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[Review] Bitfenix Enso Mesh - Frischer Wind für ein cooles Case?

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Software-Overclocker(in)
[Review] Bitfenix Enso Mesh - Frischer Wind für ein cooles Case?

Vielen Dank an CASEKING für die Bereitstellung des Samples!

In den letzten Jahren kristallisierten sich einige Trends bei PC-Gehäusen heraus. Seien es nun Sichtfenster aus Glas, eine Netzteilabdeckung oder RGB-Beleuchtung.
Ein anderer Trend war das Entfernen von Mesh-Gitter an der Front, das durch geschlossene Panels ersetzt wurde. Dies hatte leider einen stark negativen Einfluss auf die Temperaturen der Komponenten im Innern.
Auch das Bitfenix Enso folgte letzterem Trend. Dadurch wurde der Front-Airflow stark gebremst, was die Temperaturen der im Innern verbauten Komponenten leicht in Mitleidenschaft zog.
Doch nun bringt Bitfenix das Enso Mesh mit einem Frontpanel aus Lochgitter heraus.
Sorgt dies für bessere Temperaturen oder ist es nur ein gut gemeintes, aber schlecht umgesetztes Konzept?
Finden wir's heraus! :daumen:

Inhaltsverzeichnis
1. Verpackung
2. Das Gehäuse im Detail
3. Das Innenleben
4. Das Testsystem
5. Die Temperatur
6. Fazit
7. Die Vor- und Nachteile
8. Links


1. Verpackung

Das Enso Mesh wird in einem unscheinbaren, braunen Karton mit schwarzer Schrift geliefert. Der Aufdruck des Kartons informiert über die Spezifikationen des Gehäuses und preist einige Features, unter anderem die zwei vorinstallierten Lüfter, an.
Lediglich der bunte ASUS-AURA-Sticker, der die Kompatibilität des Enso zu Asus' RGB-Ökosystem anzeigt, setzt einen optischen Reiz.

Verpackung.jpg

Nach dem Öffnen der Verpackung offenbart sich gleich die erste positive Überraschung:
Bitfenix verzichtet auf Styropor und schützt die Hardware-Behausung stattdessen mit Schaumstoff (und der obligatorischen Plastiktüte) gegen Transportschäden; das Staubsaugen nach dem Auspacken entfällt also.

Das Zubehör kommt in einem wiederverschließbaren Plastikbeutel und beinhaltet einige Kabelbinder, einen BIOS-Speaker, ein kleines Faltblatt, dass die Montage der Komponenten zeigt, und eine kleine Auswahl an diversen Schrauben. Ebenfalls im Lieferumfang befindet sich eine Abdeckung aus Vinyl, die den seriemäßig an der Oberseite verbauten Staubfilter ersetzen kann, falls man Wert auf eine geringere Geräuschkulisse legt.

Hier noch die Spezifikationen:
Abmessungen (Länge x Breite x Höhe in cm): 45 x 21 x 49
Max. Höhe CPU-Kühler: 160 mm
Max. Länge Grafikkarten: 340 mm
Max. Länge Netzteil: 160 mm
Max. Mainboard-Formfaktor: ATX / E-ATX bis 272 mm Breite
Lüfterkompatibilität vorne: 2x 140 mm / 3x 120 mm (1x 120 mm vorinstalliert)
Lüfterkompatibilität oben: 2x 120 mm
Lüfterkompatibilität hinten: 1x 120 mm (1x 120 mm vorinstalliert)
Lüfterkompatibilität unten: -
Radiatorkompatibilität vorne: 360 mm / 65 mm dick
Radiatorkompatibilität oben: 240 mm / 30 mm dick
Radiatorkompatibilität hinten: 120 mm
Laufwerke: 3x 2,5 Zoll + 2x 2,5 oder 3,5 Zoll
PCIe-Slotblenden: 7
Gewicht: ca. 7 kg

