AW: Rise of the Tomb Raider: Release-Zeitraum für PC- und PS4-Version bekannt gegeben
Logisch das man gegen "viele" Gegner kämpft. Wäre ja auch irgendwie blöd wenn nach 20 besiegten Kontrahenten nichts mehr da wäre. Oder willst du dann jeden dieser ~20 Gegner so pompös präsentieren das jeder einzelne Kampf die Ausmaße eines Bosskampfs bereit hält?
Bei Tomb Raider ist man gestrandet auf einer Insel, die nicht kartografiert ist, somit ist die Spielwelt stark begrenzt. Das mal kurz 1000 böse Jungs (die nicht willigen werden von Mathias ja getötet) auf so eine Insel gelangen, sich dort einrichten und überleben können finde ich schon arg hergeholt. Der "gestrandet"-Aspekt wird dadurch total zerstört.
LUnd Fehler in der Spiellogik gibt es doch überall, sind halt Spiele. Wieso mache ich in Spielen wie Mass Effect 3, Witcher 3 und Konsorten jede Menge Nebenaufgaben, obwohl wie am Beispiel von ME3 die Galaxy auf dem Spiel steht und die Zeit gegen mich arbeitet?
Mass Effect 3 betrachte ich nicht als erstrebenswert, daher kein Kommentar. Bei Witcher 3 warte ich noch auf die Platinum/Enhanced Edition, da ich sowohl Witcher 1 und 2 als derartige besitze.
Klar, ist ja auch so *******, wenn Charaktere realistische Motivationen haben. (Im Gegensatz dazu hat z.B. Ms Croft in Tomb Raider 2013 überhaupt keine nachvollziehbare Motivation für ihr Handeln...). Und du magst ihn nicht, wegen seiner Frisur? Das ist doch lächerlich, mal ehrlich...
Du legst mir Worte in dem Mund, die nicht meine sind.
Die Frisur ist nur ein Beispiel, dass mir schnell in 's Auge sticht - eine Spielserie die damit Marketing macht, dass man besonderes Augenmerk auf den historischen Realismus setzt, sollte sich meiner Meinung nach nicht den Flop leisten dürfen, dem Hauptcharakter im Spätmittelalter einfach mal eine fette Gelfrisur zu verpassen.
Im Grunde genommen stimmt meiner Ansicht nach vieles nicht mit Ezio, er scheint ein absolutes Schoßkind des Glückes zu sein. Wenn man mal davon absieht, dass er wie der typische Quarterback und Girly-Schwarm diverser US-Teeny-Serien aussieht, ist er auch in absolut jedem anderen Lebensbereich vom Glück gesegnet. Kämpfen kann er nach enorm kurzer ingame-Zeit besser als es Altair nach einem jahrlangem Training konnte, er trifft per Zufall einen der wohl intelligentesten Erfinder seiner Zeit, der ohne jeden Hintergedanken Ezio mit Ausrüstung versorgt, er hat einen reichen Onkel, dem eine Villa und Grafschaft gehören, er trifft so ziemlich jeden Hauptcharakter per Zufall (wie z.B. Rosa) und bei den Frauen ist er auch sehr beliebt (dass sein Casanova-Verhalten im ersten Akt wahrscheinlich zur damaligen Zeit die gesellschaftliche Verachtung des Mädels bewirkt, ist ihm egal).
Der späte und ältere Ezio gefiel mir besser, aber der junge Ezio ist nichts als ein Charakter, der blindlinks von einer glücklichen Situation in die nächste stolpert, ohne auch irgendwas selber zu tun. Ezio ist zu einseitig designt um dem Spieler zu gefallen ("
ich wünschte ich wäre so kuhl wie Ezio!!111einself"), für mich ist das unglaubwürdig.
Die Motivation ist nicht wirklich realistisch. Ich kann verstehen, dass Ezio sich rächen will und den Tod seines Vaters und Bruders wohl mit den Leben der verantwortlichen aufwiegen will - dass war 's dann aber auch. Das per Zufall der Böse auch gleichzeitig der Anführer der Bösen ist spielt der Story natürlich in die Hand. Aber wieso muss ich aber-hunderte von Lakaien und Stadtwachen töten, welche zum Teil gar nichts mit den Templer (die Ezio eigentlich scheißegal sind)? Wieso muss ich mich in politische Intrigien beteiligen, die mit dem Tode irgendwelcher Personen endet, die gar nicht am Tode von Ezios Vater und Bruder beteiligt waren?
Klar, man rächt einen Mord und gibt dabei vielleicht ein Tausend anderer Menschen Grund an einem Rache verüben zu wollen... sehr realisitisch.
