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[Review] "Preiswert vs. Billig" - Vier Netzteile bis 45 Euro im Test!

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[font='Verdana, Helvetica, sans-serif']"Preiswert vs. Billig" - Vier Netzteile bis 45 Euro im Test!

Autor: _chiller_

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In diesem Review habe ich vier interessante Netzteile in einer Preisspanne von 21 bis 45 Euro versammelt. Muss es immer ein teurer Markenhersteller sein oder reicht auch das deutlich günstigere Produkt von unbekannten Herstellern? Vorhang auf!






1. Intro

Vor etwas mehr als einem Monat habe ich euch nach Vorschlägen zu einem Netzteiltest mit günstigen Netzteilen gebeten. Den Thread findet ihr hier:
http://extreme.pcgameshardware.de/netzteile-und-gehaeuse/335216-netzteiltests-vorschlaege.html
Neben bekannten Chinaböllern wurden auch "ernsthafte" Netzteile gefordert. Ich habe daraufhin meine Herstellerkontakte befragt und bin bei Cooler Master und Enermax fündig geworden. Von Cooler Master stammt der teuerste Testkandidat in diesem Roundup, ein G450M, welches aktuell für etwa 45 Euro angeboten wird. Deutlich anders kommt der Testkandidat von Enermax daher. Das Triathlor 300W Bulk ist nicht nur deutlich kleiner, sondern auch günstiger als das Netzteil von Cooler Master. Das Triathlor wird aktuell für etwa 37 Euro angeboten.

Durch Zufall bin ich mit dem Forenmitglied sani1008 in Kontakt gekommen, welcher eine größere Menge an neuen und unbenutzten Netzteilen besitzt und mir anbot, ein paar davon zu testen. Dieses Angebot habe ich gerne angenommen und möchte mich ganz herzlich bei ihm bedanken :)

Zu den Markenprodukten habe ich mir passende Gegenspieler heraus gesucht. Den Anfang macht das MS-Tech Value Edition 550W CM, welches genau wie das G450M von Cooler Master ein modulares Kabelmanagement besitzt. Für einen Preis von nur 28 Euro verspricht der Hersteller sogar 100 Watt mehr als Cooler Master, bahnt sich hier ein Preis-Leistungstipp an?

Der Gegenspieler zum Enermax Triathlor Bulk ist das nur 21 Euro teure Xilence Redwing 350W. Dieses ist nicht nur günstiger, es soll auch 50 Watt mehr leisten als das Markenprodukt.

Ich bin gespannt wie sich die Netzteile im direkten Vergleich schlagen!​

Vorab möchte ich mich bei Cooler Master für die unkomplizierte Bereitstellung des G450M bedanken. Desweiteren möchte ich mich bei Enermax für die schnelle Bereitstellung des Triathlor 300W Bulk bedanken!
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2. Spezifikationen und Features

Bevor wir uns die Testkandidaten im Detail anschauen, verschaffen wir uns erstmal einen allgemeinen Überblick:​

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Bis auf das MS-Tech Value bleiben alle Netzteile sehr kurz und sollten keine Platzprobleme im Gehäuse des Anwenders hervorrufen. MS-Tech kompensiert die etwas größere Außenlänge des Netzteils mit einem größeren 140 mm Lüfter, alle anderen Testkandidaten müssen mit einem 120 mm Lüfter auskommen. Die günstigen Netzteile sind mit deutlich höheren Wattzahlen angegeben als die teureren Markenprodukte. Schaut man sich aber die maximale Belastbarkeit auf den 12 Volt Rails an, sieht die Sache etwas anders aus. Während Xilence überhaupt keine Angaben über die Belastbarkeit macht, schmilzt der Vorsprung des MS-Tech Value gegenüber dem G450M von Cooler Master auf nur noch 12 Watt.

Interessant sind die angaben der Rails. Während Enermax und Cooler Master auf Single-Rail Designs setzen, verfügen die günstigen Netzteile über zwei Rails. Das diese Angaben nicht immer stimmen müssen, kläre ich bei der technischen Untersuchung der Netzteile. Beide Markenhersteller verfügen über 80 Plus Bronze Einstufungen, die günstigen Produkte besitzen diese Einstufung nicht. Zumindest MS-Tech verspricht trotzdem einen Wirkungsgrad von über 80%, das werde ich mir natürlich noch genauer anschauen.

Interessant sind die Garantielaufzeiten, Enermax gibt eine gute Garantielänge von drei Jahren, die 5 Jahre Garantie von Cooler Master sind geradezu luxuriös. Zu den Garantieangaben von Xilence und MS-Tech habe ich nichts gefunden, hierbei läuft die Reklamation eines defekten Netzteils über den Händler. Überzeugen können die günstigen Netzteile beim Preis, diese liegen weit unter den Markenprodukten. Dies ist auch der Grund, warum diese Netzteile so erfolgreich sind, das MS-Tech gehört beispielsweise bei Mindfactory zu den meistverkauften Netzteilen überhaupt.