2. Das Gehäuse im Detail

Befreit man das Enso aus seiner Verpackung, fällt sofort die Front ins Auge. Ein Mesh-Gitter mit dahinter platziertem Staubfilter erstreckt sich über die komplette Vorderseite und wird zu großen Teilen von einem RGB-beleuchteten Kunststoffröhrchen umfasst. Der Staubfilter lässt sich sehr einfach entfernen; in dem man das Gehäuse leicht anhebt und den Filter mittels der Kunststoffnase an der Unterseite nach vorne zieht. Dahinter lassen sich maximal zwei 140-mm- oder drei 120-mm-Lüfter installieren. Die Umrandung des Frontpanels besteht ebenfalls aus Plastik. Ein subtiler "Bitfenix-Schriftzug" befindet sich an der linken Seite der Front.
Beim Abziehen des kompletten Frontpanels gilt es, vorsichtig zu sein, da man das Kabel der RGB-Beleuchtung sonst abreißen könnte. Dies lösen andere Hersteller, zum Beispiel mit drei Kontaktstiften, die eine fest am Gehäuse montierte Platine berühren (Phanteks Eclipse P350X), besser.

Front.jpg

Wer sich die RGB-Beleuchtung einmal ansehen möchte, kann dies an dieser Stelle tun: YouTube
Das Enso Mesh bietet diverse Beleuchtungseffekte, man kann aber auch zwischen einigen Farben mit statischer Beleuchtung durchschalten. Wer die bunten Lichter nicht mag, kann die Beleuchtung einfach ausschalten.

Dreht man das Gehäuse, so findet man das gläserne, leicht getönte linke Seitenteil aus Glas vor. Es wird mittels vier Daumenschrauben am Chassis gehalten. Von dieser Seite aus kann man auch den Staubfilter des Netzteils sehr einfach herausziehen und reinigen; eine weitaus bessere Lösung als das Entfernen des Filters von hinten, wie man es von vielen anderen Gehäusen kennt.

Seitenansicht.jpgStaubfilter.jpg

An der Unterseite gibt es nicht viel zu sehen: Besagter Staubfilter verdeckt die Öffnung, durch die das Netzteil, das im Innenraum mit vier dünnen Schaumstoffscheiben entkoppelt wird und maximal 160 mm lang sein darf, frische Luft ansaugen kann.
Das Gehäuse steht auf vier großen und hohen, ebenfalls mit Schaumstoff versehenen, Standfüßen aus einfachem Kunststoff und ist daher sowohl Teppichfreundlich (der Lüfter des Netzteils kann in der Regel trotzdem genug Luft anziehen) als auch Bodenfreundlich (die Standfüße verkratzen nicht den Boden und hinterlassen keine Spuren).

Unterseite.JPG

Die Rückseite des Enso offenbart uns insgesamt sieben Slotblenden. Zur Entfernung von diesen müssen zuerst zwei Daumenschrauben gelöst und ein Metall-Cover zur Seite geschoben werden, damit die Blenden, nach dem Herausdrehen der ordinäre Schrauben, von denen sie festgehalten werden, herausgenommen werden können. Diese Demontage gestaltet sich leider unnötig kompliziert.

Rückseite.jpg

Oberhalb der Slotblenden befindet sich ein Montageplatz für einen 120-mm-Lüfter, der bereits von einem Bitfenix Spectre RGB besetzt wird. Dieser Lüfter besitzt RGB-LEDs in der Nabe und kann via 4-Pin-RGB-Header oder einem, dem Gehäuse beigelegten, RGB-Hub beleuchtet werden. Angeschlossen wird der Spectre RGB via 3-Pin. Die Befestigungen des Lüfters wurden so gestaltet, dass er etwas nach oben oder unten geschoben werden kann, wenn seine Montageschrauben leicht gelöst werden. Dies wäre ein tolles Feature, könnte man an der Oberseite einen Radiator befestigen.

Der andere mitgelieferte Luftschaufler ist ein schwarzer, unbeleuchteter Bitfenix Spectre, welcher ebenfalls 120mm misst und in der Front platziert wurde. Er kann via 3-Pin oder 4-Pin Molex angeschlossen werden, welche als schwarze Flachbandkabel, genau wie die Kabel des Spectre RGB, ausgeführt sind.

Beide Lüfter laufen relativ ruhig; in diesem Preisbereich nicht selbstverständlich. Bei hohen Drehzahlen stellt sich dann ein gut hörbares Luftrauschen ein.

