Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
Nachdem Raijintek im Bereich der AiO-Wasserkühlungen mit der Tritonserie in Punkto Leistung (Und nicht zu vergessen Preis/Leistung) ein beeindruckendes Debüt gegeben hatte, war die Ergänzung ihres Produktlineups um eine DIY-Serie wohl nur eine Frage der Zeit. Die letztendlich "Atlantis" betitelte Produktreihe umfasst eine Pumpe, je einen CPU-, GPU und VRM-Block, zwei Reservoirgrößen in verschiedenen Farben, Schläuche und eine hauseigene Kühlflüssigkeit und eventuell werden künftig noch mehr Produkte die Serie ergänzen. Die Erwartungen sind natürlich nicht gerade gering und der Markt hat einige sehr gut etablierte Konkurrenten parat. Gute Gründe die Hauptkomponenten der Serie einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Zuerst einmal möchte ich mich natürlich bei Raijintek für das Bereitstellen der Atlantis-Komponenten zu Testzwecken bedanken. Neben Pumpe, Reservoir, CWB
und GWB natürlich auch für den VWB, auch wenn letzterer nicht in das System integriert werden konnte. Ebenfalls für die erstaunlich ergiebigen 2m Raitubo-T3.
Natürlich nutzen auch die besten Kühlblöcke und Pumpen wenig, wenn die Kühlflüssigkeit nicht von einem Radiator gekühlt werden kann. Da Raijintek selbst noch
keine in ihrer Produktlinie besitzt möchte ich mich ebenfalls recht herzlich bei Aquatuning für die Unterstützung bedanken. Neben den Alphacool ST30 und ST60
X-Flow, genügend Schrauben, ausreichend Aquacomputer Double Protect Ultra und der UV-aktiven Farbe gab es eine Packung Gummibärchen, die beim Aufbau
sehr geholfen hat.
Mit ihrem ersten Pumpenmodell setzt auf Höchstleistungen. Mit einer maximalen Durchflussrate von 480 Litern pro Stunde und einer maximalen Förderhöhe von 4.5 Metern braucht sie sich vor der Konkurrenz im 12-Volt-Bereich nicht zu verstecken. Diese Werte garantieren zudem, dass man auch bei Highend-Systemen, mit mehreren zu kühlenden Bestandteilen, sich keine Sorge um den Durchsatz oder verminderte Leistung machen muss. Im Weiteren erwarten einen bei den verwendeten Materialien keine zu großen Überraschungen (Graphit, Keramik, Metall und Kunststoffe).
Ausgeliefert wird die PM5 direkt mit einem Drehpoti zur stufenlosen Regelung der Leistung im Bereich von 8-12V. Angeschlossen wird sie über einen 3-Pin-Stecker, der leider für sich genommen etwas kurz ist. Wenn man nicht gerade einen Molex-Adapter, oder ein Verlängerungskabel, zur Hand hat, sollte man sich beim Kauf der PM5 möglichst einen solchen zulegen, damit man nicht erst beim Aufbau des Systems über diese Problematik nachdenken muss.
Das Pumpengehäuse ist anständig verarbeitet und der Fuß lässt sich zudem seitwärts montieren, so dass eine Montage ohne Zusatzkomponenten nicht auf eine Art beschränkt ist.
Natürlich sind Eckdaten wie Nennleistung (Durchfluss) und Lautstärke bei vielen Herstellern eher Daumenwerte. In Punkto Durchfluss wird ebenfalls sehr unterschiedlich gemessen. Vor Allem, wenn es um den den den Maximalwert geht, der komplett widerstandsfrei gemessen wird. Da für diesen Test nicht mehrere Pumpen vorhanden waren ist es sehr erfreulich, dass diese Werte schon unabhängig, von den Redakteuren bei .::Mod-Your-Case.de | hardware for life::., bestimmt worden sind. Zuerst einmal wurden hier verschiedenen Pumpen an Hand ihres Durchflusses vergleichen. Die Ergebnisse sprechen sehr deutlich für die PM5.
