der Wäsche schauen. Und der Krieg in der Ukraine.. wenn er diplomatisch geregelt werden soll dann aktuell wohl nur noch mit Zugeständnissen der Europäer, Frage ist ob wir das wollen. Man beachte dass die ukrainische Armee derzeit unser stärkster Verbündetter vor einem Einfall der Russen nach Europa ist, und das mit Abstand.
5. Ich glaube das wissen wir schon und ahnen es nicht nur, genau wie die Ukraine auch, werden wir zum Protektoriat, zwischen zwei Mächten, grob gesagt vom Status her meine ich. Trump macht aber einen sehr schlechten Deal für Amerika, die hätten gerne mehr vom Kuchen europ Abhängigkeit, ohne mit dem Russen zu teilen, nur müsste man sie dazu in der Ukraine besiegen, was Washington wohl für keine Option hält bemessen an gesonderten Rüstungshilfen die nie auf einen Sieg sondern die Schwächungs der russ Armee abzielten, also verkauft man uns stattdessen, um einen möglichen großen Krieg zu vermeiden. Europa verliert in Riad auf ganzer Linie und ist nichteinmal dabei..
Die für uns wichtigere Fragen werden sein wo unser Platz in der Welt zwischen zwei gigantischen Rivalen sein wird, was in Riad gerade besprochen wird hat vermutlich weitaus größere Dimensionen als nur den Ukrainekrieg.