Bevor wir uns die Netzteile im Detail ansehen, gebe ich eine Übersicht über die Schutzschaltungen, so muss ich diese nicht jedes mal auflisten:
OCP = Überstromschutz
OVP = Überspannungsschutz
UVP = Unterspannungsschutz
SCP = Kurzschlusssicherung
OTP = Überhitzungsschutz
OPP = Überlastschutz
SIP = Spannungsstoss & Einschaltstromschutz
NLO = Niedriglastoperation
BOP = Spannungsabfallschutz​


I. Cooler Master G450M

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Beginnen wir nun mit dem Netzteil von Cooler Master. Dieses wird in einem schlichten Karton ausgeliefert, welcher unter anderem mit einigen interessanten Details aufwarten kann:
  • Modulares Kabelmanagement
  • Haswell Support
  • 80 Plus Bronze Zertifizierung
  • DC-to-DC
  • 5 Jahre Garantie

Insbesondere der Punkt DC-to-DC ist für ein Netzteil in dieser Preisklasse eine Sensation, wir dürften also eine sehr gute Spannungsstabilität unter Last erwarten können.​

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An der Seite der Produktverpackung befindet sich eine übersichtliche Tabelle über alle technischen Daten. Zu den Kabeln kommen wir gleich noch, interessant ist aber die Auflistung an Schutzschaltungen: OVP, UVP, OPP, OTP, OCP, SCP
An dieser Stelle gibt es nichts zu meckern, die Ausstattung ist vorbildlich. Schauen wir uns einmal den Aufkleber des Netzteils an:​

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Von den 450 Watt bleiben noch 408 Watt oder 90,7% der Gesamtleistung des Netzteils auf der 12V Rail übrig. Trotz Single-Rail Designs sollten die 34 Ampere niemanden in Aufregung versetzen, zusammen mit den vielen Schutzschaltungen ist dies als völlig problemlos einzustufen. Das G450M kann auch mit einer Eingangsspannung von 115V betrieben werden, was eine Grundvoraussetzung für die 80 Plus-Einstufung ist. Unser Testkandidat erreicht die Einstufung von 80 Plus Bronze.​


II. MS-Tech Value 550W CM

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Das MS-Tech Value wird in einem kompakten Hochglanz-Karton geliefert. Innen geht es so eng zu, dass sich einige Kabel schon durch die Außenhülle bohrten. Auch MS-Tech wirbt unter anderem mit einigen technischen Details:
  • ATX 2.3 Standard
  • Passive PFC
  • Modulares Kabelmanagement

Nun, Passive PFC ist heutzutage nun wirklich kein Punkt mehr, mit dem man effektiv werben könnte. Ich bin gespannt was mich im Inneren des Netzteils erwartet.​

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Auf der Rückseite befindet sich eine Tabelle, bei der die technischen Daten übersichtlich abgedruckt sind. Im Gegensatz zu Cooler Master wirbt MS-Tech nur mit der Schutzschaltung OVP, was sehr wenig wäre. Vielleicht bringt der Aufkleber des Netzteils ein paar mehr Antworten:​

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Wie schon beschrieben, bleiben von den 550 Watt Gesamtleistung noch 420 Watt auf den 12 Volt-Rails übrig. Dies sind wohlgemerkt die Herstellerangaben, wie viel das Netzteil wirklich zu leisten imstande ist, werde ich noch testen. Üppig sind hingegen die 125 Watt auf den Minor-Rails 3,3V und 5V. Immerhin scheint das CE-Siegel echt zu sein, das P4-Siegel verwirrt allerdings etwas.​


III. Enermax Triathlor Bulk 300W

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Kommen wir nun zu den kleineren Netzteilen. Bei der Produktverpackung setzt Enermax den Rotstift an, der Karton ist nur minimal bedruckt. Technische Details lassen sich ebenfalls nicht finden. Wir blicken daher einmal auf die Website von Enermax und beziehen unsere Infos von dort. Folgende interessante Details fallen auf:
  • Geräuscharme Kühlung, dank kugelgelagerten Lüfter
  • hochwertige und langlebige Komponenten

Enermax scheint besonders auf die leise Kühlung und hochwertige Komponenten geachtet zu haben, wir sind daher auf die technische Begutachtung gespannt. Bei den Schutzschaltungen zählt Enermax auf: OVP, DC UVP, OPP, SCP & SIP.
OCP scheint hier zu fehlen, OTP ebenfalls. Dank des versprochenen langlebigen Lüfters und der geringen Leistungsklasse in der wir uns bewegen, sind diese Schutzschaltungen zu verschmerzen.​

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Von den 300 Watt Gesamtleistung bleiben noch 88% auf der 12V Rail übrig. Das Enermax hier auf ein Single-Rail Design setzt, ist völlig problemlos, die 22 Ampere werden selbst von vielen Multi-Rail Netzteilen erreicht.​