In Punkto Lautstärke, vor Allem bei vollen 12 Volt, lag die PM5 im unteren Mittelfeld der Messwerte. Bei Interesse an den genauen Werten können diese hier nachgelesen werden. Allerdings sagen dB(A)-Werte den meisten Leuten wenig, bzw können sie nicht wirklich festhalten, wie laut das nun wirklich ist, da es einfach nur Zahlen sind. dB-Werte sind hier natürlich noch schlimmer. Hierfür seien hier nun drei Aufnahmen der verbauten PM5 dargestellt. Zuerst bei minimaler Leistung, dann Aufdrehen, damit man auch Zwischenbereiche mitbekommt und letztendlich die Lautstärke bei vollen 12 Volt. Alle Aufnahmen wurden bei geöffneter Seitenwand aus 50 cm Entfernung gemacht.
Zum Verglich zuerst einmal ein Mausclick direkt in Kopfhöhe zum Einstellen der Lautstärke. [soundcloud]https://soundcloud.com/tino-klingebiel/klick[/soundcloud]
Das Reservoir der Atlantisserie ist vergleichsweise schlicht gehalten. Während die Fassung aus gebürstetem Metall besteht, ist der Sichtbereich des Reservoirs komplett aus POM und PMMA gefertigt und somit relativ leicht. Das Acrylglas garantiert zudem eine hohe Farb- und Klarheitsstabilität, da es sehr beständig gegen Verfärbungen und Anlaufen ist. Somit ist auch bei gefärbten Kühlflüssigkeiten nicht zu befürchten, dass das Glas irgendwann stumpf, undurchsichtig und ebenfalls gefärbt sein wird.
In diesem Design gibt es vom Atlantisreservoir zwei Modellvarianten und vier Farben. Zuerst seien die Modelle erwähnt: R10 stellt die kleinere Version mit 10 cm Höhe dar. Die R20 ist, wie man nun leicht schlussfolgern kann, die 20 cm Version. Farblich bieten sich 4 Optionen: Gold, Rot, Schwarz und Blau. Quelle: www.raijintek.com
Gemein ist allen Modellen das Wasserfalldesign. Das Reservoir besitzt 3 "Kammern", zwischen denen jeweils 4 Durchlässe am Rand vorhanden sind. Bei nicht kompletter Füllung entstehen so kleine Wasserfälle zwischen den Ebenen. Ebenfalls sind alle Modelle dafür konzipiert problemlos, und ohne zusätzliche Verbindungen, mit der hauseigenen Pumpe betrieben werden zu können. Hierfür kann das Reservoir mit seinem Auslass einfach auf das, bei der Pumpe oben sichtbare, Gewinde aufgeschraubt werden.
Während der Auslass sich zentral an der Unterweite befindet, sind an der Oberseite, die auch durch das Raijinteklogo und den entsprechenden Schriftzug geprägt ist, zwei Einlassöffnungen platziert.
CPU-Waterblock (CWB-C1)
Wie schon bei Pumpe und Reservoir ist die Namensgebung der Waterblocks nicht, wie andere Produkte von Raijintek, durch die griechische Mythologie geprägt. Allerdings kann man sich recht einfach orientieren. C(PU)W(ater)B(Block), sowie G(PU)W(ater)B(lock) sind durch ihren ersten Buchstaben leicht erkennbar.
Der CWB-C1 vermittelt mit seinem vernickelten und poliertem Kupferkörper einen sehr soliden Eindruck, den auch die 325 Gramm Nettogewicht verstärken. Er besitzt, in seinem Inneren, zudem Mikrofinnen, die die Oberfläche, und somit die Wärmeabgabe an die Kühlflüssigkeit, verbessern sollen.