Kommen wir nun zur Oberseite des Enso:
Hier befindet sich das I/O-Panel. Mit zwei USB-3.0-Ports, zwei 3,5-mm-Klinke-Anschlüssen, einem Power- und einem Reset-Button findet man Standardkost vor. Nur der Knopf für das Wechseln der RGB-Effekte sticht hervor.
Unglücklicherweise befinden sich alle drei Buttons direkt nebeneinander und ihre Form sowie Größe ist identisch zueinander.
Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass man unabsichtlich einen anderen Knopf drückt, als man eigentlich möchte.
Die Buttons haben einen sehr kurzen Hub und ihr Anschlag klingt leider etwas billig.

Front IO.jpg

Hinter dem I/O findet man einen magnetischen Staubfilter, der die beiden 120-mm-Lüfterplätze bedeckt. Schade, dass Bitfenix die Öffnung nicht größer gestaltet hat, um Platz für 140-mm-Lüfter zu schaffen.
Ein maximal 30 mm dicker 240-er-Radiator lässt sich hier montieren.

Oberseite.jpg

Die Verarbeitung des Gehäuses lässt keine Wünsche offen; das gilt auch für die Verwindungssteifigkeit. Das rechte Seitenteil besteht aus ordentlicher Materialdicke. Der Lack wurde sauber und ohne Einschlüsse aufgetragen, gleichwohl wurde das Metall sauber entgratet. Die Front des Gehäuses ist das einzige Seitenteil aus Kunststoff.

3. Das Innenleben

Nach dem Lösen der Schrauben des Tempered-Glass-Seitenteils fällt der Blick auf die Hauptkammer des Enso. Neben einer Netzteilabdeckung, welche ohne eine Perforation (wie man sie u.a. beim NZXT H500 vorfindet) auskommt, findet man den Mainboard-Tray vor. Dieser nimmt Hauptplatinen bis zu E-ATX bis 272 mm Breite auf. Rechts daneben befinden sich zwei gummierte Kabeldurchführungen, dessen Gummis leider nicht sehr gut fixiert wurden, weshalb sie gerne ihre Position, beim Durchschieben der Kabel, verlassen.
Eine dritte Kabeldurchführung auf dieser Seite fehlt leider.
Dafür wurde an eine ausreichend dimensionierte, ungummierte Durchführung oberhalb des Mainboards, für das EPS-Kabel der CPU-Stromversorgung, gedacht.

Innenraum.jpg

Die Netzteilabdeckung bietet zwei kleinere Öffnungen, um Kabel wie das HD-Audio-Kabel oder die Frontpanelanschlüsse durchzuführen.
Unglücklicherweise fehlt eine dedizierte Durchführung für PCIe-Stromkabel, wodurch diese durch eine der Öffnungen neben dem Mainboard gelegt werden müssen.
Am vorderen Ende besitzt die Netzteilabdeckung eine Einbuchtung, um Platz für dicke Radiatoren oder einen Push-Pull-Betrieb zu schaffen. Ein Cover zum Verschließen dieser Öffnung existiert aber nicht.

Die Rückseite des Enso Mesh offenbart einen RGB-Controller, welcher mittels SATA mit Strom versorgt wird. An der Platine werden die Front-LEDs und das Kabel zur Steuerung der Beleuchtung des hinteren Lüfters angeschlossen. Wer möchte, kann auch noch den freien 3-Pin-RGB-Header am Controller nutzen, um die Beleuchtung mittels Bitfenix Alchemy 2.0 oder -3.0 Produkten zu erweitern. Zur Einstellung der Beleuchtung lassen sich entweder der Knopf am Front-I/O oder ASUS Aura, sofern man ein ASUS-Mainboard mit 3-Pin-RGB-Header besitzt, nutzen. Dem hinteren Lüfter liegt übrigens ein Adapter für die Konvertierung des proprietären RGB-Steckers auf einen standardmäßigen 4-Pin-RGB-Stecker bei.