IV. Xilence Redwing 350W

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Die kleinste Produktverpackung kommt von Xilence, diese ist aber bunt in den Herstellerfarben bedruckt. Schon auf der Vorderseite wird mit einigen Details geworben, ich habe einmal die wichtigsten zusammengefasst:
  • leiser 120 mm Lüfter
  • hohe Effizienz
  • optimale Performance
  • "Type approved by TÜV"

Diese Angaben sind sehr allgemein gehalten, aber wenn schon der TÜV sein OK gibt, kann das Netzteil doch gar nicht schlecht sein, oder? ;) Genauere technische Daten befinden sich nicht auf dem Produktkarton, daher schauen wir uns einmal die Herstellerwebsite an. Leider bietet auch diese keine weiteren Infos, Angaben über Schutzschaltungen werden überhaupt nicht gemacht.​

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Auch auf dem Aufkleber des Netzteils wird man nicht mit Informationen überschüttet. Oben rechts entdecken wir den Hinweis, dass das Netzteil nur passive PFC beinhaltet. Das CE-Zeichen scheint original zu sein, zwei Rails kümmern sich um die wichtige 12V-Schiene. Insgesamt ist die Dokumentation des Netzteils mangelhaft.​


3. Äußeres

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Beginnen wir mit den größeren Netzteilen. Während MS-Tech auf einen großen Lüfter mit einem klassischen Lüftergitter setzt, wählt Cooler Master einen kleineren Lüfter zugunsten geringeren Abmessungen.​

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An den Seiten des Cooler Master G450M prangen große Schriftzüge mit der Modellbezeichnung des Netzteils. Der Aufkleber mit den Technischen Daten befindet sich somit auf der Oberseite. Die modularen Kabelanschlüsse beziehen sich auf die Laufwerksanschlüsse. Die ATX, CPU und PCI-E Kabel sind fest im Netzteil integriert, diese besitzen einen ordentlichen Kabelsleeve. Erstaunlicherweise sind die modularen Kabel als schwarze Flachbandkabel ausgeführt, eine Mischung ist mir bisher noch nicht unter gekommen.​

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Das MS-Tech Value kommt in einem klassischen Design daher. Mit dem schwarz lackierten Lüftergitter sieht das aber gar nicht so schlecht aus. Nicht überzeugen kann die Lackierung, nachdem ich die Schrauben löste um einen Blick in das Innere des Netzteils zu werfen, bröselte der Lack fröhlich von den angesprochenen Stellen. Auch im späteren Verlauf bröselte immer wieder schwarzer Lack ab. Das Modulare Kabelsystem ist deutlich aufwendiger als bei dem Netzteil von Cooler Master, hier bleibt nur noch das ATX-Kabel fest integriert. Alle Kabel besitzen einen ordentlichen Sleeve, in der Preisklasse ist das eine Seltenheit. Kritik muss ich an den Steckerbuchsen am Netzteil üben. Das Plastik ist so weich, dass sich die Stecker auch in der verkehrten Richtung einstecken lassen, was fatale Folgen an Netzteil und PC haben könnte. Der PCI-E Stecker ist als 6 + 2 Pin ausgeführt, der 2 Pin ist jedoch nur mit einer Kabeldicke von 20 AWG ausgestattet. Laut ATX-Norm können bis zu 75 Watt durch die zwei dünnen Kabel geschickt werden, was ich für fahrlässig halte.​


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Kommen wir nun zu den kleinen Netzteilen von Xilence und Enermax. Der rote Lüfter des Xilence Redwing ist seitlich eingebaut und kühlt die Primärseite des Netzteils stärker als beispielsweise beim Enermax.​

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Gut zu sehen sind die seitlichen "Triathlor"-Schriften auf dem Netzteil, der Aufkleber sitzt hierbei auf der Oberseite. Der Lüfter besitzt durchsichtige Lüfterblätter, welche aber keine Auswirkungen auf die Funktion haben dürften. Bei den Kabeln besitzt nur das dicke ATX-Kabel einen Sleeve, alle anderen Kabel kommen eher nackt daher. Zudem bestehen die Laufwerkskabel aus dünneren 20AWG-Strippen, in der Leistungsklasse lasse ich das aber noch einmal durchgehen.​

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Als einziges Netzteil im Test besitzt das Xilence Redwing einen Umschalter zwischen 115 und 230 Volt. Gut gefallen hat mir das Lüftergitter welches sehr gut in das Netzteil integriert wurde, der rote Lüfter ist natürlich ein Hingucker. Nicht so gut gefallen hat mir hingegen die Oberseite des Netzteils, welches einige Löcher aufweist. Da heutige Netzteile eher unten im PC eingebaut werden, ist das kein schöner Anblick. Auf einen Kabelsleeve müssen Käufer dieses Netzteils verzichten. Das wäre angesichts des Preises halb so schlimm, viel schlimmer ist allerdings, dass sämtliche Kabel als dünnere 20AWG-Kabel daherkommen. Der geringe Kabeldurchschnitt ist durchaus kritisch zu sehen, da es so schneller zu einem Kabelbrand kommen könnte.​