Ausgeliefert wird er nicht nur mit allen benötigten Schrauben und Muttern, Wärmeleitpaste inkl. Spatel und einer Backplate, die für AMD und Intel identisch ist und dadurch unnötigen Inhalt vermindert, sondern auch mit den grundlegenden Werkzeugen, die man für eine Montage benötigen wird. Zum Einen ist dies ein Maulschlüssel für Handelsübliche Fittings, sowie ein Imbusschlüssel zum Tausch der Halterungen zwischen den Intel- und AMD-Versionen. Letzterer wird nicht immer benötigt werden, da der CWB-C1 bereit mit den vormontierten Halterungen für Intel-CPUs ausgeliefert wird. Unterstützt wird eine ganze Palette an Sockeln. Neben AMDs doch betagten 754, 939, 949 und den Standard AM2, AM2+ und AM3 Sockeln kommen auf dem Hause Intel LGA 775, 1366, alle 201x sowie alle LGA 115xer hinzu.
Quelle: CWB-C1 Manual
Ein Tausch zu den AMD-Versionen gestaltet sich indes interessant. Hierfür müssten eigentlich nur die vier Imbusschrauben gelöst, die Arme entfernt und anschließend die entsprechenden Pendants angebracht und verschraubt werden. Allerdings ist entweder das Material des Schlüssels, oder gar die Schrauben selbst aus zu weichem Material. Bei der Montage steckten die Schrauben dann auf dem Imbusschlüssel fest und ließen sich nur sehr mühsam wieder lösen. Das gleiche Problem bekommt man beim Anziehen der Schrauben. Um Probleme zu vermeiden wurde für die Montage hier dann auf den heimischen Werkzeugskasten zurückgegriffen.
Im Weiteren geht die Endmontage schnell von der Hand und man braucht auf keine Probleme mehr gefasst zu sein. Die Schraubgewinde für Fittings besitzen mit G 1/4'' ein Standardmaß, für das man keine Sonderanfertigungen suchen muss.
Der GWB-C1 ist, wie man direkt sieht, mein Full Cover Block, sondern nur als Kühllösung für den Grafikchip selbst konzipiert. Ein nur logischer Schritt für den ersten GPU-Block aus dem Hause Raijintek, da die potentielle Zielgruppe größer ist, als bei modellspezifischen Lösungen. Während das bedeutet, dass man sich zum Kühlen der Spannungswandler und RAM-Chips anderweitig umsehen muss (auch wenn eine passive Kühlung meistens vollkommen ausreicht), bringt es den Vorteil mit sich, dass der Block selbst auf den verschiedensten Modellen verwendet werden, und mitunter bei einem Upgrade der Grafikkarte einfach weitergenutzt werden kann.
Die offiziell supporteten Modelle enden zwar bei der GTX 780/ Titan, bzw der R9 200er Serie, jedoch passt der Block ebenso auf eine GTX 780Ti, GTX 980, sowie eine R9 390.
Wie schon der CWB-C1, besteht aus einem vernickelten Kupferkörper, der jedoch noch etwas aufpoliert wurde. In seinem Inneren liegt die selbe Struktur zur Vergrößerung der Oberfläche vor, wie sie auch beim CWB Verwendung findet. Mit einem Gewicht von nur 187.9 Gramm ist er zudem ein regelrechtes Leichtgewicht, so dass man sich keine Sorgen um seine Grafikkarte machen muss, oder sich nach Backplates umsehen müssen sollte. Die Schraubengewinde sind ebenfalls G1/4''.
Installation
Hinweis: Vor der Montage des GWB sollte man in jedem Fall zuerst die Fittings montieren, da ein späteres Nachholen sich mitunter umständlich gestalten dürfte.
Zu sehen ist hier eine "entkleidete" GTX 780Ti vor der Chipreinigung. Unter dem schon montierten Metallstück verbergen sich die RAM-Chips, die später passiv gekühlt werden. Im rechten Bereich befinden sich unter dem Passivkühlelement die Spannungswandler, die man, sofern man keine großen Übertaktungsorgien plant und in einem gut durchlüfteten Gehäuse, nicht weiter behelligen braucht.