Was mich am meisten störte waren aber die Gameplay-Änderungen. Assassin's Creed startete mit einem einfachem Prinzip: Informationen beschaffen, Ziel töten, davonlaufen. Jedenfalls war es das, was man bei Ubisoft in den Trailern und in den Gameplay-Previews präsentiert hat. Aufgegangen ist das leider nie, da einfach nie eine ordentliche Bedrohung wegen des zu einfachen Kampfsystem (selbst auf schweren Einstellungen konnte man ohne zu Kontern zwei Dutzend Gegner töten) und anderer mäßig umgesetzen Mechaniken (und der strunzdummen KI) aufgekommen ist.
Man könnte meinen, dass bei AC2 sich vielleicht die Entwickler dieser Probleme annehmen würden... falsch gedacht. Stattdessen wurde Ezio in allen Bereichen (Waffen, versteckte Klingen, Rüstung, stärker gemacht, die Gegner blieben gleichschwach und gleichdumm. Alles was in AC2 neu dazukam, war einfach nur hingeschludert:
- der Venedig-Level war wohl der einfachste Level in AC und AC2, da die Gegner nicht schwimmen konnten. Früher haben sich viele darüber aufgeregt, dass Altair in seiner Robe mit Lederwams nicht schwimmen konnte, deshalb konnte Ezio das auch mit Plattenpanzerung.
- der Ausbau des Dorfes ist ein Witz (wie das ganze Geldsystem). Man muss einfach nur 1 Gebäude aufbauen, was einem Ertrag bring und danach warten - da es alle 20 Minuten Geld gibt bräuchte man sich eigentlich nie zu kümmern. Ich als jemand der wohl ein Komplettionist ist, hatte aber schon bevor ich die Möglichkeit das Dorf upzugraden hatte, genug Geld gesammelt um gleich das halbe Dorf upzugraden.
- das Stehlen ist dämlich. Da die KI so dermaßen langsam reagiert, kann man einfach permanent die Stehlen-Taste drücken, solange man sich nicht im Kreis bewegt. Wow.
- das Anheuern von Söldnern, Dieben oder Prostituierten war nutzlos.
- genauso sinnfrei war das Bekanntheitsystem und das Verstecken in Menschenmengen. Für mich sah das aus, als hätte man zu Beginn der Entwicklung eine Feature-Liste aufgestellt und wollte die dann später so schnell wie möglich abhaken. Wirklich tiefgang im spielerischen Sinn hatte keine Neuerung, kein Wunder also, dass die Spieler bei AC3 so auf das Schiffe-System abgefahren sind.
- die Nebenquests (so ziemlich alle) und einige Hauptquests sind einfach schlecht designt. Laufe zu Charakter X, der dir dann sagt laufe Quer durch die Stadt zu Charakter Y. Charakter Y will dass du am anderen Ende der Stadt eine Mission ausführst.
Und was genau war dein Problem mit dem Ende von AC2??? Im Vergleich zu Tomb Raider ist selbst das eine Storyoffenbarung.
Das Ende ist generisch und kann so in jedem Spiel - auch in Tomb Raider Reboot oder ME3 - eingebaut werden. Es ist unrealistisch in Anbetracht des Settings (wie bitte sollte etwas wie das in der Moderne nicht auffallen... und warum wurde das in ein Historienspiel eingebaut) und passt einfach nicht in 's Spiel. Im Grunde besagt es "
Wir hatten in Teil 1 so eine Artefakt-Story, die wir in 99% von Teil 2 nicht aufgegriffen haben - nun hauen wir die erstbeste dumme Erklärung raus, damit wir den Handlungsstrang aus Teil 1erklären können".
Würde AC nicht soviel Wert auf historische Genauigkeit legen (sondern mehr Fiktion/Fantasy einbringen) und würde das Ende in irgendeiner Weise in Zusammenhang mit dem Rest des Spiels stehen, wäre es vielleicht nicht unbedingt so schlecht. Ich würde sagen, dass wenn man mir die Wahl zwischen keiner Story-Offenbarung oder AC2 stellt, ich ersteres bevorzugen würde.
Außerdem finde ich es ein wenig lächerlich, dass du hier über eine ganze Serie urteilst, von der du gerade mal zwei Teile gespielt hast.
Kannst du gerne tuen. Sollte ich deiner Meinung nach mein Geld für Spiele ausgeben, die ich nach Betrachtung der Tests und Reviews für schlecht erachte? Sollte jeder einfach jedes Spiel kaufen und ihm eine Chance geben - das gefiele sicher der Industrie, aber weniger den Geldbeuteln der Nutzer.
Ursprünglich wollte ich Assassin's Creed 3 kaufen, da es damals hieß das Revelations und Brotherhood nicht storyrelevant wären (was sie am Ende ja doch waren). Revelations und Brotherhood basieren auf der gleichen Engine wie AC2 und teilen (jedenfalls soweit ich das von Gameplay-Videos und Reviews beurteilen konnte) all jene Schwächen im Gamedesign die AC2 vom Spierischen her ruiniert haben; für mich sind diese Spiele nichts anderes, als ein Indiz dafür das Ubisoft nach dem Erfolg von AC2 die Gelddruckmaschine angestellt hat.