4. Lieferumfang und Kabelausstattung

Um weitere Bilder zu vermeiden, habe ich den Lieferumfang der Testkandidaten übersichtlich in eine Tabelle gepackt:​

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Ganz perfekt sind hier alle Kandidaten nicht, dem Netzteil von Xilence fehlt ein Handbuch, dem Enermax ein Kaltgerätestecker. Wobei bei letzterem auch ein "Bulk" im Namen vorhanden ist. Kabelbinder fehlen bei allen Testkandidaten, auf die paar Cent sollte es eigentlich auch nicht in dieser Preisklasse ankommen und der Kunde freut sich über das kleine Mitbringsel. Das MS-Tech besitzt noch eine Garantiekarte um es direkt beim Hersteller einzuschicken. Kommen wir nun zur Kabelausstattung.​

Cooler Master G450M - Kabelbaum

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Die Anzahl der Kabel gehen für ein Netzteil dieser Größenordnung in Ordnung, allerdings sind diese relativ kurz. In größeren Gehäusen könnte es unter Umständen zu Problemen mit der Kabelverlegung kommen. Erfreulich sind aber die beiden PCI-E Anschlüsse für die Grafikkarte, dies ist leider in dieser Preisklasse immer noch nicht als Standard anzusehen.​


MS-Tech 550W CM - Kabelbaum

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Zuerst möchte ich MS-Tech für die vielen Laufwerkskabel loben, die Anzahl würde auch wesentlich größeren Netzteilen noch gut stehen. Nicht so toll ist hingegen der PCI-E Stecker, in dieser Leistungsklasse sind zwei Anschlüsse Pflicht. Geradezu lächerlich muten die Kabellängen an, selbst die kleinen Netzteile haben hier mehr zu bieten. Schon in einem normalen Miditower lassen sich die sehr kurzen Kabel kaum vernünftig verlegen. Hier nützt also auch das modulare Kabelsystem nichts.​


Enermax Triathlor 300W Bulk - Kabelbaum

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Das Netzteil von Enermax beschränkt sich auf wenige, dafür aber relativ lange Kabelstränge. So besitzt das kleinste Netzteil im Roundup das längste Kabel. Die Anzahl der Anschlüsse ist absolut zufriedenstellend für ein 300W-Netzteil, daher gibt es hier nichts zu meckern.​

Xilence Redwing 350W - Kabelbaum

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Xilence geht den umgekehrten Weg wie MS-Tech. Die Kabel besitzen eine ordentliche Länge, hier gibt es nichts zu meckern. Die Anschlussvielfalt der Kabel ist allerdings kritikwürdig. Nur einen 4 Poligen CPU Stecker und kein PCI-E Stecker erwartet man sicherlich nicht bei einem 350W starken Netzteil. Zudem sind 4 Molex-Anschlüsse und nur zwei SATA-Anschlüsse heute nicht mehr zeitgemäß. Insgesamt ist die Kabelauswahl beim Xilence Redwing stark verbesserungswürdig.​


5. Die Technik im Detail

Kommen wir nun zum spannendsten Teil dieses Reviews, der Technik. Vorab aber eine Warnung:
Nicht nachmachen! Ihr begebt euch in Lebensgefahr wenn ihr ein Netzteil aufschraubt, desweiteren geht die Garantie verloren!


I. Cooler Master G450M

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Die technische Plattform des Cooler Master G450M wird von CWT zugeliefert. Gut zu sehen sind die DC-DC Wandler auf der Sekundärseite und die Platine für die modularen Anschlüsse auf der linken Seite.​

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Wir beginnen mit der Eingangsfilterung. Auf einer Zusatzplatine befinden sich ein X-Kondensator und zwei Y-Kondensatoren. Auf dem großen PCB geht es mit einer Schmelzsicherung, zwei X- und zwei Y-Kondensatoren weiter. Zwei Spulen, ein Thermistor und ein MOV sind ebenfalls an Bord. Hier gibt es absolut nichts zu meckern.​

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Weiter geht es mit der Gleichrichterbrücke, welche allerdings ohne Kühlkörper auskommen muss. Auch die im Netzteil vorhandenen Kühlkörper sind ziemlich klein, ich gehe daher von einer hohen Lüfterdrehzahl unter Last aus. Der Primärkondensator stammt von JunFu und besitzt eine Kapazität von 330yF bei 400 Volt Spannungsfestigkeit und einer Temperaturfestigkeit von 85°C. Auch die Kondensatoren bei den Trafos stammen von JunFu, was ich selbst in dieser Preisklasse eher kritisch sehe.​

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Als Protection-IC kommt ein Sitronix ST9S429-PG14 zum Einsatz. Dieser ist baugleich mit dem Unisonic S3515 und stellt die Schutzschaltungen OVP, UVP und OCP auf 3,3V, 5V und zwei 12V Rails bereit.​