Quelle: GWB-C1 Manual
Um Schäden zu vermeiden gibt es keinerlei Direktkontakt mit der Platine. Dies wird bewerkstelligt durch kleine Kunststoffringe, die auf beiden Seiten dieser anliegen. Um den Chip sollen aus dem selben Grund die beigelegten EVA-Pads angebracht werden. Ist das erledigt muss nur noch der GWB selbst montiert werden, was nur noch Minimalaufwand darstellt.
Sobald alles erledigt ist muss man sich nur noch um die Kühlung (in diesem Fall Passivkühler von Alphacool) des Speichers kümmern, sowie die Karte im System platzieren und den GWB in den Loop aufnehmen.
Neben CPU- und GPU-Blöcken gibt es zudem noch die Kategorie der VRM-Blöcke. Mit dem VWB-C1 schließt Raijintek auch diese Lücke.
Wie bei den anderen Blöcken ist auch hier wieder alles dabei, was man zur Montage brauchen könnte. Neben Schrauben, Wärmeleitpaste, einem Spatel zum Verteilen letzterer, Abstandshaltern, einem selbstklebenden Wärmeleitpad und Klammern zum Befestigen der Schläuche an den Fittings liegt auch hier ein Imbusschlüssel bei.
Ebenfalls identisch mit den anderen Blöcken ist das Material. Der Block selbst besteht komplett aus vernickeltem und auf Spiegelglanz poliertem Kupfer.
Der einzige Unterschied zwischen CWB, GWB und VWB ist die fehlende Oberflächenvergrößerung im Inneren. Beim Öffnen des VWB zeigt sich ein simpler Kanal durch das Innere des Kühlkörpers, ohne weitere Schnörkel. Allerdings soll, die hier nicht verwendete, Mikrostruktur ja auch die Kühlleistung noch um das letzte Bisschen steigern, was bei einem VRM-Block schlichtweg nicht nötig ist. (Schließlich werden VRMs standardmäßig in den meisten Fällen passiv gekühlt, so dass ein normaler Block allein die Kühlung schon enorm steigert)
Letztlich bleiben noch die Einsatzgebiete zu erwähnen, die dank der schwenkbaren Arme und der nicht fest vorgeschriebenen Schraubenposition relativ breit gefächert sind. Der VWB passt auf Mainboards ebenso, wie auf Grafikkarten. Bei Letzteren sollte jedoch beachtet werden, dass die Anschlüsse dann senkrecht auf der Karte stehen, so dass mitunter Winkel zum Einsatz kommen müssen, damit Knicke in Schläuchen vermieden werden können.
Wie oben schon vereinzelt angemerkt geht die Grundmontage schnell von der Hand. Der Bau des Testsystems, inklusive Ausbau der Komponenten aus dem vorherigen Gehäuse, Einbau, Aufnahme der Fotos, sowie die letztendliche Inbetriebnahme waren in unter zwei Stunden erledigt.
Das Test-/ Ergebnissystem
Mainboard|ASUS Sabertooth 990FX R2.0
CPU|AMD FX-8350
GPU|Zotac GTX 780Ti AMP!
RAM|16GB G.Skill Sniper
Systemlaufwerk|Samsung EVO 850
Datenlaufwerk|WD Blue 2TB
Gehäuse|Fractal Design Define S
Verbaut wurden der CWB, GWB, R10 und PM5. Dank dem Design des Sabertooth 990FX wären Moddingarbeiten und/oder weitere Komponenten erforderlich gewesen, um den VWB hier sinnvoll testen zu können und auf der Grafikkarte reichte die Passivkühlung vollkommen aus, so dass er nicht explizit auf seine Leistung hin getestet wurde.