Rückseite MBTray.jpg

Rechts neben dem Controller schiebt sich ein Tray, der ein 2,5-Zoll-Laufwerk aufnimmt, ins Blickfeld. Für Nutzer von 3,5-Zoll-Laufwerken befinden sich zwei Befestigungsmöglichkeiten im Käfig unter der Netzteilabdeckung, welche leider nicht gut entkoppelt werden; nur die Halterungen aus weichem Plastik dämpfen die Vibrationen der HDDs ein bisschen. Natürlich nehmen diese Halterungen auch 2,5 Zoll auf.
Zwei weitere Aufnahmemöglichkeiten für jeweils ein 2,5-Zoll-Laufwerk finden oberhalb des Festplattenkäfigs Platz; sie werden mittels Schrauben auf der Rückseite des Mainboard-Trays befestigt.
Nur wer ein 5,25-Zoll-Laufwerk in der Front verbauen möchte, hat Pech; das Enso bietet keinen solchen Slot.

Für das Kabelmanagement existiert guter, aber nicht außergewöhnlich großer Platz hinter dem Mainboard-Tray (23 mm). Hilfreich beim Verstauen der Kabel sind die vielen Ösen für Kabelbinder.

System.jpg

4. Das Testsystem

Intel Core i5-2400
ASUS P8B75-M
4 GB Kingston ValueRAM
ASUS HD 7850 DC2 @ 50% Fan Speed
Be Quiet! System Power 9 400 Watt
Scythe Fuma mit einem Fractal Venturi HP-12 PWM @ 50% PWM
Arctic MX-2
Patriot Burst 120 GB
HGST 7200 500 GB

Als Referenz-Lüfter kommen zwei Thermaltake Riing 12 @ 12V zum Einsatz; die Standard-Lüfter laufen auch immer mit 12V.
Die CPU wurde mit Prime95 Small FFTS und die Grafikkarte gleichzeitig mit Furmark Burn-In belastet (Testdauer 15 min).
HWInfo 64 dient dem Auslesen der Temperaturen.
Im offenen Aufbau wurde kein Gehäuse verwendet und ein Arctic F14 @ 12V ca. 15 cm hinter das hintere I/O des Mainboards gestellt.

5. Die Temperaturen

Temperaturen.jpg

Bei den Temperaturen müssen sich die seriemäßig verbauten Bitfenix Spectre den hörbar lauteren Thermaltake Riing klar geschlagen geben. Im offenen Aufbau bleiben CPU und GPU noch einmal ein paar Kelvin kühler, was zu erwarten war. Nichtsdestotrotz ist die Kühlung im Enso Mesh beachtlich; der Airflow ist also ziemlich gut. Wer seine Temperaturen trotzdem noch verbessern möchte, kann dazu einen der, im Auslieferungszustand noch vier, freien Lüfterplätze nutzen.

6. Fazit

Das Bitfenix Enso Mesh weiß zu überzeugen, aber der Teufel liegt, wie so oft, im Detail.
So könnten das Kabelmanagement oder auch das Front-I/O verbessert werden. Die positiven Aspekte, wie der sehr gute Airflow, die schicke RGB-Beleuchtung oder die leisen Lüfter überwiegen jedoch, weshalb das Enso Mesh empfohlen werden kann. Auf seinen Lohrbeeren ausruhen sollte sich Bitfenix allerdings nicht, denn die Konkurrenz ist stark.

7. Die Vor- und Nachteile
+ Gute Verpackung
+ Gut implementierte RGB-Beleuchtung
+ RGB-Controller besitzt einen freien Port
+ Leicht zu entfernender Staubfilter
+ Relativ leise Lüfter
+ Einwandfreie Verarbeitung
+ Überdurchschnittlich viel Zubehör
+ Viele Montagemöglichkeiten für 2,5-Zoll-Laufwerke
+ Viele Ösen für Kabelbinder
+ Teppich- und Bodenfreundliche Standfüße
+ Guter Airflow

- PCIe-Slotblenden lassen sich unnötig schwer entfernen
- Power-, Reset- und RGB-Button ungünstig platziert und geformt
- Gitter an der Oberseite unterstützt nur 120-mm-Lüfter
- keine Entkopplung der Festplatten
- Gummis der Kabeldurchführung verlassen gerne ihre Position
- zu wenige Kabeldurchführungen
- kein Platz für hohe CPU-Kühler


8. Links
Zu CASEKING
Das Bitfenix Enso Mesh bei Caseking kaufen
Das Bitfenix Enso Mesh auf der Herstellerseite
 

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Viel Spaß beim Lesen und frohe Weihnachten!
 
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