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Wie schon angesprochen, verfügt die Plattform des G450M über DC-DC Wandler. Wird dürfen uns daher über eine sehr gute Spannungsregulation freuen. Sekundär kommen Kondensatoren von CapXon zum Einsatz, ein JunFu versteckte sich aber auch darunter. Diese Wahl ist der Preisklasse angemessen.​

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Die modulare Platine ist qualitativ einwandfrei, allerdings versteckt sich auch hier ein Kondensator von JunFu, die restlichen Caps kommen von CapXon. Die Lötqualität der großen Platine ist einwandfrei.​

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Noch ein Wort zum Lüfter, hier kommt ein preiswertes Modell von Yate Loon zum Einsatz, welches auf die Bezeichnung D12SM-12 hört. An diesen ist eine Luftleitfolie angeheftet, welche zwar den Luftstrom lenken kann, gleichzeitig aber auch die Lautstärke erhöht.

Insgesamt ist die Elektronik des Cooler Master G450M einwandfrei, einzig die Auswahl der Kondensatoren ist verbesserungswürdig.​


II. MS-Tech Value 550W CM

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Schon auf dem ersten Blick wird klar, dass wir hier nicht über ein 550 Watt starkes Netzteil reden. Die Spulen der Sekundärseite sind dafür viel zu klein, zudem gibt es dort nur sehr wenig Kondensatoren. Ich habe im Vorfeld auf 300 Watt Maximalbelastung getippt. Der OEM dieses Netzteils bleibt leider unbekannt, ich habe keine Hinweise auf der Platine gefunden.​

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Normalerweise kommt der Lüfter immer zum Schluss, aber ich ziehe das mal vor. Die PFC-Spule für passive PFC ist nun keine Überraschung. Allerdings war das Kabel der Spule so kurz, dass es von alleine aus dem dazugehörigen Stecker gesprungen ist. Die Gleichrichterbrücke auf der Platine ist so hoch, dass das Kabel der Spule permanent unter Spannung steht und sich einfach löste. Im Prinzip hätte das MS-Tech also nicht mal eine passive Leistungsfaktorkorrektur gehabt. Als Lüfter kommt ein 140 mm großes Modell der Marke CPS zum Einsatz, weitere Informationen spuckte mir Google leider nicht aus. Etwas sorgfältiger sollte hierbei die Verarbeitung sein, an den Lüfterblättern befanden sich Fettrückstände.​

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Kommen wir wieder zur Elektronik. Die Eingangsfilterung beginnt mit einer größeren Platine, welche schon etwas Schlagseite aufgrund des Gewichts hat. Zwei Y- und ein X-Kondensator, sowie ein kleiner Trafo und eine Spule befinden sich auf dieser Platine. Weiter geht es auf dem großen PCB, auf der sich eine Schmelzsicherung, ein Thermistor, sowie ein Y- und zwei X-Kondensatoren befinden. Abgesehen von dem Fehlen eines MOV und der PFC-Spule geht die Eingangsfilterung in Ordnung.​

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Als Protection-IC befindet sich ein HS8110 an Bord. Informationen über diesen IC zu finden ist sehr schwierig, ich habe auf einer chinesischen Website die Hinweise auf OVP und UVP gefunden. Kurios mutet die einsame Schraube etwas abseits der Platine an. Hier sollte eigentlich mal ein Erdungskabel hin, aber dieses wurde nicht verlegt. Als Primärcaps kommen zwei Modelle von einer mir unbekannten Marke "LCZ" zum Einsatz. Diese besitzen jeweils eine Kapazität von 680yF bei einer Spannungsfestigkeit von 200 Volt und einer Temperaturfestigkeit von 105°C.​

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Wie schon festgestellt, ist die Sekundärseite für ein 550 Watt starkes Netzteil sehr klein gehalten. Als Kondensatoren kommen durchgehend Modelle der Marke Asia´X zum Einsatz, mir ist diese Marke unbekannt.​

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Auf der Oberseite der Platine kann man die beiden 12V-Rails sehen. Schaut man sich hingegen die Unterseite der Platine an, sieht man zwar zwei Häufchen Lötzinn, die Fläche darunter ist aber durchgehend. Für mich handelt es sich hier um ein Single-Rail Netzteil.​

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Die Lötqualität ist eine einzige Katastrophe, jede Stelle die mit Hand nachgearbeitet wurde, weißt Verbrennungen auf. Zudem sind viele Kabel nur unzureichend isoliert.