Der Loop ist relativ simpel gehalten und komplett mit Raitubo T3 (Gesamtlänge ca 160 cm) verbunden. Ausgehend von der Pumpe wird die Kühlflüssigkeit in den Alphacool NexXxoS UT60 X-Flow, vorne im Define S, gepumpt, an dessen anderem Ende dann die vorgekühlte Flüssigkeit in den CWB-C1 geleitet wird. Von dort aus geht es weiter in den Alphacool NexXxoS ST 30 und von dort aus direkt zum GWB-C1. Zu guter Letzt kommt alles zurück zum Rai-R10, welches direkt an die Pumpe angeschraubt ist.
Alle Blöcke haben, statt der mitgelieferten Wärmeleitpaste, die gute alte Arctic MX-4 verpasst bekommen. Als Lüfter kamen zweierlei zum Einsatz: Cooler Master Silencio FP 120 PWM für die normalen Temperaturtests, für ein Wenig Licht in den Bildern wurden kurzfristig aber auch Cooler Master Sickle Flow 120 in Rot eingesetzt.
Eindrücke
Die Ergebnisse
Alle Ergebnisse sind ein Mittelwert aus drei Messungen á 30 Minuten. Um die CPU auf Touren zu bekommen kam Prime95 zum Einsatz. Für ordentliche GPU-Temperaturen sorge Furmark bei einem Auflösung von 1080p und 8xMSAA.
Zuerst zur GPU. Hier äußert sich der Unterschied zwischen der Standardmäßigen Kühlung der Zotac GTX 780TI AMP! und dem GPU-Block in einem enormen Maße.
Mehr als 40 Kelvin Unterschied sind ein enormer Sprung. Bedenkt man dazu, dass Kühlere Hardware im Schnitt auch immer länger lebt darf man sich hier in jedem Fall freuen.
Zum Test der CPU wurden, um halbwegs brauchbare Vergleichswerte zu erhalten, die Ergebnisse anderer AiO-Kühlungen, die im selben System zu gleichen Bedingungen getestet wurden, herangezogen. Namentlich sind dies die Raijintek Triton 240, Cooler Masters Nepton 240M, sowie die Corsair H100i. Zudem wurden einzelne Werte für eine maximale und minimale Pumpenleistung bei 100% Lüfterleistung (Im Diagram PMax und PMin) , sowie bei komplett minimaler Lüfter und Pumpenleistung gegenübergestellt (Im Diagram Silent).
Stock (4000 MHz @ 1.3 Volt)
Eigentlich ein ruhiger Start zum warm werden. Nur wird hier nichts wirklich warm. Sehr im lautlosen Modus schlägt das DIY-System die AiOs auf ganzer Linie. Natürlich muss dazu erwähnt werden, dass die AiOs nur einen 240er Radiator besitzen, während hier ein 360mm Radiator vor dem CPU-Block arbeitet.
4200 MHz @ 1.3 Volt
Auch wenn man die Leistung ein Wenig nach oben dreht änder sich an dem Bild nichts. Einzig die Abstände zwischen den Kontrahenten fächern sich ein Wenig auf.
4500 MHz @ 1.4 Volt
Mehr Spannung, mehr Takt, mehr Abwärme. Das Beste an den Ergebnissen auf dieser Stufe ist, dass die PMin Konfiguration hier die gleichen Werte erzeugt, die die H100i bei Standardeinstellungen liefert.
4800 MHz @ 1.48 Volt
Hier wird es für manche schon zu heiß. Die Spannungswandler des Sabertooth sehnen sich hier langsam ebenfalls nach einer Wasserkühlung, aber leider kann man ihnen den Gefallen (noch) nicht tun. Letztendlich zeigen sich auch hier keine Überraschungen. Das Feld bleibt in der gleichen Reihenfolge, einzig die Abstände werden etwas größer.
Besonders angenehm zu sehen (und hören) ist natürlich, dass sich das Atlantissystem selbst im absoluten Flüstermodus keine Blöße gibt. In jedem Fall kann man sagen, dass der GWB-C1 und die RAI-PM5 ihre Aufgaben zu voller Zufriedenheit erledigen und dass sich auch der GWB-C1 nicht verstecken muss und die Ergebnisse für sich selbst sprechen.