Insgesamt ist die Elektronik des MS-Tech Value 550W CM sehr fragwürdig, ich bin gespannt welche Ergebnisse ich im Praxistest erzielen werde.​


III. Enermax Triathlor Bulk 300W

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Die Elektronik des Enermax Triathlor Bulk wird wie bei Cooler Master von CWT zugeliefert. So ähneln sich die Platinen beider Netzteile in gewissen Punkten sehr stark.​

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Die Eingangsfilterung ist mit der des G450M völlig identisch. Auch hier kommen zwei Y- und ein X-Kondensator zum Einsatz. Auf dem großen PCB geht es mit drei Spulen, einer Schmelzsicherung, einem MOV, sowie zwei Y- und einem X-Kondensator weiter. Hier gibt es absolut nichts zu meckern.​

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Weiter geht es mit dem Brückengleichrichter und der PFC-Spule. Als Primärkondensator kommt ein Modell von CapXon zum Einsatz, welcher eine Kapazität von 180yF bei einer Spannungsfestigkeit von 400 Volt und einer Temperaturfestigkeit von 105°C aufweist. Diese Wahl ist völlig in Ordnung für ein Netzteil in dieser Preisklasse. Nicht in Ordnung ist hingegen die Armada aus JunFu-Caps bei den Trafos, die sich genau wie beim Netzteil von Cooler Master dort breit machen.​

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Als Protection-IC kommt ein Sitronix ST9S313-DAG zum Einsatz. Informationen dazu gibt es nur wenige, angeblich soll es sich um einen umbenannten SITI PS113 handeln, welcher OVP und UVP bereitstellen würde.​

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Die Sekundärseite halte ich für Leistungsfähiger als beim fast doppelt so stark angegebenen MS-Tech Value. Für ein nur 300 Watt starkes Netzteil ist die Bestückung ordentlich. Bei den Kondensatoren kommt eine Mischung aus Aishi und CapXon zum Einsatz.​

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Nichts zu meckern gibt es bei der Lötqualität, als Lüfter kommt ein Yate Loon D12SM-12 zum Einsatz, welchen wir schon aus dem Netzteil von Cooler Master kennen. Auch hier wird eine Luftleitfolie verwendet.

Insgesamt geht die Elektronik des Netzteils angesichts des Preises völlig in Ordnung. Einzig bei den Kondensatoren sollte noch ein wenig mehr auf Qualität geachtet werden.​


IV. Xilence Redwing 350W

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Als letztes kommt das günstigste Netzteil in diesem Test an die Reihe. Die Elektronik wird von ToPower zugeliefert und sieht aus, als stammt das Netzteil aus dem Jahre 2003. Die Sekundärseite des Netzteils stimmt mich etwas skeptisch, ich gehe nicht davon aus, dass dieses Netzteil eine maximale Belastbarkeit von 350 Watt bewältigen kann.​

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Auch hier schiebe ich einmal den Lüfter des Netzteils vor, an diesem lagert die PFC-Spule. Der Lüfter stammt von Aobos. Gibt man die Modellnummer in der Suchmaschine ein, kommt man bei chinesischen Netzteilreviews wieder raus, ohne nennenswerte Informationen zu bekommen.​

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Die Eingangsfilterung beginnt mit einem X- und zwei Y-Kondensatoren, zudem befindet sich noch eine Spule auf dem Zusatz-PCB. Weiter geht es mit einer Schmelzsicherung, einem X- und zwei Y-Caps. Ein Thermistor befindet sich ebenfalls noch in der Mitte des Bildes.​

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Als Kondensatoren kommen durchgehend Modelle von ChengX zum Einsatz. Diese Marke habe ich bereits bei dem 780 Watt starken Chinaböller aus einem meiner letzten Tests gesehen.​

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Bei dem Protection-IC bin ich leider nicht weit gekommen, was den Informationsgehalt angeht. Bei den beiden ICs handelt es sich um Controller von Fairchild. Diese weisen die Kennzeichnung LM339LD und KA7500BD auf. Das Wort Schutzschaltung möchte ich hier nicht in den Mund nehmen, ich glaube das Xilence besitzt gar keine Schutzschaltungen, was auch sehr gut zum Verhalten dieses Netzteils passen würde. Dazu aber später mehr.​

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Sekundär kommen nur wenige und kleine Kondensatoren zum Einsatz, was sich negativ auf die Ripple-Noise Werte auswirken dürfte. Gut zu sehen sind die beiden 12V-Rails auf der Oberseite der Platine. Aufschluss gibt aber letztendlich nur die Unterseite.​

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Tja, das nennt sich dann wohl Single-Rail. Beide 12V-Rails wurden einfach zusammen gelötet. Die Lötqualität ist zudem alles andere als gut.

Insgesamt kann die Elektronik nicht überzeugen, das Netzteil wirkt stark veraltet.​


6. Testumgebung

Der Test wird in einem offenen Testsystem durchgeführt, Gehäuselüfter fallen daher weg.​

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Die Geforce GTX 480 stellt die Single-GPU Grafikkarte mit der höchsten Leistungsaufnahme dar. Hierbei ließe sich theoretisch eine Aufnahme von weit über 600 Watt generieren, aber selbst der gute Kühler von Zotac ist mit der Leistung überfordert, das vorläufige Maximum des Gesamtsystems liegt daher erst einmal bei ca. 520 Watt.

Die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems haben wir mit Hilfe eines Profitec KD 302 gemessen. Hierbei haben wir 6 Lastszenarios generiert:
Szenario 1: Gesamtsystem im Idle (Leistungsaufnahme ca. 80 W)
Szenario 2: Prime95, Grafikkarte im Idle (Leistungsaufnahme ca. 175 W)
Szenario 3: Furmark, Voltage des Grafikchips bei 950 mv, Chiptakt gedrosselt auf 500 MHz (Leistungsaufnahme ca. 270 W)
Szenario 4: Furmark, Voltage Grafikchip 950 mv (Leistungsaufnahme ca. 360 W)
Szenario 5: Furmark, Voltage Grafikchip 1013 mv + Prime95 (Leistungsaufnahme ca. 450 W)
Szenario 6: Furmark, Voltage Grafikchip 1050 mv + Prime95 (Leistungsaufnahme ca. 520 W)

Die einzelnen Werte wurden entnommen, nachdem sich die Temperaturen der Komponenten einpendelten.

Die Lautstärkemessungen wurden mit Hilfe eines Voltcraft SL-100 durchgeführt. Dabei wurde das Netzteil bestmöglich vom restlichen System getrennt. Das Schallpegel-Messgerät wurde in einem Abstand von 50 cm vom Lüfter positioniert.

Die Messwerte zur Spannungsregulation wurden vom Mainboard ausgelesen. Die Spannungswerte der Netzteile von Enermax und Cooler Master wurden zusätzlich mit einem Voltcraft VC130-1 ausgelesen. Dieses wird nun auch in zukünftigen Netzteiltests die Werte von Mainboard ablösen.​


7. Effizienz

Nun genug von der Theorie, schauen wir uns einmal die Effizienz im Praxistest an. Werden sich die teuren Netzteile durchsetzen können?​

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Während die Netzteile von Enermax und Cooler Master auf dem Niveau der anderen 80 Plus Bronze zertifizierten Netzteile liegen, sind die Werte von MS-Tech und insbesondere Xilence extrem schlecht. In Szenario 3 saugt das Xilence Redwing satte 115 Watt mehr aus der Steckdose als das Platin zertifizierte Seasonic, das entspricht 42,2%!


8. Spannungsregulation

Wie sieht es eigentlich mit der Spannungsregulation aus? Eine zu niedrige oder zu hohe Spannung kann Komponenten beschädigen oder das System instabil werden lassen. Die Grenzen der Diagramme stellen die ATX-Norm dar. Werte, die außerhalb des Diagramms liegen, liegen somit auch gleichzeitig außerhalb der ATX-Norm, in diesem Test habe ich aber auf 12 Volt eine Ausnahme gemacht. Wir beginnen mit den ausgelesenen Werten vom Mainboard.​

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Während es auf 3,3 Volt keine Probleme gibt, sieht es auf der 5 Volt Schiene schon etwas anders aus, hier wird der Nachteil von gruppenregulierten Netzteilen sichtbar. Das MS-Tech 550W kann sich nur knapp in der ATX-Norm halten, das Xilence durchbricht diese sogar knapp.

Katastrophal wird es auf der 12 Volt-Schiene. Ich habe den Bereich ausnahmsweise mal nach unten erweitert, um das gesamte Ausmaß darzustellen. Die ATX-Norm endet bei 11,4 Volt wohlgemerkt. Das Enermax Triathlor schaltet rechtzeitig ab, bei Cooler Master gibt es überhaupt keine Probleme. MS-Tech und Xilence sind schon im dritten Szenario völlig am Ende, selbst das mit nur 300 Watt ausgegebene Enermax ist deutlich leistungsfähiger!

Kommen wir nun zu einer Neuerung in meinen Reviews. Ich habe mir nun ein Multimeter angeschafft um die ungenauen werte meines Mainboards zu umgehen. Ich habe hier verschiedene Spannungsmesspunkte angelegt, hierbei ist es wichtig die Legende in den Diagrammen zu lesen.​

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Beide Netzteile können sich problemlos in der ATX-Norm halten.​

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Während die Spannungsregulation beim Netzteil von Cooler Master absolut problemlos ist, bricht diese bei dem Netzteil von Enermax bei hoher Belastung ein. Die ist der technischen Plattform geschuldet, die ATX-Norm wird aber nur bei Überlast verlassen.​


9. Lautstärke

Ganz wichtig ist bei Netzteilen natürlich die Lautstärke. Bevor hier Fragen auftauchen wie ein PC denn ohne Netzteil betrieben werden kann: Ich habe hier das semipassive Seasonic 860W Platinum genommen und so weit wie möglich vom Schallpegel-Messgerät gelegt. Auch wenn der Lüfter in höheren Belastungen minimal aufdreht, sollte er vom restlichen System übertönt worden sein. Vorab eine kleine Definition zur besseren Einordnung:​

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Die Messwerte vom Cooler Master G450M verfälschen den subjektiven Eindruck etwas. Der Lüfter ist zwar hörbar, erzeugt aber einen sehr dumpfen Ton, welcher nur sehr wenig stört. Bei sehr hoher Belastung dreht der Lüfter allerdings extrem hoch, was das Netzteil sehr laut macht. Es übertrifft sogar teilweise das Antec TP-450C und erreicht über 50 db(A). Für Silent-Systeme ist das G450M nicht geeignet, bis zu einer Primärbelastung von 400 Watt bleibt das G450M aber relativ leise.