Eigentlich wäre für jedes Produkt der Atlantisserie ein eigenes Review möglich, so dass jedes eine separate Bewertung an Hand seiner Qualitäten bekommen kann. Allerdings fällt es an dieser Stelle recht leicht darauf zu verzichten, denn alle getesteten Komponenten sind schlichtweg auf dem gleichen (sehr hohen) Niveau und mögliche Wünsche gehören in die Kategorie "Jammern auf hohem Niveau". Doch nicht nur die Leistung ist überdurchschnittlich gut. Auch der Preis ist, wie bei erstaunlicherweise so vielen Raijintekprodukten, mehr als nur überzeugend und, betrachtet man zuerst die reine Leistung, doch recht niedrig angesetzt im Vergleich zur Konkurrenz.
Und wie immer ist es das Bisschen mehr, was einfach überzeugen kann. Sei es neben der reinen Pumpenleistung, die bei durchaus geringer Leistungsaufnahme und absolut brauchbarer Geräuschentwicklung enorm gute Durchflussraten liefert der Zusatz, dass ein Reservoir direkt aufgesetzt werden kann, die direkt mitgelieferten Montagewerkzeuge bei den Kühlblöcken, deren großes Kompatibelitätsspektrum oder die geringe Menge an Abfall, die entsteht (durch beispielsweise keine separaten Backplates für Intel und AMD), stets sind es Kleinigkeiten, die das Gesamtbild abrunden und zum qualitativ hochwertigen Eindruck und der Verarbeitung noch eins drauf setzen.
GWB und CWB sind nicht nur leicht und angenehm zu montieren, die liefern auch einen super Durchsatz exzellente Ergebnisse, die wenig zu Wünschen übrig lassen. Beim GWB wäre eine solche Wunschoption eventuell ein ähnliches Design wie beim CWB, oder der Wunsch nach einer Full-Cover Version. Beides ändert jedoch nichts an der Leistung und dem Eindruck, den die Teile für sich genommen vermitteln. Das RAI-R10 bzw 20 liefert von Haus aus eine sehr gelungene Optik, wenngleich natürlich das Farbspektrum begrenzt ist. Hier kann man jedoch immer auf schwarz zurückgreifen, da durch die Kühlflüssigkeit stets die Farbe dominieren wird, die man auch im Restsystem haben will. All diese Punkte sind allerdings nichts, was als Kritik ausgelegt werden kann, oder Abstriche rechtfertigen würde, die die Ergebnisse, die durch Leistung und Design erreicht werden, drücken würden.
Ebenso sieht es bei der Pumpe aus. Längere Kabel wären hier mitunter wünschenswert, aber dieser kleine Punkt wird direkt von der stufenlosen Regelbarkeit ausgeglichen. Und die fehlende Rundumverblendung kann die enorm gute Leistung und und das kleine Zusatzfeature für die RAI-R-Modelle in keinem Fall schmälern. Nur mit Luftblasen in der Kühlflüssigkeit muss man vorsichtig sein. Dann wird die Pumpe mehr als hörbar, in allen Leistungsstufen.
Einzig wirklich fehlendes Detail wäre ein aufschraubbarer Verschlussfür eine der zwei Einlassöffnungen der RAI-R-Modelle, da die standardmäßig vorhandenen Plastikverschlüsse nicht zum Abdichten geeignet sind.
Als Abschluss bleibt nur zu sagen, dass die Atlantisserie, über all ihre Komponenten hinweg, in allen relevanten Bereichen, u.A. Verarbeitung, Design, Leistung und Handhabung, zu überzeugen weiß und man sich das mühsame Zusammensuchen von brauchbaren Teilen für ein DIY-System getrost sparen kann, sondern schon fast nach dem Motto vorgehen kann "Gibt's das auch von Raijintek?"