Das MS-Tech Value ist mit einem größeren Lüfter ausgestattet als die restlichen Testkandidaten. Die stellt sich aber eher als Nachteil heraus, denn der Lüfter dreht schon bei geringer Drehzahl ordentlich auf. Somit ist das MS-Tech das lauteste Netzteil in diesem Test.

Das leiseste Netzteil kommt von Enermax. Bei geringer Belastung bleibt es sehr leise, einzig bei Volllast dreht der Lüfter hörbar auf. Insgesamt ist das aber ein gutes Ergebnis.

Das gute Ergebnis in Szenario 1 für das Xilence Redwing täuscht nicht darüber hinweg, dass das Netzteil nach einer hohen Belastung extrem lange braucht, bis sich der Lüfter wieder auf eine normale Drehzahl einpendelt. So ist das Netzteil auch nur nach dem Start des PCs wirklich leise. Schon bei einer geringen Belastung dreht der Lüfter stark auf und produziert viel Krach.​

Der Tod des Xilence Redwing 350W:

In meinem Test habe ich zuerst Die Effizienzmessungen, zusammen mit der Spannungsmessung durchgeführt. In einem zweiten Durchlauf habe ich dann den Testparcours wiederholt und die Lautstärkemessungen vorgenommen.

Das Xilence Redwing läuft in Szenario 3 mit einer extremen Überlast, was die Spannungsregulation zeigt. Nachdem ich die Belastung für 5 Minuten aufrecht gehalten habe, wollte ich nun die Lautstärke messen. In dem Moment fängt es im Inneren des Xilence zu knistern an. Ich bekam die Messung zum Glück noch fertig und habe das System dann schnell ausgemacht. Nachdem das System nun aus war, roch es nach verbrannter Elektronik. Als ich das Netzteil einige Tage später in Betrieb nehmen wollte, drehte sich der Lüfter nicht mehr, das Netzteil ging ansonsten aber völlig normal an und produzierte Strom. Schäden an der Platine sind nicht zu erkennen, aber das Netzteil ist hinüber.​


10. Fazit

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Nun bin ich am Ende meines Reviews angekommen. In der Einleitung habe ich die rhetorische Frage gestellt, ob sich der Aufpreis für die Markengeräte lohnt oder ob man bedenkenlos zur günstigen Alternative greifen kann. Nun, die Frage kann ich eindeutig beantworten: Finger weg von Billignetzteilen!

Die Netzteile von Cooler Master und Enermax haben sich als gute Netzteile mit ein paar kleinen Schwächen erwiesen, Probleme gab es in meinem Test allerdings keine. Die Effizienz ist bei beiden Netzteilen auf einem soliden Niveau, die Kabelausstattung ist in der jeweiligen Leistungsklasse als gut bis sehr gut anzusehen und relativ leise bleiben sie auch. Einzig die Qualität der verbauten Kondensatoren könnte bei beiden Testkandidaten besser sein, aber bei den langen Garantiezeiten werden sich die Hersteller dabei schon etwas gedacht haben.

Ein komplett anderes Bild zeigte sich bei den Billignetzteilen. Äußerlich können diese zwar noch ganz gut mithalten, aber sobald es an die technische Seite oder dem Praxistest geht, versagen beide Netzteile auf ganzer Linie. Günstige und veraltete Komponenten treffen auf unzureichende oder nicht vorhandene Schutzschaltungen. Beide Netzteile sind laut und ineffizient und speziell das Xilence zerstört sich bei hoher Belastung einfach selbst. Hier gilt das Motto: Wer billig kauft, kauft zweimal.​

Die Testergebnisse im Detail:

Cooler Master G450M

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Aufgrund der technischen Leistungen und dem günstigen Preis Cooler Master G450M erhält von mir den bronzenen Preis-Leistungsrüssel:

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Das Cooler Master G450M wird aktuell für etwa 45 Euro angeboten.



MS-Tech Value 550W CM

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Aufgrund der durchgehend schlechten Leistungen erhält das MS-Tech Value 550W CM von mir den Fail-Award:

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Das MS-Tech Value 550W CM wird aktuell für knapp 28 Euro angeboten.



Enermax Triathlor 300W Bulk

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Das Enermax Triathlor 300W Bulk wird aktuell für etwas mehr als 37 Euro verkauft.



Xilence Redwing 350W

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Aufgrund des desaströsen Leistungen erhält das Xilence Redwing 350W von mir den Fail-Award:

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Das Xilence Redwing 350W wird aktuell für knapp 21 Euro angeboten.​
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